Was haben erfolgreiche Gründer gemeinsam? Leistungssport

Ca. 80 % aller Millionäre sind Unternehmer. Als erfolgreiche Gründer halten Sie beachtliche Anteile an Ihren Gesellschaften, die einen großen Teil von Ihrem Vermögen ausmachen. Doch was haben Sie noch gemeinsam, welche Persönlichkeitseigenschaft war es, die Ihnen zum Erfolg verholfen hat? 

Der Wissenschaftler Dr. Dr. Rainer Zitelmann hat sich genau dieser Frage in seiner Forschung gewidmet und kam zu einem erstaunlichen Resultat. Die meisten Gründer sind mit verschiedensten Geschäftsmodellen erfolgreich geworden, doch hatten eines gemeinsam: Leistungssport

Welche Persönlichkeitseigenschaft lässt sich daraus ableiten und wie lässt sie sich stärken? In diesem Beitrag gehe ich tiefer auf diese Eigenschaft ein und gebe euch 6 Tipps an die Hand, wie Ihr sie in eurem Leben fördern könnt.

Warum haben (fast) alle Millionäre eine Vergangenheit im Leistungssport?

Weshalb sind oder waren fast alle erfolgreichen Gründer Leistungssportler. Darüber lässt sich nur mutmaßen. So ist es beim Leistungssport wichtig, eine hohe Disziplin an den Tag zu legen und über Jahre hinweg 3-mal und mehr pro Woche zu trainieren. Beim Training muss für einen wahren Erfolg regelmäßig auch die Schmerzgrenze angerissen werden. Dafür darfst du kein Weichei sein.

Wer jedes Mal im Fitnessstudio nur entspannt mit den 2 Kilo Hanteln arbeitet, wird langfristig zwar ein entspanntes Training haben, aber niemals so weit kommen wie jene Person, die alles gibt und schon nach kürzester Zeit mit den 15 Kilo Hanteln trainiert. Sobald das Training zu angenehm wird, muss man den inneren Schweinehund überwinden und es härter machen. 

Es ist die Beharrlichkeit, die Leistungssportler und Unternehmer verbindet!

Wer ein Unternehmen gründet, braucht Persistence, auf Deutsch Beharrlichkeit. Es geht darum, sich sein Ziel vor Augen halten zu können und auch weiter zu machen, wenn der schnelle Erfolg ausbleibt. 

Die Parallele zum Leistungssport wird schnell klar, niemand wird als Sportler geboren. Nur durch beharrliches Training und viele Misserfolge auf dem Weg wird am Ende der Erfolg geschaffen. 

Zu viele Menschen geben zu schnell auf, egal ob es um den Sport oder ein eigenes Unternehmen geht. Noch mehr Menschen reden zwar, aber fangen niemals an. Statt alle 2 Monate etwas Neues anzufangen, sollten wir das, was wir tun, beharrlich weiter führen.

Erfolg kommt nicht einfach über Nacht, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit. Jeder, der es wahrhaftig möchte, kann es schaffen. Glück alleine ist nicht der entscheidende Faktor. Es ist vielmehr wie beim Münzwurf: Du musst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Doch je häufiger du die Münze wirfst, desto wahrscheinlicher ist es zu gewinnen. 

Meine Tipps für Beharrlichkeit als Gründer und Leistungssportler

Ein Ziel immer weiter zu verfolgen, auch wenn der Erfolg nicht schnell kommt, das ist keine einfache Sache. Darum habe ich anbei ein paar Tipps für euch, die zumindest bei mir funktionieren. 

1. Motivierte Geschäftspartner/ Motivierte Trainingspartner 

Aus meiner Erfahrung ist der wichtigste Faktor im Leistungssport ein Trainingspartner. Wenn du alleine trainierst, lässt sich immer ein Grund finden, das Training auf „Morgen“ zu verschieben. Doch sobald ein Trainingspartner oder eine Trainingsgruppe auf einen wartet, sieht es völlig anders aus. 

Dieser Sachverhalt aus dem Leistungssport lässt sich auch auf das Unternehmen übertragen. Mit einem motivierten Geschäftspartner geht es eher voran als alleine. Schließlich lässt sich die Arbeit am eigenen Unternehmen in vielen Fällen ohne Probleme um einen Tag aufschieben. Sobald du nicht mehr alleine gründest, wird sich das ändern. 

2. Regelmäßige Arbeitstermine / Regelmäßiges Training 

Neben dem Trainingspartner braucht es feste Trainingstermine, die nur in absoluten Ausnahmen verlegt werden. Durch die festen Termine lernst du mehr und mehr Menschen im Training kennen und machst das Training zu Gewohnheit. So hältst du dir immer den Platz für das Training in der Woche frei und wirst stärker. 

Auch beim Gründen hilft es sehr, sich regelmäßig auszutauschen und über Dinge wie den Fortschritt zu reflektieren und die Aufgaben der kommenden Woche zu betrachten. Letztlich sind regelmäßige Arbeitstermine vor allem beim Aufbau von einem Sidehustle unglaublich wichtig. Nur so sind die entsprechenden Zeiten sicher blockiert, die ansonsten mit Freizeitaktivitäten konkurrieren. 

3. 120 % statt 80 % geben

Überschreite die Schmerzgrenze. Wenn du etwas tust, dann tu es mit 120 %, fokussiere dich vollständig darauf und gib alles. Es ist vielleicht einfacher, beim Training gemütlich zu reden und sich nur 80 % anzustrengen. Doch effektiv wird das Training, wenn man sich gegenseitig anfeuert und aus der Komfortzone gejagt wird. 

Ähnlich ist es auch beim Gründen. Weniger Reden und mehr machen ist angesagt. Es ist immer schön, sich gemütlich zu unterhalten. Am Ende des Tages muss aber die Arbeit gemacht werden und das mit 120 % um der Konkurrenz voraus zu sein. 

4. Strukturiert Arbeiten / Strukturiert Trainieren

Strukturen sind nicht nur bei der Regelmäßigkeit der Traingstermine entscheidend, sondern auch beim Training selber. Nur mit sinnvollen messbaren Strukturen lässt sich der Trainingserfolg nachhaltig steuern. Wer zum Beispiel gelegentlich gemütlich Bouldern geht, wird niemals so weit kommen wie jene Person, die regelmäßig 3-mal pro Woche eine strukturiere Bouldersession inklusive Training macht. 

Solche Strukturen helfen dabei, weniger über das anstehende nachzudenken und mehr zu schaffen. Auch die eigene Arbeit sollte solche Strukturen und Routinen aufweisen. Das erhöht die Beharrlichkeit. 

5. KISS: Keep it simple, stupid 

Je komplexer die Übungen werden, desto schwieriger ist die Ausführung und desto wahrscheinlicher ist es, die Beharrlichkeit zu verlieren. Halte darum deine Übungen einfach — für das Fitnessstudio bedeutet das zum Beispiel: Mache an allen Geräten nur die Standartübungen. 

Für die Betriebsstrukturen gilt dasselbe. Je komplexer die Strukturen, desto mehr kann letztlich schiefgehen und plötzlich hört man auf, beharrlich weiter zu arbeiten. Komplexere Strukturen machen auch Mitarbeiter potenziell schwerer ersetzbar und im Optimalfall sollte niemand unersetzlich sein. 

6. Halte dir vor Augen, wo du in 10 Jahren sein kannst – nicht wo du nach einem Monat bist. 

Die meisten Menschen unterschätzen, wo man in 10 Jahren sein kann und überschätzen, wo man nach 1 Monat oder einem Jahr ist. Um das zu verhindern, hilft es sich seine Ziele aufzuschreiben und zu visualisieren, so kann man heute schon fühlen, wie sich der Erfolg von morgen anfühlen wird. Das hilft dabei, beharrlich weiter zu arbeiten. 

Ein Beispiel hierfür sind Investments an der Börse. Du verzichtest auf eine Befriedigung durch Konsum im Hier und Jetzt und verschiebst diesen Konsum um einen Anlagehorrizont von mindestens 15 Jahre in die Zukunft. Um das durchzuhalten, musst du dir vor Augen halten, weshalb du das tust und dich drauf fokussieren wo dich dein Weg in Zukunft hinführen wird. 

Soweit von mir heute aus Heidelberg. Ich genieße jetzt noch das schöne Wetter und gehe gleich raus ins Boulderhaus zum Training.

Machst du Leistungssport und wie motivierst du dich dazu, beharrlich zu bleiben? 

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