Hast du auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit wie im Flug vergeht und du dich rückblickend an kaum etwas erinnern kannst?
Als Kind hat sich jeder Tag wie eine kleine Ewigkeit angefühlt, voller Entdeckungen, voller erster Male und voller Zauber.
Die wenigsten können das heute noch von ihrem Alltag behaupten.
Dabei vergeht die Zeit physikalisch nicht schneller und die Welt ist nicht kleiner geworden.
Es gibt in unserem Alltag oft einfach nur weniger „erste Male“.
Feste Routinen und etablierte Abläufe sind im Geschäftsleben essenziell: Sie geben uns Sicherheit, machen uns verlässlich und treiben die Produktivität an.
Gleichzeitig drehen sie das Rad der Zeit aber auch immer schneller.
Denn unser Gehirn geht in den Datensparmodus und die “Wiederholungen” werden gelöscht.
Umso wichtiger ist es, auch mal bewusst auszubrechen.
Meine letzten 6 Monate: Eine Symbiose aus Arbeit und neuen Erinnerungen
Den Winter 2025/26 habe ich zu großen Teilen auf Reisen verbracht. Jedoch nicht als Aussteiger, sondern als aktiver Unternehmer.
• November: Als der Winter langsam seine Decke über Deutschland legte, ging es für mich in die Verlängerung des Sommers nach Taghazout in den Süden Marokkos.
Sonne, Surfen und pure Lebensfreude als Alternative zum grau-nassen Winter. 🏄♂️☀️
• Dezember: Der Fokus lag ganz auf unserem Team. Ich war auf Deutschlandtour, um gemeinsam mit unseren Wildschytzen das vergangene Jahr zu feiern.
Stationen in München, Leipzig, Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und Karlsruhe haben es mir ermöglicht, mit vielen Menschen des Teams in den persönlichen Austausch zu gehen.
Denn gerade bei einer Full-Remote-Firma gilt:
Nah am Menschen zu sein und Team-Events in Person zu erleben, ist durch nichts zu ersetzen. 🤝
• Weihnachten & Silvester: Für die zweite Dezemberhälfte ging es auf ein Inselabenteuer zum Wandern nach Madeira. Abschalten und Kraft tanken.
• Januar & Februar: Der Januar in Deutschland verging mit viel Bürozeit und etwas Trailrunning wie im Flug. Im Februar riefen die Alpen in Oberstdorf: Winter pur, Massen an Schnee und Snowboarden. 🏂❄️
• März & April: Nachdem der Winter für vollbracht befunden wurde, ging es Anfang März für mich wieder zurück in die Sonne nach Taghazout.
Wie das funktioniert: Das Geheimnis erfolgreicher Full-Remote-Firmen
Langsames Reisen (Slow Travel) und längere Aufenthalte an einem Ort geben uns die Möglichkeit, remote in voller Qualität weiterzuarbeiten.
Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Strukturen in vielen Firmen aufgebaut haben, die dieses Modell erst möglich macht.
Für unsere Geschäftspartner und Gäste bedeutet das: Maximale Zuverlässigkeit durch klare Prozesse.
Wir kombinieren die Freiheit des Ortes mit verbindlichen Strukturen.
Es gibt feste Meeting-Tage, klare Verantwortlichkeiten und ein „All Hands on Deck“, wenn es darauf ankommt.
Wo genau sich diese Hände dann auf der Welt befinden, spielt für das Ergebnis keine Rolle.
Kein Unternehmer-Privileg, sondern gelebte Unternehmenskultur
Diese Art zu arbeiten und den Zauber neuer Entdeckungen zu erleben, ist kein exklusives Privileg der Inhaber.
Auch Kolleginnen aus unserem Team, beispielsweise im Backoffice, sind immer wieder außerhalb vom klassischen Urlaub auf Reisen.
Wir geben als Unternehmen die nötige Flexibilität und den Raum für persönliches Wachstum.
Das Fundament dafür ist Vertrauen. Vertrauen in die Menschen, in ihre Motivation und in ihre Arbeit.
Gelebte Freiheit, Flexibilität und strukturierte Professionalität schließen sich nicht aus.
Genau das macht mich am Ende des Tages nicht nur zu einem glücklichen Menschen mit vielen Erinnerungen, sondern auch unsere Unternehmen zu einem beliebten Arbeitgeber.
Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.
Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.
Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.
Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.
Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.
Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5
Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?
Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.
„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage
Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“
Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.
Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.
Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.
Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.
Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.
Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.
Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.
Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.
Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben
Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.
Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.
Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?
Mitten in der Nacht wabert dieser Satz durch meine Gedanken. Er besucht mich nicht zum ersten Mal.
Viel mehr ist er ein treuer Gast, wie eine sanfte Melodie, die nicht laut ist, aber dennoch hängen bleibt. „Needing less makes you more powerful.“
Er steht im Widerspruch zu so vielen Verlangen nach materiellem Besitz. Im Widerspruch zu einem schnellen Auto, einer teuren Uhr oder einem Haus mit Garten und Pool.
All diese Dinge leuchten hell in Werbung, Instagram-Feeds und so manchen Gesprächen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nie mit dem Gedanken spielen würde. Aber…
Was bleibt sind die Gedanken.
Alles, was man nicht hat, darum muss man sich nicht kümmern. Alles, was man nicht möchte, das muss man nicht kaufen. Wenn man weniger Geld ausgibt, muss weniger Geld verdient werden.
Diese Gedanken sind nicht neu und die Renaissance des Minimalismus im Internet ist auch schon lange vorbei. Trotzdem oder deswegen fühlen sie sich aktueller an denn je.
Letztlich auch der Gedanke: Nur wer nichts besitzt, dem kann man nichts nehmen. Ist es eine Drohung oder ein Versprechen?
Von Konsum und Angst zur Freiheit
Ich frage mich oft: Habe ich Angst zu verlieren? Angst, alles zu verlieren? Aber was, wenn ich nichts zu verlieren habe – oder zumindest weniger?
Vielleicht ist es auch das, was eigentliche Freiheit bedeutet: Nicht alles zu besitzen, nicht alles zu brauchen, stattdessen die Freiheit zu haben Risiken einzugehen und sich jenseits vom Konsum jeden Tag neu zu erfinden.
So liegt die Macht nicht im materiellen Besitz, sondern in der Unabhängigkeit davon. Was auch immer passiert, die Dinge auf ihren Lauf zu schicken.
Wir haben Ende Januar 2025, und heute geht es um meine neue Beteiligung als Angel Investor in das Software-Startup Mable und meine Gedanken dahinter.
Wie immer verfolge ich das Ziel, irgendwann in Zukunft auf den Blogbeitrag zurückzublicken und vielleicht etwas daraus zu lernen.
Noch zu Beginn des Monats hatte ich geschrieben, dass ich in diesem Jahr keine neuen Projekte starten werde. Mein Fokus liegt darauf, meine Unternehmen weiter auszubauen – schließlich gibt es dort noch genug zu tun.
Dem ist immer noch so, daran hat sich nichts geändert.
Bei meinem Investment in Mable handelt es sich lediglich um eine überschaubare Beteiligung von unter 1 % in Form eines Wandeldarlehens, die so gut wie keinen Einfluss auf meine Arbeitszeit haben wird.
Was genau macht Mable und warum bin ich überzeugt von diesem Unternehmen?
Im Folgenden habe ich die Gründe zusammengefasst, weshalb ich nicht nur an Mable glaube, sondern auch davon überzeugt bin, dass es Mable geben sollte.
Zeit zum Nachdenken: Snowboarden im Mondaufgang
Was macht Mable?
Mable löst eines der größten Probleme im Online-Marketing: Solides Tracking und solide Datenqualität über alle Plattformen hinweg.
Dabei gibt Mable den Werbealgorithmen genau das zurück, was sie am dringendsten brauchen: hochwertige Daten, die ihnen helfen, optimal zu lernen.
Das Ergebnis? Eine deutlich gesteigerte Werbeperformance, die sich in einem höheren ROAS (Return on Advertising Spend) bemerkbar macht.
Einfach ausgedrückt: Mit Mable bekommst du für jeden Euro Werbeausgaben mehr zurück – und zwar bis zu 108 % mehr!
Doch Mable kann noch mehr: Die Plattform ermöglicht es Algorithmen, komplexe Konzepte wie den Customer Lifetime Value (CLV) und die zielgerichtete Ansprache von Neukunden zuverlässig mit zu geben.
Selbst die Beschränkungen moderner Betriebssysteme – wie die Einschränkungen durch iOS – können Mable nicht ausbremsen.
Gleichzeitig erfüllt Mable jedoch auch die strengen regulatorische Vorgaben der EU und kann von in der EU ansässigen Unternehmen genutzt werden.
Nils, den Geschäftsführer von Mable, kenne ich seit fast 10 Jahren – noch aus unserer gemeinsamen Schulzeit.
Bereits im Jahr 2022 war Wildschytz einer der ersten Testkunden der allerersten Version von Mable.
Während Mable 1.0 inzwischen an seine Grenzen stößt, arbeitet das Team von Mable an der Zukunft.
Mit Mable 2.0 wird das Unternehmen einen gewaltigen Sprung nach vorne machen und das Potenzial haben, massiv auf dem Markt zu expandieren.
Jeder, der ein relevantes Budget für Ads ausgibt, wird von Mable profitieren – und Mable wird sich für ihn lohnen.
Um die Entwicklung von Mable 2.0 vor der weiteren Expansion und der bevorstehenden Seed-Runde zu unterstützen, habe ich mich persönlich an der Pre-Seed-Extension beteiligt.
Die Selfservice-Lösung mit einem nahtlosen Tracking über alle Plattformen hinweg, inklusive Analytics – ist genau das, was ich für alle meine Unternehmen im Performance Marketing möchte.
Darum bin ich davon überzeugt, dass Mable auch für tausende andere Unternehmen einen gigantischen Mehrwert bringen wird und habe investiert.
Die nächsten Schritte
Für mich heißt es jetzt erstmal abwarten und Tee trinken – beziehungsweise den Fokus auf meine anderen Projekte richten und die weiter nach vorne treiben.
Das Team von Mable arbeitet in Ruhe an der Fertigstellung von Mable 2.0, das in den kommenden Monaten schrittweise mit immer mehr Features auf den Markt kommen soll.
Ich freue mich darauf – der Produkt-Markt-Fit ist bereits gegeben, und die Margen im SaaS-Bereich sind ebenfalls hinreichend. Jetzt gilt es nur noch rechtzeitig innerhalb vom Runway fertig zu werden.
Damit sehe ich effektiv drei Szenarien für die weitere Entwicklung von Mable: eine Insolvenz, ein 10x oder sogar ein 100x Wachstum.
Falls es dem Team nicht gelingt, Mable 2.0 im Runway zur Marktreife zu bringen, könnte es tatsächlich eng werden.
Ohne ein skalierbares, funktionierendes Produkt reicht auch ein starker Produkt-Markt-Fit nicht aus – ein Scheitern wäre in diesem Fall nicht ausgeschlossen.
Sollte Mable 2.0 jedoch fertiggestellt werden und das Team keine gravierenden Fehler bei der Entwicklung oder Vermarktung machen, stehen die Chancen gut, ein 10x- bis 100x-Wachstum zu erzielen.
Für mich persönlich zählt außerdem: Sobald Mable 2.0 einsatzbereit ist, kann ich es in meinen eigenen Unternehmen nutzen und so jährlich Tausende Euro an Werbekosten sparen.
Heute ist der 31.12.2024 – schon wieder ist ein Jahr vergangen.
2024 war ein unglaublich abwechslungsreiches Jahr, geprägt von tiefen Abgründen und hohen Gipfeln, von Traurigkeit und Glücksgefühlen.
Das Jahr begann am 01.01. in der Nordsee nahe Amsterdam mit dem traditionellen niederländischen Neujahresschwimmen.
Eine Tradition, bei der man zuerst am Ufer tanzt und dann wie verrückt in die Nordsee rennt. Wer das noch nie erlebt hat, sollte es unbedingt ausprobieren.
Ja, das bin ich. Fragt nicht, wie ich am 1. Januar in der Nordsee gelandet bin.
Nachdem im November/Dezember 2023 bei den deutschlandweiten Wildschytz-Treffen bereits die Idee eines eigenen Festivals aufgekommen war, wurde das Festival im Januar unter dem Namen „Earthbound“ spruchreif.
Schnell wurde eine Website erstellt, und die Suche nach einem geeigneten Festivalgelände begann.
Wie schwierig kann es schon sein, mit einem halben Jahr Vorlauf ein Festival zu organisieren?
Härter, als man denkt.
Gleichzeitig befand sich mein erstes richtig eigenes Buch, „Abenteuer Wald“, das im GU-Verlag erscheinen sollte, in den letzten Zügen. Ende Januar stand die Nachfrist für die Abgabe des Manuskripts an.
Und da kam es dann raus… Abenteuer Wald.
Nachdem es noch mehrere Revisionen und Anpassungen durchlaufen hatte, war es im April endlich so weit: „Abenteuer Wald“ war im Buchhandel verfügbar.
Tatsächlich hatte ich die Arbeit, die hinter einem Buch steckt, unterschätzt.
Doch letztlich hat es sich gelohnt. Schon nach etwa einem halben Jahr war die erste Auflage ausverkauft. Mittlerweile befinden wir uns in der zweiten Auflage – mal schauen, wie es weitergeht.
Im Januar und Februar ging es mit dem Snowboardfahren weiter. 2024 habe ich an meinen Fähigkeiten auf der Piste gearbeitet – vom heimischen Schwarzwald über Deutschland und Österreich bis nach Italien.
Meliskopf/Hundseck im Schwarzwald – Das nächstgelegene Skigebiet
Dabei gab es viele Höhepunkte: von der Saisoneröffnung im Schwarzwald über die Zeit in Italien und Österreich bis zum Saisonende im April in Oberstdorf – und schließlich zur erneuten Saisoneröffnung im Dezember.
Snowboard fahren im t-Shirt. Das hab selbst ich noch nicht erlebt.
Mit dem Wildschytz haben wir für die Frühlingszeit viele neue Formate geplant: von Vogelwanderungen über Giftpflanzenkunde, Hildegard von Bingen, Familienwanderungen und mehr.
Dafür haben wir zahlreiche neue Guides eingestellt, viele Wanderungen geplant und viel Werbung geschaltet.
Doch alles scheiterte.
Eine Wanderung nach der anderen mussten wir absagen, und Guides, die mit uns geplant hatten, wurden enttäuscht.
Wir hatten die Nachfrage völlig falsch eingeschätzt.
Statt neue Formate zunächst an einem Standort in einem Experiment zu testen, haben wir sie ungetestet flächendeckend ausgerollt. Das war ein schwerwiegender Fehler, der uns dieses Jahr fast die Firma gekostet hätte.
Ein wahrer Tiefpunkt im Jahr 2024.
Das Lächeln täuschte etwas über die Herrausforderungen hinweg, in denen wir steckten.
In der Folge mussten wir im Mai Kosten reduzieren und schauen, wie wir über den Sommer kommen. Plötzlich waren wir auf ein starkes Herbstgeschäft 2024 angewiesen und hatten gleichzeitig unser erstes Festival vor uns.
Dennoch hatte der Mai auch Höhepunkte. Einer davon war mein Vortrag auf der GPN zum Thema: „Was du schon immer über Pilze wissen wolltest…“
Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die Welt der Pilze
Der Juni wurde vom Earthbound Festival geprägt und einem kleinen Abstecher in den Nahen Osten.
Aufgrund des Krieges war die Anreise aus Deutschland etwas erschwert. Aber über Wien bin ich letztlich gut in Tel Aviv angekommen und bin sehr dankbar für die Zeit dort.
Der Blick aus der Wizzair-Maschine und hinter mir die Oper von Tel Aviv
Danach ging es ans Festival. Das Earthbound-Festival war unglaublich. Unglaublich anstrengend, aber es hat auch unglaublich viel gegeben.
Zu sehen, dass es fast 150 Menschen gibt, die aus ganz Deutschland herkommen, um ein Wochenende mit uns in der Natur zu verbringen und gemeinsam voneinander zu lernen, war einfach überwältigend.
Hier habe ich euch unseren Festivalrückblick auf das Earthbound 2024 verlinkt:
Auch 2025 wird es wieder ein Earthbound Festival geben. Diesmal im Schwarzwald mit bis zu 500 Leuten. Aktuell kann man sich noch zum Earlybird anmelden oder kostenlos als Helfer kommen.
Nach dem Earthbound ist vor dem Earthbound, und nach der Saison ist vor der Saison.
So liefen im Juli die Vorbereitungen für die kommende Herbstsaison mit dem Team auf Hochtouren, und auch unsere neue Wildschytz Akademie mit dem Zertifikatslehrgang zum Pilzführer kam weiter ins Laufen.
In Valencia habe ich meine Spanischkenntnisse wieder etwas aufgefrischt, während ich im 1-Rato-Mas einige der besten Arbeitsstunden des Jahres (zumindest in einem Café) hatte.
Tolle Architektur, günstiges Frühstück und warme Temperaturen: Valencia.
Im August und September kamen endlich wieder die Steinpilze raus, und mit ihnen das Interesse an Pilzwanderungen.
Über den Sommer haben wir mit ernsthafter Social-Media-Arbeit angefangen – drei Posts am Tag auf mehreren Plattformen. Um das zu leisten, haben wir das Team verstärkt, und ich durfte wieder jede Woche einen Drehtag hinaus in die Natur verbringen.
Mindestens ein Longform-YouTube-Video und 21 Hochformat-Videos standen auf dem Plan. Hier könnt ihr in eines von vielen reinschauen:
Gleichzeitig waren die Bedingungen in den Alpen diesen Herbst wunderbar für allerlei Bergtouren und Klettereien, sodass Pilze und Klettern auf manchen Abenteuern sogar zusammenkamen.
Klettern und Pilze sammeln: Zwei Leidenschaften in einem.
Das Earthbound hat uns so viel Freude bereitet, auch wenn wir dabei draufgelegt haben. Für die Zukunft haben wir jedoch den Plan, noch mehr Festivals in diesem Stil zu veranstalten.
Kleine Festivals mit weniger als 1000 Leuten, die Workshops, Vorträge, Musik, Partys, Foodtrucks, ein Saunadorf, Lagerfeuer und mehr bieten – jedes zu einem spezifischen Thema.
Zum Jahresende haben wir die Firma umstrukturiert, um dieser zukünftigen Entwicklung gerecht zu werden. Aktuell ist der Plan, ab 2026 vier Festivals über den Sommer hinweg zu veranstalten: einmal das Earthbound und drei thematisch unterschiedliche.
Ab in die USA mit Wyldforest
Über den Herbst haben wir ein Experiment in den USA gestartet, um zwei Fragen zu beantworten: Können wir dort qualifizierte Pilzguides finden? Können wir dort Pilzwanderungen verkaufen?
Dabei haben wir aus dem Desaster im Frühling gelernt und zunächst nur ein sehr kleines, regional begrenztes Experiment gestartet.
Die Antworten auf die Fragen waren: Ja und Ja.
Damit konnten wir voranschreiten und bauen nun unter dem Namen Wyldforest den Wildschytz in den USA auf.
Snowboarden geht nicht nur im Schnee
Im Oktober ging es noch einmal in die Wärme nach Afrika zum Surfen im Atlantik. Genauer gesagt nach Taghazout, einem kleinen Surfdorf im Süden des Landes, voller verrückter digitaler Nomaden und Surfer.
Manchmal braucht es einfach Zeit, um nachzudenken, in einem neuen Umfeld neue Dinge zu erleben und daraus neue Ideen zu entwickeln.
Vielleicht hat das Umfeld aus Amerikanern hier noch zur Idee der US-Expansion beigetragen…
In Afrika gibt es Kamele
Die Zukunft ist ungewiss.
Die vergangenen Jahre haben mich gelehrt, nichts für sicher zu nehmen, immer weiterzumachen und nach jeder Niederlage wieder aufzustehen.
Wer mit wenig auskommt, der hat mehr Spielräume für Risiken und kann nachts entspannt schlafen, weil er immer an das Wenige kommen wird, das er braucht.
Fokussiert auf das Wesentliche, so wird es auch 2025 weitergehen.
Die Geschäfte mit Wildschytz in Deutschland und den USA kontinuierlich weiter ausbauen, die Festivals kontinuierlich besser machen und das Team befähigen, die richtige Arbeit zur richtigen Zeit zu erledigen.
Das Leben wird nicht leichter, die Probleme werden nur größer, schwerer, und das ist gut so.
Damit wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2025.
Servus Miteinander, Lange nicht mehr voneinander gehört – es wird Zeit für ein kleines Update. Heute mit einem Schwerpunkt auf Social Media und meiner Erfahrung in den letzten 3 Monaten damit.
Wie (fast) immer, wenn ich diese Zeilen schreibe, bin ich irgendwo, nur nicht zuhause in Heidelberg. Gerade ist es Afrika, genauer gesagt die westafrikanische Küste im Süden Marokkos, in Taghazout.
Auch wenn der Blog einen etwas anderen Eindruck erweckt, die meiste Zeit verbringe ich tatsächlich in Heidelberg. Nur Zeit zum Schreiben nehme ich mir zuhause zu selten.
Die eigenen Gedanken und Erfahrungen in Worten festhalten und mit anderen Menschen teilen.
Sonne tanken, während es in Deutschland kalt wird
Während es in Deutschland endgültig kalt wird, tanke ich beim Surfen nochmal etwas Sonne. Irgendwie mag ich die grauen, nassen Winter in Deutschland Jahr für Jahr weniger.
Am schönsten ist es da noch im Wald bei den Pilzen und in den Bergen im Schnee. Diesen Winter versuche ich, mehr rauszukommen.
Ich denke, die intensive Social Media Arbeit beim Wildschytz wird mir dabei helfen. Wo wir auch schon beim Thema des Beitrags wären.
100 Posts pro Woche: Warum so viele?
Aktuell drehe ich mit dem Wildschytz einen Tag in der Woche Videos, um mehr Menschen digital in den Wald zu nehmen. Im Resultat kommen 3 Hochformat-Videos am Tag auf 5 Plattformen und ein langes Video in der Woche heraus. Über 100 Posts pro Woche.
100 Posts… ich kann es selbst kaum fassen. Es hört sich super wild an, aber es ist tatsächlich die Anzahl an Beiträgen, die es braucht, um als kleiner Kanal zu wachsen.
Letztendlich erreichen wir als kleiner Kanal (über alle Plattformen unter 50.000 Abonnenten – Stand Herbst 2024) so insgesamt 1–2 Millionen Impressionen im Monat.
Plattformen im Vergleich: YouTube, Instagram und X
Insgesamt klappt das auf YouTube, Instagram, Facebook und TikTok schon sehr gut, während X noch deutlich hinterherhinkt. Ob wir X dauerhaft beibehalten, wird sich in der Zukunft zeigen.
Zumindest Snapchat und Reddit könnten wir dagegen testen, um zu schauen, ob sie besser funktionieren. Die meiste Reichweite bekommen wir auf Instagram, TikTok und YouTube, aber auch Facebook ist überraschend gut mit Beiträgen die gelegentlich viral gehen.
Ähnlich wie unser E-Mail-Newsletter gewinnen auch Kanäle auf WhatsApp & Telegram an Bedeutung. Solche aktiv zu bespielen ist auch eine weitere Option für die Zukunft.
Weitere Optionen: Livestreams und mehr Posts
Alternativ könnte man auch von 3 Posts am Tag auf 4 Posts hochgehen oder mit Livestreams starten. Zum Beispiel einmal in der Woche auf Twitch, Kik, TikTok, YouTube, Instagram, TikTok simultan streamen.
Ihr seht, da steckt noch ein riesiges Potenzial im organischen Social Media. Das Wichtigste ist, niemals anzuhalten: Never Stop.
Wie du nicht aufhörst zu posten (und trotzdem ein Leben hast)
Der große Schlüssel, um das viele Posten durchzuhalten, sind effiziente Systeme hinter den Kulissen. Diese Systeme müssen „automatisch“ das Material von einem Tag oder sogar nur einem halben Tag in der Woche aufarbeiten und über die gesamte Woche verteilen.
Nur so ist es auf Dauer durchzuhalten, wenn man auch noch an anderen Dingen arbeiten möchte. Der Startpreis für so ein System liegt zwischen 1.500–2.500 € pro Monat, wenn man genau weiß, wie man es günstig aufsetzt.
Eigene Personal Brand: Ein langfristiges Ziel
Seitdem ich sehe, welche Fortschritte der Wildschytz mit organischem Social Media macht, ist bei mir der Wunsch gewachsen, so ein System auch für meine eigene Personal Brand aufzusetzen.
Die einzige offene Kalkulation dabei sind die Investitionen, bis es sich rechnet. Startend von null kann das nämlich durchaus mehrere Jahre dauern, und jedes Jahr kostet ca. 30.000 € und einen Tag pro Woche meiner Zeit.
Ihr werdet es sehen, denn diese Entscheidung steht noch an. Bis dahin bleibt Social Media für mich selbst ein Hobby.
Das war jetzt ein ziemlicher Deep Dive in meine Gedanken zu Social Media und meiner Social Media Strategie.
Was sind eure Gedanken? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich auf dem Weg nach Spanien im Flugzeug. Einer der wenigen Momente ohne Internet, in denen ich wirklich die Zeit finde, zu denken und meine Gedanken für diesen Blog niederzuschreiben.
Mein Beitrag heute handelt vom Delegieren und der damit verbundenen Freiheit. Eine Freiheit, die es ermöglicht, eben auch ohne geplanten Urlaub, zum Beispiel nach Spanien, zu fliegen.
Für mich ist die Freiheit des Individuums eines der höchsten Güter des Menschseins. Das inkludiert auch die Freiheit, schlechte Entscheidungen zu treffen. Denn was ist das Leben ohne Freiheit?
Für mich bedeutet Freiheit, morgens aufzustehen, in den Tag zu starten und selbst zu entscheiden, woran ich heute arbeite und von wo. Selbst über mich und mein eigenes Leben zu verfügen.
Wenn man darüber nachdenkt, ist es ein echtes Privileg. Statt von Work-Life-Balance zu sprechen, versuche ich, beides zu verbinden und daraus ein Leben zu gestalten.
Meine größte Inspiration an der Stelle ist Tim Ferriss mit seinen 4-Hour-Büchern, wie der 4-Stunden-Woche.
Urlaub? Nein, ortsunabhängiges Unternehmertum
Statt von Urlaub oder Workation zu sprechen, würde ich eher sagen: Ich bin gerade in Spanien – Stichwort ortsunabhängiges Unternehmertum. Ein Konzept, das nicht jeder auf Anhieb versteht.
Aber ich bin dauerhaft erreichbar und schaue auch während ich durch die Straßen von Valencia schlendere gelegentlich in die Firmengruppen. Denn allen Meetings und anderen Verpflichtungen komme ich online ganz gewöhnlich nach.
Dem EU-Roaming sei Dank an dieser Stelle, so lässt sich das iPhone einfach mit dem MacBook per Kabel verbinden und schon fließen die Daten.
Genau dieses ortsunabhängige Unternehmertum ist auch eine Aufforderung an mich. Denn damit das funktioniert, müssen mehr Aufgaben definiert, eliminiert, automatisiert und dann gegebenenfalls delegiert werden.
Delegieren & kontrollieren anhand von Prozessen und Meetings
In den letzten Wochen haben wir unsere internen Strukturen zum Delegieren und Kontrollieren auf neue Beine gestellt. Bisher sind die Ergebnisse dieser Umstellung vielversprechend.
Die Idee ist, mit sehr kurzen, wöchentlichen, themen- und prozessbezogenen Meetings zu arbeiten, die 15-30 Minuten dauern und an einem Tag der Woche gebündelt stattfinden.
Jedes Meeting hat eine klar definierte Agenda, inklusive Links zu den Metriken, die in diesem Meeting geprüft werden. Denn es ist schwierig, Metriken zu verbessern, die man nicht im Blick hat.
Durch die klare Agenda in der Beschreibung des Meetings geht es schnell durch den entsprechenden Prozess mit den zuständigen Mitarbeitern, und die Prozesse und Metriken werden verbessert.
Das Ziel der Reise: Ein Fussballverein
Naja, nicht so ganz, aber ein spannendes Bild ist es durchaus. Es ist das Bild von einem Fußballverein. Okay, und was hat das jetzt mit einem Unternehmer zu tun, der delegiert, fragt ihr euch vielleicht.
Lasst uns dafür die Parallele zum Unternehmertum ziehen und das Ideal des Unternehmers mit seinen Unternehmen betrachten.
Als Unternehmer bin ich weder der Torwart, der die Treffer des Gegners abwehrt. Ich bin nicht der Kapitän, der die Mannschaft auf dem Feld anführt. Noch bin ich der Trainer, der am Spielfeldrand steht und seine Mannschaft coacht.
Das langfristige Ziel als Unternehmer ist es vielmehr, in der Lounge des Stadions 100 Meter über dem Spiel zu sitzen und dabei im Dialog mit allen Teilen des Vereins – ob Spieler, Trainer oder Funktionär – die nächsten großen Entscheidungen für den Verein weit in die Zukunft zu planen und deren Umsetzung in die Wege zu leiten.
Was sind eure Gedanken zum Delegieren? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Es ist Samstag am späten Vormittag an einem sonnigen Tag. Jetzt, Mitte Mai, scheint der Sommer endgültig übers Land gekommen zu sein. Die lang erwartete Zeit der kurzen Hosen und Liegestühle ist da. Also, es ist Zeit, etwas Geld zu verdienen, um sich ein Eis kaufen zu können.
Genau darum soll es heute gehen: Wie findest du eine tragfähige Geschäftsidee?
Wie definiere ich eine tragfähige Geschäftsidee?
Effektiv geht es um folgende Komponenten, die stimmen müssen: Du brauchst Kunden, die dir für dein Produkt oder deine Dienstleistung Geld geben. Du musst regelmäßig und auf einem reproduzierbaren, skalierbaren Weg zu überschaubaren Kosten an deine Kunden gelangen (CAC). Am Ende muss das, was du machst oder verkaufst, deutlich weniger kosten als das Geld, das du dafür bekommst.
Das bedeutet, dass deine Ausgaben pro Verkauf geringer als deine Einnahmen sein müssen, und zwar idealerweise so signifikant, dass du deine Arbeit delegieren oder automatisieren kannst.
Denken in Experimenten
Um genau so eine tragfähige Geschäftsidee zu finden, nutzen wir das Denken in Experimenten, auch Versuche oder Tests genannt.
Jedes Experiment besteht aus einer These, dem eigentlichen Experiment zum Prüfen der These und führt zu einem Ergebnis. Aus diesem Ergebnis kannst du wieder eine neue These entwickeln. Dieser Prozess wird vereinfacht fortgeführt, bis eine „tragfähige“ Geschäftsidee gefunden ist. Aber lass mich mit einem praktischen Beispiel tiefer einsteigen.
Ein praktisches Beispiel
Wenn wir zum Beispiel die Idee haben, Kletterkurse anzubieten, können wir diese Idee mit passenden Experimenten auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit hin überprüfen.
These: Leute wollen Kletterkurse machen.
Experiment: Ein Angebot für einen Kletterkurs kannst du auf ein bis zwei Papieren zusammenstellen. Erstelle statische Meta-Anzeigen, die auf eine einfache, aber benutzbare Landingpage verweisen. Dort sollten Interessenten die Möglichkeit haben, sich für Termine anzumelden. Deine Telefonnummer sollte prominent auf der Website platziert sein. Diese Anzeigen könntest du über ein bis zwei Wochen ausspielen.
Ergebnis: Gibt es Leute, die Kletterkurse zu diesem Preis wollen? Wie hoch sind die Kosten, um einen Teilnehmer über die noch nicht optimierte Website bzw. die noch nicht optimierten Ads zu gewinnen (CAC)? Welche Fragen hatten die Anrufer?
Basierend auf den Rückmeldungen von so einem Experiment lässt sich das Projekt weiterentwickeln. Wenn keine Interessensignale von Käufern kommen, liegt es meistens nicht an der Website, am Marketing oder am Verkauf, sondern in sehr vielen Fällen einfach am Angebot.
In so einer frühen Phase, von der Idee zum Einkommen, machen viele Menschen den Fehler, dass sie zu lange an Dingen festhalten, die nicht funktionieren. Und wenn sie Dinge finden, die funktionieren, dann halten sie an den funktionierenden Dingen nicht lange genug fest.
Fang an und komm ins tun
So viel für heute, jetzt geht es an die Umsetzung. Ich freue mich über eure Fragen und Feedback in den Kommentaren.
„Life always goes crazy before the next breakthrough – stay focused“
Als ich vor ein paar Tagen über dieses unbekannte Zitat gestolpert bin, hat es einfach gepasst, sodass ich ein paar Gedanken dazu teilen möchte.
Gerade werden die Dinge verrückt werden, stehst du im Leben in so vielen Fällen kurz vor dem Durchbruch. Du meinst alles zu geben und stößt immer wieder gegen eine Mauer, die sich wie eine Wand vor dir auftut. Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein macht, aber mit jedem Stoß tun sich in der Mauer Risse auf.
…und irgendwann bricht sie. Die Mauer bricht und du kommst voran. Was es zum Brechen der Mauer braucht, ist Fokus und Kontinuität harter Arbeit. Du musst weiter machen.
Bleib fokussiert.
Ich befinde mich ebenfalls an so einem verrückten Punkt in meinem Leben. Die Antwort darauf kann wohl nur Fokus sein. Weniger unterschiedliche Dinge tun, aber die wenigen Dinge mit harter Arbeit vorantreiben.
Sei Stark.
Alles liebe aus dem ICE nach Karlsruhe. Euer Fabian
PS: Und denkt dran, macht die harte Arbeit ganz besonders, wenn euch nicht danach ist. Fokus ist auch mein Grund, warum ihr in Zukunft eher unregelmäßiger auf dem Blog von mir hören werdet.
Heute ist Montag. Mit einem Kaffe am Tisch schreibe ich gerade an diesem Beitrag, der die neue Woche einleitet. Montags klappt das meistens am besten, aber warum – Was ist der Unterschied zwischen der Kreativität am Freitag und jener am Montag?
Genau darum geht es in diesem Beitrag. Ich zeige dir, welche Wirkung Ruhezeiten in deinem Leben haben. Ein Phänomen, das beim Training am deutlichsten wird.
Stell dir zwei Athleten vor, die in drei Wochen einen Wettkampf haben. Während der erste Athlet in den kommenden 3 Wochen jeden Tag so hart wie möglich trainiert, um sich optimal auf den Wettkampf vorzubereiten – geht der zweite Athlet einen anderen Weg.
Die ersten anderthalb Wochen trainiert er jeden Tag mit dem ersten Athleten, doch dann hört er plötzlich auf. Er hört einfach auf zu trainieren. Der erste Athlet wundert sich und gibt sich siegesgewiss. Ich trainiere mehr, ich trainiere doppelt so lange – natürlich werde ich gewinnen.
Doch dann kam der Tag des Wettkampfs … Du weißt vermutlich schon, wie es ausgeht, du hast eine Vermutung: Während der erste Athlet durch die drei Wochen des intensiven Trainings erschöpft ist, kommt der zweite Athlet erholt zum Wettkampf, gibt alles und kann nicht anders als zu gewinnen.
Der erste Athlet hat härter trainiert, er hat mehr gegeben und trotzdem, trotz allem hat er verloren. Wie kann das sein und was können wir daraus lernen?
Der Name des Phänomens
Das Kind hat einen Namen: Deloading. Unter Deloading versteht man eine geplante Reduzierung vom Trainingsvolumen, von der Intensität bis hin zur vollständigen geplanten Ruhe.
Sportler nutzen Deloading nicht als Ausrede für eine Pausenwoche, sondern als Werkzeug, um wieder fit für neue Rekorde zu sein und das Verletzungsrisiko zum Beispiel von Übertraining zu reduzieren.
Aber was hat das mit dem Geschäft zu tun?
Wir nähern uns der Antwort auf unsere Eingangsfrage: Was ist der Unterschied zwischen der Kreativität am Freitag oder Samstag und jener am Montag?
„Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“ – Genesis 2.3
Es ist der Ruhetag. Gestern war Sonntag, ein Tag der Entschleunigung. Wie bei dem Athleten, der kurz vor dem Wettkampf pausiert, mache ich vor der neuen Woche eine Pause.
Diese Pause, dieses Deloading, sorgt dafür den Raum für neue Kreativität, neue Schaffenskraft zu geben.
Ich denke mir mittlerweile, wenn selbst Gott am siebten Tage ruhte, sollte ich es zumindest versuchen. Dann sollte ich es zumindest versuchen, versuchen zu ruhen.