Mach die harte Arbeit, ganz besonders wenn dir nicht danach ist

Kennst du diese Situation: Du weißt eigentlich ganz genau was zu tun ist, aber du kommst nicht in die Umsetzung, du schaffst es nicht zu starten? Dann ist dieser Beitrag genau für dich.

„Mach die harte Arbeit, ganz besonders wenn dir nicht danach ist“ – dieses Zitat wird dir sicher bekannt vorkommen. Verschiedenste Persönlichkeiten haben es schon in den Mund genommen. Nicht ohne Grund.

Schließlich ist dieser Gedanke eine Zusammenfassung von dem Unterschied zwischen Leuten, die immer nur Reden und den Menschen, welche die Dinge einfach mal anpacken.

Gleich, ob du ein Unternehmen aufbaust, körperlich auf das nächste Level willst oder in deinem Glauben wachsen möchtest – nichts im Leben hier auf der Erde ist umsonst – alles braucht Arbeit, harte Arbeit, ganz besonders wenn es dir mal nicht danach ist.

Wie wir das hinbekommen, wie wir die harte Arbeit macht, auch wenn einem nicht danach ist – darum geht es in diesem Beitrag. In drei konkreten Schritten zeige ich dir, wie du in die Umsetzung kommst.

Eine kurze Geschichte

Lass mich 5 Jahre in die Vergangenheit springen zu meinem Jüngeren ich. Motiviert voller Ideen – viel zu vielen Ideen – aber nur am Umsetzen, wenn mir danach war. Letztlich habe ich alles Mögliche gemacht: Fahrradteile importiert, Websiten gebaut, Software geschrieben, mich am Droppshiping versucht… Alles und gleichzeitig nichts.

Mehrmals war ich auf einem guten Weg, zum Beispiel mit einem anderen YouTube-Kanal, aber dann habe ich die Dinge immer wieder abgebrochen. Ich wusste, was zu tun war, aber habe dennoch nicht weiter gemacht. Stattdessen kam ein neues, glänzenderes Thema auf und schon waren meine Prioritäten wieder ganz wo anders.

So habe ich viele Erfahrungen gesammelt, aber bei meinen eigentlichen Zielen ging es nicht voran. Es hat mehrere Jahre gedauert, bis ich die Prinzipien hinter harter Arbeit und Erfolg langsam realisiert habe. Selbst dieser Prozess ist noch nicht an ein Ende angekommen. Jede Woche überlege ich: Welche unnötigen Aktivitäten und Aufgaben ich noch fallen lassen kann.

Prioritäten – Ich sage es immer wieder

Damals dachte ich: Jeder Tag muss es mehr werden und damit lag ich so falsch. Es geht nicht darum, immer mehr zu machen, sondern es geht darum, seine Prioritäten zu definieren und durchzuziehen.

Uff… Prioritäten, wenn ich das Wort schon wieder höre. Da kommt sie wieder, die Mehrzahl. Wer wirklichen rapiden Fortschritt machen möchte, wer deutlich wachsen möchte, der kann nur eine echte Priorität zur selben Zeit haben.

Das heißt nicht, in allen anderen Bereichen nichts zu machen. Ganz im Gegenteil, aber Fortschritt kommt immer Stufenweise. Wie in einem Computerspiel geht es Level für Level nach oben. Wir brauchen eine große Anstrengung, um in das nächste Level zu kommen, aber können das aktuelle Level mit deutlich geringerer Anstrengung halten.

Was wir also wollen, ist, unseren Fokus auf einen Bereich zu richten und dort besonders hart zu arbeiten, während wir in den anderen Bereichen das absolute Minimum an Arbeit erwirken, um nicht zurückzufallen.

Drei Schritte zur Umsetzung

Wenn du nun eine Priorität hast, ist es immer noch kein Selbstläufer. In vielen Fällen scheitert es immer noch daran, dass du die notwendige Arbeit nicht machst. In den letzten 5 Jahren habe ich drei Dinge gelernt, die den maßgeblichen Unterschied gemacht haben.

Das sind Erkenntnisse, an denen ich auch noch heute arbeite, trotz allem Fortschritt bin ich immer noch ein Lernender und werde das hoffentlich mein gesamtes Leben auch bleiben.

1.) Verantwortlich halten mit Partnern

Vieles lässt sich alleine machen auf unterschiedliche vielfältige Art und Weise. Vom Training alleine im Fitnessstudio, über den Aufbau vom ersten eigenen Business oder alleine gelebtem Glaube.

Wenn die Dinge hart werden, ist es alleine härter. Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude. Dinge laufen deutlich wahrscheinlicher, wenn andere Menschen mit in der Verantwortung sind und wenn man sich selber gegenseitig verantwortlich hält.

Darum: Halte dich verantwortlich mit einem Partner mit Gemeinschaft. So traurig es ist: Dich selbst zu betrügen ist deutlich einfacher, als andere Menschen zu enttäuschen und zum Beispiel alleine im Fitnessstudio warten lassen oder alleine am gemeinsamen Geschäft arbeiten zu lassen.

Sowohl beim Sport als auch im Geschäftsleben sind Partner die Menschen, welche den größten Unterschied machen. Sie sorgen mit dafür, dass ich mich an die harte Arbeit mache, auch wenn mir mal nicht danach ist.

2.) Mach weniger, mach was zählt

Ca. 20 % deiner Aufgaben, deiner Arbeit bringt ca. 80 % deines Erfolgs. Die Idee ist das sogenannte Paretoprinzip. Jetzt geht es nicht darum, deinen Tag mit diesem Prinzip noch voller zu packen, sondern es geht darum, weniger zu machen.

Statt den Großteil der Zeit an Aufgaben zu verbringen, die keinen relevanten Unterschied machen und dir den gesamten Tag voll zu planen – Mache gezielt weniger.

Der Unterschied zwischen dem Menschen, der du werden möchtest und dem Menschen, der du gerade bist, ist es in vielen Fällen weniger zu machen. Weniger unterschiedliche Aufgaben, weniger Ablenkung und von den reduzierten Aufgaben, denen du nachgehst, machst du jene mit dem höchsten Impact.

Statt also zum Beispiel 4 Prioritäten mit 3 Stunden jeden Tag zu verfolgen und mit 12 Stunden am Tag sehr viel zu arbeiten. Findest du die eine Priorität, in der du wachsen möchtest, arbeitest an dieser 6 Stunden und machst in diesen 6 Stunden die 20 % mit dem höchsten Impact.

Es mag sich erst mal verrückt anhören, aber du wirst mit der Hälfte der Arbeit mehr als 5-Mal so viele Fortschritte machen und es wird dir deutlich leichter fallen, mit der harten Arbeit zu starten und sie zu beenden, auch wenn du dich nicht danach fühlst.

3.) Werde zum Mensch der Tat, Fang an!

Es gibt Menschen, da weiß man: Dinge passieren. Das sind Menschen, mit denen bekommt man Dinge auf die Beine gestellt. Doch das sind die wenigsten Menschen.

Im Gegensatz dazu gibt es Menschen des Wortes. Diese Menschen reden viel, wenn der Tag lang ist, aber packen die eigentliche Arbeit nicht beherzt an. Wenn ihnen danach ist, arbeiten Sie – aber Sie schaffen es nicht, die harte Arbeit auch dann zu machen, wenn ihnen nicht danach ist.

Wo liegt der Unterschied – zwischen einem Menschen der Tat und einem Menschen des Wortes?

Er liegt im Anfang. Fange die harte Arbeit innerhalb von 3 Sekunden an, statt es zu durchdenken und letztlich doch nicht zu starten.

Abschluss

Wie machst du die harte Arbeit, wenn dir nicht danach ist? Hinterlass mir gerne einen Kommentar und denk immer daran: Mach die harte Arbeit, ganz besonders, wenn dir gerade nicht danach ist.

Liebe Grüße, dein Fabian

Das Pareto Prinzip oder wie du mit 20 % deiner Zeit 80 % deiner Aufgaben erledigst

Schon vor einiger Zeit bin ich in mehreren Büchern (Tim Ferriss, Richard Branson…) auf das Pareto Prinzip gestoßen, häufig auch als 80-20-Regel bezeichnet. Es besagt, dass mit nur 20 % Einsatz ganze 80 % vom Ergebnis erreicht werden.

Was es mit dieser verrückt klingenden These auf sich hat und welche Risiken damit verbunden sind, darum geht es in diesem Beitrag.

Kenne die Regeln: Das 80/20-Prinzip

Woher kommt das Pareto Prinzip?

Das Pareto Prinzip ist eine aus Beobachtungen entstandene Annahme. Erstmalig beschrieben wurde es durch den Italiener Vilfredo Pareto im Jahr 1906, welcher die Verteilung der italienischen Vermögen untersuchte. Dabei stellte er fest, dass 80 % des Kapitals in den Händen von 20 % der Familien konzentriert war.

Pareto schlug daher vor, dass sich Banken nur noch um diese 20 % der Bevölkerung kümmern sollten, um Ihre Profitabilität zu erhöhen. Das kam bei den übrigen 80 % der Bevölkerung allerdings nicht so gut an. 😛

Was besagt das Pareto Prinzip?

Das Pareto Prinzip, auch 80/20-Regel genannt, besagt das 20 % vom Einsatz für 80 % vom Ergebnis verantwortlich sind. Mittlerweile wurde das Prinzip aus der Vermögensverteilung auch in zahlreiche andere Bereiche übertragen:

  • B2B Vertrieb: 20 % der Kunden sind für 80 % des Umsatz verantwortlich
  • Produktivität: 20 % der Anstrengung reichen für 80 % der Arbeitserfüllung
  • Verkehr: 20 % der Straßen tragen 80 % des Verkehrsaufkommens
  • Internet: 20 % aller Websites erhalten 80 % aller Aufrufe
  • und so weiter…

Wer das Pareto Prinzip versteht und für sich einsetzt, kann enorme Kosten einsparen und gleichzeitig die Produktivität bei sinkender Arbeitszeit steigern.

Wie verwendet man das Pareto Prinzip?

Wenn du das Pareto Prinzip auf einen Sachverhalt anwenden möchtest, solltest du im ersten Schritt überprüfen, ob das Prinzip für deinen spezifischen Sachverhalt stimmt.

Nehmen wir das Beispiel Zeitmanagement. Für diesen Anwendungsfall können wir annehmen, dass wir in 20 % der Zeit 80 % vom Ergebnis erreichen können. Damit das funktioniert, müssen diese 3 Schritte erfolgen:

Identifizieren der relevanten Aufgaben

Welche Aufgaben sind wichtig und dringend? Welche Aufgaben sind wichtig, aber nicht dringend? Achte darauf, auch wichtige Aufgaben anzugehen, die nicht dringend sind, aber den größten Einfluss auf dein Leben haben können.

Wenn du die relevante Aufgabe definiert hast geht es an den nächsten Schritt.

Konzentriert Arbeiten

Das konzentrierte Arbeiten in beschränkter Zeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Du wirst immer so lange benötigen, wie du Zeit hast. Reduziere deine Zeit und deine Ressourcen auf 20 % und arbeite konzentriert. Du wirst vermutlich keine 100 % der Aufgabe erledigen, aber nah rankommen.

Beschränkte Ressourcen akzeptieren

Akzeptiere darum, dass du nur 80 % anstrebst und gehe geschickt mit der knappen vorhandenen Zeit um, damit du das beste Resultat erzielst.

Welche Risiken hat das Pareto Prinzip?

Richtig angewendet liegt das größte Risiko des Pareto Prinzips darin, Aufgaben nicht zu erfüllen, welche aus übergeordneten Gründen erfüllt werden müssen.

Dieser Fehler zieht sich schon seit der ersten Schlussfolgerung von Pareto durch die Geschichte. Wenn sich Banken nur auf 20 % aller Kunden fokussieren und den restlichen 80 % die Dienstleistungen verwehrt, dann wird es unweigerlich zu Unruhen in der Bevölkerung kommen.

Die Produktivität lässt sich durch das Pareto Prinzip und eine weitere Optimierung nur begrenzt erhöhen. Studien haben gezeigt, dass mit wachsendem Stress die Produktivität zunächst steigt und dann schlagartig absinkt. Ab diesem Zeitpunkt bringt ein Mehr an Arbeit keinen Fortschritt, sondern nur einen schnelleren Abfall der Produktivität.

Wo verwendet Ihr das Pareto Prinzip?