Warum stellen wir uns keinen Wecker zum Einschlafen?

Neulich war ich auf dem Weg zum Bouldern, drei Mal pro Woche – ihr erinnert euch – etwas unausgeschlafen und erschöpft vom Tag.

Da kam ich ins Nachdenken: Warum bin ich unausgeschlafen? Warum hat mein Körper nicht den benötigten Schlaf bekommen? Mache ich gerade wieder zu viel?

Die offene Antwort: Zu wenig Schlaf, die letzte Nacht war zu lang und um 5:50 Uhr hat der Wecker zur Arbeit gerufen und ja … zu viel gemacht habe ich auch. 

Wir unterbrechen unsere Körper immer wieder bei der notwendigen Erholung, statt ihnen die Zeit zu geben, die sie brauchen. Warum stellen wir unsere Wecker am Morgen, wenn es doch eigentlich die Zeit des zu Bettgehens ist, die entscheidet, wann wir am nächsten morgen von alleine ausgeschlafen aufwachen? 

Das Experiment

In den vergangenen Tagen habe ich ein Experiment gestartet, statt den Wecker nur am Morgen zu stellen, habe ich den Wecker auch am Abend gestellt. Um 9 Uhr habe ich mir klar gemacht, dass es an der Zeit ist ins Bett zu gehen.

Ohne Handy, dafür mit einem Buch bewaffnet ging es dann ins Bett. Gerade lese ich „12 RULES FOR LIFE“ von Jordan B. Peterson. Jeden Abend 10-20 Minuten zu lesen hilft beim Einschlafen. 

Die letzten Nächte konnte ich so 7.5-8.5 Stunden schlafen. Ich fühle mich deutlich ausgeschlafener, aber ich merke auch, dass ich noch nicht vollständig regeneriert bin, es ist noch nicht ganz genug. Vor allem nach dem Sport braucht der Körper etwas mehr Schlaf zur Regeneration. Ich werde dieses Experiment weiter fortführen und bin gespannt, wie es in der kommenden Woche aussieht.

Stell dir vor, wie es wäre, wenn wir einfach jeden Morgen in der Früh von alleine gesund und ausgeschlafen aufwachen.

Kern der Herausforderung ist das frühe zu Bett gehen

Wir haben es eigentlich schon alle mal versucht, früher ins Bett zu gehen und sind dabei auch alle schon mal gescheitert. Ich habe über diese Thematik nachgedacht und kam auf mehrere essenzielle Punkte:

  • Man muss VOR der Schlafenszeit zu Hause sein. Denn wenn man nicht rechtzeitig in der Nähe vom Bett ist, wird es nichts mit dem Schlafen. Passt also eure Tagesplanung auf den Fakt an, dass ihr früh schlafen gehen werdet.
  • Kennt ihr dieses angenehme Gefühl morgens im warmen Bett, wenn der Wecker klingelt und man einfach nur in dieser warmen Welt weiter liegen und weiter schlafen möchte? Ruft euch dieses Gefühl in Erinnerung, wenn ihr euch abends ins Bett legen sollt, ihr werdet euch deutlich leichter dazu motivieren können.
  • Weg mit technischen Geräten. Smartphones, Tablets und Laptops haben abends nichts bei euch im Bett verloren. Nur wenn ihr (falls vorhanden) eure Abhängigkeiten von diesen Geräten und Apps wie TikTok, YouTube oder Instagram aufgebt, habt ihr eine gute Chance, abends auch zur Ruhe zu kommen.

Noch ein letzter Gedanke…

Wie oft machen wir eine Ausnahme, wenn wir uns vornehmen früh ins Bett zu gehen? Und wie oft machen wir eine Ausnahme, wenn wir uns einen Wecker stellen um rechtzeitig zur Uni, Arbeit oder einer Prüfung zu kommen.

Zu Gast im Podcast „Working with Startups from Science“ von Bartosz Kajdas: Testen, testen, testen…

Ende des Jahres hatte ich die Ehre bei dem großartigen Podcaster und Science-Tech Expert, Bartosz Kajdas im Podcast zu sitzen. Im „FOUNDER TALK“ haben wir über die Firmengründung mit Hilfe von gezielten Tests am Beispiel von Wildschytz gesprochen.

Das Ergebnis war ein sehr unterhaltsames Gespräch voller Ideen und Inspiration. Hört unbedingt rein, es lohnt sich 😉

Ihr findet die aktuelle Episode überall wo es Podcasts gibt, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcast und Google Podcast

Fazit 2022: Ein Jahr des Aufbruchs

„Ein alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“

Prediger 3,1

Welch ein Jahr liegt da hinter uns. Für viele unter uns eine wahre Gratwanderung. Für mich hat das Jahr 2022 genau dort gestartet wo es nun auch wieder geendet hat: In einem kleinen Südtiroler Bergdorf, in einem beschaulichen Gasthaus. Zeit zu reflektieren und in der Stille der Berge zurück zu schauen in das vergangene Jahr.

Ein Reisender auf der Welt

Auch im Jahr 2022 wollte ich mir wieder die Zeit nehmen fremde Länder und Kulturen zu bereisen. Das ist mir aber nur zum Teil gelungen. Ab August war ich mit dem Wildschytz fast jedes Wochenende in ganz Deutschland unterwegs: München, Berlin, Düsseldorf, Köln um nur ein paar meiner geschäftlichen Destinationen zu nennen.

Insgesamt war ich dennoch über 2 Monate im Ausland unterwegs, digitales Nomadentum statt klassischem Urlaub. Über unsere direkten Nachbarn wie Frankreich, Österreich und die Schweiz, hin zu Ländern wie Portugal und Italien.

Angefangen hat das Jahr mit einem Monat im Südtiroler Dreiländereck (Österreich/Schweiz/Italien). Naturbelassene Skitouren, wilde Abfahrten mit dem Snowboard und waghalsige Eisklettereien zusammen mit meinem Papa.

Im Februar ging es über die legendäre Kandahar Skiabfahrt an der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen nochmal für eine Woche nach Italien. Zusammen mit Jule konnte ich bei schönem Neuschnee meine Fähigkeiten im Freeriding verbessern. Nach einem letzten Hüpfer in den Schwarzwald, zusammen mit dem Tobias war die Wintersport Season 2021/22 dann auch schon beendet.

Frühlingszeit ist Surfzeit, mit dem Flugzeug ging es zurück nach Porto, Portugal. Dort habe ich nochmal für eine Woche die Schulbank in der Surfschule gedrückt und an meinen Surffähigkeiten gearbeitet. Die Community, insbesondere jene der internationalen Gäste, war wieder großartig und hat zu allerlei Kontakten und Konversationen geführt.

Der Sommer hat ebenfalls seinen besonderen Charme inne. In Südfrankreich durfte ich die französische Leichtigkeit kennenlernen. Bunte Märkte und malerische Kleinstädte, alte und neue Weingüter, strahlend blaues Wasser am Mittelmeer. Bei Oberstdorf in die sommerlichen Alpen zusammen mit meiner Mama. Auf dem Hindelanger Klettersteig ging es bei bestem Wetter vom Nebelhorn aus über einen der schönsten Grate der deutschen Alpen zum großen Daumen und am Fellhorn mit dem Zwei-Länder Sportklettersteig ebenfalls hoch hinaus… Doch der Wildschytz hat gerufen und bis Dezember meine physische Anwesenheit in Deutschland verlangt.

Neues vom Wildschytz

Gleich zum Beginn des Jahres 2022 hieß es Abschied nehmen. Mit meinem Unternehmen, dem Wildschytz, sind wir aus dem Wildfleischgeschäft ausgestiegen, welches uns seit der Gründung begleitet hat. Ich hatte wundervolle Begegnungen mit Kunden in diesen Jahren und es war immer wieder großartig zu erleben wie wir mit unserem Wildfleisch unzählige Menschen an den Festtagen zusammen gebracht haben.

Doch alles hat seine Zeit und statt den Wald weiter zu den Menschen nach Hause zu bringen, geht es nun gemeinsam mit den Menschen in den Wald. Den Lebensraum Wald mit Erlebnissen wie Pilz- und Kräuterwanderungen kennenlernen und einen achtsamen Umgang fördern.

Auf dieser Reise durfte ich 2022 zahlreiche neu Weggefährten antreffen. Von motivierten Gästen hin zu neuen Wildschytzen in unserem Team. Ihnen gebührt mein Dank, denn durch Ihre Liebe zum Wald, machen sie den Wildschytz Woche für Woche überhaupt erst möglich.

Ein weiterer besonderer Dank gilt meinem Freund und Geschäftspartner Tobias, der den Wildschytz als Geschäftsführer auch in herausfordernden Situationen auf Kurs gehalten hat und unsere Sekretärin Jasmin, die mit harter verlässlicher Arbeit immer wieder über sich selbst hinaus gewachsen ist.

Eine Gratwanderung

Das Jahr 2022 wird mir auch als jenes Jahr in Erinnerung bleiben, in dem ich meine letzen Prüfungen zu meinem Bachelor Abschluss in Informatik an der Universität Heidelberg absolviert habe. Insbesondere das Anwendungsgebiet der Volkswirtschaftslehre hat mir viele neue Perspektiven auf unsere Wirtschaft mitgegeben.

Für mich ganz persönlich war 2022 dennoch eines der härtesten und erfolgreichsten Jahre meines Lebens zugleich. Immer wieder hat sich gezeigt das Sieg und Niederlage doch sehr nah bei einander liegen. Zeitweise schien es so als ob alles einfach zu viel wird, Glück und Leben auf der Strecke bleiben, erst mit entsprechenden Prioritäten habe ich wieder zurück zum Fokus gefunden.

2022 war auch das Jahr in dem ich diesen Blog gestartet habe, es war das Jahr in dem ich wieder angefangen habe drei mal pro Woche zu trainieren (und des dank Verantwortung weiter durchhalte), es war das Jahr in dem wir mit dem Wildschytz das erste Mal in der FAZ standen… so viele erste Male.

Da bleibt mir nichts mehr übrig als mit dem Anfang zu Enden:

„Ein alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“

Prediger 3,1

Was wird 2023 seine Zeit und Stunde haben? Wir werden es sehen und erleben, bis dahin einen guten Rutsch ins neue Jahr euch allen.

Mit 555 Liegestützen gegen den inneren Schweinehund

Die Schulter zieht, die Arme schmerzen, ich habe einen leichten Muskelkater, während ich diesen Beitrag schreibe. Gestern Abend war ich ca. 4 Stunden im Boulderhaus Heidelberg trainieren, so wie jeden Montag, Mittwoch und Freitag.

Egal ob es regnet oder schneit, es heiß ist oder kalt, es geht ins Training. Eine unselbstverständliche Selbstverständlichkeit in meinem Leben. Selbstgewählte Disziplin und Ordnung statt unkontrolliertem Chaos – zumindest ein Versuch.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mithilfe von deinem Umfeld (und 555 Liegestützen) den inneren Schweinehund besiegst und nachhaltige Routinen aufbaust, die dein Leben verändern.

Was ist der innere Schweinehund?

Wer kennt es nicht: Wir wissen genau, was getan werden muss, aber gehen es dennoch nicht an. Unangenehme Arbeit oder Sport warten auf uns, aber es geht nicht voran. Genau diese mentale Schwäche, die zwischen uns und unseren Zielen steht, nennen wir den inneren Schweinehund.

Schaffe ein Umfeld der Verantwortung

Der innere Schweinehund kommt vor allem dort zum Vorschein, wo wir nicht zur Rechenschaft gezogen, nicht kontrolliert werden. Sei es zum Beispiel eine Prüfung: Monate vor der Prüfung lernen die meisten bei Weitem nicht so effektiv wie drei Tage vor der Prüfung. Sobald es eine Deadline gibt und wir zur Verantwortung gezogen werden, gelingt es uns, den inneren Schweinehund zu schlagen.

Was wäre, wenn du dir ein Umfeld aufbaust, in dem du Verantwortung trägst und zur Verantwortung gezogen wirst? Dein Verhalten wird sich zum Positiven ändern.

Nehmen wir das Beispiel des Sports. Sobald du einen Trainingspartner hast, trägst du eine Verantwortung. Du hast die Verantwortung zum Training zu erscheinen. Wenn du nicht erscheinst, wird dich genau dieser Trainingspartner zur Rechenschaft ziehen: „Warum warst du nicht da, wirst du etwa schwach?“, solche Kommentare willst du nicht hören. Das motiviert ungemein.

Auch im Geschäft kannst du dir ein solches Umfeld der Verantwortung schaffen. Wenn alle deine Partner und Mitarbeiter hart arbeiten, dann wirst du auch hart und härter arbeiten. Gemeinsame Office Hours verpflichten, zumindest wenn die richtigen Menschen zusammen kommen.

Denn du bist die Summe der 5 Menschen…

…mit denen du dich am häufigsten umgibst. Wenn dein Umfeld hart trainiert, wie wahrscheinlich ist es, das du ebenfalls hart trainierst? Wenn dein Umfeld diszipliniert arbeitet, wie wahrscheinlich ist es, das du ebenfalls diszipliniert arbeitest?

Wenn du dieses Prinzip wirklich umsetzt, hat es das Potenzial, dein Leben zu verändern. Entscheide bewusst über dein Umfeld und schaffe Verantwortung.

ÜBUNG: Mit welchen 5 Menschen umgibst du dich am häufigsten? Welche Eigenschaften haben diese Menschen und wie bewertest du diese Eigenschaften?

Was hat es mit den 555 Liegestützen auf sich?

Die 555 Liegestützen sind eine Übung, ein Test bzgl. deines inneren Schweinehunds, bzgl. deiner mentalen Stärke. Jeder fitte Mann bekommt diese Anzahl von Liegestützen an einem Tag hin, dennoch ist es eine mentale Herausforderung.

Letzten Dienstag am Mittag schrieb mich mein Trainingspartner an: 500 Liegestützen – HEUTE. Puh… Ufff. Ok – I am in. Ich kann nur gewinnen, denn schaden tun diese Liegestützen sicher nicht. Damit ging es auch schon los. Jeder Strich 10 Liegestützen.

Es war ein Kampf, aber es war auch wirklich genial. Denn es hat mir noch mal verdeutlicht, was mit mentaler Stärke möglich ist. Nachdem die 500 Liegestützen geschafft waren, habe ich einfach weiter gemacht. Eine Extrameile im Leben auf die 555.

Durch diese 555 Liegestützen haben mich Verantwortung und Rechenschaft gegenüber meinem Umfeld getrieben. Ich habe es ausgesprochen, also MUSSTE ich es tun. Ein Wort mit Gewicht in einem Umfeld, das dich verantwortlich hält.

ÜBUNG: Du hast noch nie so viele Liegestützen gemacht und bist fit? Dann nutze die Gelegenheit und mache morgen über den Tag 333 Liegestützen.

Ich glaub an dich.

Fang endlich an!

Wir haben Mitte Dezember, in einer Woche ist Weihnachten. Der Stress der Adventszeit geht in diesem Jahr recht gut an mir vorüber – den Prioritäten sei dank. Ich sage häufiger „Nein“, dafür konnte ich mir die Zeit nehmen, mit vielen großartigen Menschen in tiefe Gespräche zu versinken. Ein schöner Aspekt dieser kalten Jahreszeit (neben dem Snowboarden).

Immer wieder kamen in diesen Gesprächen Ideen, Träume & Wünsche zum Vorschein. Schnell entwickelte sich ein reger Austausch, wie man diese oder jene Ideen starten kann, diesen oder jenen Traum realisieren kann. Ein gewaltiges Potenzial, dass nur darauf wartet, entfesselt zu werden, umgesetzt zu werden.

Nach einer Woche treibt mich die Neugierde und ich Frage nach: „Was macht dein Traum?“. Betroffenes Schweigen, denn passiert ist allzu oft nichts. Das Einzige, was ich höre, sind Ausreden. Ideen wurden zerdacht, Träume wurden abgetan und Wünsche wurden zerstreut.

Es fehlte an Glauben, es fehlte an Leichtigkeit und es fehlte an Mut. Ohne die letzten beiden ist es schwierig, sich zu trauen und ist es schwierig für sich zu stehen.

„Einfach mal machen“, ist wohl ein Satz, den hier in Deutschland nicht allzu viele Menschen unterschreiben können. Dabei ist „Machen“ die üblichste Form, um ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen – dazu auch mehr in diesem Beitrag.

Du musst anfangen! Fang an deine Ideen umzusetzen, fang an deine Träume zu leben, fang an deine Wünsche zum Ziel zu erklären. Wenn du an dich glaubst und anfängst, bist du auf dem Weg. Wage den ersten Schritt, denn jede lange Reise hat mit genau diesem einen ersten Schritt begonnen.

Worauf wartest du noch? Fang endlich an!

Am Anfang war das Problem: Wie du ein erfolgreiches Unternehmen gründest.

Immer wieder werde ich von verschiedenen Freunden auf dieses Thema angesprochen. Sag mal Fabian, ich habe eine Geschäftsidee, wie würdest du daraus ein Unternehmen gründen?

In diesem Beitrag zeige ich dir meine Strategie bei der Gründung eines neuen Unternehmens. Zunächst muss hierfür eine fundamentale Frage geklärt werden:

Was ist ein Unternehmen?

Ein Unternehmen ist eine Organisation, welche Mehrwerte schafft und damit Geld verdient. Nichts anderes. Ein Start-up ist im Gegensatz zum Unternehmen noch auf der Suche nach einem Geschäftsmodell, es verbrennt Geld. Um Start-ups soll es in diesem Beitrag nicht gehen.

Wenn du also ein Unternehmen gründen möchtest, musst du Geld verdienen. Ein schönes Logo, eine schöne Website, ein toller Lagerbestand – sind alles schöne Dinge, aber solange du kein Geld verdienst, hast du nur ein teures Hobby und kein Unternehmen.

Am Anfang war das Problem

Am Anfang von (nahezu) jedem erfolgreichen Unternehmen stehen Menschen mit einem Problem. Mit deinem Unternehmen bietest du eine Lösung für dieses Problem. Fokussiere dich auf Nachfragemärkte statt auf Angebotsmärkte. Auf einem Nachfragemarkt ist die Nachfrage der potenziellen Kunden mit einem Problem größer als das Angebot an Lösungen.

Teste deine Lösung: Spare Zeit und Geld 

Die meisten Unternehmen scheitern, weil sie ihre Produkte oder Dienstleistungen – kurz: Ihre Lösungen – nicht verkauft bekommen. Das einzige, was an dieser Stelle hilft, ist ein frühzeitiges Testen der Lösung. Um eine Lösung zu testen, braucht es kein fertiges Produkt. Im ersten Schritt geht es nur darum herauszufinden, ob du profitabel Geld verdienen kannst.

Erst wenn dies der Fall ist, solltest du weitere Ressourcen – Zeit und Geld – in dein Unternehmen investieren und deine Lösung weiter entwickeln. Die meisten Ideen scheitern im Test, doch keine Sorge, damit bist du nicht alleine. Sehe es positiv, du hast dir Ressourcen gespart und kannst nun neue Ideen und Lösungen testen.

Hast du gerade eine Geschäftsidee?

Wenn du gerade eine Idee für ein Unternehmen hast, dann komm gerne auf mich zu. Schreib mir in den Kommentaren oder einfach per Nachricht. Ich helfe dir gerne im persönlichen Gespräch weiter und berate dich mit meinem Wissen bei deiner Gründung.

Mit Prioritäten gegen FOMO

Wir haben Mitte November und seit meinem letzten Beitrag sind nun wieder über vier Wochen vergangen. Ein Monat voller Herausforderungen und persönlichem Wachstum liegt hinter mir. Die Welt ist kurzweiliger als jemals zu vor und alles schreit nach Aufmerksamkeit und Zeit. In diesem Beitrag gebe ich euch meine neue Strategie gegen die berüchtigte „Fear of missing out“ (Kurz: FOMO) mit auf den Weg.

Was ist FOMO („Fear of missing out“) ?

Kurz: FOMO beschreibt die Angst vor dem verpassen spannender Events.

Erinnerst du dich an einen Moment in deinem Leben, wo du viel zu viele Einladungen erhalten hast? Mir kommt das sehr bekannt vor. Statt Prioritäten zu setzen bin ich früher von einer Veranstaltung zur anderen gehetzt um ja nichts zu verpassen. Doch in einer Welt voller Optionen führt dieser Weg nicht ins Glück.

Setze dir Prioritäten im Leben

Vor ca. vier Wochen wurde mir das besonders bewusst. „Fabian, du springst nur noch von einem Event zum anderen, bist immer am arbeiten.“ – solche Worte haben Konsequenzen. Ich habe Prioritäten als Struktur gegen die FOMO entdeckt. Setze dir Prioritäten in unterschiedlichen Bereichen deines Lebens und wähle maximal drei Bereiche.

Ein Beispiel ist bei mir der Bereich Gesundheit. Hier setze ich eine Priorität auf mein Training. In der Konsequenz verpflichte ich mich regelmäßig an drei Tagen in der Woche, ins Boulderhaus Heidelberg trainieren zu gehen. An diesen drei Tagen hat das Training Priorität und alle anderen Veranstaltungen haben sich dem unter zu Ordnen.

Ich habe dann nicht mehr die Frage wie ich z. B. an Halloween auf 2-3 Partys gleichzeitig bin, sondern ich bin an diesem Tag wie sonst auch trainieren und genau darauf darf ich stolz sein. Genau dieser Stolz, diese Freude ist es, welcher die „Fear of missing out“ fern hält. Schließlich habe ich die beste Wahl gemäß meiner Prioritäten getroffen.

Hast du Prioritäten in deinem Leben und wie gehst du mit FOMO um? Schreib es in die Kommentare, ich freue mich drauf von dir zu lernen.

Unternehmertum, Glück und die Schmerzen des Wachstums

Die letzten Monate waren wild und Besserung ist, wenn überhaupt, erst am Horizont in Sicht. Auch der letzte Beitrag hier im Blog ist schon etwas länger her. Doch dafür habe ich allerlei neue Gedanken und Erfahrungen für euch gesammelt. In diesem Beitrag möchte ich ein paar zu Unternehmertum, Glück und Wachstumsschmerzen mit euch teilen.

Wir haben Oktober und sind damit geschäftlich mitten im vierten Quartal des Jahres. Das bedeutet vor allem eines: Arbeit über Arbeit. Das ist dieses Jahr in Anbetracht der schlechten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Dafür bin ich definitiv dankbar.

Dankbar, aber auch Glücklich?

Man könnte also sagen, eigentlich läuft es ganz gut und ich hätte jeden Grund glücklich zu sein.  Aber bin ich es wirklich, bin ich gerade wirklich glücklich? 

Unternehmerisches Wachstum mag großartig sein und dennoch tut es weh. Am Ende gleicht es einem großen Spiel. Von einem Level zum anderen wollen neue immer größere Herausforderungen gelöst werden. Prozesse müssen darauf hin verbessert und angepasst werden. Sonst habt ihr ein Problem, bzw. eine „Herausforderung“ vor euch.

Der Feuerwehrmann im Unternehmen

Wenn Prozesse nicht gelöst sind, dann laufen sie alle an der Spitze auf – diese Spitze, die seid ihr (nur zur Sicherheit) – und aus dem Unternehmer wird schnell ein rastloser Feuerwehrmann. Von einem Großbrand zum anderen, stetig löschend, alles gebend, nur damit die Brände nicht außer Kontrolle geraten. 

Manchmal fühle ich mich genau wie dieser Feuerwehrmann, sowohl im Geschäftsleben als auch im Privatleben. Wobei Moment, Privatleben… was ist das eigentlich? Naja, zumindest ein paar von euch werden es kennen.  

Arbeite mehr am und weniger im Unternehmen – Lösche das Feuer

Gerade in diesen Zeiten darf man sich nicht dazu verleiten lassen immer mehr im Unternehmen zu arbeiten. Das mag im ersten Moment nicht intuitiv klingen, doch die Arbeit im Unternehmen ist lediglich der Quick Win. Für einen kurzen Moment ist deine vermeintliche Herausforderung gelöst. Doch dann kommen schon viele duzende, wenn nicht sogar hunderte neue auf dich zu.

Wer bei Problemen immer wieder im Unternehmen arbeitet wird, die Probleme nicht dauerhaft lösen. Wirkliche langfristige Besserung, ein Long Win, kann nur durch Arbeit am Unternehmen stattfinden. Immer wieder anfallende Herausforderungen müssen vom internen Team auch ohne die Hilfe des einen Unternehmers gelöst werden. 

Die meisten Unternehmen haben in der Regel viele Brandherde, statt seine Energie wie einen Nieselregen auf allen Feuern zu verbreiten, braucht es einen gebündelten Wasserstrahl, damit das Feuer – zumindest an einer Stelle nach der anderen —  langfristig gelöscht wird. Diesen Wasserstrahl nennen wir den Flaschenhals des Unternehmens. 

Finde den Flaschenhals in deinem Unternehmen

Gleich ob es um Produkt, Vertrieb, Mitarbeitergewinnung, Rechtsfragen oder das Management geht — irgendwo liegt immer ein Flaschenhals. Diese entscheidende Engstelle muss gefunden werden und durch smarte, möglichst automatisierte Prozesse behoben werden. 

Sonst ist ein weiteres Wachstum in vielen Fällen kaum möglich. Gut, dass hört sich nun viel einfacher an als es getan ist. Denn dahinter steht eine sehr anspruchsvolle Aufgabe mit einem Berg von Arbeit.  

Zurück zu mir. Gerade ist es in meinen Unternehmungen vor allem das Management an dem es etwas hakt. Wer ist zuständig? Wie funktioniert der entsprechende Prozess? Denn wenn sich keiner deiner Mitarbeiter zuständig fühlt bist es am Ende immer als Unternehmer. 

Schaffe Ownership

Doch Zuständigkeit, sogenannte Ownership lässt sich gezielt schaffen. Wer Mittarbeitern Entscheidungsspielräume gibt und sie dazu ermutigt Ownership zu ergreifen, der ist auf einem guten Weg.

Die Alternative – alleinige Ownership des Unternehmers – ist nicht gesund, dass habe ich mittlerweile auch realisiert. .

Denn der Erfolg, das Wachstum, fordert seine Opfer. 

Da stellt sich unweigerlich die Frage: Bin ich gerade wirklich glücklich? 

Wann habt ihr euch in euren Leben das letzte mal diese Frage gestellt und was war eure Antwort. Schreibt es gerne in die Kommentare und lasst uns über Unternehmertum, Glück und Wachstumsschmerzen sprechen.

Was haben erfolgreiche Gründer gemeinsam? Leistungssport

Ca. 80 % aller Millionäre sind Unternehmer. Als erfolgreiche Gründer halten Sie beachtliche Anteile an Ihren Gesellschaften, die einen großen Teil von Ihrem Vermögen ausmachen. Doch was haben Sie noch gemeinsam, welche Persönlichkeitseigenschaft war es, die Ihnen zum Erfolg verholfen hat? 

Der Wissenschaftler Dr. Dr. Rainer Zitelmann hat sich genau dieser Frage in seiner Forschung gewidmet und kam zu einem erstaunlichen Resultat. Die meisten Gründer sind mit verschiedensten Geschäftsmodellen erfolgreich geworden, doch hatten eines gemeinsam: Leistungssport

Welche Persönlichkeitseigenschaft lässt sich daraus ableiten und wie lässt sie sich stärken? In diesem Beitrag gehe ich tiefer auf diese Eigenschaft ein und gebe euch 6 Tipps an die Hand, wie Ihr sie in eurem Leben fördern könnt.

Warum haben (fast) alle Millionäre eine Vergangenheit im Leistungssport?

Weshalb sind oder waren fast alle erfolgreichen Gründer Leistungssportler. Darüber lässt sich nur mutmaßen. So ist es beim Leistungssport wichtig, eine hohe Disziplin an den Tag zu legen und über Jahre hinweg 3-mal und mehr pro Woche zu trainieren. Beim Training muss für einen wahren Erfolg regelmäßig auch die Schmerzgrenze angerissen werden. Dafür darfst du kein Weichei sein.

Wer jedes Mal im Fitnessstudio nur entspannt mit den 2 Kilo Hanteln arbeitet, wird langfristig zwar ein entspanntes Training haben, aber niemals so weit kommen wie jene Person, die alles gibt und schon nach kürzester Zeit mit den 15 Kilo Hanteln trainiert. Sobald das Training zu angenehm wird, muss man den inneren Schweinehund überwinden und es härter machen. 

Es ist die Beharrlichkeit, die Leistungssportler und Unternehmer verbindet!

Wer ein Unternehmen gründet, braucht Persistence, auf Deutsch Beharrlichkeit. Es geht darum, sich sein Ziel vor Augen halten zu können und auch weiter zu machen, wenn der schnelle Erfolg ausbleibt. 

Die Parallele zum Leistungssport wird schnell klar, niemand wird als Sportler geboren. Nur durch beharrliches Training und viele Misserfolge auf dem Weg wird am Ende der Erfolg geschaffen. 

Zu viele Menschen geben zu schnell auf, egal ob es um den Sport oder ein eigenes Unternehmen geht. Noch mehr Menschen reden zwar, aber fangen niemals an. Statt alle 2 Monate etwas Neues anzufangen, sollten wir das, was wir tun, beharrlich weiter führen.

Erfolg kommt nicht einfach über Nacht, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit. Jeder, der es wahrhaftig möchte, kann es schaffen. Glück alleine ist nicht der entscheidende Faktor. Es ist vielmehr wie beim Münzwurf: Du musst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Doch je häufiger du die Münze wirfst, desto wahrscheinlicher ist es zu gewinnen. 

Meine Tipps für Beharrlichkeit als Gründer und Leistungssportler

Ein Ziel immer weiter zu verfolgen, auch wenn der Erfolg nicht schnell kommt, das ist keine einfache Sache. Darum habe ich anbei ein paar Tipps für euch, die zumindest bei mir funktionieren. 

1. Motivierte Geschäftspartner/ Motivierte Trainingspartner 

Aus meiner Erfahrung ist der wichtigste Faktor im Leistungssport ein Trainingspartner. Wenn du alleine trainierst, lässt sich immer ein Grund finden, das Training auf „Morgen“ zu verschieben. Doch sobald ein Trainingspartner oder eine Trainingsgruppe auf einen wartet, sieht es völlig anders aus. 

Dieser Sachverhalt aus dem Leistungssport lässt sich auch auf das Unternehmen übertragen. Mit einem motivierten Geschäftspartner geht es eher voran als alleine. Schließlich lässt sich die Arbeit am eigenen Unternehmen in vielen Fällen ohne Probleme um einen Tag aufschieben. Sobald du nicht mehr alleine gründest, wird sich das ändern. 

2. Regelmäßige Arbeitstermine / Regelmäßiges Training 

Neben dem Trainingspartner braucht es feste Trainingstermine, die nur in absoluten Ausnahmen verlegt werden. Durch die festen Termine lernst du mehr und mehr Menschen im Training kennen und machst das Training zu Gewohnheit. So hältst du dir immer den Platz für das Training in der Woche frei und wirst stärker. 

Auch beim Gründen hilft es sehr, sich regelmäßig auszutauschen und über Dinge wie den Fortschritt zu reflektieren und die Aufgaben der kommenden Woche zu betrachten. Letztlich sind regelmäßige Arbeitstermine vor allem beim Aufbau von einem Sidehustle unglaublich wichtig. Nur so sind die entsprechenden Zeiten sicher blockiert, die ansonsten mit Freizeitaktivitäten konkurrieren. 

3. 120 % statt 80 % geben

Überschreite die Schmerzgrenze. Wenn du etwas tust, dann tu es mit 120 %, fokussiere dich vollständig darauf und gib alles. Es ist vielleicht einfacher, beim Training gemütlich zu reden und sich nur 80 % anzustrengen. Doch effektiv wird das Training, wenn man sich gegenseitig anfeuert und aus der Komfortzone gejagt wird. 

Ähnlich ist es auch beim Gründen. Weniger Reden und mehr machen ist angesagt. Es ist immer schön, sich gemütlich zu unterhalten. Am Ende des Tages muss aber die Arbeit gemacht werden und das mit 120 % um der Konkurrenz voraus zu sein. 

4. Strukturiert Arbeiten / Strukturiert Trainieren

Strukturen sind nicht nur bei der Regelmäßigkeit der Traingstermine entscheidend, sondern auch beim Training selber. Nur mit sinnvollen messbaren Strukturen lässt sich der Trainingserfolg nachhaltig steuern. Wer zum Beispiel gelegentlich gemütlich Bouldern geht, wird niemals so weit kommen wie jene Person, die regelmäßig 3-mal pro Woche eine strukturiere Bouldersession inklusive Training macht. 

Solche Strukturen helfen dabei, weniger über das anstehende nachzudenken und mehr zu schaffen. Auch die eigene Arbeit sollte solche Strukturen und Routinen aufweisen. Das erhöht die Beharrlichkeit. 

5. KISS: Keep it simple, stupid 

Je komplexer die Übungen werden, desto schwieriger ist die Ausführung und desto wahrscheinlicher ist es, die Beharrlichkeit zu verlieren. Halte darum deine Übungen einfach — für das Fitnessstudio bedeutet das zum Beispiel: Mache an allen Geräten nur die Standartübungen. 

Für die Betriebsstrukturen gilt dasselbe. Je komplexer die Strukturen, desto mehr kann letztlich schiefgehen und plötzlich hört man auf, beharrlich weiter zu arbeiten. Komplexere Strukturen machen auch Mitarbeiter potenziell schwerer ersetzbar und im Optimalfall sollte niemand unersetzlich sein. 

6. Halte dir vor Augen, wo du in 10 Jahren sein kannst – nicht wo du nach einem Monat bist. 

Die meisten Menschen unterschätzen, wo man in 10 Jahren sein kann und überschätzen, wo man nach 1 Monat oder einem Jahr ist. Um das zu verhindern, hilft es sich seine Ziele aufzuschreiben und zu visualisieren, so kann man heute schon fühlen, wie sich der Erfolg von morgen anfühlen wird. Das hilft dabei, beharrlich weiter zu arbeiten. 

Ein Beispiel hierfür sind Investments an der Börse. Du verzichtest auf eine Befriedigung durch Konsum im Hier und Jetzt und verschiebst diesen Konsum um einen Anlagehorrizont von mindestens 15 Jahre in die Zukunft. Um das durchzuhalten, musst du dir vor Augen halten, weshalb du das tust und dich drauf fokussieren wo dich dein Weg in Zukunft hinführen wird. 

Soweit von mir heute aus Heidelberg. Ich genieße jetzt noch das schöne Wetter und gehe gleich raus ins Boulderhaus zum Training.

Machst du Leistungssport und wie motivierst du dich dazu, beharrlich zu bleiben? 

Not-To-Do-Listen: 8 Gewohnheiten, ohne die du produktiver bist.

Vernachlässige niemals deinen Körper.

Mit einer Not-To-Do-Liste lässt sich die eigene Produktivität oft schneller steigern als mit einer To-Do-Liste.

Die Begründung ist einfach: All das, was du nicht tust, entscheidet darüber, was du letztlich tun kannst.

Mir sind diese zehn negativen Angewohnheiten aufgefallen, die man zugunsten einer höheren Produktivität abstellen sollte. Unter den einzelnen Punkten geht es um ihren Sinn und wie du sie persönlich im Alltag umsetzen kannst.

1. Versuche nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen

Hier eine Veranstaltung, dort ein Termin – wer viele Menschen kennt und unternehmerisch erfolgreich ist, der erhält zahlreiche Einladungen.

Aus meiner Erfahrung sind 4-5 konkurrierende Termine an einem Tag keine Seltenheit. Daraus die „richtige“ Auswahl zu treffen ist nicht immer einfach. Doch nur wenn du lernst „Nein“ zu sagen, hast du die Zeit, weitere Entscheidungen zu treffen und deinen Zielen zu folgen.

Aber welche Einladungen und Veranstaltungen sagt man ab und welche nicht?

Ich lasse mir bei solchen Entscheidungen durch übergeordnete Ziele helfen. Eines dieser Ziele ist zum Beispiel die körperliche Gesundheit. Sie besteht nicht nur aus einer gesunden Ernährung, sondern auch aus regelmäßigem Trainieren. Doch Trainieren benötigt Zeit und man kann es auch noch „morgen“ machen.

Aus meiner Sicht eben nicht. Ist ein Trainingstermin einmal ausgefallen, so lässt er sich nie wieder nachholen. Wenn nun Termine zu meinen regelmäßigen Trainings konkurrieren, so fällt die Wahl in der Regel auf das Training. Denn nur durch regelmäßigen Sport lässt sich die Gesundheit bewahren.

2. Konsumiere keine sozialen Medien (und kein TV)

Facebook, Instagram, Twitter und TikTok haben nur ein Ziel: Deine Aufmerksamkeit. Ihr Geschäftsmodell ist es, deine Aufmerksamkeit an Werbetreibende zu verkaufen. Je mehr Zeit du auf ihren Plattformen verbringt, desto mehr Werbung kannst du sehen (sogenannte Impressions) und desto mehr Geld verdienen die Plattformen an dir.

Das ist absolut legitim und von den Plattformen nicht verwerflich, aber möchtest du dein Leben wirklich vor dem Bildschirm verbringen? Möchtest du dir durch Werbetreibende suggerieren lassen, unglücklich zu sein und neue Produkte zu benötigen?

Ich nicht.

Eigentlich müsste ich dir raten, soziale Netzwerke von deinem Smartphone zu löschen, doch gibt es Gründe, die dagegen sprechen. Über soziale Medien erreichst du Menschen und genau dafür solltest du sie auch nutzen. Werde zum Content Greator und produziere aktiv Inhalte, statt stundenlang zu konsumieren.

3. Vermeide lange Telefonate um jeden Preis

Die meisten langen Telefonate bringen nichts, außer für die eigene Unterhaltung – im wahrsten Sinne des Wortes. Vermeide lange Telefonate in deiner Arbeitszeit, um Dinge effektiv und schnell zu erledigen. GTD (Getting Things Done) sollte das Ziel sein.

Sobald jemand im Businesskontext anruft und fragt: „Wie gehts?“, solltest du auf der Hut sein und rennen. Starte Gespräche lieber mit einem „Was gibts?“ oder einem „Ich habe nur 2 Minuten Zeit, aber wie kann ich dir helfen?“. Mit diesen Formulierungen kommst du zum Punkt GTP (Getting To the Point) und führst das Gespräch in eine produktive Richtung.

4. Mache dein Glück nicht von anderen abhängig

Manche Menschen tragen die Überzeugung in sich, dass dieses oder jenes passieren muss, damit sie glücklich sind. Sie machen sich vollständig von anderen Menschen abhängig.

Ein bekanntes Beispiel ist die Partnerwahl. Manche Männer denken, wenn sie nur eine Freundin hätten, wäre Ihr Leben aufregend und spannend – wer möchte mit solch einem Mann zusammen sein?

In Wirklichkeit ist es eher umgekehrt: Wenn du zuerst ein aufregendes und spannendes Leben führst, dann wollen dich Menschen in diesem Leben begleiten.

Ähnlich ist es auch in der Wirtschaft. Wage dich aus deinen Komfortzonen und nimm dein Leben selber in die Hand, statt dich in eine Abhängigkeit zu begeben und dein Glück von einer nächsten Beförderung oder Ähnlichem abhängig zu machen.

5. Versuche nicht alles dauerhaft im Blick zu behalten

Um im Leben voranzukommen, muss man auch mal die kleinen schlechten Dinge geschehen lassen. Das nicht zu tun ist vielleicht einer der größten Fehler, die man als frisch gebackener Unternehmer machen kann.

Vielleicht hast du gerade 5 Minuten Zeit, um die Nachrichten oder die E-Mails zu checken, aber hast du auch Zeit für die Konsequenzen? Sobald du in deine Inbox schaust, können dir potenzielle Probleme und Herausforderungen begegnen. Hast du die Zeit, sie zu lösen?

Vermutlich nicht und wenn, geht es zulasten der eigentlichen Ziele. Was sind die 20 % der Arbeit, welche langfristig 80 % der Resultate bringt? In unserer immer schnelllebigeren Welt bleiben solche Dinge, die wichtig, aber nicht dringend sind, häufig auf der Strecke. Wenn du den Blick vom Tagesgeschäft löst, hast du die Zeit und die Möglichkeit, diese Dinge anzugehen.

6. Mach es nicht allen Recht, sondern stehe zu deinen Überzeugungen

Es gibt nicht den einen Weg zum Erfolg, aber einer der einfachsten Wege zum Misserfolg ist es, allen alles recht zu machen. Dieses Prinzip gilt auf zahlreichen Ebenen.

Nutze das Paretoprinzip und mache eine 80/20 Analyse auf deinem Kundenstamm (im B2B Geschäft) oder auf deinen verkauften Produkten (im B2C Geschäft).

Welche 20 % des Kundenstamms, welche 20 % des Produktsortiments bringen 80 % der Gewinne? Denke darüber nach, dich von finanziell nicht rentablen Kunden und Produkten zu trennen. Häufig sorgt ein etwas schmaleres Sortiment, ein konzentrierter Kundenstamm für bessere Verkäufe mit weniger Stress und Aufwand.

Wenn du es nicht immer allen Leuten recht machst, wirst du mit mehr Gegenwind rechnen müssen, dafür kommst du aber auch schneller voran, sodass es ein recht natürlicher Fahrtwind ist. Fast alle erfolgreichen Personen haben in einem hohen Grad eine sogenannte „unagreeableness“, sie sind auf ihre Art und Weise kontrovers und nicht jeder mag ihnen zustimmen und nicht jedem wollen Sie es recht machen.

7. Arbeite nicht um der Arbeit wegen, setze dir Prioritäten

Vieles scheint dringend und wichtig zu sein. Doch in Wirklichkeit ist es das meiste nicht. Wenn du für jeden Tag deine wichtigste Aufgabe festlegst, welche in dem Feld „Wichtig aber nicht dringend“ sein sollte, wirst du gut vorankommen.

Im Gegenzug passieren auch mal Missgeschicke, wenn du die großen wichtigen Dinge erledigst. Doch dafür wirst du vorankommen. Eine der besten Antworten auf Überforderung liegt in der Definition des Wichtigen, was dein Leben grundlegend verändern kann. Eine der schlechtesten Antworten wäre mehr zu arbeiten, der Arbeit wegen.

8. Vernachlässige niemals deine Gesundheit und wichtige Beziehungen, denn die Arbeit kann diese Lücken nicht füllen

Weniger schlafen und weniger Sport treiben um mehr zu Arbeiten? Auf keinen Fall, denn Arbeit ist nicht alles im Leben. Plane dein Leben und verteidige es gegen die Arbeit. Blockiere dir echte Freiräume und echte Auszeiten, denn Arbeit kann nicht die Zeit mit deinen Liebsten ersetzen.

Genieße das Leben in vollen Zügen und nutze deine begrenzte Zeit auf diesem Planeten. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann konzentriere dich einfach mal darauf, nichts zu tun.

Welche anderen Verbote würdest du in deine Not-To-Do-Liste packen?

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