Angel Investment: Warum Mable?

Wir haben Ende Januar 2025, und heute geht es um meine neue Beteiligung als Angel Investor in das Software-Startup Mable und meine Gedanken dahinter.

Wie immer verfolge ich das Ziel, irgendwann in Zukunft auf den Blogbeitrag zurückzublicken und vielleicht etwas daraus zu lernen.

Noch zu Beginn des Monats hatte ich geschrieben, dass ich in diesem Jahr keine neuen Projekte starten werde. Mein Fokus liegt darauf, meine Unternehmen weiter auszubauen – schließlich gibt es dort noch genug zu tun.

Dem ist immer noch so, daran hat sich nichts geändert.

Bei meinem Investment in Mable handelt es sich lediglich um eine überschaubare Beteiligung von unter 1 % in Form eines Wandeldarlehens, die so gut wie keinen Einfluss auf meine Arbeitszeit haben wird.

Was genau macht Mable und warum bin ich überzeugt von diesem Unternehmen?

Im Folgenden habe ich die Gründe zusammengefasst, weshalb ich nicht nur an Mable glaube, sondern auch davon überzeugt bin, dass es Mable geben sollte.

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Was macht Mable?

Mable löst eines der größten Probleme im Online-Marketing: Solides Tracking und solide Datenqualität über alle Plattformen hinweg.

Dabei gibt Mable den Werbealgorithmen genau das zurück, was sie am dringendsten brauchen: hochwertige Daten, die ihnen helfen, optimal zu lernen.

Das Ergebnis? Eine deutlich gesteigerte Werbeperformance, die sich in einem höheren ROAS (Return on Advertising Spend) bemerkbar macht.

Einfach ausgedrückt: Mit Mable bekommst du für jeden Euro Werbeausgaben mehr zurück – und zwar bis zu 108 % mehr!

Das belegt eine gemeinsame Studie von Meta (Facebook) und Mable eindrucksvoll. Das bedeutet: Wer Mable einsetzt, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Doch Mable kann noch mehr: Die Plattform ermöglicht es Algorithmen, komplexe Konzepte wie den Customer Lifetime Value (CLV) und die zielgerichtete Ansprache von Neukunden zuverlässig mit zu geben.

Selbst die Beschränkungen moderner Betriebssysteme – wie die Einschränkungen durch iOS – können Mable nicht ausbremsen.

Gleichzeitig erfüllt Mable jedoch auch die strengen regulatorische Vorgaben der EU und kann von in der EU ansässigen Unternehmen genutzt werden.

Zur Website von Mable

Warum habe ich investiert?

Nils, den Geschäftsführer von Mable, kenne ich seit fast 10 Jahren – noch aus unserer gemeinsamen Schulzeit.

Bereits im Jahr 2022 war Wildschytz einer der ersten Testkunden der allerersten Version von Mable.

Während Mable 1.0 inzwischen an seine Grenzen stößt, arbeitet das Team von Mable an der Zukunft.

Mit Mable 2.0 wird das Unternehmen einen gewaltigen Sprung nach vorne machen und das Potenzial haben, massiv auf dem Markt zu expandieren.

Jeder, der ein relevantes Budget für Ads ausgibt, wird von Mable profitieren – und Mable wird sich für ihn lohnen.

Um die Entwicklung von Mable 2.0 vor der weiteren Expansion und der bevorstehenden Seed-Runde zu unterstützen, habe ich mich persönlich an der Pre-Seed-Extension beteiligt.

Die Selfservice-Lösung mit einem nahtlosen Tracking über alle Plattformen hinweg, inklusive Analytics – ist genau das, was ich für alle meine Unternehmen im Performance Marketing möchte.

Darum bin ich davon überzeugt, dass Mable auch für tausende andere Unternehmen einen gigantischen Mehrwert bringen wird und habe investiert.

Die nächsten Schritte

Für mich heißt es jetzt erstmal abwarten und Tee trinken – beziehungsweise den Fokus auf meine anderen Projekte richten und die weiter nach vorne treiben.

Das Team von Mable arbeitet in Ruhe an der Fertigstellung von Mable 2.0, das in den kommenden Monaten schrittweise mit immer mehr Features auf den Markt kommen soll.

Ich freue mich darauf – der Produkt-Markt-Fit ist bereits gegeben, und die Margen im SaaS-Bereich sind ebenfalls hinreichend. Jetzt gilt es nur noch rechtzeitig innerhalb vom Runway fertig zu werden.

Damit sehe ich effektiv drei Szenarien für die weitere Entwicklung von Mable: eine Insolvenz, ein 10x oder sogar ein 100x Wachstum.

Falls es dem Team nicht gelingt, Mable 2.0 im Runway zur Marktreife zu bringen, könnte es tatsächlich eng werden.

Ohne ein skalierbares, funktionierendes Produkt reicht auch ein starker Produkt-Markt-Fit nicht aus – ein Scheitern wäre in diesem Fall nicht ausgeschlossen.

Sollte Mable 2.0 jedoch fertiggestellt werden und das Team keine gravierenden Fehler bei der Entwicklung oder Vermarktung machen, stehen die Chancen gut, ein 10x- bis 100x-Wachstum zu erzielen.

Für mich persönlich zählt außerdem: Sobald Mable 2.0 einsatzbereit ist, kann ich es in meinen eigenen Unternehmen nutzen und so jährlich Tausende Euro an Werbekosten sparen.

Also: Let’s go, Mable!

Und viele Grüße aus Heidelberg, euer Fabian

Von der Idee zum Einkommen: Wie du mit Experimenten eine tragfähige Geschäftsidee findest.

Es ist Samstag am späten Vormittag an einem sonnigen Tag. Jetzt, Mitte Mai, scheint der Sommer endgültig übers Land gekommen zu sein. Die lang erwartete Zeit der kurzen Hosen und Liegestühle ist da. Also, es ist Zeit, etwas Geld zu verdienen, um sich ein Eis kaufen zu können.

Genau darum soll es heute gehen: Wie findest du eine tragfähige Geschäftsidee?

Wie definiere ich eine tragfähige Geschäftsidee?


Effektiv geht es um folgende Komponenten, die stimmen müssen: Du brauchst Kunden, die dir für dein Produkt oder deine Dienstleistung Geld geben. Du musst regelmäßig und auf einem reproduzierbaren, skalierbaren Weg zu überschaubaren Kosten an deine Kunden gelangen (CAC). Am Ende muss das, was du machst oder verkaufst, deutlich weniger kosten als das Geld, das du dafür bekommst.

Das bedeutet, dass deine Ausgaben pro Verkauf geringer als deine Einnahmen sein müssen, und zwar idealerweise so signifikant, dass du deine Arbeit delegieren oder automatisieren kannst.

Denken in Experimenten

Um genau so eine tragfähige Geschäftsidee zu finden, nutzen wir das Denken in Experimenten, auch Versuche oder Tests genannt.

Jedes Experiment besteht aus einer These, dem eigentlichen Experiment zum Prüfen der These und führt zu einem Ergebnis. Aus diesem Ergebnis kannst du wieder eine neue These entwickeln. Dieser Prozess wird vereinfacht fortgeführt, bis eine „tragfähige“ Geschäftsidee gefunden ist. Aber lass mich mit einem praktischen Beispiel tiefer einsteigen.

Ein praktisches Beispiel

Wenn wir zum Beispiel die Idee haben, Kletterkurse anzubieten, können wir diese Idee mit passenden Experimenten auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit hin überprüfen.

These: Leute wollen Kletterkurse machen.

Experiment: Ein Angebot für einen Kletterkurs kannst du auf ein bis zwei Papieren zusammenstellen. Erstelle statische Meta-Anzeigen, die auf eine einfache, aber benutzbare Landingpage verweisen. Dort sollten Interessenten die Möglichkeit haben, sich für Termine anzumelden. Deine Telefonnummer sollte prominent auf der Website platziert sein. Diese Anzeigen könntest du über ein bis zwei Wochen ausspielen.

Ergebnis: Gibt es Leute, die Kletterkurse zu diesem Preis wollen? Wie hoch sind die Kosten, um einen Teilnehmer über die noch nicht optimierte Website bzw. die noch nicht optimierten Ads zu gewinnen (CAC)? Welche Fragen hatten die Anrufer?

Basierend auf den Rückmeldungen von so einem Experiment lässt sich das Projekt weiterentwickeln. Wenn keine Interessensignale von Käufern kommen, liegt es meistens nicht an der Website, am Marketing oder am Verkauf, sondern in sehr vielen Fällen einfach am Angebot.

In so einer frühen Phase, von der Idee zum Einkommen, machen viele Menschen den Fehler, dass sie zu lange an Dingen festhalten, die nicht funktionieren. Und wenn sie Dinge finden, die funktionieren, dann halten sie an den funktionierenden Dingen nicht lange genug fest.

Fang an und komm ins tun

So viel für heute, jetzt geht es an die Umsetzung. Ich freue mich über eure Fragen und Feedback in den Kommentaren.

Liebe Grüße aus Heidelberg,

Fabian

Unternehmertum, Glück und die Schmerzen des Wachstums

Die letzten Monate waren wild und Besserung ist, wenn überhaupt, erst am Horizont in Sicht. Auch der letzte Beitrag hier im Blog ist schon etwas länger her. Doch dafür habe ich allerlei neue Gedanken und Erfahrungen für euch gesammelt. In diesem Beitrag möchte ich ein paar zu Unternehmertum, Glück und Wachstumsschmerzen mit euch teilen.

Wir haben Oktober und sind damit geschäftlich mitten im vierten Quartal des Jahres. Das bedeutet vor allem eines: Arbeit über Arbeit. Das ist dieses Jahr in Anbetracht der schlechten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Dafür bin ich definitiv dankbar.

Dankbar, aber auch Glücklich?

Man könnte also sagen, eigentlich läuft es ganz gut und ich hätte jeden Grund glücklich zu sein.  Aber bin ich es wirklich, bin ich gerade wirklich glücklich? 

Unternehmerisches Wachstum mag großartig sein und dennoch tut es weh. Am Ende gleicht es einem großen Spiel. Von einem Level zum anderen wollen neue immer größere Herausforderungen gelöst werden. Prozesse müssen darauf hin verbessert und angepasst werden. Sonst habt ihr ein Problem, bzw. eine „Herausforderung“ vor euch.

Der Feuerwehrmann im Unternehmen

Wenn Prozesse nicht gelöst sind, dann laufen sie alle an der Spitze auf – diese Spitze, die seid ihr (nur zur Sicherheit) – und aus dem Unternehmer wird schnell ein rastloser Feuerwehrmann. Von einem Großbrand zum anderen, stetig löschend, alles gebend, nur damit die Brände nicht außer Kontrolle geraten. 

Manchmal fühle ich mich genau wie dieser Feuerwehrmann, sowohl im Geschäftsleben als auch im Privatleben. Wobei Moment, Privatleben… was ist das eigentlich? Naja, zumindest ein paar von euch werden es kennen.  

Arbeite mehr am und weniger im Unternehmen – Lösche das Feuer

Gerade in diesen Zeiten darf man sich nicht dazu verleiten lassen immer mehr im Unternehmen zu arbeiten. Das mag im ersten Moment nicht intuitiv klingen, doch die Arbeit im Unternehmen ist lediglich der Quick Win. Für einen kurzen Moment ist deine vermeintliche Herausforderung gelöst. Doch dann kommen schon viele duzende, wenn nicht sogar hunderte neue auf dich zu.

Wer bei Problemen immer wieder im Unternehmen arbeitet wird, die Probleme nicht dauerhaft lösen. Wirkliche langfristige Besserung, ein Long Win, kann nur durch Arbeit am Unternehmen stattfinden. Immer wieder anfallende Herausforderungen müssen vom internen Team auch ohne die Hilfe des einen Unternehmers gelöst werden. 

Die meisten Unternehmen haben in der Regel viele Brandherde, statt seine Energie wie einen Nieselregen auf allen Feuern zu verbreiten, braucht es einen gebündelten Wasserstrahl, damit das Feuer – zumindest an einer Stelle nach der anderen —  langfristig gelöscht wird. Diesen Wasserstrahl nennen wir den Flaschenhals des Unternehmens. 

Finde den Flaschenhals in deinem Unternehmen

Gleich ob es um Produkt, Vertrieb, Mitarbeitergewinnung, Rechtsfragen oder das Management geht — irgendwo liegt immer ein Flaschenhals. Diese entscheidende Engstelle muss gefunden werden und durch smarte, möglichst automatisierte Prozesse behoben werden. 

Sonst ist ein weiteres Wachstum in vielen Fällen kaum möglich. Gut, dass hört sich nun viel einfacher an als es getan ist. Denn dahinter steht eine sehr anspruchsvolle Aufgabe mit einem Berg von Arbeit.  

Zurück zu mir. Gerade ist es in meinen Unternehmungen vor allem das Management an dem es etwas hakt. Wer ist zuständig? Wie funktioniert der entsprechende Prozess? Denn wenn sich keiner deiner Mitarbeiter zuständig fühlt bist es am Ende immer als Unternehmer. 

Schaffe Ownership

Doch Zuständigkeit, sogenannte Ownership lässt sich gezielt schaffen. Wer Mittarbeitern Entscheidungsspielräume gibt und sie dazu ermutigt Ownership zu ergreifen, der ist auf einem guten Weg.

Die Alternative – alleinige Ownership des Unternehmers – ist nicht gesund, dass habe ich mittlerweile auch realisiert. .

Denn der Erfolg, das Wachstum, fordert seine Opfer. 

Da stellt sich unweigerlich die Frage: Bin ich gerade wirklich glücklich? 

Wann habt ihr euch in euren Leben das letzte mal diese Frage gestellt und was war eure Antwort. Schreibt es gerne in die Kommentare und lasst uns über Unternehmertum, Glück und Wachstumsschmerzen sprechen.

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