Die 4-Stunden-Woche Realität: Wenn das Traumleben Alltag wird

Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.

Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.

Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.

Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.

Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.

Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5

Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?

Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.

„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage

Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“

Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.

Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.

Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.

Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.

Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.

Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.

Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.

Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.

Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben

Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.

Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.

Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?

Needing less makes you more powerful…

Mitten in der Nacht wabert dieser Satz durch meine Gedanken. Er besucht mich nicht zum ersten Mal.

Viel mehr ist er ein treuer Gast, wie eine sanfte Melodie, die nicht laut ist, aber dennoch hängen bleibt. „Needing less makes you more powerful.“

Er steht im Widerspruch zu so vielen Verlangen nach materiellem Besitz. Im Widerspruch zu einem schnellen Auto, einer teuren Uhr oder einem Haus mit Garten und Pool.

All diese Dinge leuchten hell in Werbung, Instagram-Feeds und so manchen Gesprächen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nie mit dem Gedanken spielen würde. Aber…

Was bleibt sind die Gedanken. 

Alles, was man nicht hat, darum muss man sich nicht kümmern. Alles, was man nicht möchte, das muss man nicht kaufen. Wenn man weniger Geld ausgibt, muss weniger Geld verdient werden.

Diese Gedanken sind nicht neu und die Renaissance des Minimalismus im Internet ist auch schon lange vorbei. Trotzdem oder deswegen fühlen sie sich aktueller an denn je.

Letztlich auch der Gedanke: Nur wer nichts besitzt, dem kann man nichts nehmen. Ist es eine Drohung oder ein Versprechen?

Von Konsum und Angst zur Freiheit

Ich frage mich oft: Habe ich Angst zu verlieren? Angst, alles zu verlieren? Aber was, wenn ich nichts zu verlieren habe – oder zumindest weniger?

Vielleicht ist es auch das, was eigentliche Freiheit bedeutet: Nicht alles zu besitzen, nicht alles zu brauchen, stattdessen die Freiheit zu haben Risiken einzugehen und sich jenseits vom Konsum jeden Tag neu zu erfinden.

So liegt die Macht nicht im materiellen Besitz, sondern in der Unabhängigkeit davon. Was auch immer passiert, die Dinge auf ihren Lauf zu schicken.

Um es mit Marc Forsters Worten zu sagen: „Egal was kommt, es wird gut, sowieso.“ (Lied verlinkt)

Aber jetzt gehts auch noch schlafen,

Bis bald, Fabian

PS: Das Zitat stammt wohl aus Kung Fu Panda 3. Na sowas 😉

Nimm dir Zeit zum Denken

„Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen.“ – John D. Rockefeller.

Gerade sitze ich im Zug, zurück von den Pfälzer Bergen nach Heidelberg. Wir waren klettern und genossen Luft und Freiheit unter unseren Füßen. Der erste Pfifferling diesen Jahres wurde auch gefunden.

Nun habe ich etwas Zeit, zurückzudenken.

In den letzten Wochen habe ich immer wieder in der „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferriss gelesen. Ein Buch, das mich wie kein anderes auf meiner unternehmerischen Reise bisher begleitet hat.

Dieses Mal habe ich vor allem den Gedanken der zwei wirklich wichtigen Aufgaben am Tag übernommen. Die Idee ist eigentlich total einfach: Welche Aufgabe würde dich zufriedenstellen, wenn sie die einzige Aufgabe wäre, die du an diesem Tag erledigst?

Wähle maximal zwei solcher Aufgaben am Tag und stelle sicher, dass du sie am Stück ohne Ablenkungen abarbeitest. Danach kannst du nach Hause gehen.

Nimm dir den Montag und/oder Freitag einfach frei und komme ansonsten spät oder gehe einfach früh nach Hause.

Eine Verkürzung der Arbeitszeit sorgt dafür, dass die Aufgaben eher auf das Wesentliche reduziert werden. Oft brauchen Aufgaben nämlich genau so lange, wie man Zeit dafür hat.

Genau das habe ich gemacht, und dabei ist mir eine Sache aufgefallen: Auf einmal hatte ich Zeit zum Denken. Wer immer nur arbeitet, hat keine Zeit, wirklich nachzudenken.

Viele Gedanken entstehen in und mit der Zeit.

Klar steht es außer Frage: Wir müssen die wirklich wichtige Arbeit, vor der wir uns drücken, aber von der wir wissen, dass sie wichtig ist, erledigen.

Aber wie oft machen wir das Unwichtige, um das Wichtige, aber Unangenehme aufzuschieben?

Liebe Grüße, Fabian

Die Macht der Einfachheit: Ein minimalistischer Ansatz zu einem erfüllteren Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Café in Heidelberg. Draußen ist es trüb, es ist Montag, und ich denke an das Wochenende zurück.

Ein erstes Frühlingswochenende, das ich im Wald verbracht habe. Während ich im Wald war, musste ich immer wieder an einen Satz denken, der mich jetzt schon etwas länger begleitet und über den ich schon häufiger nachgedacht habe: „Needing less makes you more powerful.“

Was braucht man wirklich im Leben, und was macht es mit uns, wenn wir weniger brauchen? Warum kann uns weniger stärker machen, und welche Macht hat die Einfachheit? Darum soll es in diesem Beitrag heute gehen, und den Anfang macht eine Frage.

Wie würde dein Leben aussehen, wenn du nicht Arbeiten müsstest?

Ich stelle mir gerne folgende Frage: Wenn ich all mein Geld, das ich zum Leben brauche, einfach so bekommen würde – was würde ich tun? Ganz offen und ohne Einschränkungen. Wie würde mein Leben, wie würde dein Leben aussehen? Was würdest du tun?

Denk einfach darüber nach: Was würdest du den Tag über machen? Was hättest du für Ziele? Woher käme deine Zufriedenheit? Schreib es dir gerne in Stichpunkten auf.

Jetzt gehst du jeden deiner Punkte Schritt für Schritt durch. Welche davon könntest du heute schon realisieren? Welche davon erscheinen unerreichbar? Welche Schritte müsstest du gehen, um diese Punkte umzusetzen?

Viele dieser Punkte könntest du wahrscheinlich schon heute realisieren – zumindest bei mir ist es so. Vor allem Vorstellungen, die weniger materialistisch sind, lassen sich in vielen Fällen eigentlich angehen.

Aber warum setzen wir sie so oft nicht um? Fehlt es uns „nur“ an Mut, oder ist es die Angst vor Discomfort – diesem unangenehmen Unbehagen?

Schreibt gerne eure Listen in die Kommentare; ich bin gespannt, wie eure Leben aussehen würden.

Welche Macht hat die Einfachheit?

Ich merke, dass weniger Dinge in meinem Leben zu mehr Freiraum führen. Vor allem das Eliminieren von Verpflichtungen, das Delegieren und Outsourcen von wiederkehrenden Aufgaben helfen dabei, mehr Freiheiten zu genießen. Diese Freiräume nutze ich zum Nachdenken und Leben.

Weniger Verpflichtungen und wiederkehrende Aufgaben sorgen auch für eine größere Autonomie. Je weniger ich brauche, desto unabhängiger bin ich von äußeren Umständen und kann Entscheidungen dementsprechend freier treffen.

Ein ganz konkretes Beispiel ist das Unternehmertum. Ein Mensch, der viele Verpflichtungen und Ausgaben in seinem Leben hat, wird es viel schwerer haben, sich selbstständig zu machen. Er braucht viel mehr zum Leben als jemand, der ein einfaches Leben führt und letztlich kaum etwas braucht.

Weniger zu brauchen gibt dir die Möglichkeit, bei der Unternehmensgründung größere Risiken einzugehen und macht dich stärker im Vergleich zu einer Person, die schon viele Ressourcen für ihren hohen Lifestyle benötigt.

Mein Fazit

Ich glaube, dass das Streben nach weniger paradoxerweise der Schlüssel zu einem reicheren Leben sein könnte. Weniger Bedürfnisse sorgen für mehr Sicherheit, mehr Freiheit und wohl letztlich auch mehr Zufriedenheit. Du brauchst kein Rennen zu gewinnen, zu dem du dich nicht angemeldet hast.

Es gibt so viel zu entdecken da draußen, wenn du die Zeit und die Freiheit hast, rauszugehen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Wenn du wenig brauchst, hast du diese Freiheit, und da schließt sich der Kreis wieder.

Statt das zu tun, was andere von dir erwarten, und in diesen Erwartungen zu leben, kannst du den Mut haben, das Leben nach deinen Bedingungen zu gestalten und einen anderen Weg zu gehen.

Also: Hab den Mut, deinen Weg zu gehen.

Grüße, euer Fabian

Warum Du Entschleunigungs-Phasen im Leben brauchst

Heute ist Montag. Mit einem Kaffe am Tisch schreibe ich gerade an diesem Beitrag, der die neue Woche einleitet. Montags klappt das meistens am besten, aber warum – Was ist der Unterschied zwischen der Kreativität am Freitag und jener am Montag?

Genau darum geht es in diesem Beitrag. Ich zeige dir, welche Wirkung Ruhezeiten in deinem Leben haben. Ein Phänomen, das beim Training am deutlichsten wird.

Stell dir zwei Athleten vor, die in drei Wochen einen Wettkampf haben. Während der erste Athlet in den kommenden 3 Wochen jeden Tag so hart wie möglich trainiert, um sich optimal auf den Wettkampf vorzubereiten – geht der zweite Athlet einen anderen Weg.

Die ersten anderthalb Wochen trainiert er jeden Tag mit dem ersten Athleten, doch dann hört er plötzlich auf. Er hört einfach auf zu trainieren. Der erste Athlet wundert sich und gibt sich siegesgewiss. Ich trainiere mehr, ich trainiere doppelt so lange – natürlich werde ich gewinnen.

Doch dann kam der Tag des Wettkampfs … Du weißt vermutlich schon, wie es ausgeht, du hast eine Vermutung: Während der erste Athlet durch die drei Wochen des intensiven Trainings erschöpft ist, kommt der zweite Athlet erholt zum Wettkampf, gibt alles und kann nicht anders als zu gewinnen.

Der erste Athlet hat härter trainiert, er hat mehr gegeben und trotzdem, trotz allem hat er verloren. Wie kann das sein und was können wir daraus lernen?

Der Name des Phänomens

Das Kind hat einen Namen: Deloading. Unter Deloading versteht man eine geplante Reduzierung vom Trainingsvolumen, von der Intensität bis hin zur vollständigen geplanten Ruhe.

Sportler nutzen Deloading nicht als Ausrede für eine Pausenwoche, sondern als Werkzeug, um wieder fit für neue Rekorde zu sein und das Verletzungsrisiko zum Beispiel von Übertraining zu reduzieren.

Aber was hat das mit dem Geschäft zu tun?

Wir nähern uns der Antwort auf unsere Eingangsfrage: Was ist der Unterschied zwischen der Kreativität am Freitag oder Samstag und jener am Montag?

„Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“ – Genesis 2.3

Es ist der Ruhetag. Gestern war Sonntag, ein Tag der Entschleunigung. Wie bei dem Athleten, der kurz vor dem Wettkampf pausiert, mache ich vor der neuen Woche eine Pause.

Diese Pause, dieses Deloading, sorgt dafür den Raum für neue Kreativität, neue Schaffenskraft zu geben.

Ich denke mir mittlerweile, wenn selbst Gott am siebten Tage ruhte, sollte ich es zumindest versuchen. Dann sollte ich es zumindest versuchen, versuchen zu ruhen.

Mit Prioritäten gegen FOMO

Wir haben Mitte November und seit meinem letzten Beitrag sind nun wieder über vier Wochen vergangen. Ein Monat voller Herausforderungen und persönlichem Wachstum liegt hinter mir. Die Welt ist kurzweiliger als jemals zu vor und alles schreit nach Aufmerksamkeit und Zeit. In diesem Beitrag gebe ich euch meine neue Strategie gegen die berüchtigte „Fear of missing out“ (Kurz: FOMO) mit auf den Weg.

Was ist FOMO („Fear of missing out“) ?

Kurz: FOMO beschreibt die Angst vor dem verpassen spannender Events.

Erinnerst du dich an einen Moment in deinem Leben, wo du viel zu viele Einladungen erhalten hast? Mir kommt das sehr bekannt vor. Statt Prioritäten zu setzen bin ich früher von einer Veranstaltung zur anderen gehetzt um ja nichts zu verpassen. Doch in einer Welt voller Optionen führt dieser Weg nicht ins Glück.

Setze dir Prioritäten im Leben

Vor ca. vier Wochen wurde mir das besonders bewusst. „Fabian, du springst nur noch von einem Event zum anderen, bist immer am arbeiten.“ – solche Worte haben Konsequenzen. Ich habe Prioritäten als Struktur gegen die FOMO entdeckt. Setze dir Prioritäten in unterschiedlichen Bereichen deines Lebens und wähle maximal drei Bereiche.

Ein Beispiel ist bei mir der Bereich Gesundheit. Hier setze ich eine Priorität auf mein Training. In der Konsequenz verpflichte ich mich regelmäßig an drei Tagen in der Woche, ins Boulderhaus Heidelberg trainieren zu gehen. An diesen drei Tagen hat das Training Priorität und alle anderen Veranstaltungen haben sich dem unter zu Ordnen.

Ich habe dann nicht mehr die Frage wie ich z. B. an Halloween auf 2-3 Partys gleichzeitig bin, sondern ich bin an diesem Tag wie sonst auch trainieren und genau darauf darf ich stolz sein. Genau dieser Stolz, diese Freude ist es, welcher die „Fear of missing out“ fern hält. Schließlich habe ich die beste Wahl gemäß meiner Prioritäten getroffen.

Hast du Prioritäten in deinem Leben und wie gehst du mit FOMO um? Schreib es in die Kommentare, ich freue mich drauf von dir zu lernen.

Das Pareto Prinzip oder wie du mit 20 % deiner Zeit 80 % deiner Aufgaben erledigst

Schon vor einiger Zeit bin ich in mehreren Büchern (Tim Ferriss, Richard Branson…) auf das Pareto Prinzip gestoßen, häufig auch als 80-20-Regel bezeichnet. Es besagt, dass mit nur 20 % Einsatz ganze 80 % vom Ergebnis erreicht werden.

Was es mit dieser verrückt klingenden These auf sich hat und welche Risiken damit verbunden sind, darum geht es in diesem Beitrag.

Kenne die Regeln: Das 80/20-Prinzip

Woher kommt das Pareto Prinzip?

Das Pareto Prinzip ist eine aus Beobachtungen entstandene Annahme. Erstmalig beschrieben wurde es durch den Italiener Vilfredo Pareto im Jahr 1906, welcher die Verteilung der italienischen Vermögen untersuchte. Dabei stellte er fest, dass 80 % des Kapitals in den Händen von 20 % der Familien konzentriert war.

Pareto schlug daher vor, dass sich Banken nur noch um diese 20 % der Bevölkerung kümmern sollten, um Ihre Profitabilität zu erhöhen. Das kam bei den übrigen 80 % der Bevölkerung allerdings nicht so gut an. 😛

Was besagt das Pareto Prinzip?

Das Pareto Prinzip, auch 80/20-Regel genannt, besagt das 20 % vom Einsatz für 80 % vom Ergebnis verantwortlich sind. Mittlerweile wurde das Prinzip aus der Vermögensverteilung auch in zahlreiche andere Bereiche übertragen:

  • B2B Vertrieb: 20 % der Kunden sind für 80 % des Umsatz verantwortlich
  • Produktivität: 20 % der Anstrengung reichen für 80 % der Arbeitserfüllung
  • Verkehr: 20 % der Straßen tragen 80 % des Verkehrsaufkommens
  • Internet: 20 % aller Websites erhalten 80 % aller Aufrufe
  • und so weiter…

Wer das Pareto Prinzip versteht und für sich einsetzt, kann enorme Kosten einsparen und gleichzeitig die Produktivität bei sinkender Arbeitszeit steigern.

Wie verwendet man das Pareto Prinzip?

Wenn du das Pareto Prinzip auf einen Sachverhalt anwenden möchtest, solltest du im ersten Schritt überprüfen, ob das Prinzip für deinen spezifischen Sachverhalt stimmt.

Nehmen wir das Beispiel Zeitmanagement. Für diesen Anwendungsfall können wir annehmen, dass wir in 20 % der Zeit 80 % vom Ergebnis erreichen können. Damit das funktioniert, müssen diese 3 Schritte erfolgen:

Identifizieren der relevanten Aufgaben

Welche Aufgaben sind wichtig und dringend? Welche Aufgaben sind wichtig, aber nicht dringend? Achte darauf, auch wichtige Aufgaben anzugehen, die nicht dringend sind, aber den größten Einfluss auf dein Leben haben können.

Wenn du die relevante Aufgabe definiert hast geht es an den nächsten Schritt.

Konzentriert Arbeiten

Das konzentrierte Arbeiten in beschränkter Zeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Du wirst immer so lange benötigen, wie du Zeit hast. Reduziere deine Zeit und deine Ressourcen auf 20 % und arbeite konzentriert. Du wirst vermutlich keine 100 % der Aufgabe erledigen, aber nah rankommen.

Beschränkte Ressourcen akzeptieren

Akzeptiere darum, dass du nur 80 % anstrebst und gehe geschickt mit der knappen vorhandenen Zeit um, damit du das beste Resultat erzielst.

Welche Risiken hat das Pareto Prinzip?

Richtig angewendet liegt das größte Risiko des Pareto Prinzips darin, Aufgaben nicht zu erfüllen, welche aus übergeordneten Gründen erfüllt werden müssen.

Dieser Fehler zieht sich schon seit der ersten Schlussfolgerung von Pareto durch die Geschichte. Wenn sich Banken nur auf 20 % aller Kunden fokussieren und den restlichen 80 % die Dienstleistungen verwehrt, dann wird es unweigerlich zu Unruhen in der Bevölkerung kommen.

Die Produktivität lässt sich durch das Pareto Prinzip und eine weitere Optimierung nur begrenzt erhöhen. Studien haben gezeigt, dass mit wachsendem Stress die Produktivität zunächst steigt und dann schlagartig absinkt. Ab diesem Zeitpunkt bringt ein Mehr an Arbeit keinen Fortschritt, sondern nur einen schnelleren Abfall der Produktivität.

Wo verwendet Ihr das Pareto Prinzip?

Not-To-Do-Listen: 8 Gewohnheiten, ohne die du produktiver bist.

Vernachlässige niemals deinen Körper.

Mit einer Not-To-Do-Liste lässt sich die eigene Produktivität oft schneller steigern als mit einer To-Do-Liste.

Die Begründung ist einfach: All das, was du nicht tust, entscheidet darüber, was du letztlich tun kannst.

Mir sind diese zehn negativen Angewohnheiten aufgefallen, die man zugunsten einer höheren Produktivität abstellen sollte. Unter den einzelnen Punkten geht es um ihren Sinn und wie du sie persönlich im Alltag umsetzen kannst.

1. Versuche nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen

Hier eine Veranstaltung, dort ein Termin – wer viele Menschen kennt und unternehmerisch erfolgreich ist, der erhält zahlreiche Einladungen.

Aus meiner Erfahrung sind 4-5 konkurrierende Termine an einem Tag keine Seltenheit. Daraus die „richtige“ Auswahl zu treffen ist nicht immer einfach. Doch nur wenn du lernst „Nein“ zu sagen, hast du die Zeit, weitere Entscheidungen zu treffen und deinen Zielen zu folgen.

Aber welche Einladungen und Veranstaltungen sagt man ab und welche nicht?

Ich lasse mir bei solchen Entscheidungen durch übergeordnete Ziele helfen. Eines dieser Ziele ist zum Beispiel die körperliche Gesundheit. Sie besteht nicht nur aus einer gesunden Ernährung, sondern auch aus regelmäßigem Trainieren. Doch Trainieren benötigt Zeit und man kann es auch noch „morgen“ machen.

Aus meiner Sicht eben nicht. Ist ein Trainingstermin einmal ausgefallen, so lässt er sich nie wieder nachholen. Wenn nun Termine zu meinen regelmäßigen Trainings konkurrieren, so fällt die Wahl in der Regel auf das Training. Denn nur durch regelmäßigen Sport lässt sich die Gesundheit bewahren.

2. Konsumiere keine sozialen Medien (und kein TV)

Facebook, Instagram, Twitter und TikTok haben nur ein Ziel: Deine Aufmerksamkeit. Ihr Geschäftsmodell ist es, deine Aufmerksamkeit an Werbetreibende zu verkaufen. Je mehr Zeit du auf ihren Plattformen verbringt, desto mehr Werbung kannst du sehen (sogenannte Impressions) und desto mehr Geld verdienen die Plattformen an dir.

Das ist absolut legitim und von den Plattformen nicht verwerflich, aber möchtest du dein Leben wirklich vor dem Bildschirm verbringen? Möchtest du dir durch Werbetreibende suggerieren lassen, unglücklich zu sein und neue Produkte zu benötigen?

Ich nicht.

Eigentlich müsste ich dir raten, soziale Netzwerke von deinem Smartphone zu löschen, doch gibt es Gründe, die dagegen sprechen. Über soziale Medien erreichst du Menschen und genau dafür solltest du sie auch nutzen. Werde zum Content Greator und produziere aktiv Inhalte, statt stundenlang zu konsumieren.

3. Vermeide lange Telefonate um jeden Preis

Die meisten langen Telefonate bringen nichts, außer für die eigene Unterhaltung – im wahrsten Sinne des Wortes. Vermeide lange Telefonate in deiner Arbeitszeit, um Dinge effektiv und schnell zu erledigen. GTD (Getting Things Done) sollte das Ziel sein.

Sobald jemand im Businesskontext anruft und fragt: „Wie gehts?“, solltest du auf der Hut sein und rennen. Starte Gespräche lieber mit einem „Was gibts?“ oder einem „Ich habe nur 2 Minuten Zeit, aber wie kann ich dir helfen?“. Mit diesen Formulierungen kommst du zum Punkt GTP (Getting To the Point) und führst das Gespräch in eine produktive Richtung.

4. Mache dein Glück nicht von anderen abhängig

Manche Menschen tragen die Überzeugung in sich, dass dieses oder jenes passieren muss, damit sie glücklich sind. Sie machen sich vollständig von anderen Menschen abhängig.

Ein bekanntes Beispiel ist die Partnerwahl. Manche Männer denken, wenn sie nur eine Freundin hätten, wäre Ihr Leben aufregend und spannend – wer möchte mit solch einem Mann zusammen sein?

In Wirklichkeit ist es eher umgekehrt: Wenn du zuerst ein aufregendes und spannendes Leben führst, dann wollen dich Menschen in diesem Leben begleiten.

Ähnlich ist es auch in der Wirtschaft. Wage dich aus deinen Komfortzonen und nimm dein Leben selber in die Hand, statt dich in eine Abhängigkeit zu begeben und dein Glück von einer nächsten Beförderung oder Ähnlichem abhängig zu machen.

5. Versuche nicht alles dauerhaft im Blick zu behalten

Um im Leben voranzukommen, muss man auch mal die kleinen schlechten Dinge geschehen lassen. Das nicht zu tun ist vielleicht einer der größten Fehler, die man als frisch gebackener Unternehmer machen kann.

Vielleicht hast du gerade 5 Minuten Zeit, um die Nachrichten oder die E-Mails zu checken, aber hast du auch Zeit für die Konsequenzen? Sobald du in deine Inbox schaust, können dir potenzielle Probleme und Herausforderungen begegnen. Hast du die Zeit, sie zu lösen?

Vermutlich nicht und wenn, geht es zulasten der eigentlichen Ziele. Was sind die 20 % der Arbeit, welche langfristig 80 % der Resultate bringt? In unserer immer schnelllebigeren Welt bleiben solche Dinge, die wichtig, aber nicht dringend sind, häufig auf der Strecke. Wenn du den Blick vom Tagesgeschäft löst, hast du die Zeit und die Möglichkeit, diese Dinge anzugehen.

6. Mach es nicht allen Recht, sondern stehe zu deinen Überzeugungen

Es gibt nicht den einen Weg zum Erfolg, aber einer der einfachsten Wege zum Misserfolg ist es, allen alles recht zu machen. Dieses Prinzip gilt auf zahlreichen Ebenen.

Nutze das Paretoprinzip und mache eine 80/20 Analyse auf deinem Kundenstamm (im B2B Geschäft) oder auf deinen verkauften Produkten (im B2C Geschäft).

Welche 20 % des Kundenstamms, welche 20 % des Produktsortiments bringen 80 % der Gewinne? Denke darüber nach, dich von finanziell nicht rentablen Kunden und Produkten zu trennen. Häufig sorgt ein etwas schmaleres Sortiment, ein konzentrierter Kundenstamm für bessere Verkäufe mit weniger Stress und Aufwand.

Wenn du es nicht immer allen Leuten recht machst, wirst du mit mehr Gegenwind rechnen müssen, dafür kommst du aber auch schneller voran, sodass es ein recht natürlicher Fahrtwind ist. Fast alle erfolgreichen Personen haben in einem hohen Grad eine sogenannte „unagreeableness“, sie sind auf ihre Art und Weise kontrovers und nicht jeder mag ihnen zustimmen und nicht jedem wollen Sie es recht machen.

7. Arbeite nicht um der Arbeit wegen, setze dir Prioritäten

Vieles scheint dringend und wichtig zu sein. Doch in Wirklichkeit ist es das meiste nicht. Wenn du für jeden Tag deine wichtigste Aufgabe festlegst, welche in dem Feld „Wichtig aber nicht dringend“ sein sollte, wirst du gut vorankommen.

Im Gegenzug passieren auch mal Missgeschicke, wenn du die großen wichtigen Dinge erledigst. Doch dafür wirst du vorankommen. Eine der besten Antworten auf Überforderung liegt in der Definition des Wichtigen, was dein Leben grundlegend verändern kann. Eine der schlechtesten Antworten wäre mehr zu arbeiten, der Arbeit wegen.

8. Vernachlässige niemals deine Gesundheit und wichtige Beziehungen, denn die Arbeit kann diese Lücken nicht füllen

Weniger schlafen und weniger Sport treiben um mehr zu Arbeiten? Auf keinen Fall, denn Arbeit ist nicht alles im Leben. Plane dein Leben und verteidige es gegen die Arbeit. Blockiere dir echte Freiräume und echte Auszeiten, denn Arbeit kann nicht die Zeit mit deinen Liebsten ersetzen.

Genieße das Leben in vollen Zügen und nutze deine begrenzte Zeit auf diesem Planeten. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann konzentriere dich einfach mal darauf, nichts zu tun.

Welche anderen Verbote würdest du in deine Not-To-Do-Liste packen?

Minimalismus: Der Hack für den Abwasch

Wenn du schon mal in einer Wohnung ohne Spülmaschine gelebt hast, wirst du das Problem kennen: Der Abwasch macht sich nicht von alleine. So sammelt sich über den Tag … oder die Woche(n) … immer mehr und mehr Geschirr in der Küche.

Als Folge musst du dir für den Abwasch immer mehr Zeit nehmen, was den Abwasch aber gleichzeitig immer unwahrscheinlicher macht. Diese Spirale endet so manches Mal erst, sobald auch der letzte Teller, der letzte Topf und der letzte Löffel schmutzig ist.

Wenn alle anderen Optionen verbaut sind und der nächste Hunger kommt, führt kein Weg mehr am Abwasch vorbei. Doch dieser Weg des Abwasches wird kein Leichter sein, denn der Abwasch ist schwer.

Hartnäckig halten sich eingetrocknete Essensreste am Geschirr und selbst mit langem Einweichen geht es nur mühselig voran. Eines Tages dachte ich mir: Da muss es doch eine Lösung geben?! (- abseits von einem Abwasch direkt nach dem Essen).

Vielleicht hilft ein geringerer Geschirrverbrauch…

Mein erster Gedankengang lief ungefähr folgendermaßen ab: Mm … vielleicht sollte ich weniger Geschirr beim Essen verwenden, dann muss ich weniger abwaschen. Das erste Samenkorn war gepflanzt und ich habe angefangen, die Nudelpfanne aus der Pfanne und die Tortellini aus dem Topf zu essen. 

Nur gelöst hat es nichts. Denn das Vorgehen hatte einen Haken: Jetzt stand der Abwasch länger in der Küche, schließlich hatte das vorhandene Geschirr länger gehalten. Das war nicht wirklich das gewünschte Resultat. Nun hatten die Essensreste noch mehr Zeit, um schön tief einzutrocknen. Also habe ich weiter drüber nachgedacht … und da kam mir des Problems Lösung.

Minimalismus in der Küche

Statt bei der Verwendung vom Geschirr zu sparen, sollte ich einfach die Anzahl des vorhandenen Geschirrs reduzieren. Der Gedankengang ist einfach: Wer nur 2 Teller, 2 Set Besteck, 2 Bettchen, 1 Topf und eine Pfanne hat, der ist nicht in der Lage, einen Berg von Geschirr in der Küche zu sammeln. 

Die Küche und der Hunger wirken disziplinierend. Denn nach nur 1-2 Mahlzeiten ist Schluss und es muss abgewaschen werden. Wie man dann hungrig in die Küche geht und feststellt, dass es kein Geschirr mehr hat, kommt der zweite Vorteil zum Tragen.

Der Abwasch geht leicht von der Hand. Für 2 Sets Geschirr braucht es einfach nicht lange und wenn die Essensreste nicht eingetrocknet sind, geht es gleich noch deutlich besser. Dieser schnelle und einfache Abwasch ist gemütlich vor dem nächsten Essen zu machen, schließlich hat man Hunger und keine andere Wahl.

Aber was, wenn Freunde zum Essen kommen? 

Ich habe gerne Gäste zu Besuch und du vielleicht auch. Da wird es mit 2 paaren Besteck natürlich schnell mal etwas enger. Aber deswegen auf die soziale Komponente im Leben zu verzichten macht natürlich auch keinen Sinn. Über die Zeit haben sich bei mir zwei valide Optionen herauskristallisiert.

a) Das Geschirr aus dem Keller 

Niemand sagt, das man sein Geschirr wegschmeißen, verkaufen oder verschenken muss. Stattdessen kann man auch einfach eine Kiste mit Tellern und Besteck in den Keller stellen. Wenn ein größerer Besuch kommt, holt man sie schnell hoch und kann jeden herzlich ausstatten. 

b) Das Geschirr von Gästen

Wer keinen Keller hat oder größere etwas Feiern veranstaltet, der stößt schnell an seine Grenzen. Dabei ist die Lösung recht einfach. Wenn die Gäste auf der Gartenparty eh schon einen Salat oder Grillgut mitbringen, dann können sie auch noch ihr Geschirr mitbringen.

Dieser Weg hat einen netten Vorteil: Der Abwasch fällt beinahe vollständig aus. Jeder hat ja seine eigene Ausstattung dabei und will sie auch wieder mitnehmen. Hin und wieder bleibt natürlich auch etwas liegen. Aber die Zeit hat gezeigt, wenn jeder an seinen eigenen Abwasch denkt, ist an alle gedacht. 

Das Spülmaschinenparadoxon

Wer eine Spülmaschine besitzt und sie verwendet, für den macht der Minimalismus in der Küche nicht unbedingt Sinn. Schließlich möchte man auf andere Parameter optimieren:

  • Die Spülmaschine sollte, wenn Sie läuft, möglichst voll laufen.
  • Die Spülmaschine sollte möglichst selten laufen, aber dennoch mindestens 1 Mal in der Woche.

Je voller die Spülmaschine, desto geringer der Aufwand und die Wasser und Energiekosten pro Geschirrstück. Je seltener die Spülmaschine läuft, desto seltener muss man sie ausräumen und hat den Aufwand des Starts von einem Waschvorgang. Allerdings ist diese Zeit – ich spreche aus Erfahrung – auf ca. eine Woche begrenzt, danach gammelt es in der Spülmaschine zu sehr.

Zur Erfüllung dieser beiden Parameter braucht es deutlich mehr Geschirr als zwei Sets. Im Ergebnis hat man aber auch weniger Aufwand und Kosten als mit dem gleichzeitigen Minimalismus in der Küche.

Fazit: Mit dem Minimalismus in der Küche kannst auch du dein Abwaschproblem lösen – wenn du es hast … 

Natürlich sind wir mal ganz ehrlich: Wer seinen Abwasch direkt nach dem Essen macht, der hat weniger Aufwand. Doch wie diszipliniert man sich selber das auch wirklich zu tun? Denn der Geist ist vielleicht stark, doch der Körper ist schwach.

Eine Lösung ist mein Minimalismus Hack für die Küche. Ich nutze ihn jetzt schon seit einiger Zeit und es funktioniert. Probier es gerne selber aus und schreib mir mal in den Kommentaren, wie es geklappt hat.

Grüße, euer Fabian

Günstig fliegen in Europa: Ohne Flugsuchmaschinen, dafür mit Ryanair-Hacks.

Flugsuchmaschinen sind ein legaler Scam. Nicht mehr und nicht weniger. Denn wirklich preiswerte Flüge sind dort häufig nicht zu finden. Unter dem Eindruck dir den günstigsten Flug zu vermitteln, verkaufen sie dir die Tickets teuerer Airlines. Wenn es mal die Tickets günstigerer Airlines gibt, sind diese in der Regel teurer als bei der Airline selber.

In diesem Beitrage zeige ich dir, wie ich meine günstigen europäischen Flüge finde. Ganz ohne Flugsuchmaschinen oder andere Vergleichsportale. Ich stelle die beste günstige Airline Europas vor: Ryanair. Ihr erfahrt die besten Ryanair-Hacks und zeige euch, wann ich buche.

Wo buche ich einen Flug?

Ich buche meine Flüge direkt in den Apps der entsprechenden Airlines. Die Vorteile liegen auf der Hand: Meine Daten kann ich in der App hinterlegen und immer wieder ohne großen Zeitaufwand verwenden. In Europa reichen drei Apps völlig aus und in 80 % aller Fälle reicht eine App.

#1 Ryanair – Die beste Airline der Welt

Die günstigste, pünktlichste und größte Airline Europas: Ryanair. Viele lieben sie, manche hassen sie. Wenn Ryanair eine Verbindung anfliegt, sind sie für gewöhnlich die günstigsten, mit Preisen ab 4,90€. In Verbindung mit einer Pünktlichkeit von über 92 % ist Ryanair meine bevorzugte Airline.

Ryanair Flugzeug am Flughafen Karlsruhe

Allerdings, wer mit Ryanair fliegt, sollte ein paar Punkte beachten. Ryanair unterschiedet sich hier von den „gewöhnlichen“ Airlines. So ist das kostenlose Handgepäck deutlich kleiner als bei der Konkurrenz. Wenn du mit kleinem Gepäck verreist ist das jedoch kein Problem. Wie das geht, habe ich hier erklärt. Wichtig ist auch das Thema der Buchung vom Sitzplatz. Wenn man keinen bucht, wird man beim Check-in in der App automatisch gesetzt. Gewöhnlich werden Paare getrennt, um den inzentive zu erhöhen doch noch einen Platz zu buchen.

Ryanair Hack: Sitzplatz

An dieser Stelle gibt es einen Trick. Ich checke mich erst wenige Stunden vor dem Abflug in der App ein. Dazu buche ich keinen Sitzplatz. Ich werde also auf die letzten freien Plätze verteilt. Welche Plätze bleiben bei Ryanair bis zum Ende frei? Ja – die teuersten mit der meisten Beinfreiheit ganz vorne. Ich bekomme einen 30€ Sitz umsonst. Aber warum?

Das Ergebnis erklärt sich aus dem Verteilungsalgorithmus. Ryanair will seinen Gewinn durch Sitzplatzbuchungen maximieren. Fensterplätze und der danebenliegende Platz werden meistens von Pärchen bevorzugt und gebucht. Ohne Sitzplatzbuchung füllt Ryanair die Gangplätze von den günstigen Plätzen hinten bis vor die teuren Plätze vorne zuerst auf. Pärchen werden immer automatisch getrennt gesetzt, damit sie danach noch das Upgrade buchen und sich zum Beispiel A und B der entsprechenden Reihe buchen.

Die teuersten Plätze werden erst am Ende wenn alle anderen besetzt sind in der automatischen Sitzplatzverteilung berücksichtigt. Darum lasse ich mich mit meinem späten Check-in kostenfrei auf die teuren Plätze setzen. Aber was wenn der Flieger nicht voll wird? Na dann ist es noch besser. Hier gilt es einfach 2h vor Abflugbeginn, wenn der Check-in schließt noch mal einen Blick auf die freien Plätze zu werfen und sich dann die schönsten auszusuchen. Wie wäre es mit einem Doppelplatz und extra Beinfreiheit am Fenster? Natürlich ohne dafür zu bezahlen.

Ryanair Hack: Priority Boarding

Eine weitere Besonderheit ist die Aufteilung in Priority und Non Priority Boarding. Wer ein (dazu gebuchtes) normalgroßes Handgepäckstück hat (ca. 80% aller Passagiere), der bekommt automatisch das Priority Boarding.

Damit steht er vorne in der Schlange und kann (zusammen mit den anderen 80 %) das Flugzeug zuerst betreten. Das Verfahren dient zur Reduzierung des Turnaround der Flugzeuge, weil so das Gepäck schneller verstaut wird. Passagiere mit Non Priority stehen einfach weiter hinten an der Schlange.

Mein Hack: Ich mache mir am Gate keinen Stress. Während die „besonderen“ Priority Gäste gestresst in der Schlange stehen und auf das Boarding warten, komme ich gemütlich zum Gate und kann noch eine Runde arbeiten. Dann boarde ich als einer der Letzten, wenn sich die Schlange aufgelöst hat. Statt anzustehen, laufe ich gemütlich über das Rollfeld bis zum Flugzeug, wo ich mich an meinen schönen vorderen Platz setze, während (fast) alle anderen schon sitzen.

Ryanair Hack: Nach der Landung ohne Wartezeiten zum Ziel

Das Flugzeug ist gelandet. Kaum wird die Parkposition angefahren, bricht urplötzlich Stress aus. Jeder fängt an, sein Gepäck zu verräumen. Ich hingegen bleibe entspannt sitzen, bis die Tür geöffnet wird. Dann greife ich meinen kleinen Rucksack unter dem Sitz und steige als einer der Ersten aus.

Ryanair hat eine eingebaute Treppe an der vorderen Tür ihrer Boeing 737 MAX, um den Turnaround zu verkürzen. Als einer der ersten Passagiere komme ich schnell und einfach aus dem Flughafen. Auf ein Aufgabegepäck muss ich nicht warten, schließlich habe ich keines dabei.

So entspannt kann fliegen mit Ryanair sein, wenn man weiß, was man tut. Ohne dieses Wissen kann die Airline teurer und stressiger als erwartet werden.

#2 Wizz Air – Günstig in exotischere Ziele

Die ungarische Billigairline Wizz Air ist einer der größten Carrier in Osteuropa, aber auch über die Grenzen hinaus. Zu günstigen Preisen fliegt Wizz Air auch das ein oder andere exotischere Ziel an.

Wenn Ryanair ein gewünschtes Ziel nicht, oder nicht zu den gewünschten Preisen anfliegt, dann nutze ich Wizz Air. Ähnlich wie bei Ryanair gibt es auch hier einige „Besonderheiten“, auf die es zu achten gilt.

#3 Eurowings – Größtes Streckennetz von Deutschland

Eurowings ist keine Billigairline und wird es nie sein.

Michael O’Leary CEO von Ryanair

Relativ teuer & unpünktlich, so habe ich Eurowings bislang erlebt. Warum dann mit ihnen fliegen? Die Antwort liegt im Eurowingsstreckennetz. Eurowings fliegt Routen, welche teilweise nur von den großen staatlichen Airlines geflogen werden. Dazu kommen zahlreiche Flughäfen zum Abflug in Deutschland und die „günstigsten“ Inlandsflüge.

Eurowings kann ich grundsätzlich nicht empfehlen. Wer jedoch eine bestimmte Strecke fliegen muss auf der Ryanair und Wizz nicht fliegen, der ist mit Eurowings noch am besten dabei. Am besten du buchst keine Strecken, welche auf Eur0wings setzen – vorausgesetzt du möchtet einen günstigen und pünktlichen Flug.

Wann sind Flüge am günstigsten?

Um wirklich günstig mit Preisen zwischen 4,90€ und 22,90€ zu fliegen musst du ein paar Aspekte beachten. Flüge sind außerhalb von Saison und Ferienzeiten am günstigsten. Die besten Flugtage mit Ryanair sind Dienstag, Mittwoch & Donnerstag. An diesen Tagen liegen die wenigsten Buchungen vor.

Preise sind nicht gesetzt! Die Preise bei Ryanair verhalten sich hoch dynamisch, abhängig von der aktuellen und prognostizierten Nachfrage. Sowohl „Last minute“ für die kommenden 1-2 Wochen, als auch langfristig mit 6 Monaten Vorlauf und in der gesamten Zeit dazwischen lassen sich günstige Flüge finden. Vergleiche einfach unterschiedliche Destinationen gegeneinander, um gegebenenfalls auch kurzfristig extrem günstige Flüge zu finden.

Die Vergleichsmöglichkeiten auf der Ryanairwebsite und in der Ryanair App sind die besten auf dem Airlinemarkt. Nach einer kurzen Suche, hat man abhängig von seinem Startflughafen die günstigsten Ziele für den gewünschten Reisezeitraum gefunden.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Mit welchen Airlines fliegst du günstig durch Europa? Habe ich vielleicht eine Airline vergessen? Schreib es einfach in die Kommentare und lass uns in den Austausch treten.

Grüße, euer Fabian

Ps. Anmerkungen zur Kritik an Ryanair

Ryanair wird gelegentlich für die Bezahlung ihres Personals kritisiert. Auf einem meiner letzten Flüge hatte ich die Gelegenheit, mit den Flugbegleitern über dieses Thema zu sprechen. Die gesamte Besatzung war in Portugal stationiert und hat portugiesische Löhne erhalten. Diesen Vorgang nennt man Geoabitrage. Aus unserer Sicht mögen diese Löhne als gering durchgehen. Im Gegensatz zum Mindestlohn von 4€/h in Portugal sind sie jedoch recht anständig.