Die 4-Stunden-Woche Realität: Wenn das Traumleben Alltag wird

Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.

Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.

Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.

Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.

Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.

Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5

Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?

Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.

„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage

Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“

Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.

Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.

Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.

Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.

Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.

Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.

Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.

Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.

Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben

Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.

Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.

Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?

Lerne zu delegieren: Von der Freiheit, loszulassen

Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich auf dem Weg nach Spanien im Flugzeug. Einer der wenigen Momente ohne Internet, in denen ich wirklich die Zeit finde, zu denken und meine Gedanken für diesen Blog niederzuschreiben.

Mein Beitrag heute handelt vom Delegieren und der damit verbundenen Freiheit. Eine Freiheit, die es ermöglicht, eben auch ohne geplanten Urlaub, zum Beispiel nach Spanien, zu fliegen.

Für mich ist die Freiheit des Individuums eines der höchsten Güter des Menschseins. Das inkludiert auch die Freiheit, schlechte Entscheidungen zu treffen. Denn was ist das Leben ohne Freiheit?

Für mich bedeutet Freiheit, morgens aufzustehen, in den Tag zu starten und selbst zu entscheiden, woran ich heute arbeite und von wo. Selbst über mich und mein eigenes Leben zu verfügen.

Wenn man darüber nachdenkt, ist es ein echtes Privileg. Statt von Work-Life-Balance zu sprechen, versuche ich, beides zu verbinden und daraus ein Leben zu gestalten.

Meine größte Inspiration an der Stelle ist Tim Ferriss mit seinen 4-Hour-Büchern, wie der 4-Stunden-Woche.

Urlaub? Nein, ortsunabhängiges Unternehmertum

Statt von Urlaub oder Workation zu sprechen, würde ich eher sagen: Ich bin gerade in Spanien – Stichwort ortsunabhängiges Unternehmertum. Ein Konzept, das nicht jeder auf Anhieb versteht.

Aber ich bin dauerhaft erreichbar und schaue auch während ich durch die Straßen von Valencia schlendere gelegentlich in die Firmengruppen. Denn allen Meetings und anderen Verpflichtungen komme ich online ganz gewöhnlich nach.

Dem EU-Roaming sei Dank an dieser Stelle, so lässt sich das iPhone einfach mit dem MacBook per Kabel verbinden und schon fließen die Daten.

Genau dieses ortsunabhängige Unternehmertum ist auch eine Aufforderung an mich. Denn damit das funktioniert, müssen mehr Aufgaben definiert, eliminiert, automatisiert und dann gegebenenfalls delegiert werden.

Delegieren & kontrollieren anhand von Prozessen und Meetings

In den letzten Wochen haben wir unsere internen Strukturen zum Delegieren und Kontrollieren auf neue Beine gestellt. Bisher sind die Ergebnisse dieser Umstellung vielversprechend.

Die Idee ist, mit sehr kurzen, wöchentlichen, themen- und prozessbezogenen Meetings zu arbeiten, die 15-30 Minuten dauern und an einem Tag der Woche gebündelt stattfinden.

Jedes Meeting hat eine klar definierte Agenda, inklusive Links zu den Metriken, die in diesem Meeting geprüft werden. Denn es ist schwierig, Metriken zu verbessern, die man nicht im Blick hat.

Durch die klare Agenda in der Beschreibung des Meetings geht es schnell durch den entsprechenden Prozess mit den zuständigen Mitarbeitern, und die Prozesse und Metriken werden verbessert.

Das Ziel der Reise: Ein Fussballverein

Naja, nicht so ganz, aber ein spannendes Bild ist es durchaus. Es ist das Bild von einem Fußballverein. Okay, und was hat das jetzt mit einem Unternehmer zu tun, der delegiert, fragt ihr euch vielleicht.

Lasst uns dafür die Parallele zum Unternehmertum ziehen und das Ideal des Unternehmers mit seinen Unternehmen betrachten.

Als Unternehmer bin ich weder der Torwart, der die Treffer des Gegners abwehrt. Ich bin nicht der Kapitän, der die Mannschaft auf dem Feld anführt. Noch bin ich der Trainer, der am Spielfeldrand steht und seine Mannschaft coacht.

Das langfristige Ziel als Unternehmer ist es vielmehr, in der Lounge des Stadions 100 Meter über dem Spiel zu sitzen und dabei im Dialog mit allen Teilen des Vereins – ob Spieler, Trainer oder Funktionär – die nächsten großen Entscheidungen für den Verein weit in die Zukunft zu planen und deren Umsetzung in die Wege zu leiten.

Was sind eure Gedanken zum Delegieren? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Weniger Digital, mehr Real: Weg vom Smartphone, zurück ins echte Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Zug auf dem Weg in die Alpen. Es ist das Saisonende der Snowboard-Saison in Deutschland. Nur noch die Zugspitze und das Nebelhorn haben ihre Lifte geöffnet.

Bei sommerlichen Temperaturen lässt sich auch im T-Shirt snowboarden. Es war schon richtig genial, dieses Gefühl der Freiheit, nur im Shirt die Hänge hinabzufahren.

Aber nachdem es in den letzten Tagen noch einmal etwas frischen Schnee gab und das Wetter reichlich Sonne verspricht, habe ich mich ein letztes Mal für diesen Winter auf den Weg in die Berge gemacht. Mit dem Zug fuhr ich von Heidelberg über Stuttgart und Ulm nach Oberstdorf.

Die Bahnstrecke von Ulm nach Oberstdorf ist wirklich ein Erlebnis

Um mich herum im Zug sitzen Dutzende Menschen, jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Mit Kopfhörern ausgestattet und den Blick auf das Handy gerichtet, konsumieren sie das digitale Leben. Ein gewöhnlicher Anblick, aber auch ein merkwürdiger, etwas unheimlicher Anblick.

Kurzes Glück im Algorithmus

Sei es Instagram, YouTube oder TikTok – wer kennt es nicht? Man begibt sich auf die Suche nach einer Antwort oder möchte etwas teilen, und plötzlich zeigen uns die Algorithmen ein Video nach dem anderen.

Der Finger wischt über den Bildschirm, und das Gehirn schaltet ab. Es gerät in einen Tunnel und wird in die Plattform hineingezogen, weg von der Realität hin zur digitalen Welt. Gut und gerne zwei Stunden kann es dauern, bevor das Gehirn vor Erschöpfung aufgibt. Übrig bleibt eine gewisse Leere.

Bisher konnte ich zumindest keine positiven Auswirkungen feststellen. Ich empfinde nur Leere und ein leicht schwummriges, wie vernebeltes Gefühl im Geist. Einzig während des Tunnels erlebe ich diesen kleinen, immer wiederkehrenden Kick von Dopamin. Es ist ein kurzes Glück, wenn die Algorithmen der Apps den nächsten, irgendwie spannenden Beitrag anzeigen.

Und die Gedanken sind leer…

Es gibt praktisch kaum etwas aus dem Meer der Algorithmen, an das ich mich erinnern kann. Ich befürchte, dass es nicht an meinem Gedächtnis liegt, sondern an der Sache selbst. So schnell, wie die Aufmerksamkeit kommt, so schnell geht sie auch wieder.

Die Antwort und Lösung aller Probleme

Mittlerweile sitze ich auf einem Stuhl in der Sonne, neben mir ein Milchkaffee, und die Antwort auf diese Probleme ist eigentlich ganz einfach: Lege dein Handy häufiger weg – insbesondere am Anfang des Falls in den Tunnel, wenn dein Gehirn noch eine gewisse Widerstandskraft besitzt. Eine Antwort, die viel leichter gesagt (oder geschrieben) als umgesetzt ist.

Ein paar mehr Hintergründe zum Algorithmus, um ihm mental effektiver widerstehen zu können, sind hilfreich. Dafür müssen wir uns im Kopf behalten, was das Ziel aller Algorithmen ist: Aufmerksamkeit und Zeit.

Sie zeigen dir Dinge an, die dich interessieren oder zumindest deine Aufmerksamkeit binden, damit du mehr Zeit auf der Plattform verbringst. Denn deine Zeit auf der Plattform ist für die Betreiber Geld wert. Eine Social-Media-Plattform verdient in der Regel dadurch Geld, dass sie die Zeit der Nutzer – deine Zeit – an die eigentlichen Kunden, die Werbepartner, verkauft.

Hier zu sehen: Das Produkt der Social-Media-Plattformen – der Nutzer.

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie

Die meisten Produkte und Dienstleistungen können wir als Kunden aus unterschiedlichsten Quellen in ähnlicher Qualität beziehen – zumindest theoretisch. Aber am Ende des Tages kaufen wir dort, wo unsere Aufmerksamkeit hin geführt wird.

Ohne jetzt tiefer in die Thematik einzusteigen, wird klar: Unsere Aufmerksamkeit bzw. die Aufmerksamkeit von Menschen ist eines der wertvollsten Güter des digitalen Zeitalters. Der Wettbewerb um sie ist dementsprechend hart.

Weg vom Handy, rein ins Leben

Mir hilft es, zu planen und spannende Termine zu haben. Die geplanten Abenteuer und Erlebnisse sorgen dafür, dass ich in der realen Welt beschäftigt bin und das Smartphone maximal zur Dokumentation nutze.

Dieser Übergang vom sommerlichen Tal bei 25 Grad hinauf auf den Berg, wo der Winter herrscht, war wirklich faszinierend. Diese ‚Extreme‘ sind durchaus anregend.

Am schlimmsten schlagen die Algorithmen zu, wenn ich alleine bin, keine Arbeit und nichts Spannendes geplant ist. Indem ich Tag für Tag versuche, ein tolles Leben zu planen, hat das Handy weniger Chancen, mich vom Leben wegzuführen.

Wie schafft ihr es euer Handy weg zu legen?

Stay Focused, Work Harder  

„Life always goes crazy before the next breakthrough – stay focused“

Als ich vor ein paar Tagen über dieses unbekannte Zitat gestolpert bin, hat es einfach gepasst, sodass ich ein paar Gedanken dazu teilen möchte.

Gerade werden die Dinge verrückt werden, stehst du im Leben in so vielen Fällen kurz vor dem Durchbruch. Du meinst alles zu geben und stößt immer wieder gegen eine Mauer, die sich wie eine Wand vor dir auftut. Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein macht, aber mit jedem Stoß tun sich in der Mauer Risse auf. 

…und irgendwann bricht sie. Die Mauer bricht und du kommst voran. Was es zum Brechen der Mauer braucht, ist Fokus und Kontinuität harter Arbeit. Du musst weiter machen.

Bleib fokussiert. 

Ich befinde mich ebenfalls an so einem verrückten Punkt in meinem Leben. Die Antwort darauf kann wohl nur Fokus sein. Weniger unterschiedliche Dinge tun, aber die wenigen Dinge mit harter Arbeit vorantreiben.

Sei Stark.

Alles liebe aus dem ICE nach Karlsruhe. Euer Fabian 

PS: Und denkt dran, macht die harte Arbeit ganz besonders, wenn euch nicht danach ist. Fokus ist auch mein Grund, warum ihr in Zukunft eher unregelmäßiger auf dem Blog von mir hören werdet.

Warum Du Entschleunigungs-Phasen im Leben brauchst

Heute ist Montag. Mit einem Kaffe am Tisch schreibe ich gerade an diesem Beitrag, der die neue Woche einleitet. Montags klappt das meistens am besten, aber warum – Was ist der Unterschied zwischen der Kreativität am Freitag und jener am Montag?

Genau darum geht es in diesem Beitrag. Ich zeige dir, welche Wirkung Ruhezeiten in deinem Leben haben. Ein Phänomen, das beim Training am deutlichsten wird.

Stell dir zwei Athleten vor, die in drei Wochen einen Wettkampf haben. Während der erste Athlet in den kommenden 3 Wochen jeden Tag so hart wie möglich trainiert, um sich optimal auf den Wettkampf vorzubereiten – geht der zweite Athlet einen anderen Weg.

Die ersten anderthalb Wochen trainiert er jeden Tag mit dem ersten Athleten, doch dann hört er plötzlich auf. Er hört einfach auf zu trainieren. Der erste Athlet wundert sich und gibt sich siegesgewiss. Ich trainiere mehr, ich trainiere doppelt so lange – natürlich werde ich gewinnen.

Doch dann kam der Tag des Wettkampfs … Du weißt vermutlich schon, wie es ausgeht, du hast eine Vermutung: Während der erste Athlet durch die drei Wochen des intensiven Trainings erschöpft ist, kommt der zweite Athlet erholt zum Wettkampf, gibt alles und kann nicht anders als zu gewinnen.

Der erste Athlet hat härter trainiert, er hat mehr gegeben und trotzdem, trotz allem hat er verloren. Wie kann das sein und was können wir daraus lernen?

Der Name des Phänomens

Das Kind hat einen Namen: Deloading. Unter Deloading versteht man eine geplante Reduzierung vom Trainingsvolumen, von der Intensität bis hin zur vollständigen geplanten Ruhe.

Sportler nutzen Deloading nicht als Ausrede für eine Pausenwoche, sondern als Werkzeug, um wieder fit für neue Rekorde zu sein und das Verletzungsrisiko zum Beispiel von Übertraining zu reduzieren.

Aber was hat das mit dem Geschäft zu tun?

Wir nähern uns der Antwort auf unsere Eingangsfrage: Was ist der Unterschied zwischen der Kreativität am Freitag oder Samstag und jener am Montag?

„Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“ – Genesis 2.3

Es ist der Ruhetag. Gestern war Sonntag, ein Tag der Entschleunigung. Wie bei dem Athleten, der kurz vor dem Wettkampf pausiert, mache ich vor der neuen Woche eine Pause.

Diese Pause, dieses Deloading, sorgt dafür den Raum für neue Kreativität, neue Schaffenskraft zu geben.

Ich denke mir mittlerweile, wenn selbst Gott am siebten Tage ruhte, sollte ich es zumindest versuchen. Dann sollte ich es zumindest versuchen, versuchen zu ruhen.

Mach die harte Arbeit, ganz besonders wenn dir nicht danach ist

Kennst du diese Situation: Du weißt eigentlich ganz genau was zu tun ist, aber du kommst nicht in die Umsetzung, du schaffst es nicht zu starten? Dann ist dieser Beitrag genau für dich.

„Mach die harte Arbeit, ganz besonders wenn dir nicht danach ist“ – dieses Zitat wird dir sicher bekannt vorkommen. Verschiedenste Persönlichkeiten haben es schon in den Mund genommen. Nicht ohne Grund.

Schließlich ist dieser Gedanke eine Zusammenfassung von dem Unterschied zwischen Leuten, die immer nur Reden und den Menschen, welche die Dinge einfach mal anpacken.

Gleich, ob du ein Unternehmen aufbaust, körperlich auf das nächste Level willst oder in deinem Glauben wachsen möchtest – nichts im Leben hier auf der Erde ist umsonst – alles braucht Arbeit, harte Arbeit, ganz besonders wenn es dir mal nicht danach ist.

Wie wir das hinbekommen, wie wir die harte Arbeit macht, auch wenn einem nicht danach ist – darum geht es in diesem Beitrag. In drei konkreten Schritten zeige ich dir, wie du in die Umsetzung kommst.

Eine kurze Geschichte

Lass mich 5 Jahre in die Vergangenheit springen zu meinem Jüngeren ich. Motiviert voller Ideen – viel zu vielen Ideen – aber nur am Umsetzen, wenn mir danach war. Letztlich habe ich alles Mögliche gemacht: Fahrradteile importiert, Websiten gebaut, Software geschrieben, mich am Droppshiping versucht… Alles und gleichzeitig nichts.

Mehrmals war ich auf einem guten Weg, zum Beispiel mit einem anderen YouTube-Kanal, aber dann habe ich die Dinge immer wieder abgebrochen. Ich wusste, was zu tun war, aber habe dennoch nicht weiter gemacht. Stattdessen kam ein neues, glänzenderes Thema auf und schon waren meine Prioritäten wieder ganz wo anders.

So habe ich viele Erfahrungen gesammelt, aber bei meinen eigentlichen Zielen ging es nicht voran. Es hat mehrere Jahre gedauert, bis ich die Prinzipien hinter harter Arbeit und Erfolg langsam realisiert habe. Selbst dieser Prozess ist noch nicht an ein Ende angekommen. Jede Woche überlege ich: Welche unnötigen Aktivitäten und Aufgaben ich noch fallen lassen kann.

Prioritäten – Ich sage es immer wieder

Damals dachte ich: Jeder Tag muss es mehr werden und damit lag ich so falsch. Es geht nicht darum, immer mehr zu machen, sondern es geht darum, seine Prioritäten zu definieren und durchzuziehen.

Uff… Prioritäten, wenn ich das Wort schon wieder höre. Da kommt sie wieder, die Mehrzahl. Wer wirklichen rapiden Fortschritt machen möchte, wer deutlich wachsen möchte, der kann nur eine echte Priorität zur selben Zeit haben.

Das heißt nicht, in allen anderen Bereichen nichts zu machen. Ganz im Gegenteil, aber Fortschritt kommt immer Stufenweise. Wie in einem Computerspiel geht es Level für Level nach oben. Wir brauchen eine große Anstrengung, um in das nächste Level zu kommen, aber können das aktuelle Level mit deutlich geringerer Anstrengung halten.

Was wir also wollen, ist, unseren Fokus auf einen Bereich zu richten und dort besonders hart zu arbeiten, während wir in den anderen Bereichen das absolute Minimum an Arbeit erwirken, um nicht zurückzufallen.

Drei Schritte zur Umsetzung

Wenn du nun eine Priorität hast, ist es immer noch kein Selbstläufer. In vielen Fällen scheitert es immer noch daran, dass du die notwendige Arbeit nicht machst. In den letzten 5 Jahren habe ich drei Dinge gelernt, die den maßgeblichen Unterschied gemacht haben.

Das sind Erkenntnisse, an denen ich auch noch heute arbeite, trotz allem Fortschritt bin ich immer noch ein Lernender und werde das hoffentlich mein gesamtes Leben auch bleiben.

1.) Verantwortlich halten mit Partnern

Vieles lässt sich alleine machen auf unterschiedliche vielfältige Art und Weise. Vom Training alleine im Fitnessstudio, über den Aufbau vom ersten eigenen Business oder alleine gelebtem Glaube.

Wenn die Dinge hart werden, ist es alleine härter. Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude. Dinge laufen deutlich wahrscheinlicher, wenn andere Menschen mit in der Verantwortung sind und wenn man sich selber gegenseitig verantwortlich hält.

Darum: Halte dich verantwortlich mit einem Partner mit Gemeinschaft. So traurig es ist: Dich selbst zu betrügen ist deutlich einfacher, als andere Menschen zu enttäuschen und zum Beispiel alleine im Fitnessstudio warten lassen oder alleine am gemeinsamen Geschäft arbeiten zu lassen.

Sowohl beim Sport als auch im Geschäftsleben sind Partner die Menschen, welche den größten Unterschied machen. Sie sorgen mit dafür, dass ich mich an die harte Arbeit mache, auch wenn mir mal nicht danach ist.

2.) Mach weniger, mach was zählt

Ca. 20 % deiner Aufgaben, deiner Arbeit bringt ca. 80 % deines Erfolgs. Die Idee ist das sogenannte Paretoprinzip. Jetzt geht es nicht darum, deinen Tag mit diesem Prinzip noch voller zu packen, sondern es geht darum, weniger zu machen.

Statt den Großteil der Zeit an Aufgaben zu verbringen, die keinen relevanten Unterschied machen und dir den gesamten Tag voll zu planen – Mache gezielt weniger.

Der Unterschied zwischen dem Menschen, der du werden möchtest und dem Menschen, der du gerade bist, ist es in vielen Fällen weniger zu machen. Weniger unterschiedliche Aufgaben, weniger Ablenkung und von den reduzierten Aufgaben, denen du nachgehst, machst du jene mit dem höchsten Impact.

Statt also zum Beispiel 4 Prioritäten mit 3 Stunden jeden Tag zu verfolgen und mit 12 Stunden am Tag sehr viel zu arbeiten. Findest du die eine Priorität, in der du wachsen möchtest, arbeitest an dieser 6 Stunden und machst in diesen 6 Stunden die 20 % mit dem höchsten Impact.

Es mag sich erst mal verrückt anhören, aber du wirst mit der Hälfte der Arbeit mehr als 5-Mal so viele Fortschritte machen und es wird dir deutlich leichter fallen, mit der harten Arbeit zu starten und sie zu beenden, auch wenn du dich nicht danach fühlst.

3.) Werde zum Mensch der Tat, Fang an!

Es gibt Menschen, da weiß man: Dinge passieren. Das sind Menschen, mit denen bekommt man Dinge auf die Beine gestellt. Doch das sind die wenigsten Menschen.

Im Gegensatz dazu gibt es Menschen des Wortes. Diese Menschen reden viel, wenn der Tag lang ist, aber packen die eigentliche Arbeit nicht beherzt an. Wenn ihnen danach ist, arbeiten Sie – aber Sie schaffen es nicht, die harte Arbeit auch dann zu machen, wenn ihnen nicht danach ist.

Wo liegt der Unterschied – zwischen einem Menschen der Tat und einem Menschen des Wortes?

Er liegt im Anfang. Fange die harte Arbeit innerhalb von 3 Sekunden an, statt es zu durchdenken und letztlich doch nicht zu starten.

Abschluss

Wie machst du die harte Arbeit, wenn dir nicht danach ist? Hinterlass mir gerne einen Kommentar und denk immer daran: Mach die harte Arbeit, ganz besonders, wenn dir gerade nicht danach ist.

Liebe Grüße, dein Fabian

Wie Du früh aufstehst und wirklich voran kommst…

Wir haben 10:30 Uhr, während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Café in Heidelberg und genieße einen Milchkaffe. Hinter mir liegt schon die Produktion von einem YouTube Video inkl. Skript, Dreh und Verarbeitung.

Möglich wurde dies durch den Start um 5:45 Uhr – keine Selbstverständlichkeit – noch vor drei Jahren hat der Wecker vielleicht um 7 Uhr geklingelt, aber viel zu oft ging es erst gegen 8, 9 oder gar 10 Uhr aus dem Bett hinaus.

In diesem Beitrag geht es darum, wie Du mit frühem Aufstehen wirklich vorankommst, was die Vorteile sind und wie Du es sinnvoll in deinem eigenen Leben implementieren kannst.

Frühes Aufstehen ≠ Weniger Schlaf

Etwas was ich auch erst auf die schmerzhafte Tour lernen musste, ist Schlaf. Wir alle brauchen Schlaf, um langfristig gesund und fit zu bleiben. Darum ist Schlaf eine Konstante, die wir beibehalten müssen.

Es braucht mindestens 6 Stunden Schlaf, um sinnvoll operativ zu arbeiten, 7 bis 8 Stunden, wenn anspruchsvolle Entscheidungen getroffen werden sollen oder Selbstdisziplin notwendig ist.

Daraus folgt: Wenn Du früher aufstehst, musst du früher ins Bett gehen. Eigentlich logisch, aber trotzdem ist es der eine Grundsatz, an dem die meisten Menschen scheitern. Aus einem bestimmten Grund. Frühes Aufstehen verlängert folglich nicht unsere tägliche Wachphase, sondern verschiebt sie lediglich. Da stellt sich unweigerlich eine Frage:

Warum kommst du voran, wenn du früh aufstehst?

Ja, warum bringt uns frühes Aufstehen voran? Letztlich ist es ja egal, wann wir aufstehen, wir haben immer dieselbe Anzahl an Stunden, in denen wir wach sind oder?

Die Antwort liegt in den Prioritäten, wenn wir uns aktiv dafür entscheiden, früh aufzustehen und nicht auf Schlaf zu verzichten – diese Umstellung also nachhaltig vollziehen – dann kommt es zu einer gravierenden Veränderung.

Prioritäten sind auch der Grund, warum so viele Menschen genau an diesem frühen Schlafen scheitern. Sie planen die Tage nicht nach ihren neuen Prioritäten und kommen so zum Beispiel viel zu spät erst nach Hause.

Wir nehmen Zeit von geselligen Abendstunden weg und fügen Zeit in den stillen Morgenstunden hinzu. Frühes Aufstehen ist eine klare Entscheidung gegen Dinge, die am Abend stattfinden wie z.B. Partys, lange Telefonate oder das zusätzliche YouTube Video und eine Entscheidung für eine Priorität.

Starkes persönliches Wachstum durch eine einzige Priorität

Das Stichwort ist eine Priorität. Stell dir vor, deine Energie geht in viele verschiedene Richtungen, in je weniger Richtungen du sie längst, desto größer werden die Fortschritte.

Häufig haben wir das Gefühl, mit einer Sache auf einem Plateau zu stagnieren und nicht voranzukommen. Um wirklich voranzukommen, musst du die Energie möglichst auf ein Thema lenken, in allen anderen Bereichen machst du nur so viel das du nicht zurückfällst. Denn um zu stagnieren und einen Leistungsstand zu halten, braucht es deutlich weniger Arbeit an einer Sache, als um auf das nächste Level zu kommen.

Bist Du bereit früh aufzustehen?

Um mit frühem Aufstehen wirklich voranzukommen, musst du dich bewusst gegen vieles andere Entscheiden. Bist du dazu bereit? Bist du bereit, die Opfer zu bringen, die es braucht, um zu wachsen? Dann ist der erste Schritt vollbracht.

Denk einfach mal daran, wie Du morgens um 4 Uhr oder um 5 Uhr auf eine Reise aufgebrochen bist. Hast du da verschlafen? Sehr wahrscheinlich nicht, denn die Motivation hat gestimmt.

Wenn Du weist, warum Du morgens aufstehst, wenn Du weist, was deine Priorität ist, dann bist Du bereit für den nächsten Schritt. Die Motivation ist die Grundlage, die dann im nächsten Schritt genutzt wird.

Wie Du morgens aus dem Bett kommst

Mein persönlicher Weckvorgang beginnt schon um 5:30 Uhr über den Apple HomePod geht langsam das Licht im Raum an, während morgendliches Vogelgezwitscher beginnt.

Licht und Vogelgezwitscher sorgen dafür, in einen leichteren Schlaf zu kommen und mögliche Tiefschlafphasen zu verlassen. Manchmal wache ich schon alleine dadurch sanft auf. Manchmal wird es härter.

Ab 5:45 Uhr setzt der Wecker ein – der Alarmton ist eher sanft, aber doch penetrant. Doch der Wecker von meinem iPhone, mein iPhone liegt auf der andern Raumseite unter einem Tisch am Strom. So bin ich gezwungen aufzustehen und mich direkt zu bücken, unter den Tisch zu krabbeln, um den Wecker auszuschalten.

Doch dabei bleibt es nicht, um das Vogelgezwitscher zu deaktivieren, muss ich mich fokussierter durch das iPhone klicken. Schnell anziehen und fertig machen, denn ab 6 Uhr startet die Arbeit in meinem eigenen Unternehmen. Wer zur spät zur Arbeit kommt, muss 2€ zahlen. Dieser kleine Trick mit den 2€ sorgt für eine beachtliche Disziplin. Schließlich steht Geld auf dem Spiel.

Das wichtigste zum frühen Aufstehen

  • 1.) Eine klare Motivation, eine klare Priorität als Antrieb zum Aufstehen
  • 2.) Früh ins Bett gehen, sodass du 8 Stunden schlafen kannst
  • 3.) Aufstehpartner, der dich verantwortlich hält
  • 4.) Mehre Wecker, automatisiert und entfernt vom Bett

Der Wecker ist aus meiner Sicht nur der letzte Schritt, um früh aufzustehen und voranzukommen. Im Zentrum steht die Priorität in der du wachsen möchtest, die Motivation, für die Du die Zeit am Abend aufgibst.

Wie schaffst Du es früh aufzustehen, was motiviert dich? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Herzliche Grüße, euer Fabian

Warum stellen wir uns keinen Wecker zum Einschlafen?

Neulich war ich auf dem Weg zum Bouldern, drei Mal pro Woche – ihr erinnert euch – etwas unausgeschlafen und erschöpft vom Tag.

Da kam ich ins Nachdenken: Warum bin ich unausgeschlafen? Warum hat mein Körper nicht den benötigten Schlaf bekommen? Mache ich gerade wieder zu viel?

Die offene Antwort: Zu wenig Schlaf, die letzte Nacht war zu lang und um 5:50 Uhr hat der Wecker zur Arbeit gerufen und ja … zu viel gemacht habe ich auch. 

Wir unterbrechen unsere Körper immer wieder bei der notwendigen Erholung, statt ihnen die Zeit zu geben, die sie brauchen. Warum stellen wir unsere Wecker am Morgen, wenn es doch eigentlich die Zeit des zu Bettgehens ist, die entscheidet, wann wir am nächsten morgen von alleine ausgeschlafen aufwachen? 

Das Experiment

In den vergangenen Tagen habe ich ein Experiment gestartet, statt den Wecker nur am Morgen zu stellen, habe ich den Wecker auch am Abend gestellt. Um 9 Uhr habe ich mir klar gemacht, dass es an der Zeit ist ins Bett zu gehen.

Ohne Handy, dafür mit einem Buch bewaffnet ging es dann ins Bett. Gerade lese ich „12 RULES FOR LIFE“ von Jordan B. Peterson. Jeden Abend 10-20 Minuten zu lesen hilft beim Einschlafen. 

Die letzten Nächte konnte ich so 7.5-8.5 Stunden schlafen. Ich fühle mich deutlich ausgeschlafener, aber ich merke auch, dass ich noch nicht vollständig regeneriert bin, es ist noch nicht ganz genug. Vor allem nach dem Sport braucht der Körper etwas mehr Schlaf zur Regeneration. Ich werde dieses Experiment weiter fortführen und bin gespannt, wie es in der kommenden Woche aussieht.

Stell dir vor, wie es wäre, wenn wir einfach jeden Morgen in der Früh von alleine gesund und ausgeschlafen aufwachen.

Kern der Herausforderung ist das frühe zu Bett gehen

Wir haben es eigentlich schon alle mal versucht, früher ins Bett zu gehen und sind dabei auch alle schon mal gescheitert. Ich habe über diese Thematik nachgedacht und kam auf mehrere essenzielle Punkte:

  • Man muss VOR der Schlafenszeit zu Hause sein. Denn wenn man nicht rechtzeitig in der Nähe vom Bett ist, wird es nichts mit dem Schlafen. Passt also eure Tagesplanung auf den Fakt an, dass ihr früh schlafen gehen werdet.
  • Kennt ihr dieses angenehme Gefühl morgens im warmen Bett, wenn der Wecker klingelt und man einfach nur in dieser warmen Welt weiter liegen und weiter schlafen möchte? Ruft euch dieses Gefühl in Erinnerung, wenn ihr euch abends ins Bett legen sollt, ihr werdet euch deutlich leichter dazu motivieren können.
  • Weg mit technischen Geräten. Smartphones, Tablets und Laptops haben abends nichts bei euch im Bett verloren. Nur wenn ihr (falls vorhanden) eure Abhängigkeiten von diesen Geräten und Apps wie TikTok, YouTube oder Instagram aufgebt, habt ihr eine gute Chance, abends auch zur Ruhe zu kommen.

Noch ein letzter Gedanke…

Wie oft machen wir eine Ausnahme, wenn wir uns vornehmen früh ins Bett zu gehen? Und wie oft machen wir eine Ausnahme, wenn wir uns einen Wecker stellen um rechtzeitig zur Uni, Arbeit oder einer Prüfung zu kommen.

Mit 555 Liegestützen gegen den inneren Schweinehund

Die Schulter zieht, die Arme schmerzen, ich habe einen leichten Muskelkater, während ich diesen Beitrag schreibe. Gestern Abend war ich ca. 4 Stunden im Boulderhaus Heidelberg trainieren, so wie jeden Montag, Mittwoch und Freitag.

Egal ob es regnet oder schneit, es heiß ist oder kalt, es geht ins Training. Eine unselbstverständliche Selbstverständlichkeit in meinem Leben. Selbstgewählte Disziplin und Ordnung statt unkontrolliertem Chaos – zumindest ein Versuch.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mithilfe von deinem Umfeld (und 555 Liegestützen) den inneren Schweinehund besiegst und nachhaltige Routinen aufbaust, die dein Leben verändern.

Was ist der innere Schweinehund?

Wer kennt es nicht: Wir wissen genau, was getan werden muss, aber gehen es dennoch nicht an. Unangenehme Arbeit oder Sport warten auf uns, aber es geht nicht voran. Genau diese mentale Schwäche, die zwischen uns und unseren Zielen steht, nennen wir den inneren Schweinehund.

Schaffe ein Umfeld der Verantwortung

Der innere Schweinehund kommt vor allem dort zum Vorschein, wo wir nicht zur Rechenschaft gezogen, nicht kontrolliert werden. Sei es zum Beispiel eine Prüfung: Monate vor der Prüfung lernen die meisten bei Weitem nicht so effektiv wie drei Tage vor der Prüfung. Sobald es eine Deadline gibt und wir zur Verantwortung gezogen werden, gelingt es uns, den inneren Schweinehund zu schlagen.

Was wäre, wenn du dir ein Umfeld aufbaust, in dem du Verantwortung trägst und zur Verantwortung gezogen wirst? Dein Verhalten wird sich zum Positiven ändern.

Nehmen wir das Beispiel des Sports. Sobald du einen Trainingspartner hast, trägst du eine Verantwortung. Du hast die Verantwortung zum Training zu erscheinen. Wenn du nicht erscheinst, wird dich genau dieser Trainingspartner zur Rechenschaft ziehen: „Warum warst du nicht da, wirst du etwa schwach?“, solche Kommentare willst du nicht hören. Das motiviert ungemein.

Auch im Geschäft kannst du dir ein solches Umfeld der Verantwortung schaffen. Wenn alle deine Partner und Mitarbeiter hart arbeiten, dann wirst du auch hart und härter arbeiten. Gemeinsame Office Hours verpflichten, zumindest wenn die richtigen Menschen zusammen kommen.

Denn du bist die Summe der 5 Menschen…

…mit denen du dich am häufigsten umgibst. Wenn dein Umfeld hart trainiert, wie wahrscheinlich ist es, das du ebenfalls hart trainierst? Wenn dein Umfeld diszipliniert arbeitet, wie wahrscheinlich ist es, das du ebenfalls diszipliniert arbeitest?

Wenn du dieses Prinzip wirklich umsetzt, hat es das Potenzial, dein Leben zu verändern. Entscheide bewusst über dein Umfeld und schaffe Verantwortung.

ÜBUNG: Mit welchen 5 Menschen umgibst du dich am häufigsten? Welche Eigenschaften haben diese Menschen und wie bewertest du diese Eigenschaften?

Was hat es mit den 555 Liegestützen auf sich?

Die 555 Liegestützen sind eine Übung, ein Test bzgl. deines inneren Schweinehunds, bzgl. deiner mentalen Stärke. Jeder fitte Mann bekommt diese Anzahl von Liegestützen an einem Tag hin, dennoch ist es eine mentale Herausforderung.

Letzten Dienstag am Mittag schrieb mich mein Trainingspartner an: 500 Liegestützen – HEUTE. Puh… Ufff. Ok – I am in. Ich kann nur gewinnen, denn schaden tun diese Liegestützen sicher nicht. Damit ging es auch schon los. Jeder Strich 10 Liegestützen.

Es war ein Kampf, aber es war auch wirklich genial. Denn es hat mir noch mal verdeutlicht, was mit mentaler Stärke möglich ist. Nachdem die 500 Liegestützen geschafft waren, habe ich einfach weiter gemacht. Eine Extrameile im Leben auf die 555.

Durch diese 555 Liegestützen haben mich Verantwortung und Rechenschaft gegenüber meinem Umfeld getrieben. Ich habe es ausgesprochen, also MUSSTE ich es tun. Ein Wort mit Gewicht in einem Umfeld, das dich verantwortlich hält.

ÜBUNG: Du hast noch nie so viele Liegestützen gemacht und bist fit? Dann nutze die Gelegenheit und mache morgen über den Tag 333 Liegestützen.

Ich glaub an dich.