Die 4-Stunden-Woche Realität: Wenn das Traumleben Alltag wird

Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.

Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.

Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.

Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.

Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.

Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5

Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?

Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.

„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage

Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“

Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.

Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.

Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.

Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.

Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.

Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.

Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.

Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.

Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben

Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.

Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.

Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?

Lebe Frei: Meine Ziele für 2025

Der Beginn des neuen Jahres ist mehr als ein Moment des Rückblicks auf das vergangene Jahr. Er lädt uns ein, nach vorne zu schauen und neue Ziele zu setzen.

Und genau das werde ich machen. Dabei erfüllt der Blog auch dieses Jahr teils den Zweck eines Tagebuchs und teils den einer Zusammenfassung für mein eigenes Denken – eben Dinge zu sammeln, die mir selbst geholfen haben.

Schon jetzt bereitet es mir Freude, alte Blogbeiträge aus 2022 zu lesen.
Unternehmer sein, mit Fokus auf die Grundlagen

Aus der unternehmerischen Perspektive wird 2025 ein Jahr des Fokusses. An kaum einer Stelle muss das Rad neu erfunden werden. Stattdessen heißt es: Mehr von dem zu machen, was funktioniert.

Das gilt für alle meine Projekte und Beteiligungen. Statt Neues zu machen, gilt es vor allem, weiter mehr zu machen. Wenn das funktioniert, kann sich der Trend der letzten Jahre weiter fortsetzen.

Kein Erfolg über Nacht, keine große Story – einfach 5 Jahre ausprobieren, scheitern und wieder aufstehen, weiter gehen. Und wenn ich eines gelernt habe: Solange Du nicht aufgibst ist es nicht vorbei.

Ziel 1: In Deutschland jeden Monat 50% besser sein als im Vorjahr

Ziel 2: In den USA mit 12.000 Gästen in die Natur rausgehen

Ziel 3: Geniale Festivals veranstalten und 2026 auf vier planen

Sportler sein, mit der Einstellung eines Sportlers

Ende 2024 habe ich mich sportlich hängen gelassen. Aus viermal pro Woche Sport wurde einmal alle 2 Wochen und aus 89kg wurden 101kg.

So kann und wird es nicht weitergehen. Alle Freiheit der Welt bringt nichts, wenn man sich vor lauter Übergewicht nicht mehr bewegen kann, und ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.

Darum ist es wichtig, sportlich und diszipliniert zu bleiben. Wobei diese drei Ziele mir über das Jahr helfen sollen:

Ziel 1: Mindestens dreimal pro Woche Sport machen (Klettern & Laufen)

Ziel 2: Auf gesunde Ernährung achten

Ziel 3: Unter 85kg wiegen

Die Ziele sind durchaus anspruchsvoll, aber keineswegs unmöglich zu erreichen. Sie sollten sich gut im Alltag integrieren lassen, um die Chance zu erhöhen, sie tatsächlich zu erreichen.

In Beziehung sein, mit einem offenem und freien Herzen

Das Leben ist mehr als Unternehmertum und Sport; es sind die vielen Verbindungen zu unseren Mitmenschen, die unser Leben so oft prägen. Wenn ich zurückschaue, ist es immer wieder eine Abwägung, ob man es anderen Menschen recht macht oder sich selbst.

In wenigen hundert Jahren wird sich niemand mehr an uns und unsere Liebsten erinnern oder an die Menschen, denen wir es recht machen wollen, denen wir gefallen wollen.

Das ermutigt durchaus häufiger, nichts auf Zweifler und Nörgler zu geben, sondern einfach seinen eigenen Weg zu gehen. Einfach auszubrechen aus den vorgegebenen Pfaden.

Dabei habe ich natürlich auch oft Fehler gemacht, falsche Entscheidungen getroffen und Freundschaften einschlafen gelassen. Ein neues Jahr ist auch hier eine neue Chance, den Dingen wieder einen neuen Lauf zu geben.

Abschließend: Ein paar Gedanken zur Freiheit in 2025

Freiheit ist auch 2025 keine Selbstverständlichkeit. Aber mit Hilfe von dezentraler Open-Source-Software können wir unsere Freiheit selbst in die Hand nehmen, ohne auf die Gnade von Staaten, Milliardären oder Medien angewiesen zu sein.

Freies Internet mit Tor

Freies dezentrales Social Media mit Nostr (Client z.B. Primal)

Freies dezentrales Geld mit Bitcoin in Selbstverwahrung (z.B. BitBox)

Nehmt euch die Zeit, beschäftigt euch mit diesen Technologien und probiert es aus. Nehmt die Dinge selbst in die Hand für einen gläsernen Staat statt einen gläsernen Bürger.

In dem Sinne auf ein erfolgreiches und freies 2025. Lebt Frei.

Euer Fabian

Lerne zu delegieren: Von der Freiheit, loszulassen

Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich auf dem Weg nach Spanien im Flugzeug. Einer der wenigen Momente ohne Internet, in denen ich wirklich die Zeit finde, zu denken und meine Gedanken für diesen Blog niederzuschreiben.

Mein Beitrag heute handelt vom Delegieren und der damit verbundenen Freiheit. Eine Freiheit, die es ermöglicht, eben auch ohne geplanten Urlaub, zum Beispiel nach Spanien, zu fliegen.

Für mich ist die Freiheit des Individuums eines der höchsten Güter des Menschseins. Das inkludiert auch die Freiheit, schlechte Entscheidungen zu treffen. Denn was ist das Leben ohne Freiheit?

Für mich bedeutet Freiheit, morgens aufzustehen, in den Tag zu starten und selbst zu entscheiden, woran ich heute arbeite und von wo. Selbst über mich und mein eigenes Leben zu verfügen.

Wenn man darüber nachdenkt, ist es ein echtes Privileg. Statt von Work-Life-Balance zu sprechen, versuche ich, beides zu verbinden und daraus ein Leben zu gestalten.

Meine größte Inspiration an der Stelle ist Tim Ferriss mit seinen 4-Hour-Büchern, wie der 4-Stunden-Woche.

Urlaub? Nein, ortsunabhängiges Unternehmertum

Statt von Urlaub oder Workation zu sprechen, würde ich eher sagen: Ich bin gerade in Spanien – Stichwort ortsunabhängiges Unternehmertum. Ein Konzept, das nicht jeder auf Anhieb versteht.

Aber ich bin dauerhaft erreichbar und schaue auch während ich durch die Straßen von Valencia schlendere gelegentlich in die Firmengruppen. Denn allen Meetings und anderen Verpflichtungen komme ich online ganz gewöhnlich nach.

Dem EU-Roaming sei Dank an dieser Stelle, so lässt sich das iPhone einfach mit dem MacBook per Kabel verbinden und schon fließen die Daten.

Genau dieses ortsunabhängige Unternehmertum ist auch eine Aufforderung an mich. Denn damit das funktioniert, müssen mehr Aufgaben definiert, eliminiert, automatisiert und dann gegebenenfalls delegiert werden.

Delegieren & kontrollieren anhand von Prozessen und Meetings

In den letzten Wochen haben wir unsere internen Strukturen zum Delegieren und Kontrollieren auf neue Beine gestellt. Bisher sind die Ergebnisse dieser Umstellung vielversprechend.

Die Idee ist, mit sehr kurzen, wöchentlichen, themen- und prozessbezogenen Meetings zu arbeiten, die 15-30 Minuten dauern und an einem Tag der Woche gebündelt stattfinden.

Jedes Meeting hat eine klar definierte Agenda, inklusive Links zu den Metriken, die in diesem Meeting geprüft werden. Denn es ist schwierig, Metriken zu verbessern, die man nicht im Blick hat.

Durch die klare Agenda in der Beschreibung des Meetings geht es schnell durch den entsprechenden Prozess mit den zuständigen Mitarbeitern, und die Prozesse und Metriken werden verbessert.

Das Ziel der Reise: Ein Fussballverein

Naja, nicht so ganz, aber ein spannendes Bild ist es durchaus. Es ist das Bild von einem Fußballverein. Okay, und was hat das jetzt mit einem Unternehmer zu tun, der delegiert, fragt ihr euch vielleicht.

Lasst uns dafür die Parallele zum Unternehmertum ziehen und das Ideal des Unternehmers mit seinen Unternehmen betrachten.

Als Unternehmer bin ich weder der Torwart, der die Treffer des Gegners abwehrt. Ich bin nicht der Kapitän, der die Mannschaft auf dem Feld anführt. Noch bin ich der Trainer, der am Spielfeldrand steht und seine Mannschaft coacht.

Das langfristige Ziel als Unternehmer ist es vielmehr, in der Lounge des Stadions 100 Meter über dem Spiel zu sitzen und dabei im Dialog mit allen Teilen des Vereins – ob Spieler, Trainer oder Funktionär – die nächsten großen Entscheidungen für den Verein weit in die Zukunft zu planen und deren Umsetzung in die Wege zu leiten.

Was sind eure Gedanken zum Delegieren? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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