Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.
Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.
Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.
Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.
Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.
Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5
Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?
Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.
„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage
Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“
Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.
Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.
Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.
Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.
Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.
Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.
Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.
Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.
Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben
Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.
Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.
Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?
„Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars„
~ Neil Armstrong
Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich im Flugzeug von Madeira zurück nach Frankfurt.
Schon wieder ist ein Jahr vergangen, eben habe ich mir meinen Jahresrückblick (und meinen Ausblick) vom vergangenen Jahreswechsel 24/25 durchgelesen. So langsam werden diese Beträge (2022, 2023, 2024, 2025) wohl zur Tradition.
Mehrtägiges Trecking im Atlantik zum Jahresende
Jetzt ist es wieder an der Zeit nicht nur zurück zu blicken auf die ambitionierten Ziele von damals, sondern auch noch vorne zu schauen ins neue Jahr 2026.
Zum Glück habe ich die Ziele letztes Jahr kompakt zusammengefasst:
50% Wachstum beim Wildschytz: Verfehlt, stattdessen 33% gewachsen.
Statt 12.000 Gästen in den USA, wurden es ca. 4.000 Gäste. (Nach unter 200 in 2024, immer noch gute Entwicklung).
Vier Festivals für 2026 geplant, ja das stimmt (Earthbound, HippieTrance, Musefire…) und zwei davon haben dieses Jahr auch schon stattgefunden.
Alles ist schwieriger wie gedacht und dauert länger als geplant – wie immer. Sofern nichts neues. Aber die ständige Wiederholung lehrt Demut.
Aber am Zitat: „Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars“ ist schon was dran. Setz dir große Ziele, selbst wenn du sie verfehlst kommst du weiter, wie wenn du sie nie gelegt hättest.
Darum werde ich mir auch für 2026 wieder ambitionierte Ziele setzen, darauf hinarbeiten und schauen was rauskommt.
Bewegendstes Erlebnis 2025
Die bewegendste Erfahrung des Jahres waren wohl die Festivals, meine eigenen Festivals.
Obwohl oder genau weil, ich spontan viel tiefer operativ involviert war als ursprünglich geplant.
Selbst mitten in der Nacht saßen noch duzende Menschen am Feuer
Drei Wochen auf 1000 Metern im Schwarzwald mit vielen hunderten Menschen als Veranstalter immer mittendrin. Diese Energie war einfach Bewegend.
Am Anfang eine leere Bergwiese, am Ende eine leere Bergwiese. Dazwischen drei Wochen voller Power.
Im Resultat haben wir unser Festivalteam für 2026 deutlich verstärkt. Denn nochmal so ein Sommer, aber mit 2x 3 Wochen (für vier Festivals), wird – wenn ich vor Ort Leiten muss – zu stark die anderen Projekte vernachlässigen.
Vorträge, Workshops, Exkursionen – alles Rund um Pilze, Kräuter und das Leben mit der Natur
Unternehmerische-Ziele für 2026
Die Ziele fürs kommende Jahr lassen sich wieder in zwei Kategorien packen: Unternehmerische und Gesundheitliche
Unternehmerisch sollen sich meine Projekte auch im kommenden Jahr weiter nach vorne Entwickeln. Ob 2026 noch ein weiteres dazu kommt, wird sich zeigen, gerade tendiere ich eher auf ein Nein.
Wildschytz soll dieses Jahr wieder mehr im Zentrum meiner Aufmerksamkeit stehen. Wir sind gerade dabei neue Wachstumspotenziale zu heben mit denen wir 2026 noch mehr Menschen (+100%) aus der Stadt zurück in die Natur bringen werden.
Zusammen mit meinem Geschäftspartner Tobias auf dem Earthbound-Festival
Wyldforest hatte 2025 sein erstes volles Jahr in den USA und hat uns wertvolle Einblicke in den US-Markt gegeben. 2026 wollen wir diese Einblicke nutzen, um nochmal deutlich (+200%) zu wachsen ohne das Rad neu zu erfinden.
Festivals for Tomorrow entwickeln sich ebenfalls, hier wollen wir 2026 unsere vier Festivals erstmals ausverkaufen (zumindest 3 davon). Das würde dann ca. 2000 Gäste bedeuten über vier Veranstaltungen. Dieses Jahr waren wir bei ca. 650 Gästen über zwei Festivals.
Bei meinen weiteren Startup-Beteiligungen stehen zwischen 2026 und Anfang 2027 größtenteils neue Finanzierungsrunden an. Da bin ich sehr gespannt wie meine Startup-Beteiligungen (Mable, Every Health, Nulegal und co.) das kommende Jahr überstehen werden.
Gesundheitliche-Ziele für 2026
2026 war das Jahr in dem ich meinen ersten Trail-Marathon gelaufen bin. Auf dem Trail Marathon Heidelberg ging es 20km um 1000HM auf dem Base-Trail durch den Odenwald. Das Gefühl ins Ziel zu kommen war wirklich unbeschreiblich.
Finisher vom Trail Marathon Heidelberg 2026
Ansonsten lief es aber was den Sport anging nicht so gut wie geplant, sodass ich alle meine Ziele verfehlt habe. Aus 100kg wurden nicht 85kg wie gezielt, sondern 95kg.
Damit beleibt das Ziel für 2026 bestehen: Unter 85kg wiegen.
Weniger Essen, weniger Stress und mehr Bewegen. Das braucht es und dem werde ich weiter nachgehen.
Und damit wünsche ich euch allen ein Frohes neues Jahr 2026!
Mitten in der Nacht wabert dieser Satz durch meine Gedanken. Er besucht mich nicht zum ersten Mal.
Viel mehr ist er ein treuer Gast, wie eine sanfte Melodie, die nicht laut ist, aber dennoch hängen bleibt. „Needing less makes you more powerful.“
Er steht im Widerspruch zu so vielen Verlangen nach materiellem Besitz. Im Widerspruch zu einem schnellen Auto, einer teuren Uhr oder einem Haus mit Garten und Pool.
All diese Dinge leuchten hell in Werbung, Instagram-Feeds und so manchen Gesprächen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nie mit dem Gedanken spielen würde. Aber…
Was bleibt sind die Gedanken.
Alles, was man nicht hat, darum muss man sich nicht kümmern. Alles, was man nicht möchte, das muss man nicht kaufen. Wenn man weniger Geld ausgibt, muss weniger Geld verdient werden.
Diese Gedanken sind nicht neu und die Renaissance des Minimalismus im Internet ist auch schon lange vorbei. Trotzdem oder deswegen fühlen sie sich aktueller an denn je.
Letztlich auch der Gedanke: Nur wer nichts besitzt, dem kann man nichts nehmen. Ist es eine Drohung oder ein Versprechen?
Von Konsum und Angst zur Freiheit
Ich frage mich oft: Habe ich Angst zu verlieren? Angst, alles zu verlieren? Aber was, wenn ich nichts zu verlieren habe – oder zumindest weniger?
Vielleicht ist es auch das, was eigentliche Freiheit bedeutet: Nicht alles zu besitzen, nicht alles zu brauchen, stattdessen die Freiheit zu haben Risiken einzugehen und sich jenseits vom Konsum jeden Tag neu zu erfinden.
So liegt die Macht nicht im materiellen Besitz, sondern in der Unabhängigkeit davon. Was auch immer passiert, die Dinge auf ihren Lauf zu schicken.
Der Beginn des neuen Jahres ist mehr als ein Moment des Rückblicks auf das vergangene Jahr. Er lädt uns ein, nach vorne zu schauen und neue Ziele zu setzen.
Und genau das werde ich machen. Dabei erfüllt der Blog auch dieses Jahr teils den Zweck eines Tagebuchs und teils den einer Zusammenfassung für mein eigenes Denken – eben Dinge zu sammeln, die mir selbst geholfen haben.
Schon jetzt bereitet es mir Freude, alte Blogbeiträge aus 2022 zu lesen.
Unternehmer sein, mit Fokus auf die Grundlagen
Aus der unternehmerischen Perspektive wird 2025 ein Jahr des Fokusses. An kaum einer Stelle muss das Rad neu erfunden werden. Stattdessen heißt es: Mehr von dem zu machen, was funktioniert.
Das gilt für alle meine Projekte und Beteiligungen. Statt Neues zu machen, gilt es vor allem, weiter mehr zu machen. Wenn das funktioniert, kann sich der Trend der letzten Jahre weiter fortsetzen.
Kein Erfolg über Nacht, keine große Story – einfach 5 Jahre ausprobieren, scheitern und wieder aufstehen, weiter gehen. Und wenn ich eines gelernt habe: Solange Du nicht aufgibst ist es nicht vorbei.
Ziel 1:In Deutschland jeden Monat 50% besser sein als im Vorjahr
Ziel 2:In den USA mit 12.000 Gästen in die Natur rausgehen
Ziel 3:Geniale Festivals veranstalten und 2026 auf vier planen
Sportler sein, mit der Einstellung eines Sportlers
Ende 2024 habe ich mich sportlich hängen gelassen. Aus viermal pro Woche Sport wurde einmal alle 2 Wochen und aus 89kg wurden 101kg.
So kann und wird es nicht weitergehen. Alle Freiheit der Welt bringt nichts, wenn man sich vor lauter Übergewicht nicht mehr bewegen kann, und ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.
Darum ist es wichtig, sportlich und diszipliniert zu bleiben. Wobei diese drei Ziele mir über das Jahr helfen sollen:
Ziel 1: Mindestens dreimal pro Woche Sport machen (Klettern & Laufen)
Ziel 2: Auf gesunde Ernährung achten
Ziel 3: Unter 85kg wiegen
Die Ziele sind durchaus anspruchsvoll, aber keineswegs unmöglich zu erreichen. Sie sollten sich gut im Alltag integrieren lassen, um die Chance zu erhöhen, sie tatsächlich zu erreichen.
In Beziehung sein, mit einem offenem und freien Herzen
Das Leben ist mehr als Unternehmertum und Sport; es sind die vielen Verbindungen zu unseren Mitmenschen, die unser Leben so oft prägen. Wenn ich zurückschaue, ist es immer wieder eine Abwägung, ob man es anderen Menschen recht macht oder sich selbst.
In wenigen hundert Jahren wird sich niemand mehr an uns und unsere Liebsten erinnern oder an die Menschen, denen wir es recht machen wollen, denen wir gefallen wollen.
Das ermutigt durchaus häufiger, nichts auf Zweifler und Nörgler zu geben, sondern einfach seinen eigenen Weg zu gehen. Einfach auszubrechen aus den vorgegebenen Pfaden.
Dabei habe ich natürlich auch oft Fehler gemacht, falsche Entscheidungen getroffen und Freundschaften einschlafen gelassen. Ein neues Jahr ist auch hier eine neue Chance, den Dingen wieder einen neuen Lauf zu geben.
Abschließend: Ein paar Gedanken zur Freiheit in 2025
Freiheit ist auch 2025 keine Selbstverständlichkeit. Aber mit Hilfe von dezentraler Open-Source-Software können wir unsere Freiheit selbst in die Hand nehmen, ohne auf die Gnade von Staaten, Milliardären oder Medien angewiesen zu sein.
Freies dezentrales Social Media mit Nostr (Client z.B. Primal)
Freies dezentrales Geld mit Bitcoin in Selbstverwahrung (z.B. BitBox)
Nehmt euch die Zeit, beschäftigt euch mit diesen Technologien und probiert es aus. Nehmt die Dinge selbst in die Hand für einen gläsernen Staat statt einen gläsernen Bürger.
In dem Sinne auf ein erfolgreiches und freies 2025. Lebt Frei.
Heute ist der 31.12.2024 – schon wieder ist ein Jahr vergangen.
2024 war ein unglaublich abwechslungsreiches Jahr, geprägt von tiefen Abgründen und hohen Gipfeln, von Traurigkeit und Glücksgefühlen.
Das Jahr begann am 01.01. in der Nordsee nahe Amsterdam mit dem traditionellen niederländischen Neujahresschwimmen.
Eine Tradition, bei der man zuerst am Ufer tanzt und dann wie verrückt in die Nordsee rennt. Wer das noch nie erlebt hat, sollte es unbedingt ausprobieren.
Ja, das bin ich. Fragt nicht, wie ich am 1. Januar in der Nordsee gelandet bin.
Nachdem im November/Dezember 2023 bei den deutschlandweiten Wildschytz-Treffen bereits die Idee eines eigenen Festivals aufgekommen war, wurde das Festival im Januar unter dem Namen „Earthbound“ spruchreif.
Schnell wurde eine Website erstellt, und die Suche nach einem geeigneten Festivalgelände begann.
Wie schwierig kann es schon sein, mit einem halben Jahr Vorlauf ein Festival zu organisieren?
Härter, als man denkt.
Gleichzeitig befand sich mein erstes richtig eigenes Buch, „Abenteuer Wald“, das im GU-Verlag erscheinen sollte, in den letzten Zügen. Ende Januar stand die Nachfrist für die Abgabe des Manuskripts an.
Und da kam es dann raus… Abenteuer Wald.
Nachdem es noch mehrere Revisionen und Anpassungen durchlaufen hatte, war es im April endlich so weit: „Abenteuer Wald“ war im Buchhandel verfügbar.
Tatsächlich hatte ich die Arbeit, die hinter einem Buch steckt, unterschätzt.
Doch letztlich hat es sich gelohnt. Schon nach etwa einem halben Jahr war die erste Auflage ausverkauft. Mittlerweile befinden wir uns in der zweiten Auflage – mal schauen, wie es weitergeht.
Im Januar und Februar ging es mit dem Snowboardfahren weiter. 2024 habe ich an meinen Fähigkeiten auf der Piste gearbeitet – vom heimischen Schwarzwald über Deutschland und Österreich bis nach Italien.
Meliskopf/Hundseck im Schwarzwald – Das nächstgelegene Skigebiet
Dabei gab es viele Höhepunkte: von der Saisoneröffnung im Schwarzwald über die Zeit in Italien und Österreich bis zum Saisonende im April in Oberstdorf – und schließlich zur erneuten Saisoneröffnung im Dezember.
Snowboard fahren im t-Shirt. Das hab selbst ich noch nicht erlebt.
Mit dem Wildschytz haben wir für die Frühlingszeit viele neue Formate geplant: von Vogelwanderungen über Giftpflanzenkunde, Hildegard von Bingen, Familienwanderungen und mehr.
Dafür haben wir zahlreiche neue Guides eingestellt, viele Wanderungen geplant und viel Werbung geschaltet.
Doch alles scheiterte.
Eine Wanderung nach der anderen mussten wir absagen, und Guides, die mit uns geplant hatten, wurden enttäuscht.
Wir hatten die Nachfrage völlig falsch eingeschätzt.
Statt neue Formate zunächst an einem Standort in einem Experiment zu testen, haben wir sie ungetestet flächendeckend ausgerollt. Das war ein schwerwiegender Fehler, der uns dieses Jahr fast die Firma gekostet hätte.
Ein wahrer Tiefpunkt im Jahr 2024.
Das Lächeln täuschte etwas über die Herrausforderungen hinweg, in denen wir steckten.
In der Folge mussten wir im Mai Kosten reduzieren und schauen, wie wir über den Sommer kommen. Plötzlich waren wir auf ein starkes Herbstgeschäft 2024 angewiesen und hatten gleichzeitig unser erstes Festival vor uns.
Dennoch hatte der Mai auch Höhepunkte. Einer davon war mein Vortrag auf der GPN zum Thema: „Was du schon immer über Pilze wissen wolltest…“
Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die Welt der Pilze
Der Juni wurde vom Earthbound Festival geprägt und einem kleinen Abstecher in den Nahen Osten.
Aufgrund des Krieges war die Anreise aus Deutschland etwas erschwert. Aber über Wien bin ich letztlich gut in Tel Aviv angekommen und bin sehr dankbar für die Zeit dort.
Der Blick aus der Wizzair-Maschine und hinter mir die Oper von Tel Aviv
Danach ging es ans Festival. Das Earthbound-Festival war unglaublich. Unglaublich anstrengend, aber es hat auch unglaublich viel gegeben.
Zu sehen, dass es fast 150 Menschen gibt, die aus ganz Deutschland herkommen, um ein Wochenende mit uns in der Natur zu verbringen und gemeinsam voneinander zu lernen, war einfach überwältigend.
Hier habe ich euch unseren Festivalrückblick auf das Earthbound 2024 verlinkt:
Auch 2025 wird es wieder ein Earthbound Festival geben. Diesmal im Schwarzwald mit bis zu 500 Leuten. Aktuell kann man sich noch zum Earlybird anmelden oder kostenlos als Helfer kommen.
Nach dem Earthbound ist vor dem Earthbound, und nach der Saison ist vor der Saison.
So liefen im Juli die Vorbereitungen für die kommende Herbstsaison mit dem Team auf Hochtouren, und auch unsere neue Wildschytz Akademie mit dem Zertifikatslehrgang zum Pilzführer kam weiter ins Laufen.
In Valencia habe ich meine Spanischkenntnisse wieder etwas aufgefrischt, während ich im 1-Rato-Mas einige der besten Arbeitsstunden des Jahres (zumindest in einem Café) hatte.
Tolle Architektur, günstiges Frühstück und warme Temperaturen: Valencia.
Im August und September kamen endlich wieder die Steinpilze raus, und mit ihnen das Interesse an Pilzwanderungen.
Über den Sommer haben wir mit ernsthafter Social-Media-Arbeit angefangen – drei Posts am Tag auf mehreren Plattformen. Um das zu leisten, haben wir das Team verstärkt, und ich durfte wieder jede Woche einen Drehtag hinaus in die Natur verbringen.
Mindestens ein Longform-YouTube-Video und 21 Hochformat-Videos standen auf dem Plan. Hier könnt ihr in eines von vielen reinschauen:
Gleichzeitig waren die Bedingungen in den Alpen diesen Herbst wunderbar für allerlei Bergtouren und Klettereien, sodass Pilze und Klettern auf manchen Abenteuern sogar zusammenkamen.
Klettern und Pilze sammeln: Zwei Leidenschaften in einem.
Das Earthbound hat uns so viel Freude bereitet, auch wenn wir dabei draufgelegt haben. Für die Zukunft haben wir jedoch den Plan, noch mehr Festivals in diesem Stil zu veranstalten.
Kleine Festivals mit weniger als 1000 Leuten, die Workshops, Vorträge, Musik, Partys, Foodtrucks, ein Saunadorf, Lagerfeuer und mehr bieten – jedes zu einem spezifischen Thema.
Zum Jahresende haben wir die Firma umstrukturiert, um dieser zukünftigen Entwicklung gerecht zu werden. Aktuell ist der Plan, ab 2026 vier Festivals über den Sommer hinweg zu veranstalten: einmal das Earthbound und drei thematisch unterschiedliche.
Ab in die USA mit Wyldforest
Über den Herbst haben wir ein Experiment in den USA gestartet, um zwei Fragen zu beantworten: Können wir dort qualifizierte Pilzguides finden? Können wir dort Pilzwanderungen verkaufen?
Dabei haben wir aus dem Desaster im Frühling gelernt und zunächst nur ein sehr kleines, regional begrenztes Experiment gestartet.
Die Antworten auf die Fragen waren: Ja und Ja.
Damit konnten wir voranschreiten und bauen nun unter dem Namen Wyldforest den Wildschytz in den USA auf.
Snowboarden geht nicht nur im Schnee
Im Oktober ging es noch einmal in die Wärme nach Afrika zum Surfen im Atlantik. Genauer gesagt nach Taghazout, einem kleinen Surfdorf im Süden des Landes, voller verrückter digitaler Nomaden und Surfer.
Manchmal braucht es einfach Zeit, um nachzudenken, in einem neuen Umfeld neue Dinge zu erleben und daraus neue Ideen zu entwickeln.
Vielleicht hat das Umfeld aus Amerikanern hier noch zur Idee der US-Expansion beigetragen…
In Afrika gibt es Kamele
Die Zukunft ist ungewiss.
Die vergangenen Jahre haben mich gelehrt, nichts für sicher zu nehmen, immer weiterzumachen und nach jeder Niederlage wieder aufzustehen.
Wer mit wenig auskommt, der hat mehr Spielräume für Risiken und kann nachts entspannt schlafen, weil er immer an das Wenige kommen wird, das er braucht.
Fokussiert auf das Wesentliche, so wird es auch 2025 weitergehen.
Die Geschäfte mit Wildschytz in Deutschland und den USA kontinuierlich weiter ausbauen, die Festivals kontinuierlich besser machen und das Team befähigen, die richtige Arbeit zur richtigen Zeit zu erledigen.
Das Leben wird nicht leichter, die Probleme werden nur größer, schwerer, und das ist gut so.
Damit wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2025.
Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Café in Heidelberg. Draußen ist es trüb, es ist Montag, und ich denke an das Wochenende zurück.
Ein erstes Frühlingswochenende, das ich im Wald verbracht habe. Während ich im Wald war, musste ich immer wieder an einen Satz denken, der mich jetzt schon etwas länger begleitet und über den ich schon häufiger nachgedacht habe: „Needing less makes you more powerful.“
Was braucht man wirklich im Leben, und was macht es mit uns, wenn wir weniger brauchen? Warum kann uns weniger stärker machen, und welche Macht hat die Einfachheit? Darum soll es in diesem Beitrag heute gehen, und den Anfang macht eine Frage.
Wie würde dein Leben aussehen, wenn du nicht Arbeiten müsstest?
Ich stelle mir gerne folgende Frage: Wenn ich all mein Geld, das ich zum Leben brauche, einfach so bekommen würde – was würde ich tun? Ganz offen und ohne Einschränkungen. Wie würde mein Leben, wie würde dein Leben aussehen? Was würdest du tun?
Denk einfach darüber nach: Was würdest du den Tag über machen? Was hättest du für Ziele? Woher käme deine Zufriedenheit? Schreib es dir gerne in Stichpunkten auf.
Jetzt gehst du jeden deiner Punkte Schritt für Schritt durch. Welche davon könntest du heute schon realisieren? Welche davon erscheinen unerreichbar? Welche Schritte müsstest du gehen, um diese Punkte umzusetzen?
Viele dieser Punkte könntest du wahrscheinlich schon heute realisieren – zumindest bei mir ist es so. Vor allem Vorstellungen, die weniger materialistisch sind, lassen sich in vielen Fällen eigentlich angehen.
Aber warum setzen wir sie so oft nicht um? Fehlt es uns „nur“ an Mut, oder ist es die Angst vor Discomfort – diesem unangenehmen Unbehagen?
Schreibt gerne eure Listen in die Kommentare; ich bin gespannt, wie eure Leben aussehen würden.
Welche Macht hat die Einfachheit?
Ich merke, dass weniger Dinge in meinem Leben zu mehr Freiraum führen. Vor allem das Eliminieren von Verpflichtungen, das Delegieren und Outsourcen von wiederkehrenden Aufgaben helfen dabei, mehr Freiheiten zu genießen. Diese Freiräume nutze ich zum Nachdenken und Leben.
Weniger Verpflichtungen und wiederkehrende Aufgaben sorgen auch für eine größere Autonomie. Je weniger ich brauche, desto unabhängiger bin ich von äußeren Umständen und kann Entscheidungen dementsprechend freier treffen.
Ein ganz konkretes Beispiel ist das Unternehmertum. Ein Mensch, der viele Verpflichtungen und Ausgaben in seinem Leben hat, wird es viel schwerer haben, sich selbstständig zu machen. Er braucht viel mehr zum Leben als jemand, der ein einfaches Leben führt und letztlich kaum etwas braucht.
Weniger zu brauchen gibt dir die Möglichkeit, bei der Unternehmensgründung größere Risiken einzugehen und macht dich stärker im Vergleich zu einer Person, die schon viele Ressourcen für ihren hohen Lifestyle benötigt.
Mein Fazit
Ich glaube, dass das Streben nach weniger paradoxerweise der Schlüssel zu einem reicheren Leben sein könnte. Weniger Bedürfnisse sorgen für mehr Sicherheit, mehr Freiheit und wohl letztlich auch mehr Zufriedenheit. Du brauchst kein Rennen zu gewinnen, zu dem du dich nicht angemeldet hast.
Es gibt so viel zu entdecken da draußen, wenn du die Zeit und die Freiheit hast, rauszugehen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Wenn du wenig brauchst, hast du diese Freiheit, und da schließt sich der Kreis wieder.
Statt das zu tun, was andere von dir erwarten, und in diesen Erwartungen zu leben, kannst du den Mut haben, das Leben nach deinen Bedingungen zu gestalten und einen anderen Weg zu gehen.
Neulich war ich auf dem Weg zum Bouldern, drei Mal pro Woche – ihr erinnert euch – etwas unausgeschlafen und erschöpft vom Tag.
Da kam ich ins Nachdenken: Warum bin ich unausgeschlafen? Warum hat mein Körper nicht den benötigten Schlaf bekommen? Mache ich gerade wieder zu viel?
Die offene Antwort: Zu wenig Schlaf, die letzte Nacht war zu lang und um 5:50 Uhr hat der Wecker zur Arbeit gerufen und ja … zu viel gemacht habe ich auch.
Wir unterbrechen unsere Körper immer wieder bei der notwendigen Erholung, statt ihnen die Zeit zu geben, die sie brauchen. Warum stellen wir unsere Wecker am Morgen, wenn es doch eigentlich die Zeit des zu Bettgehens ist, die entscheidet, wann wir am nächsten morgen von alleine ausgeschlafen aufwachen?
Das Experiment
In den vergangenen Tagen habe ich ein Experiment gestartet, statt den Wecker nur am Morgen zu stellen, habe ich den Wecker auch am Abend gestellt. Um 9 Uhr habe ich mir klar gemacht, dass es an der Zeit ist ins Bett zu gehen.
Ohne Handy, dafür mit einem Buch bewaffnet ging es dann ins Bett. Gerade lese ich „12 RULES FOR LIFE“ von Jordan B. Peterson. Jeden Abend 10-20 Minuten zu lesen hilft beim Einschlafen.
Die letzten Nächte konnte ich so 7.5-8.5 Stunden schlafen. Ich fühle mich deutlich ausgeschlafener, aber ich merke auch, dass ich noch nicht vollständig regeneriert bin, es ist noch nicht ganz genug. Vor allem nach dem Sport braucht der Körper etwas mehr Schlaf zur Regeneration. Ich werde dieses Experiment weiter fortführen und bin gespannt, wie es in der kommenden Woche aussieht.
Stell dir vor, wie es wäre, wenn wir einfach jeden Morgen in der Früh von alleine gesund und ausgeschlafen aufwachen.
Kern der Herausforderung ist das frühe zu Bett gehen
Wir haben es eigentlich schon alle mal versucht, früher ins Bett zu gehen und sind dabei auch alle schon mal gescheitert. Ich habe über diese Thematik nachgedacht und kam auf mehrere essenzielle Punkte:
Man muss VOR der Schlafenszeit zu Hause sein. Denn wenn man nicht rechtzeitig in der Nähe vom Bett ist, wird es nichts mit dem Schlafen. Passt also eure Tagesplanung auf den Fakt an, dass ihr früh schlafen gehen werdet.
Kennt ihr dieses angenehme Gefühl morgens im warmen Bett, wenn der Wecker klingelt und man einfach nur in dieser warmen Welt weiter liegen und weiter schlafen möchte? Ruft euch dieses Gefühl in Erinnerung, wenn ihr euch abends ins Bett legen sollt, ihr werdet euch deutlich leichter dazu motivieren können.
Weg mit technischen Geräten. Smartphones, Tablets und Laptops haben abends nichts bei euch im Bett verloren. Nur wenn ihr (falls vorhanden) eure Abhängigkeiten von diesen Geräten und Apps wie TikTok, YouTube oder Instagram aufgebt, habt ihr eine gute Chance, abends auch zur Ruhe zu kommen.
Noch ein letzter Gedanke…
Wie oft machen wir eine Ausnahme, wenn wir uns vornehmen früh ins Bett zu gehen? Und wie oft machen wir eine Ausnahme, wenn wir uns einen Wecker stellen um rechtzeitig zur Uni, Arbeit oder einer Prüfung zu kommen.
Ende des Jahres hatte ich die Ehre bei dem großartigen Podcaster und Science-Tech Expert, Bartosz Kajdas im Podcast zu sitzen. Im „FOUNDER TALK“ haben wir über die Firmengründung mit Hilfe von gezielten Tests am Beispiel von Wildschytz gesprochen.
Das Ergebnis war ein sehr unterhaltsames Gespräch voller Ideen und Inspiration. Hört unbedingt rein, es lohnt sich 😉
„Ein alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“
Prediger 3,1
Welch ein Jahr liegt da hinter uns. Für viele unter uns eine wahre Gratwanderung. Für mich hat das Jahr 2022 genau dort gestartet wo es nun auch wieder geendet hat: In einem kleinen Südtiroler Bergdorf, in einem beschaulichen Gasthaus. Zeit zu reflektieren und in der Stille der Berge zurück zu schauen in das vergangene Jahr.
Ein Reisender auf der Welt
Auch im Jahr 2022 wollte ich mir wieder die Zeit nehmen fremde Länder und Kulturen zu bereisen. Das ist mir aber nur zum Teil gelungen. Ab August war ich mit dem Wildschytz fast jedes Wochenende in ganz Deutschland unterwegs: München, Berlin, Düsseldorf, Köln um nur ein paar meiner geschäftlichen Destinationen zu nennen.
Insgesamt war ich dennoch über 2 Monate im Ausland unterwegs, digitales Nomadentum statt klassischem Urlaub. Über unsere direkten Nachbarn wie Frankreich, Österreich und die Schweiz, hin zu Ländern wie Portugal und Italien.
Angefangen hat das Jahr mit einem Monat im Südtiroler Dreiländereck (Österreich/Schweiz/Italien). Naturbelassene Skitouren, wilde Abfahrten mit dem Snowboard und waghalsige Eisklettereien zusammen mit meinem Papa.
Im Februar ging es über die legendäre Kandahar Skiabfahrt an der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen nochmal für eine Woche nach Italien. Zusammen mit Jule konnte ich bei schönem Neuschnee meine Fähigkeiten im Freeriding verbessern. Nach einem letzten Hüpfer in den Schwarzwald, zusammen mit dem Tobias war die Wintersport Season 2021/22 dann auch schon beendet.
Frühlingszeit ist Surfzeit, mit dem Flugzeug ging es zurück nach Porto, Portugal. Dort habe ich nochmal für eine Woche die Schulbank in der Surfschule gedrückt und an meinen Surffähigkeiten gearbeitet. Die Community, insbesondere jene der internationalen Gäste, war wieder großartig und hat zu allerlei Kontakten und Konversationen geführt.
Der Sommer hat ebenfalls seinen besonderen Charme inne. In Südfrankreich durfte ich die französische Leichtigkeit kennenlernen. Bunte Märkte und malerische Kleinstädte, alte und neue Weingüter, strahlend blaues Wasser am Mittelmeer. Bei Oberstdorf in die sommerlichen Alpen zusammen mit meiner Mama. Auf dem Hindelanger Klettersteig ging es bei bestem Wetter vom Nebelhorn aus über einen der schönsten Grate der deutschen Alpen zum großen Daumen und am Fellhorn mit dem Zwei-Länder Sportklettersteig ebenfalls hoch hinaus… Doch der Wildschytz hat gerufen und bis Dezember meine physische Anwesenheit in Deutschland verlangt.
Neues vom Wildschytz
Gleich zum Beginn des Jahres 2022 hieß es Abschied nehmen. Mit meinem Unternehmen, dem Wildschytz, sind wir aus dem Wildfleischgeschäft ausgestiegen, welches uns seit der Gründung begleitet hat. Ich hatte wundervolle Begegnungen mit Kunden in diesen Jahren und es war immer wieder großartig zu erleben wie wir mit unserem Wildfleisch unzählige Menschen an den Festtagen zusammen gebracht haben.
Doch alles hat seine Zeit und statt den Wald weiter zu den Menschen nach Hause zu bringen, geht es nun gemeinsam mit den Menschen in den Wald. Den Lebensraum Wald mit Erlebnissen wie Pilz- und Kräuterwanderungen kennenlernen und einen achtsamen Umgang fördern.
Auf dieser Reise durfte ich 2022 zahlreiche neu Weggefährten antreffen. Von motivierten Gästen hin zu neuen Wildschytzen in unserem Team. Ihnen gebührt mein Dank, denn durch Ihre Liebe zum Wald, machen sie den Wildschytz Woche für Woche überhaupt erst möglich.
Ein weiterer besonderer Dank gilt meinem Freund und Geschäftspartner Tobias, der den Wildschytz als Geschäftsführer auch in herausfordernden Situationen auf Kurs gehalten hat und unsere Sekretärin Jasmin, die mit harter verlässlicher Arbeit immer wieder über sich selbst hinaus gewachsen ist.
Eine Gratwanderung
Das Jahr 2022 wird mir auch als jenes Jahr in Erinnerung bleiben, in dem ich meine letzen Prüfungen zu meinem Bachelor Abschluss in Informatik an der Universität Heidelberg absolviert habe. Insbesondere das Anwendungsgebiet der Volkswirtschaftslehre hat mir viele neue Perspektiven auf unsere Wirtschaft mitgegeben.
Für mich ganz persönlich war 2022 dennoch eines der härtesten und erfolgreichsten Jahre meines Lebens zugleich. Immer wieder hat sich gezeigt das Sieg und Niederlage doch sehr nah bei einander liegen. Zeitweise schien es so als ob alles einfach zu viel wird, Glück und Leben auf der Strecke bleiben, erst mit entsprechenden Prioritäten habe ich wieder zurück zum Fokus gefunden.
2022 war auch das Jahr in dem ich diesen Blog gestartet habe, es war das Jahr in dem ich wieder angefangen habe drei mal pro Woche zu trainieren (und des dank Verantwortung weiter durchhalte), es war das Jahr in dem wir mit dem Wildschytz das erste Mal in der FAZ standen… so viele erste Male.
Da bleibt mir nichts mehr übrig als mit dem Anfang zu Enden:
„Ein alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“
Prediger 3,1
Was wird 2023 seine Zeit und Stunde haben? Wir werden es sehen und erleben, bis dahin einen guten Rutsch ins neue Jahr euch allen.
Wir haben Mitte November und seit meinem letzten Beitrag sind nun wieder über vier Wochen vergangen. Ein Monat voller Herausforderungen und persönlichem Wachstum liegt hinter mir. Die Welt ist kurzweiliger als jemals zu vor und alles schreit nach Aufmerksamkeit und Zeit. In diesem Beitrag gebe ich euch meine neue Strategie gegen die berüchtigte „Fear of missing out“ (Kurz: FOMO) mit auf den Weg.
Was ist FOMO („Fear of missing out“) ?
Kurz: FOMO beschreibt die Angst vor dem verpassen spannender Events.
Erinnerst du dich an einen Moment in deinem Leben, wo du viel zu viele Einladungen erhalten hast? Mir kommt das sehr bekannt vor. Statt Prioritäten zu setzen bin ich früher von einer Veranstaltung zur anderen gehetzt um ja nichts zu verpassen. Doch in einer Welt voller Optionen führt dieser Weg nicht ins Glück.
Setze dir Prioritätenim Leben
Vor ca. vier Wochen wurde mir das besonders bewusst. „Fabian, du springst nur noch von einem Event zum anderen, bist immer am arbeiten.“ – solche Worte haben Konsequenzen. Ich habe Prioritäten als Struktur gegen die FOMO entdeckt. Setze dir Prioritäten in unterschiedlichen Bereichen deines Lebens und wähle maximal drei Bereiche.
Ein Beispiel ist bei mir der Bereich Gesundheit. Hier setze ich eine Priorität auf mein Training. In der Konsequenz verpflichte ich mich regelmäßig an drei Tagen in der Woche, ins Boulderhaus Heidelberg trainieren zu gehen. An diesen drei Tagen hat das Training Priorität und alle anderen Veranstaltungen haben sich dem unter zu Ordnen.
Ich habe dann nicht mehr die Frage wie ich z. B. an Halloween auf 2-3 Partys gleichzeitig bin, sondern ich bin an diesem Tag wie sonst auch trainieren und genau darauf darf ich stolz sein. Genau dieser Stolz, diese Freude ist es, welcher die „Fear of missing out“ fern hält. Schließlich habe ich die beste Wahl gemäß meiner Prioritäten getroffen.
Hast du Prioritäten in deinem Leben und wie gehst du mit FOMO um? Schreib es in die Kommentare, ich freue mich drauf von dir zu lernen.