Minimalismus: Der Hack für den Abwasch

Wenn du schon mal in einer Wohnung ohne Spülmaschine gelebt hast, wirst du das Problem kennen: Der Abwasch macht sich nicht von alleine. So sammelt sich über den Tag … oder die Woche(n) … immer mehr und mehr Geschirr in der Küche.

Als Folge musst du dir für den Abwasch immer mehr Zeit nehmen, was den Abwasch aber gleichzeitig immer unwahrscheinlicher macht. Diese Spirale endet so manches Mal erst, sobald auch der letzte Teller, der letzte Topf und der letzte Löffel schmutzig ist.

Wenn alle anderen Optionen verbaut sind und der nächste Hunger kommt, führt kein Weg mehr am Abwasch vorbei. Doch dieser Weg des Abwasches wird kein Leichter sein, denn der Abwasch ist schwer.

Hartnäckig halten sich eingetrocknete Essensreste am Geschirr und selbst mit langem Einweichen geht es nur mühselig voran. Eines Tages dachte ich mir: Da muss es doch eine Lösung geben?! (- abseits von einem Abwasch direkt nach dem Essen).

Vielleicht hilft ein geringerer Geschirrverbrauch…

Mein erster Gedankengang lief ungefähr folgendermaßen ab: Mm … vielleicht sollte ich weniger Geschirr beim Essen verwenden, dann muss ich weniger abwaschen. Das erste Samenkorn war gepflanzt und ich habe angefangen, die Nudelpfanne aus der Pfanne und die Tortellini aus dem Topf zu essen. 

Nur gelöst hat es nichts. Denn das Vorgehen hatte einen Haken: Jetzt stand der Abwasch länger in der Küche, schließlich hatte das vorhandene Geschirr länger gehalten. Das war nicht wirklich das gewünschte Resultat. Nun hatten die Essensreste noch mehr Zeit, um schön tief einzutrocknen. Also habe ich weiter drüber nachgedacht … und da kam mir des Problems Lösung.

Minimalismus in der Küche

Statt bei der Verwendung vom Geschirr zu sparen, sollte ich einfach die Anzahl des vorhandenen Geschirrs reduzieren. Der Gedankengang ist einfach: Wer nur 2 Teller, 2 Set Besteck, 2 Bettchen, 1 Topf und eine Pfanne hat, der ist nicht in der Lage, einen Berg von Geschirr in der Küche zu sammeln. 

Die Küche und der Hunger wirken disziplinierend. Denn nach nur 1-2 Mahlzeiten ist Schluss und es muss abgewaschen werden. Wie man dann hungrig in die Küche geht und feststellt, dass es kein Geschirr mehr hat, kommt der zweite Vorteil zum Tragen.

Der Abwasch geht leicht von der Hand. Für 2 Sets Geschirr braucht es einfach nicht lange und wenn die Essensreste nicht eingetrocknet sind, geht es gleich noch deutlich besser. Dieser schnelle und einfache Abwasch ist gemütlich vor dem nächsten Essen zu machen, schließlich hat man Hunger und keine andere Wahl.

Aber was, wenn Freunde zum Essen kommen? 

Ich habe gerne Gäste zu Besuch und du vielleicht auch. Da wird es mit 2 paaren Besteck natürlich schnell mal etwas enger. Aber deswegen auf die soziale Komponente im Leben zu verzichten macht natürlich auch keinen Sinn. Über die Zeit haben sich bei mir zwei valide Optionen herauskristallisiert.

a) Das Geschirr aus dem Keller 

Niemand sagt, das man sein Geschirr wegschmeißen, verkaufen oder verschenken muss. Stattdessen kann man auch einfach eine Kiste mit Tellern und Besteck in den Keller stellen. Wenn ein größerer Besuch kommt, holt man sie schnell hoch und kann jeden herzlich ausstatten. 

b) Das Geschirr von Gästen

Wer keinen Keller hat oder größere etwas Feiern veranstaltet, der stößt schnell an seine Grenzen. Dabei ist die Lösung recht einfach. Wenn die Gäste auf der Gartenparty eh schon einen Salat oder Grillgut mitbringen, dann können sie auch noch ihr Geschirr mitbringen.

Dieser Weg hat einen netten Vorteil: Der Abwasch fällt beinahe vollständig aus. Jeder hat ja seine eigene Ausstattung dabei und will sie auch wieder mitnehmen. Hin und wieder bleibt natürlich auch etwas liegen. Aber die Zeit hat gezeigt, wenn jeder an seinen eigenen Abwasch denkt, ist an alle gedacht. 

Das Spülmaschinenparadoxon

Wer eine Spülmaschine besitzt und sie verwendet, für den macht der Minimalismus in der Küche nicht unbedingt Sinn. Schließlich möchte man auf andere Parameter optimieren:

  • Die Spülmaschine sollte, wenn Sie läuft, möglichst voll laufen.
  • Die Spülmaschine sollte möglichst selten laufen, aber dennoch mindestens 1 Mal in der Woche.

Je voller die Spülmaschine, desto geringer der Aufwand und die Wasser und Energiekosten pro Geschirrstück. Je seltener die Spülmaschine läuft, desto seltener muss man sie ausräumen und hat den Aufwand des Starts von einem Waschvorgang. Allerdings ist diese Zeit – ich spreche aus Erfahrung – auf ca. eine Woche begrenzt, danach gammelt es in der Spülmaschine zu sehr.

Zur Erfüllung dieser beiden Parameter braucht es deutlich mehr Geschirr als zwei Sets. Im Ergebnis hat man aber auch weniger Aufwand und Kosten als mit dem gleichzeitigen Minimalismus in der Küche.

Fazit: Mit dem Minimalismus in der Küche kannst auch du dein Abwaschproblem lösen – wenn du es hast … 

Natürlich sind wir mal ganz ehrlich: Wer seinen Abwasch direkt nach dem Essen macht, der hat weniger Aufwand. Doch wie diszipliniert man sich selber das auch wirklich zu tun? Denn der Geist ist vielleicht stark, doch der Körper ist schwach.

Eine Lösung ist mein Minimalismus Hack für die Küche. Ich nutze ihn jetzt schon seit einiger Zeit und es funktioniert. Probier es gerne selber aus und schreib mir mal in den Kommentaren, wie es geklappt hat.

Grüße, euer Fabian

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