Abenteuer Marokko: Mit dem Roller über den Hohen Atlas von Taghazout bis Marrakesch

Was sind die Zutaten für ein großes Abenteuer, für den Aufbruch ins Unbekannte?

Als Kind hatte ich immer wieder ein Buch in meinen Händen: „Die letzten Abenteuer unserer Erde“.

Es war ein ziemlich großes Buch mit vielen farbigen Bildern aus den 70er Jahren.

Auf dem Roller im Djellaba (traditionelles Berber-Gewand) durch den Hohen Atlas in Nordafrika.

Ich erinnere mich noch an die Bilder von der Gleitschirm Überquerung der Alpen, der Besteigung vom Mount Everest, den Goldsuchern in Australien, den Surfern vor Hawaii, den Truckern in der Sahara, den Freikletterern im Yosemite Valley… und viele Abenteuer mehr. 

Alle diese Abenteuer haben zwei Dinge gemeinsam: Zeit und Mut.

Zeit braucht es, um dem Abenteuer den Raum zur Entfaltung zu geben.

Ohne Stress und ohne Druck abwarten zu können bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Die passende Thermik, das perfekte Wetter oder die perfekte Welle…. und aufgeschlossen zu sein für die vielen kleinen und großen Momente, weil man nicht sofort gezwungen ist weiter zu ziehen.

Mut braucht es, um im richtigen Zeitpunkt alles zu geben und sich in das große Unbekannte zu wagen.

Die Grenze zwischen Mut und Torheit mag im Abenteuer auch hin und wieder verschwimmen. 

Abenteuer Surfen: Zeit und Demut

Für anderthalb Monaten dem nassen Winter in Deutschland entfliehen.

Surfen gehen und den Sommer früher einleiten, während ich Remote weiter an meinen Projekten arbeite. (Wie das möglich ist? Dazu in diesem Beitrag)

Surfen braucht Zeit und Demut. 

Zeit, weil gute Wellen brauchen Zeit, selbst bei gutem Timing in der Saison.

Wer nur eine Woche surfen geht hat eine hohe Chance keinen einzigen Tag mit guten Wellen zu erleben, aber wer einen lang Monat surfen geht, der wird eigentlich immer Tage mit guten Wellen haben.

Demut ist die zweite Säule beim surfen. Ich spreche da wirklich aus Erfahrung. 

Zu viele Anfänger (auch ich habe das gemacht) gehen viel zu schnell auf Hardboards und Shortboards und folgen da einem etwas toxischen Drang.

Denn Wellen bekommt man dadurch deutlich schwieriger und je weniger Wellen man bekommt, desto langsamer macht man Fortschritte beim Surfen.

Wer dann auch die Demut hat bei „schlechten Wellen“ dennoch raus zu paddeln und zu üben, der wird bei den guten Wellen um so mehr belohnt.

Mit dem Roller 600km über den Hohen Atlas

Aber anderthalb Monate sind genug Zeit auch für andere Abenteuer als das Surfen offen zu sein… und so bin ich ins Roller fahren geschlittert.

Was mit meinem ersten Tag im Leben auf einem Roller angefangen hat, wo wir die Küste hoch nach Imsouane gefahren sind wurde paar Wochen später zu:

Wir mieten Roller und überqueren den Hohen Atlas auf über 2100 Meter hohen Pässen. Von Taghazout über Agadir, über den Hohen Atlas bis nach Marrakesch.

Es ist ein richtiges Abenteuer, vom ersten Mal lange Roller fahren, schmalen Bergpässen bis zur fremden Kultur der Berber im hohen Atlas. 

Aber ich lass mal die Bilder sprechen:

Eine Herde Dromedare (siehe Höcker, keine Kamele), an der Straße in der Ebene hinter Agadir
Durch die Tiefebene immer weiter Richtung Atlas Gebirge, wo oben noch der Schnee liegt
Durch Regenfälle und Erdrutsche der letzten Tage war der Pass teilweise verschüttet und musste mit schwerem Gerät geräumt werden
Teilweise waren die Straßen auch gut befahrbar, dennoch haben wir kaum andere Touristen gesehen
Auf 2100 Metern auf der Passhöhe im Atlas
Die Region leidet immer noch unter den Auswirkungen des schweren Erdbebens 2023, alle Cafés am Wegesrand entlang der Pässe waren sehr dankbar das wir als Touristen da waren.

Ein richtiges Abenteuer, einfach genial.

Jetzt sitze ich während ich diese Zeilen schreibe am Pool vom Landhaus im Atlas Gebirge.

Es ist einfach ein herrlicher ruhiger Kontrast zum geschäftigen Treiben in Taghazout.

Noch 2-3 Tage hier im Dorf, einfach in Ruhe denken und arbeiten, dann geht es weiter mit den Rollern gen Marrakesch

Ein Zwischenstopp im großen Abenteuer. Alles gute, euer Fabian

Und es Nachts wartet wieder das Kaminzimmer

Die 4-Stunden-Woche Realität: Wenn das Traumleben Alltag wird

Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.

Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.

Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.

Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.

Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.

Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5

Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?

Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.

„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage

Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“

Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.

Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.

Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.

Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.

Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.

Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.

Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.

Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.

Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben

Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.

Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.

Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?

Nimm dir Zeit zum Denken

„Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen.“ – John D. Rockefeller.

Gerade sitze ich im Zug, zurück von den Pfälzer Bergen nach Heidelberg. Wir waren klettern und genossen Luft und Freiheit unter unseren Füßen. Der erste Pfifferling diesen Jahres wurde auch gefunden.

Nun habe ich etwas Zeit, zurückzudenken.

In den letzten Wochen habe ich immer wieder in der „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferriss gelesen. Ein Buch, das mich wie kein anderes auf meiner unternehmerischen Reise bisher begleitet hat.

Dieses Mal habe ich vor allem den Gedanken der zwei wirklich wichtigen Aufgaben am Tag übernommen. Die Idee ist eigentlich total einfach: Welche Aufgabe würde dich zufriedenstellen, wenn sie die einzige Aufgabe wäre, die du an diesem Tag erledigst?

Wähle maximal zwei solcher Aufgaben am Tag und stelle sicher, dass du sie am Stück ohne Ablenkungen abarbeitest. Danach kannst du nach Hause gehen.

Nimm dir den Montag und/oder Freitag einfach frei und komme ansonsten spät oder gehe einfach früh nach Hause.

Eine Verkürzung der Arbeitszeit sorgt dafür, dass die Aufgaben eher auf das Wesentliche reduziert werden. Oft brauchen Aufgaben nämlich genau so lange, wie man Zeit dafür hat.

Genau das habe ich gemacht, und dabei ist mir eine Sache aufgefallen: Auf einmal hatte ich Zeit zum Denken. Wer immer nur arbeitet, hat keine Zeit, wirklich nachzudenken.

Viele Gedanken entstehen in und mit der Zeit.

Klar steht es außer Frage: Wir müssen die wirklich wichtige Arbeit, vor der wir uns drücken, aber von der wir wissen, dass sie wichtig ist, erledigen.

Aber wie oft machen wir das Unwichtige, um das Wichtige, aber Unangenehme aufzuschieben?

Liebe Grüße, Fabian

Drei einfache Ideen für ein glücklicheres Leben

Heute soll es um drei Ideen gehen, auf die ich in den letzten Jahren gestoßen bin. Ideen rund um ein glücklicheres und erfüllteres Leben, zu denen ich immer wieder zurückgekommen bin – vor allem in den Momenten, in denen mein Leben nicht ganz so war, wie ich es mir gewünscht hätte.

Jeder Tag könnte unser letzter hier auf der Erde sein, und eines Tages wird das auch stimmen. Dieser Gedanke führt mich zu den drei Ideen.

Fokussiere dich auf das was vor dir liegt

Unser Leben ist eine Verkettung von Tagen, Stunden und Minuten. Unser Einfluss liegt oft im Jetzt. Im Jetzt können wir handeln, um Dinge zu verändern, und unser heutiges Jetzt war gestern noch das morgige Heute. Gestern, als wir von morgen sprachen, meinten wir heute.

Ich glaube, ein Geheimnis eines großartigen, glücklichen Lebens sind glückliche Tage. Wenn es uns gelingt, immer wieder großartige Tage zu erschaffen, dann werden sich diese Tage zu einem glücklicheren Leben verbinden.

Aber was schafft großartige Tage?

Schätze den Kampf, die harte Arbeit

Das meiste Glück kommt nicht ohne Anstrengung. So gehört das Leid der harten Arbeit und das Leid der Mühe unweigerlich zum Glück dazu.

Zumindest ist es mein Erleben, dass das Glück schwerer Kämpfe und großer Herausforderungen, die überwunden wurden, eine ganz andere Tiefe des Glücks hat als ein flacher Hedonismus.

Es sind die Teile einer guten Geschichte, die auch zum täglichen Glück führen. Eine Heldenreise durch Herausforderungen, Unbequemlichkeiten und Anstrengungen.

Und wenn es am Ende nicht gut ausgeht, dann:

Bringe die Dinge in Perspektive

Es hilft ungemein, Dinge in die richtige Perspektive zu rücken. Seien es meine eigenen Gedanken, Kommentare von Fremden oder sogar Anfeindungen von anderen Menschen.

Betrachten wir es doch einmal so: Wir alle befinden uns gemeinsam auf einem winzigen blauen Planeten in den unendlichen Weiten des Universums.

Alles, was wir als Heimat und Zuhause betrachten, schrumpft zu einem kaum sichtbaren Punkt, wenn wir weit genug davon entfernt sind. Erst ist es hinter unserem Daumen verborgen, dann hinter dem Kopf einer Stecknadel, bis es schließlich – am Rande unseres eigenen Sonnensystems – praktisch unsichtbar wird.

Jede Sorge, jeder Gedanke und jedes Unglück existieren innerhalb eines winzigen Lebewesens auf dieser kleinen Kugel, die um einen Stern am äußersten Rand unserer Galaxie kreist, eingebettet in ein Netz von Galaxien, das durch Raum und Zeit schwebt.

Das bringt die Dinge in Perspektive und hilft mir, nach vorne zu schauen. Es geht weiter, Kopf hoch und Better Days are coming.

In diesem Sinne: Alles Gute und ich denk an dich.

Viele Grüße, Fabian

Die Macht der Einfachheit: Ein minimalistischer Ansatz zu einem erfüllteren Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Café in Heidelberg. Draußen ist es trüb, es ist Montag, und ich denke an das Wochenende zurück.

Ein erstes Frühlingswochenende, das ich im Wald verbracht habe. Während ich im Wald war, musste ich immer wieder an einen Satz denken, der mich jetzt schon etwas länger begleitet und über den ich schon häufiger nachgedacht habe: „Needing less makes you more powerful.“

Was braucht man wirklich im Leben, und was macht es mit uns, wenn wir weniger brauchen? Warum kann uns weniger stärker machen, und welche Macht hat die Einfachheit? Darum soll es in diesem Beitrag heute gehen, und den Anfang macht eine Frage.

Wie würde dein Leben aussehen, wenn du nicht Arbeiten müsstest?

Ich stelle mir gerne folgende Frage: Wenn ich all mein Geld, das ich zum Leben brauche, einfach so bekommen würde – was würde ich tun? Ganz offen und ohne Einschränkungen. Wie würde mein Leben, wie würde dein Leben aussehen? Was würdest du tun?

Denk einfach darüber nach: Was würdest du den Tag über machen? Was hättest du für Ziele? Woher käme deine Zufriedenheit? Schreib es dir gerne in Stichpunkten auf.

Jetzt gehst du jeden deiner Punkte Schritt für Schritt durch. Welche davon könntest du heute schon realisieren? Welche davon erscheinen unerreichbar? Welche Schritte müsstest du gehen, um diese Punkte umzusetzen?

Viele dieser Punkte könntest du wahrscheinlich schon heute realisieren – zumindest bei mir ist es so. Vor allem Vorstellungen, die weniger materialistisch sind, lassen sich in vielen Fällen eigentlich angehen.

Aber warum setzen wir sie so oft nicht um? Fehlt es uns „nur“ an Mut, oder ist es die Angst vor Discomfort – diesem unangenehmen Unbehagen?

Schreibt gerne eure Listen in die Kommentare; ich bin gespannt, wie eure Leben aussehen würden.

Welche Macht hat die Einfachheit?

Ich merke, dass weniger Dinge in meinem Leben zu mehr Freiraum führen. Vor allem das Eliminieren von Verpflichtungen, das Delegieren und Outsourcen von wiederkehrenden Aufgaben helfen dabei, mehr Freiheiten zu genießen. Diese Freiräume nutze ich zum Nachdenken und Leben.

Weniger Verpflichtungen und wiederkehrende Aufgaben sorgen auch für eine größere Autonomie. Je weniger ich brauche, desto unabhängiger bin ich von äußeren Umständen und kann Entscheidungen dementsprechend freier treffen.

Ein ganz konkretes Beispiel ist das Unternehmertum. Ein Mensch, der viele Verpflichtungen und Ausgaben in seinem Leben hat, wird es viel schwerer haben, sich selbstständig zu machen. Er braucht viel mehr zum Leben als jemand, der ein einfaches Leben führt und letztlich kaum etwas braucht.

Weniger zu brauchen gibt dir die Möglichkeit, bei der Unternehmensgründung größere Risiken einzugehen und macht dich stärker im Vergleich zu einer Person, die schon viele Ressourcen für ihren hohen Lifestyle benötigt.

Mein Fazit

Ich glaube, dass das Streben nach weniger paradoxerweise der Schlüssel zu einem reicheren Leben sein könnte. Weniger Bedürfnisse sorgen für mehr Sicherheit, mehr Freiheit und wohl letztlich auch mehr Zufriedenheit. Du brauchst kein Rennen zu gewinnen, zu dem du dich nicht angemeldet hast.

Es gibt so viel zu entdecken da draußen, wenn du die Zeit und die Freiheit hast, rauszugehen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Wenn du wenig brauchst, hast du diese Freiheit, und da schließt sich der Kreis wieder.

Statt das zu tun, was andere von dir erwarten, und in diesen Erwartungen zu leben, kannst du den Mut haben, das Leben nach deinen Bedingungen zu gestalten und einen anderen Weg zu gehen.

Also: Hab den Mut, deinen Weg zu gehen.

Grüße, euer Fabian

Fang endlich an!

Wir haben Mitte Dezember, in einer Woche ist Weihnachten. Der Stress der Adventszeit geht in diesem Jahr recht gut an mir vorüber – den Prioritäten sei dank. Ich sage häufiger „Nein“, dafür konnte ich mir die Zeit nehmen, mit vielen großartigen Menschen in tiefe Gespräche zu versinken. Ein schöner Aspekt dieser kalten Jahreszeit (neben dem Snowboarden).

Immer wieder kamen in diesen Gesprächen Ideen, Träume & Wünsche zum Vorschein. Schnell entwickelte sich ein reger Austausch, wie man diese oder jene Ideen starten kann, diesen oder jenen Traum realisieren kann. Ein gewaltiges Potenzial, dass nur darauf wartet, entfesselt zu werden, umgesetzt zu werden.

Nach einer Woche treibt mich die Neugierde und ich Frage nach: „Was macht dein Traum?“. Betroffenes Schweigen, denn passiert ist allzu oft nichts. Das Einzige, was ich höre, sind Ausreden. Ideen wurden zerdacht, Träume wurden abgetan und Wünsche wurden zerstreut.

Es fehlte an Glauben, es fehlte an Leichtigkeit und es fehlte an Mut. Ohne die letzten beiden ist es schwierig, sich zu trauen und ist es schwierig für sich zu stehen.

„Einfach mal machen“, ist wohl ein Satz, den hier in Deutschland nicht allzu viele Menschen unterschreiben können. Dabei ist „Machen“ die üblichste Form, um ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen – dazu auch mehr in diesem Beitrag.

Du musst anfangen! Fang an deine Ideen umzusetzen, fang an deine Träume zu leben, fang an deine Wünsche zum Ziel zu erklären. Wenn du an dich glaubst und anfängst, bist du auf dem Weg. Wage den ersten Schritt, denn jede lange Reise hat mit genau diesem einen ersten Schritt begonnen.

Worauf wartest du noch? Fang endlich an!

Minimalismus: Der Hack für den Abwasch

Wenn du schon mal in einer Wohnung ohne Spülmaschine gelebt hast, wirst du das Problem kennen: Der Abwasch macht sich nicht von alleine. So sammelt sich über den Tag … oder die Woche(n) … immer mehr und mehr Geschirr in der Küche.

Als Folge musst du dir für den Abwasch immer mehr Zeit nehmen, was den Abwasch aber gleichzeitig immer unwahrscheinlicher macht. Diese Spirale endet so manches Mal erst, sobald auch der letzte Teller, der letzte Topf und der letzte Löffel schmutzig ist.

Wenn alle anderen Optionen verbaut sind und der nächste Hunger kommt, führt kein Weg mehr am Abwasch vorbei. Doch dieser Weg des Abwasches wird kein Leichter sein, denn der Abwasch ist schwer.

Hartnäckig halten sich eingetrocknete Essensreste am Geschirr und selbst mit langem Einweichen geht es nur mühselig voran. Eines Tages dachte ich mir: Da muss es doch eine Lösung geben?! (- abseits von einem Abwasch direkt nach dem Essen).

Vielleicht hilft ein geringerer Geschirrverbrauch…

Mein erster Gedankengang lief ungefähr folgendermaßen ab: Mm … vielleicht sollte ich weniger Geschirr beim Essen verwenden, dann muss ich weniger abwaschen. Das erste Samenkorn war gepflanzt und ich habe angefangen, die Nudelpfanne aus der Pfanne und die Tortellini aus dem Topf zu essen. 

Nur gelöst hat es nichts. Denn das Vorgehen hatte einen Haken: Jetzt stand der Abwasch länger in der Küche, schließlich hatte das vorhandene Geschirr länger gehalten. Das war nicht wirklich das gewünschte Resultat. Nun hatten die Essensreste noch mehr Zeit, um schön tief einzutrocknen. Also habe ich weiter drüber nachgedacht … und da kam mir des Problems Lösung.

Minimalismus in der Küche

Statt bei der Verwendung vom Geschirr zu sparen, sollte ich einfach die Anzahl des vorhandenen Geschirrs reduzieren. Der Gedankengang ist einfach: Wer nur 2 Teller, 2 Set Besteck, 2 Bettchen, 1 Topf und eine Pfanne hat, der ist nicht in der Lage, einen Berg von Geschirr in der Küche zu sammeln. 

Die Küche und der Hunger wirken disziplinierend. Denn nach nur 1-2 Mahlzeiten ist Schluss und es muss abgewaschen werden. Wie man dann hungrig in die Küche geht und feststellt, dass es kein Geschirr mehr hat, kommt der zweite Vorteil zum Tragen.

Der Abwasch geht leicht von der Hand. Für 2 Sets Geschirr braucht es einfach nicht lange und wenn die Essensreste nicht eingetrocknet sind, geht es gleich noch deutlich besser. Dieser schnelle und einfache Abwasch ist gemütlich vor dem nächsten Essen zu machen, schließlich hat man Hunger und keine andere Wahl.

Aber was, wenn Freunde zum Essen kommen? 

Ich habe gerne Gäste zu Besuch und du vielleicht auch. Da wird es mit 2 paaren Besteck natürlich schnell mal etwas enger. Aber deswegen auf die soziale Komponente im Leben zu verzichten macht natürlich auch keinen Sinn. Über die Zeit haben sich bei mir zwei valide Optionen herauskristallisiert.

a) Das Geschirr aus dem Keller 

Niemand sagt, das man sein Geschirr wegschmeißen, verkaufen oder verschenken muss. Stattdessen kann man auch einfach eine Kiste mit Tellern und Besteck in den Keller stellen. Wenn ein größerer Besuch kommt, holt man sie schnell hoch und kann jeden herzlich ausstatten. 

b) Das Geschirr von Gästen

Wer keinen Keller hat oder größere etwas Feiern veranstaltet, der stößt schnell an seine Grenzen. Dabei ist die Lösung recht einfach. Wenn die Gäste auf der Gartenparty eh schon einen Salat oder Grillgut mitbringen, dann können sie auch noch ihr Geschirr mitbringen.

Dieser Weg hat einen netten Vorteil: Der Abwasch fällt beinahe vollständig aus. Jeder hat ja seine eigene Ausstattung dabei und will sie auch wieder mitnehmen. Hin und wieder bleibt natürlich auch etwas liegen. Aber die Zeit hat gezeigt, wenn jeder an seinen eigenen Abwasch denkt, ist an alle gedacht. 

Das Spülmaschinenparadoxon

Wer eine Spülmaschine besitzt und sie verwendet, für den macht der Minimalismus in der Küche nicht unbedingt Sinn. Schließlich möchte man auf andere Parameter optimieren:

  • Die Spülmaschine sollte, wenn Sie läuft, möglichst voll laufen.
  • Die Spülmaschine sollte möglichst selten laufen, aber dennoch mindestens 1 Mal in der Woche.

Je voller die Spülmaschine, desto geringer der Aufwand und die Wasser und Energiekosten pro Geschirrstück. Je seltener die Spülmaschine läuft, desto seltener muss man sie ausräumen und hat den Aufwand des Starts von einem Waschvorgang. Allerdings ist diese Zeit – ich spreche aus Erfahrung – auf ca. eine Woche begrenzt, danach gammelt es in der Spülmaschine zu sehr.

Zur Erfüllung dieser beiden Parameter braucht es deutlich mehr Geschirr als zwei Sets. Im Ergebnis hat man aber auch weniger Aufwand und Kosten als mit dem gleichzeitigen Minimalismus in der Küche.

Fazit: Mit dem Minimalismus in der Küche kannst auch du dein Abwaschproblem lösen – wenn du es hast … 

Natürlich sind wir mal ganz ehrlich: Wer seinen Abwasch direkt nach dem Essen macht, der hat weniger Aufwand. Doch wie diszipliniert man sich selber das auch wirklich zu tun? Denn der Geist ist vielleicht stark, doch der Körper ist schwach.

Eine Lösung ist mein Minimalismus Hack für die Küche. Ich nutze ihn jetzt schon seit einiger Zeit und es funktioniert. Probier es gerne selber aus und schreib mir mal in den Kommentaren, wie es geklappt hat.

Grüße, euer Fabian

Spanisch lernen in 6 Monaten: Wie dir mit den richtigen Methoden eine Stunde am Tag reicht

Was braucht es, um Spanisch wirklich zu sprechen? Einen breiten Wortschatz, ein Gefühl für die Sprache (Grammatik) und vor allem viel Praxis. Heute zeige ich dir, wie du mit nur einer Stunde am Tag innerhalb von 6 Monaten den Fortschritt von über 2 Jahren Schulspanisch schlägst.

In der Schule war ich nie besonders gut in „Sprachen“. Englisch, Latein, sogar Deutsch, mit seiner Rechtschreibung viel mir schwer. Irgendwann habe ich dann etwas resigniert und mir einfach gedacht: Sprachen liegen mir nicht.

Heute weiß ich es besser. Es waren nicht die Sprachen, mit denen ich ein Problem hatte, im Gegenteil: Sprachen sind unglaublich faszinierende Tore zu neuen Kulturen. Es waren die Methoden und die Motivation, mit denen ich meine Schwierigkeiten hatte.

Vokabeln lernen in der Schule…

Vielleicht erinnerst du dich noch an die vielen Vokabeltests und Vokabellisten? Ich weiß es noch … wenige Tage vor dem Test wurden die Vokabeln schnell gelernt und dann nach dem Test wieder zum großen Teil vergessen. Zumindest bei mir ist nicht einmal die Hälfte der selteneren Vokabeln im normalen Wortschatz gelandet.

In einem gewöhnlichen Spanisch-Lehrbuch werden die Vokabeln in der Regel wie folgt abgebildet:

  • El avión – Das Flugzeug
  • El desayuno – Das Frühstück
  • escribir – schreiben
  • preguntar – fragen
  • hacer – machen
  • ¡Nos vemos mañana! – Wir sehen uns morgen!

Das kommt dir vermutlich bekannt vor. Sei es aus einer anderen Sprache wie Englisch oder Französisch. Leider ist dieses Format aus meiner Sicht ein Desaster. Diese Listen haben mich weder motiviert, noch waren sie wissenschaftlich sinnvoll. Warum? Das hat vor allem zwei schwerwiegende Gründe.

Wiedererkennen ist nicht gleich Erinnern

Tabellarisch sind die Vokabeln in zwei Spalten gegliedert. Spanisch steht an der ersten Stelle, folglich trainieren wir das Erkennen. Wir lernen ein spanisches Wort zu erkennen und zu übersetzen. Aber was ist unser Ziel? Wir wollen Spanisch sprechen und anwenden können (also es produzieren). Hierzu sollte das deutsche Wort an erster Stelle stehen und dann erst das Spanische. So hast du erst das Stichwort und dann das Ziel.

Am Anfang übersetzt du die Wörter im Kopf, bevor du sie sprichst. Dein Material zum Vokabellernen sollte diesen Prozess nachahmen. Sonst hast du ein Ergebnis, bei dem du als Schüler vielleicht spanische Texte lesen kannst, aber nicht in der Lage bist zu kommunizieren.

Kommunikation in einer Fremdsprache ist für mich die Hauptmotivation. Ich liebe es, in einer fremden Sprache mit Menschen einer fremden Kultur zu sprechen und zu diskutieren. Das eröffnet eine neue Welt. In kaum einem klassischen Lehrbuch wird diese kommunikative Reihenfolge eingehalten.

Vielleicht meinst du das ich übertreibe, aber lass es mich dir an einem Beispiel zeigen. Wie oft hast du in deinem Leben schon Euromünzen angefasst? Unglaublich oft. Jetzt versuche einfach mal die beiden Seiten aus deinem Gedächtnis zu zeichnen. Na schwierig …

Wiedererkennen ist nicht gleich Erinnern. Letzteres musst du gezielt trainieren, genau so wie das Sprechen einer Sprache.

Eine feste Liste ist ein „unflexibler Abruf“ von langweiligem Wissen

An welcher Stelle im Alphabet steht der Buchstabe K? Wie lautet die vorletzte Zeile der deutschen Nationalhymne? Du kennst die Antworten, aber sie kommen … langsam … sehr langsam.

All diese Antworten hängen von der Rheinfolge in einer übergeordneten Instanz ab. Wenn du nun Vokabeln aus einer Liste lernst, hast du genau das gleiche Problem. Dabei brauchen wir eigentlich einen „Arbeitsspeicher“, aus dem wir jedes Wort zu jeder Zeit schnell abrufen können.

Im Idealfall lernen wir die Wörter in verschiedenen Reihenfolgen und verschiedenen Sätzen. Wir sehen Bilder, lesen Sätze, Sprechen Konversationen. Je vielfältiger der Input, desto größer ist der Lernerfolg.

Spanisch lernen mit Duolingo

Ich persönlich nutze Duolingo, die weltweit beliebteste Methode, eine Sprache zu lernen. Beliebt bedeutet hierbei, dass sie die meisten aktiven Nutzer haben. Gleich ob per App auf dem Smartphone oder im Internet auf dem Desktop, mit Duolingo lernst du Vokabeln und die Sprache dahinter auf einem wissenschaftlich innovativen Weg.

Eine Kombination aus Kontext-, Aussprache-, Hör- und Leseübungen passt sich individuell auf dich an. Du lernst Wörter nicht in einer Liste, sondern im sprachlichen Kontext. Regelmäßig nutzt du auch alte Wörter, um sie zu wiederholen. Solltest du doch mal ein Wort vergessen, dann wird es die App automatisch häufiger verwenden, bis du es wieder weißt.

Für ein optimales Ergebnis mit Duolingo solltest du ein paar Aspekte beachten. Auch wenn es die App kostenlos gibt, würde ich dir die kostenpflichtige Version für ca. 80€ im Jahr empfehlen. Diese ist werbefrei und erlaubt dir, so viele Lektionen am Tag zu lernen, wie du möchtest.

Duolingo geht in der deutschen Sprache aktuell bis zum Level B1. Nach einem erfolgreich absolvierten Kurs kannst du dich in der neuen Kultur bewegen. Im Zentrum steht die Konversationsfähigkeit, du bist in der Lage zu sprechen und das Leben zu meistern.

Deine Stunde am Tag aufteilen

Nutze deine Stunde am Tag sinnvoll. Ich empfehle 2/3 der Zeit (40 Minuten) in das Lernen mit Duolingo zu investieren. Hier legst du die Grundlagen im Wortschatz und der Aussprache. Das restliche 1/3 der Zeit (20 Minuten) solltest du Konversationen auf Spanisch führen.

Die große Herausforderung liegt beim beständigen dranbleiben. Duolingo hat hierfür die Stake Funktion. Sie dient deiner Motivation, beständig zu lernen. Denn tägliches Lernen ist so viel effektiver, als zweimal in der Woche zwei Stunden Unterricht zu haben.

Was ist deine nächste Sprache?

Welche Erfahrungen hast du beim Sprachenlernen gemacht? Hast du schon mal Duolingo getestet und wie fandest du die Lernumgebung? Schreib es in die Kommentare und lass uns ins Gespräch kommen.

Buena suerte con tu aprendizaje del español
Tu Fabián

Günstig fliegen in Europa: Ohne Flugsuchmaschinen, dafür mit Ryanair-Hacks.

Flugsuchmaschinen sind ein legaler Scam. Nicht mehr und nicht weniger. Denn wirklich preiswerte Flüge sind dort häufig nicht zu finden. Unter dem Eindruck dir den günstigsten Flug zu vermitteln, verkaufen sie dir die Tickets teuerer Airlines. Wenn es mal die Tickets günstigerer Airlines gibt, sind diese in der Regel teurer als bei der Airline selber.

In diesem Beitrage zeige ich dir, wie ich meine günstigen europäischen Flüge finde. Ganz ohne Flugsuchmaschinen oder andere Vergleichsportale. Ich stelle die beste günstige Airline Europas vor: Ryanair. Ihr erfahrt die besten Ryanair-Hacks und zeige euch, wann ich buche.

Wo buche ich einen Flug?

Ich buche meine Flüge direkt in den Apps der entsprechenden Airlines. Die Vorteile liegen auf der Hand: Meine Daten kann ich in der App hinterlegen und immer wieder ohne großen Zeitaufwand verwenden. In Europa reichen drei Apps völlig aus und in 80 % aller Fälle reicht eine App.

#1 Ryanair – Die beste Airline der Welt

Die günstigste, pünktlichste und größte Airline Europas: Ryanair. Viele lieben sie, manche hassen sie. Wenn Ryanair eine Verbindung anfliegt, sind sie für gewöhnlich die günstigsten, mit Preisen ab 4,90€. In Verbindung mit einer Pünktlichkeit von über 92 % ist Ryanair meine bevorzugte Airline.

Allerdings, wer mit Ryanair fliegt, sollte ein paar Punkte beachten. Ryanair unterschiedet sich hier von den „gewöhnlichen“ Airlines. So ist das kostenlose Handgepäck deutlich kleiner als bei der Konkurrenz. Wenn du mit kleinem Gepäck verreist ist das jedoch kein Problem. Wie das geht, habe ich hier erklärt. Wichtig ist auch das Thema der Buchung vom Sitzplatz. Wenn man keinen bucht, wird man beim Check-in in der App automatisch gesetzt. Gewöhnlich werden Paare getrennt, um den inzentive zu erhöhen doch noch einen Platz zu buchen.

Ryanair Hack: Sitzplatz

An dieser Stelle gibt es einen Trick. Ich checke mich erst wenige Stunden vor dem Abflug in der App ein. Dazu buche ich keinen Sitzplatz. Ich werde also auf die letzten freien Plätze verteilt. Welche Plätze bleiben bei Ryanair bis zum Ende frei? Ja – die teuersten mit der meisten Beinfreiheit ganz vorne. Ich bekomme einen 30€ Sitz umsonst. Aber warum?

Das Ergebnis erklärt sich aus dem Verteilungsalgorithmus. Ryanair will seinen Gewinn durch Sitzplatzbuchungen maximieren. Fensterplätze und der danebenliegende Platz werden meistens von Pärchen bevorzugt und gebucht. Ohne Sitzplatzbuchung füllt Ryanair die Gangplätze von den günstigen Plätzen hinten bis vor die teuren Plätze vorne zuerst auf. Pärchen werden immer automatisch getrennt gesetzt, damit sie danach noch das Upgrade buchen und sich zum Beispiel A und B der entsprechenden Reihe buchen.

Die teuersten Plätze werden erst am Ende wenn alle anderen besetzt sind in der automatischen Sitzplatzverteilung berücksichtigt. Darum lasse ich mich mit meinem späten Check-in kostenfrei auf die teuren Plätze setzen. Aber was wenn der Flieger nicht voll wird? Na dann ist es noch besser. Hier gilt es einfach 2h vor Abflugbeginn, wenn der Check-in schließt noch mal einen Blick auf die freien Plätze zu werfen und sich dann die schönsten auszusuchen. Wie wäre es mit einem Doppelplatz und extra Beinfreiheit am Fenster? Natürlich ohne dafür zu bezahlen.

Ryanair Hack: Priority Boarding

Eine weitere Besonderheit ist die Aufteilung in Priority und Non Priority Boarding. Wer ein (dazu gebuchtes) normalgroßes Handgepäckstück hat (ca. 80% aller Passagiere), der bekommt automatisch das Priority Boarding.

Damit steht er vorne in der Schlange und kann (zusammen mit den anderen 80 %) das Flugzeug zuerst betreten. Das Verfahren dient zur Reduzierung des Turnaround der Flugzeuge, weil so das Gepäck schneller verstaut wird. Passagiere mit Non Priority stehen einfach weiter hinten an der Schlange.

Mein Hack: Ich mache mir am Gate keinen Stress. Während die „besonderen“ Priority Gäste gestresst in der Schlange stehen und auf das Boarding warten, komme ich gemütlich zum Gate und kann noch eine Runde arbeiten. Dann boarde ich als einer der Letzten, wenn sich die Schlange aufgelöst hat. Statt anzustehen, laufe ich gemütlich über das Rollfeld bis zum Flugzeug, wo ich mich an meinen schönen vorderen Platz setze, während (fast) alle anderen schon sitzen.

Ryanair Hack: Nach der Landung ohne Wartezeiten zum Ziel

Das Flugzeug ist gelandet. Kaum wird die Parkposition angefahren, bricht urplötzlich Stress aus. Jeder fängt an, sein Gepäck zu verräumen. Ich hingegen bleibe entspannt sitzen, bis die Tür geöffnet wird. Dann greife ich meinen kleinen Rucksack unter dem Sitz und steige als einer der Ersten aus.

Ryanair hat eine eingebaute Treppe an der vorderen Tür ihrer Boeing 737 MAX, um den Turnaround zu verkürzen. Als einer der ersten Passagiere komme ich schnell und einfach aus dem Flughafen. Auf ein Aufgabegepäck muss ich nicht warten, schließlich habe ich keines dabei.

So entspannt kann fliegen mit Ryanair sein, wenn man weiß, was man tut. Ohne dieses Wissen kann die Airline teurer und stressiger als erwartet werden.

#2 Wizz Air – Günstig in exotischere Ziele

Die ungarische Billigairline Wizz Air ist einer der größten Carrier in Osteuropa, aber auch über die Grenzen hinaus. Zu günstigen Preisen fliegt Wizz Air auch das ein oder andere exotischere Ziel an.

Wenn Ryanair ein gewünschtes Ziel nicht, oder nicht zu den gewünschten Preisen anfliegt, dann nutze ich Wizz Air. Ähnlich wie bei Ryanair gibt es auch hier einige „Besonderheiten“, auf die es zu achten gilt.

#3 Eurowings – Größtes Streckennetz von Deutschland

Eurowings ist keine Billigairline und wird es nie sein.

Michael O’Leary CEO von Ryanair

Relativ teuer & unpünktlich, so habe ich Eurowings bislang erlebt. Warum dann mit ihnen fliegen? Die Antwort liegt im Eurowingsstreckennetz. Eurowings fliegt Routen, welche teilweise nur von den großen staatlichen Airlines geflogen werden. Dazu kommen zahlreiche Flughäfen zum Abflug in Deutschland und die „günstigsten“ Inlandsflüge.

Eurowings kann ich grundsätzlich nicht empfehlen. Wer jedoch eine bestimmte Strecke fliegen muss auf der Ryanair und Wizz nicht fliegen, der ist mit Eurowings noch am besten dabei. Am besten du buchst keine Strecken, welche auf Eur0wings setzen – vorausgesetzt du möchtet einen günstigen und pünktlichen Flug.

Wann sind Flüge am günstigsten?

Um wirklich günstig mit Preisen zwischen 4,90€ und 22,90€ zu fliegen musst du ein paar Aspekte beachten. Flüge sind außerhalb von Saison und Ferienzeiten am günstigsten. Die besten Flugtage mit Ryanair sind Dienstag, Mittwoch & Donnerstag. An diesen Tagen liegen die wenigsten Buchungen vor.

Preise sind nicht gesetzt! Die Preise bei Ryanair verhalten sich hoch dynamisch, abhängig von der aktuellen und prognostizierten Nachfrage. Sowohl „Last minute“ für die kommenden 1-2 Wochen, als auch langfristig mit 6 Monaten Vorlauf und in der gesamten Zeit dazwischen lassen sich günstige Flüge finden. Vergleiche einfach unterschiedliche Destinationen gegeneinander, um gegebenenfalls auch kurzfristig extrem günstige Flüge zu finden.

Die Vergleichsmöglichkeiten auf der Ryanairwebsite und in der Ryanair App sind die besten auf dem Airlinemarkt. Nach einer kurzen Suche, hat man abhängig von seinem Startflughafen die günstigsten Ziele für den gewünschten Reisezeitraum gefunden.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Mit welchen Airlines fliegst du günstig durch Europa? Habe ich vielleicht eine Airline vergessen? Schreib es einfach in die Kommentare und lass uns in den Austausch treten.

Grüße, euer Fabian

Ps. Anmerkungen zur Kritik an Ryanair

Ryanair wird gelegentlich für die Bezahlung ihres Personals kritisiert. Auf einem meiner letzten Flüge hatte ich die Gelegenheit, mit den Flugbegleitern über dieses Thema zu sprechen. Die gesamte Besatzung war in Portugal stationiert und hat portugiesische Löhne erhalten. Diesen Vorgang nennt man Geoabitrage. Aus unserer Sicht mögen diese Löhne als gering durchgehen. Im Gegensatz zum Mindestlohn von 4€/h in Portugal sind sie jedoch recht anständig.

Lass die kleinen schlechten Dinge geschehen…

Willkommen zurück! Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich im Zentrum der portugiesischen Hafenstadt Porto. Unter mir die Altstadt. In meiner Hand ein leckerer Porttonic.

Was für ein Tag. Ursprünglich wollte ich heute Morgen nur eine Runde Surfen gehen mit der Porto Surf School. Doch dabei ist (fast) alles schiefgegangen, was schiefgehen konnte. So wurde schnell ein ganzer Tag daraus.

Wenn der Surfbus während der Fahrt einen Reifen verliert, der Surflehrer in ein giftiges Petermännchen tritt und das Auto nicht mehr angeht, dann ist das im ersten Moment nicht allzu positiv. Dennoch habe ich es nach dem ersten Schreck immer wieder mit einem Lächeln angenommen. Die Entspannung unseres brasilianischen Surflehrers war einfach ansteckend und passt damit durch Zufall zu meinen heutigen Gedanken.

Ich lade dich auf ein Gedankenexperiment ein.

Stelle dir vor, du möchtest dich auf ein neues großes Projekt fokussieren. Was benötigst du? Zeit und Energie. Kannst du dir 10 Minuten nehmen, um dein iPhone zu checken? Sicher, aber was wird dich erwarten. Hast du die Zeit, mögliche Probleme und Krisen zu lösen?

Vermutlich nicht ohne dein großes Projekt hinten an Zustellen – schließlich kann es ja warten. Oder etwa nicht? Wann hat man die Zeit, an seinen Träumen zu arbeiten? Um im Leben voran zukommen musst du lernen, dringende Dinge hinter wichtigen Dingen anzustellen. Ja, du wirst dadurch kleine schlimme Dinge geschehen lassen, aber im Gegenzug machst du die großen Dinge geschehen. Klingt nach einem fairen Tausch.

Was sind die großen Ziele und Projekte im Leben? – 3 Fragen gegen Produktivitätsblindheit

  • Was ist dein eines Ziel, deine eine lebensverändernde Aufgabe, die das Potenzial in sich trägt, alles zu verändern?
  • Was sind die dringendsten Dinge, die du heute erledigen „musst“?
  • Kannst du das Dringende für einen Tag laufen lassen, um den nächsten Schritt hin zu deinen Zielen zu gehen?

Immer wenn du an den wichtigen Dingen im Leben arbeitest und die dringenden Dinge vernachlässigst, werden an anderen Stellen auch „schlimme“ Dinge passieren. Leute werden empört sein und es in ein paar Tagen wieder vergessen haben. ABER die großen Aufgaben, an denen du arbeitest, die werden deinem Leben eine völlig neue Richtung geben.

Also sei mutig und probiere es aus. Berichte gerne in den Kommentaren von deinen Erfahrungen. Ich freue mich, mit dir ins Gespräch zu kommen.

Grüße, euer Fabian

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