Full Remote erfolgreich leben: Freiheit, Produktivität und der Zauber erster Male

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit wie im Flug vergeht und du dich rückblickend an kaum etwas erinnern kannst?

Als Kind hat sich jeder Tag wie eine kleine Ewigkeit angefühlt, voller Entdeckungen, voller erster Male und voller Zauber.

Die wenigsten können das heute noch von ihrem Alltag behaupten.

Dabei vergeht die Zeit physikalisch nicht schneller und die Welt ist nicht kleiner geworden.

Es gibt in unserem Alltag oft einfach nur weniger „erste Male“.

Feste Routinen und etablierte Abläufe sind im Geschäftsleben essenziell: Sie geben uns Sicherheit, machen uns verlässlich und treiben die Produktivität an.

Gleichzeitig drehen sie das Rad der Zeit aber auch immer schneller.

Denn unser Gehirn geht in den Datensparmodus und die “Wiederholungen” werden gelöscht.

Umso wichtiger ist es, auch mal bewusst auszubrechen.

Meine letzten 6 Monate: Eine Symbiose aus Arbeit und neuen Erinnerungen

Den Winter 2025/26 habe ich zu großen Teilen auf Reisen verbracht. Jedoch nicht als Aussteiger, sondern als aktiver Unternehmer.

November: Als der Winter langsam seine Decke über Deutschland legte, ging es für mich in die Verlängerung des Sommers nach Taghazout in den Süden Marokkos.

Sonne, Surfen und pure Lebensfreude als Alternative zum grau-nassen Winter. 🏄‍♂️☀️

Dezember: Der Fokus lag ganz auf unserem Team. Ich war auf Deutschlandtour, um gemeinsam mit unseren Wildschytzen das vergangene Jahr zu feiern.

Stationen in München, Leipzig, Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und Karlsruhe haben es mir ermöglicht, mit vielen Menschen des Teams in den persönlichen Austausch zu gehen.

Denn gerade bei einer Full-Remote-Firma gilt:

Nah am Menschen zu sein und Team-Events in Person zu erleben, ist durch nichts zu ersetzen. 🤝

Weihnachten & Silvester: Für die zweite Dezemberhälfte ging es auf ein Inselabenteuer zum Wandern nach Madeira. Abschalten und Kraft tanken.

Januar & Februar: Der Januar in Deutschland verging mit viel Bürozeit und etwas Trailrunning wie im Flug. Im Februar riefen die Alpen in Oberstdorf: Winter pur, Massen an Schnee und Snowboarden. 🏂❄️

März & April: Nachdem der Winter für vollbracht befunden wurde, ging es Anfang März für mich wieder zurück in die Sonne nach Taghazout.

Wie das funktioniert: Das Geheimnis erfolgreicher Full-Remote-Firmen

Langsames Reisen (Slow Travel) und längere Aufenthalte an einem Ort geben uns die Möglichkeit, remote in voller Qualität weiterzuarbeiten.

Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Strukturen in vielen Firmen aufgebaut haben, die dieses Modell erst möglich macht.

Für unsere Geschäftspartner und Gäste bedeutet das: Maximale Zuverlässigkeit durch klare Prozesse.

Wir kombinieren die Freiheit des Ortes mit verbindlichen Strukturen.

Es gibt feste Meeting-Tage, klare Verantwortlichkeiten und ein „All Hands on Deck“, wenn es darauf ankommt.

Wo genau sich diese Hände dann auf der Welt befinden, spielt für das Ergebnis keine Rolle.

Kein Unternehmer-Privileg, sondern gelebte Unternehmenskultur

Diese Art zu arbeiten und den Zauber neuer Entdeckungen zu erleben, ist kein exklusives Privileg der Inhaber.

Auch Kolleginnen aus unserem Team, beispielsweise im Backoffice, sind immer wieder außerhalb vom klassischen Urlaub auf Reisen.

Wir geben als Unternehmen die nötige Flexibilität und den Raum für persönliches Wachstum.

Das Fundament dafür ist Vertrauen. Vertrauen in die Menschen, in ihre Motivation und in ihre Arbeit.

Gelebte Freiheit, Flexibilität und strukturierte Professionalität schließen sich nicht aus.

Genau das macht mich am Ende des Tages nicht nur zu einem glücklichen Menschen mit vielen Erinnerungen, sondern auch unsere Unternehmen zu einem beliebten Arbeitgeber.

Abenteuer Marokko: Mit dem Roller über den Hohen Atlas von Taghazout bis Marrakesch

Was sind die Zutaten für ein großes Abenteuer, für den Aufbruch ins Unbekannte?

Als Kind hatte ich immer wieder ein Buch in meinen Händen: „Die letzten Abenteuer unserer Erde“.

Es war ein ziemlich großes Buch mit vielen farbigen Bildern aus den 70er Jahren.

Auf dem Roller im Djellaba (traditionelles Berber-Gewand) durch den Hohen Atlas in Nordafrika.

Ich erinnere mich noch an die Bilder von der Gleitschirm Überquerung der Alpen, der Besteigung vom Mount Everest, den Goldsuchern in Australien, den Surfern vor Hawaii, den Truckern in der Sahara, den Freikletterern im Yosemite Valley… und viele Abenteuer mehr. 

Alle diese Abenteuer haben zwei Dinge gemeinsam: Zeit und Mut.

Zeit braucht es, um dem Abenteuer den Raum zur Entfaltung zu geben.

Ohne Stress und ohne Druck abwarten zu können bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Die passende Thermik, das perfekte Wetter oder die perfekte Welle…. und aufgeschlossen zu sein für die vielen kleinen und großen Momente, weil man nicht sofort gezwungen ist weiter zu ziehen.

Mut braucht es, um im richtigen Zeitpunkt alles zu geben und sich in das große Unbekannte zu wagen.

Die Grenze zwischen Mut und Torheit mag im Abenteuer auch hin und wieder verschwimmen. 

Abenteuer Surfen: Zeit und Demut

Für anderthalb Monaten dem nassen Winter in Deutschland entfliehen.

Surfen gehen und den Sommer früher einleiten, während ich Remote weiter an meinen Projekten arbeite. (Wie das möglich ist? Dazu in diesem Beitrag)

Surfen braucht Zeit und Demut. 

Zeit, weil gute Wellen brauchen Zeit, selbst bei gutem Timing in der Saison.

Wer nur eine Woche surfen geht hat eine hohe Chance keinen einzigen Tag mit guten Wellen zu erleben, aber wer einen lang Monat surfen geht, der wird eigentlich immer Tage mit guten Wellen haben.

Demut ist die zweite Säule beim surfen. Ich spreche da wirklich aus Erfahrung. 

Zu viele Anfänger (auch ich habe das gemacht) gehen viel zu schnell auf Hardboards und Shortboards und folgen da einem etwas toxischen Drang.

Denn Wellen bekommt man dadurch deutlich schwieriger und je weniger Wellen man bekommt, desto langsamer macht man Fortschritte beim Surfen.

Wer dann auch die Demut hat bei „schlechten Wellen“ dennoch raus zu paddeln und zu üben, der wird bei den guten Wellen um so mehr belohnt.

Mit dem Roller 600km über den Hohen Atlas

Aber anderthalb Monate sind genug Zeit auch für andere Abenteuer als das Surfen offen zu sein… und so bin ich ins Roller fahren geschlittert.

Was mit meinem ersten Tag im Leben auf einem Roller angefangen hat, wo wir die Küste hoch nach Imsouane gefahren sind wurde paar Wochen später zu:

Wir mieten Roller und überqueren den Hohen Atlas auf über 2100 Meter hohen Pässen. Von Taghazout über Agadir, über den Hohen Atlas bis nach Marrakesch.

Es ist ein richtiges Abenteuer, vom ersten Mal lange Roller fahren, schmalen Bergpässen bis zur fremden Kultur der Berber im hohen Atlas. 

Aber ich lass mal die Bilder sprechen:

Eine Herde Dromedare (siehe Höcker, keine Kamele), an der Straße in der Ebene hinter Agadir
Durch die Tiefebene immer weiter Richtung Atlas Gebirge, wo oben noch der Schnee liegt
Durch Regenfälle und Erdrutsche der letzten Tage war der Pass teilweise verschüttet und musste mit schwerem Gerät geräumt werden
Teilweise waren die Straßen auch gut befahrbar, dennoch haben wir kaum andere Touristen gesehen
Auf 2100 Metern auf der Passhöhe im Atlas
Die Region leidet immer noch unter den Auswirkungen des schweren Erdbebens 2023, alle Cafés am Wegesrand entlang der Pässe waren sehr dankbar das wir als Touristen da waren.

Ein richtiges Abenteuer, einfach genial.

Jetzt sitze ich während ich diese Zeilen schreibe am Pool vom Landhaus im Atlas Gebirge.

Es ist einfach ein herrlicher ruhiger Kontrast zum geschäftigen Treiben in Taghazout.

Noch 2-3 Tage hier im Dorf, einfach in Ruhe denken und arbeiten, dann geht es weiter mit den Rollern gen Marrakesch

Ein Zwischenstopp im großen Abenteuer. Alles gute, euer Fabian

Und es Nachts wartet wieder das Kaminzimmer

Die 4-Stunden-Woche Realität: Wenn das Traumleben Alltag wird

Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.

Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.

Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.

Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.

Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.

Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5

Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?

Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.

„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage

Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“

Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.

Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.

Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.

Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.

Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.

Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.

Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.

Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.

Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben

Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.

Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.

Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?

Verfehlt und trotzdem gewonnen: Mein Jahr 2025 im Rückblick.

„Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars

~ Neil Armstrong

Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich im Flugzeug von Madeira zurück nach Frankfurt. 

Schon wieder ist ein Jahr vergangen, eben habe ich mir meinen Jahresrückblick (und meinen Ausblick) vom vergangenen Jahreswechsel 24/25 durchgelesen. So langsam werden diese Beträge (2022, 2023, 2024, 2025) wohl zur Tradition.

Mehrtägiges Trecking im Atlantik zum Jahresende

Jetzt ist es wieder an der Zeit nicht nur zurück zu blicken auf die ambitionierten Ziele von damals, sondern auch noch vorne zu schauen ins neue Jahr 2026.

Zum Glück habe ich die Ziele letztes Jahr kompakt zusammengefasst:

  • 50% Wachstum beim Wildschytz: Verfehlt, stattdessen 33% gewachsen. 
  • Statt 12.000 Gästen in den USA, wurden es ca. 4.000 Gäste. (Nach unter 200 in 2024, immer noch gute Entwicklung).
  • Vier Festivals für 2026 geplant, ja das stimmt (Earthbound, HippieTrance, Musefire…) und zwei davon haben dieses Jahr auch schon stattgefunden.

Alles ist schwieriger wie gedacht und dauert länger als geplant – wie immer. Sofern nichts neues. Aber die ständige Wiederholung lehrt Demut.

Aber am Zitat: „Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars“ ist schon was dran. Setz dir große Ziele, selbst wenn du sie verfehlst kommst du weiter, wie wenn du sie nie gelegt hättest.

Darum werde ich mir auch für 2026 wieder ambitionierte Ziele setzen, darauf hinarbeiten und schauen was rauskommt.

Bewegendstes Erlebnis 2025

Die bewegendste Erfahrung des Jahres waren wohl die Festivals, meine eigenen Festivals.

Obwohl oder genau weil, ich spontan viel tiefer operativ involviert war als ursprünglich geplant.

Selbst mitten in der Nacht saßen noch duzende Menschen am Feuer

Drei Wochen auf 1000 Metern im Schwarzwald mit vielen hunderten Menschen als Veranstalter immer mittendrin. Diese Energie war einfach Bewegend.

Am Anfang eine leere Bergwiese, am Ende eine leere Bergwiese. Dazwischen drei Wochen voller Power.

Im Resultat haben wir unser Festivalteam für 2026 deutlich verstärkt. Denn nochmal so ein Sommer, aber mit 2x 3 Wochen (für vier Festivals), wird – wenn ich vor Ort Leiten muss – zu stark die anderen Projekte vernachlässigen.

Vorträge, Workshops, Exkursionen – alles Rund um Pilze, Kräuter und das Leben mit der Natur

Unternehmerische-Ziele für 2026

Die Ziele fürs kommende Jahr lassen sich wieder in zwei Kategorien packen: Unternehmerische und Gesundheitliche

Unternehmerisch sollen sich meine Projekte auch im kommenden Jahr weiter nach vorne Entwickeln. Ob 2026 noch ein weiteres dazu kommt, wird sich zeigen, gerade tendiere ich eher auf ein Nein.

Wildschytz soll dieses Jahr wieder mehr im Zentrum meiner Aufmerksamkeit stehen. Wir sind gerade dabei neue Wachstumspotenziale zu heben mit denen wir 2026 noch mehr Menschen (+100%) aus der Stadt zurück in die Natur bringen werden.

Zusammen mit meinem Geschäftspartner Tobias auf dem Earthbound-Festival

Wyldforest hatte 2025 sein erstes volles Jahr in den USA und hat uns wertvolle Einblicke in den US-Markt gegeben. 2026 wollen wir diese Einblicke nutzen, um nochmal deutlich (+200%) zu wachsen ohne das Rad neu zu erfinden.

Festivals for Tomorrow entwickeln sich ebenfalls, hier wollen wir 2026 unsere vier Festivals erstmals ausverkaufen (zumindest 3 davon). Das würde dann ca. 2000 Gäste bedeuten über vier Veranstaltungen. Dieses Jahr waren wir bei ca. 650 Gästen über zwei Festivals.

Bei meinen weiteren Startup-Beteiligungen stehen zwischen 2026 und Anfang 2027 größtenteils neue Finanzierungsrunden an. Da bin ich sehr gespannt wie meine Startup-Beteiligungen (Mable, Every Health, Nulegal und co.) das kommende Jahr überstehen werden.

Gesundheitliche-Ziele für 2026

2026 war das Jahr in dem ich meinen ersten Trail-Marathon gelaufen bin. Auf dem Trail Marathon Heidelberg ging es 20km um 1000HM auf dem Base-Trail durch den Odenwald. Das Gefühl ins Ziel zu kommen war wirklich unbeschreiblich.

Finisher vom Trail Marathon Heidelberg 2026

Ansonsten lief es aber was den Sport anging nicht so gut wie geplant, sodass ich alle meine Ziele verfehlt habe. Aus 100kg wurden nicht 85kg wie gezielt, sondern 95kg.

Damit beleibt das Ziel für 2026 bestehen: Unter 85kg wiegen.

Weniger Essen, weniger Stress und mehr Bewegen. Das braucht es und dem werde ich weiter nachgehen.

Und damit wünsche ich euch allen ein Frohes neues Jahr 2026!

Surfen ist wie das Leben.

Es ist Ende November. Ich bin an der nordafrikanischen Atlantikküste, in Taghazout, Marokko, Woche drei meines Aufenthalts.

In den letzten zwei Tagen habe ich die besten Wellen meines Lebens gesurft.

Knapp zehn Jahre ist es her, dass ich in Nordspanien meinen ersten Surfkurs gemacht habe. Seitdem war ich immer „jemand, der ein bisschen surfen kann“ nie so richtig gut, nie so richtig schlecht, irgendwo dazwischen.

Doch gestern war zum ersten Mal ein Tag, an dem immer wieder alles zusammengepasst hat: mein Können, die Wellen, meine Energie, sie wirklich zu nehmen. Ich war im Line-up, paddelte los, spürte, wie die Welle mich anschob und auf einmal war da dieses Gefühl:

Ja. Ich kann surfen.

Nicht perfekt, nicht spektakulär. Aber echt. Und genau in diesen Momenten beginnt die Geschichte, die ich hier erzählen möchte: von Wellen, die kommen und gehen – im Wasser und im Leben.

Surfen während die Sonne im Meer versinkt- dieser Traum wurde nicht nur einmal war.

Denn Surfen geschieht im Augenblick.

In kurzen, dichten Momenten, in denen plötzlich alles stimmt: die Welle, dein Timing, dein Können, einfach loszulassen.

Für ein paar Sekunden bist du vollkommen da.

Es gibt nur noch das Brett unter deinen Füßen, das Ziehen des Wassers, den Wind im Gesicht. Die Welt wird klein und klar, reduziert auf dich und diese eine Bewegung.

Ein winziger Ausschnitt Unendlichkeit, bevor die Welle ausläuft und der Moment zerbricht.

Jede Welle hat ein Ende. Bevor du die Welle bekommst weißt du schon das der Moment zerbrechen wird. Du weißt, dass die Welle ein Ende hat und dennoch gehst du surfen, denn keine Welle ist die letzte.

Auch wenn du zwischendurch nur paddelst, wartest, frierst, zweifelst. Auch wenn du das Gefühl hast, heute geht gar nichts… Solange du immer wieder ins Wasser gehst, wird irgendwann die nächste Welle, kommen.

Vertrau dir.

Ein kurzer Moment des Glücks: Im Sonnenaufgang mit den Welpen am Stand spielen.

Dem Winter entfliehen: Meine Erkenntnisse von Sonne, Surfen und Freiheit an Marokkos Atlantikküste

Als in Deutschland langsam der Herbst Einzug hielt, wuchs in mir immer mehr der Wunsch, dem kommenden Grau und der Kälte zu entkommen.

Also tat ich, was viele nur träumen: Ich packte meine Sachen und machte mich auf den Weg ab nach Afrika, an die südmarokkanische Küste, nach Taghazout.

Für fast einen Monat von da arbeiten wo andere Urlaub machen. Ein Traum der in Erfüllung geht.

Hier, wo die Sonne fast das ganze Jahr über scheint und die Menschen mit einem Lächeln im Gesicht über die Straße laufen, tausche ich 8 Grad und graue Wolken gegen 27 Grad und strahlend blauen Himmel.

Kaum angekommen, fühlte ich mich auch schon, als hätte jemand den Sommer einfach wieder gestartet. Das Leben fühlt sich auch schon direkt leichter an.

Seit dem ist etwa eine Woche vergangen und doch merke ich schon, wie sich mein Fokus schon wieder langsam zu verschieben beginnt.

Die anfängliche Euphorie über Sonne, Meer und Surfen weicht langsam einer neuen Normalität. Natürlich bin ich im Sommer, natürlich bin ich am Surfen.

Ich bin irgendwie angekommen und mein Kopf beginnt wieder neue „Sorgen“ zu finden.

Es ist faszinierend, wie schnell wir Menschen uns an Veränderungen gewöhnen. 

Irgendwann verblasst es, und das, was gestern noch besonders war, wird ohne die passende Einstellung plötzlich Alltag oder vielleicht sogar mit ihr.

Hier in Taghazout, zwischen Sonne, Meer und Wellen, wird mir das einmal mehr bewusst.

Vielleicht liegt wahre Zufriedenheit gar nicht darin, ständig Neues zu besitzen und zu erfahren, sondern darin, das Glück bewusst im Moment zu genießen, genau so, wie er ist.

Mein Fazit

Dem Winter zu entfliehen war der Auslöser, doch die eigentliche Reise findet in mir selbst statt.

Dinge als weniger selbstverständlich zu sehen und über der eigenen Dankbarkeit zu reflektieren ist eine Aufgabe.

Ich darf lernen, dass Glück nichts ist, das man finden muss sondern etwas, das entsteht, wenn man wahrnimmt, was man schon hat.

Liebe Grüße aus Taghazout, Fabian

Was, wenn AI-Adoption nicht 5 Jahre dauert, sondern nur noch wenige Monate?

Das klassische SaaS-Modell gerät unter Druck.

Warum 30 €/Monat pro Nutzer zahlen, wenn kleine Teams heute in kurzer Zeit das Gleiche maßgeschneidert bauen können?

Was ich beobachte:

  • Nicht nur große Unternehmen wie Klarna setzen stärker auf In-house-Lösungen statt Standard-Tools.
  • Die Börsen preisen das schon ein: klassische SaaS-Bewertungen stehen unter Druck.
  • Auch kleine Unternehmen wie wir ziehen nach: Wildschytz, Wyldforest und Festivals for Tomorrow…

Auf unseren AI-Geschäftsführertagen haben wir innerhalb von 48 Stunden mit Lovable funktionierende SaaS-Prototypen gebaut, einige noch im Beta-Betrieb, einer sogar schon in Production.

Fazit: Die AI-Revolution ist nicht „irgendwann“. Sie passiert jetzt. Die Frage ist nicht ob, sondern was du in den nächsten 12 Monaten intern bauen wirst.

👉 Was würdest du heute In-house entwickeln, wenn du 48-Stunden Zeit hast?

Kai (Wyldforest), Katharina (Festivals), Tobias (Wildschytz) und ich

Die AI-Revolution im Marketing: Warum Paid Ads (vielleicht) bald unbezahlbar werden

Heute möchte ich ein paar Gedanken mit euch teilen: Kein langer Theorieteil, nur das, was gerade durch AI im Marketing passiert und die potenziellen Folgen davon.

Ich glaube, wir stehen am Anfang einer massiven Veränderung des Internets, vergleichbar mit der Massenadoption des Internets.

Auf immer weniger Werbeplätzen lässt sich immer leichter von immer mehr Wettbewerbern immer mehr Werbung schalten.

Das Resultat: Massiv steigende Werbekosten über alle Plattformen hinweg.

Dieser Trend hat massive Auswirkungen auf die Realwirtschaft: Für neue Unternehmen im Markt wird es deutlich schwerer, mit Paid Ads überhaupt noch in den Markt zu kommen.

Warum das so kommen wird und was die Auswirkungen sein werden und was ihr jetzt tun könnt: Das folgt jetzt.

1/ Werbung wird zur Commodity: Wie KI den Wettbewerb nivelliert

Bislang war das Werben auf Plattformen wie Meta oder Google auch eine Frage der Kompetenz.

Wer die Werbeanzeigen-Manager bedienen konnte und wusste, was potenziell geniale Creatives und effektives Testing ausmacht, konnte sich einen Vorsprung erkaufen.

Doch mit leistungsfähigen KI-Agenten wird diese Hürde beseitigt: Plötzlich können auch Unternehmen mit wenig Expertise sehr gute Ads schalten.

Die Platzierung übernimmt der KI-Algorithmus und die besten Creatives, basierend auf den Strategien der Wettbewerber im Markt, erstellt die KI gleich mit.

Immer mehr Unternehmen werben auf den vorhandenen Werbeplätzen mit immer ähnlicheren Creatives. Wissen darüber, was funktioniert, lässt sich auch nur noch sehr kurz geheim halten.

2/ Immer weniger Werbeplätze sorgen für explodierende Kosten

Die Welt ist online. Doch die Nutzerzahlen der meisten Plattformen wachsen kaum noch. Die Anzahl der Suchanfragen bei Google ist bereits um über 25 % gesunken.

AI-basierte Suche ob in ChatGPT oder direkt bei Google reduziert die verfügbaren Werbeplätze in Suchergebnissen jetzt schon um über 40 %.

Und Werbung in AI-Antworten? Mit ein bis zwei Plätzen pro Antwort wird sie diesen Schwund nicht kompensieren können.

Auch auf Meta sieht die Lage kaum besser aus: Durch EU-Vorgaben mussten werbefreie Abo-Modelle eingeführt werden, was die verfügbare Werbefläche weiter verringert.

Gleichzeitig monetarisiert Meta seine Community zunehmend selbst über eigene Metaverse-Produkte und gibt weniger Inventar in die Werbeauktionen.

Das Ergebnis ist absehbar und bereits spürbar: Eine steigende Nachfrage trifft auf ein schrumpfendes Werbeangebot. Die Folge: Ad-Preise, die in den letzten Jahren bereits um 16–23 % jährlich gestiegen sind, werden sich vermutlich weiter und noch schneller verteuern.

3/ Starke Marken verlieren Macht: Von einzigartig zu generisch

Eine organisch starke Marke das war lange einer der größten Vorteile, die du als Brand haben konntest.

Aber was passiert, wenn der Aufbau dessen, was wir heute als „starke Marke“ bezeichnen, durch KI-Agenten nahezu automatisiert funktioniert?

Der Differenzierungsfaktor „Brand“ wird geschwächt. Heute merken es bereits große Persönlichkeitsmarken wie Ronaldo oder Messi etwa an der sinkenden Wirkung von Celebrity Ads.

Morgen werden es auch kleinere Marken zu spüren bekommen.

Vom offenen Markt zur Marken-Oligarchie

Es könnte sein, dass die nächsten 1-3 Jahre das letzte verbleibende Wachstumsfenster für viele digitale Marken sind.

Wer in dieser Zeit nicht skaliert, wird es später kaum noch durch Paid Ads kompensieren können. Denn:

  • Performance-Marketing wird teurer und nicht effizienter.
  • Auf immer weniger Werbeplätze treffen immer mehr Werbetreibende.
  • Design- und Mediabuying-Kosten sinken, aber das Ersparte fließt direkt an die Werbeplattformen.

KI verschiebt die Marge und die Macht zurück zu den Plattformen und zu den großen Playern mit starkem Bestandskundengeschäft.

Was mit einem Markt passiert, in dem kaum noch Werbung möglich ist, zeigt ein Blick auf die Tabakbranche: Wenige große Konzerne haben sich den Markt untereinander aufgeteilt. Für neue Player gibt es dort praktisch keine Eintrittschancen mehr.

Wer es schafft, in den nächsten Jahren Marktführer in seinem Bereich zu werden und dessen Branche nicht von KI disruptiert wird (sorry, Performance-Marketing-Agenturen) , hat gute Chancen, seine Position langfristig zu halten.

Fazit: We are fucked.

Die KI-Welle hebt alles an aber sie wird nicht alle mitnehmen. Ich vermute, dass die meisten Unternehmen diese Phase nicht überleben werden.

Was es braucht, um langfristig zu bestehen:

  • Marktführerschaft
  • hohe Ausgangsmargen
  • ein starkes Bestandskundengeschäft
  • und eine schnelle, konsequente Adaption von KI

Genau das peilen ich für alle meine Portfolio-Unternehmen an. Ohne diese Faktoren wird es verdammt schwer, in der neuen Realität zu bestehen.

Ich hoffe, dass ich falsch liege.
Was denkt ihr?

Needing less makes you more powerful…

Mitten in der Nacht wabert dieser Satz durch meine Gedanken. Er besucht mich nicht zum ersten Mal.

Viel mehr ist er ein treuer Gast, wie eine sanfte Melodie, die nicht laut ist, aber dennoch hängen bleibt. „Needing less makes you more powerful.“

Er steht im Widerspruch zu so vielen Verlangen nach materiellem Besitz. Im Widerspruch zu einem schnellen Auto, einer teuren Uhr oder einem Haus mit Garten und Pool.

All diese Dinge leuchten hell in Werbung, Instagram-Feeds und so manchen Gesprächen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nie mit dem Gedanken spielen würde. Aber…

Was bleibt sind die Gedanken. 

Alles, was man nicht hat, darum muss man sich nicht kümmern. Alles, was man nicht möchte, das muss man nicht kaufen. Wenn man weniger Geld ausgibt, muss weniger Geld verdient werden.

Diese Gedanken sind nicht neu und die Renaissance des Minimalismus im Internet ist auch schon lange vorbei. Trotzdem oder deswegen fühlen sie sich aktueller an denn je.

Letztlich auch der Gedanke: Nur wer nichts besitzt, dem kann man nichts nehmen. Ist es eine Drohung oder ein Versprechen?

Von Konsum und Angst zur Freiheit

Ich frage mich oft: Habe ich Angst zu verlieren? Angst, alles zu verlieren? Aber was, wenn ich nichts zu verlieren habe – oder zumindest weniger?

Vielleicht ist es auch das, was eigentliche Freiheit bedeutet: Nicht alles zu besitzen, nicht alles zu brauchen, stattdessen die Freiheit zu haben Risiken einzugehen und sich jenseits vom Konsum jeden Tag neu zu erfinden.

So liegt die Macht nicht im materiellen Besitz, sondern in der Unabhängigkeit davon. Was auch immer passiert, die Dinge auf ihren Lauf zu schicken.

Um es mit Marc Forsters Worten zu sagen: „Egal was kommt, es wird gut, sowieso.“ (Lied verlinkt)

Aber jetzt gehts auch noch schlafen,

Bis bald, Fabian

PS: Das Zitat stammt wohl aus Kung Fu Panda 3. Na sowas 😉

So Shirt-im-Schatten-warm

Es ist Anfang April, und das erste Mal in diesem Frühling ist es richtig warm – so Shirt-im-Schattenwarm. Mit einem Kaffee und meinem Laptop bewaffnet, schreibe ich diese Zeilen auf meinem Balkon in Heidelberg.

Seit meinen letzten Beiträgen im Januar ist so einiges passiert: Ich bin mit meiner Freundin zusammengezogen, habe mein Studium beendet und bin jetzt wohl hauptberuflich Unternehmer – oder so was in der Art.

Das heißt nicht nur viel Arbeit, sondern auch freie Zeiteinteilung – wie hier beim Bouldern am Riesenstein zu sehen.

Mehr Projekte, noch mehr Arbeit

Bevor mir noch langweilig wird, habe ich die Regnery Ventures GmbH gegründet – meine persönliche Beteiligungsgesellschaft im privaten Kapitalmarkt, um mich auch in Zukunft an spannenden Projekten zu beteiligen.

Spaß beiseite – langweilig ist mir allemal nicht. Das mag sich spektakulärer anhören, als es in Wirklichkeit ist, und war vielmehr eine Strukturschuld, die ich jetzt aufgearbeitet habe.

Im ersten Schritt geht es mit der Regnery Ventures erst mal darum, meine beiden aktuellen Ausgründungen – das US-Geschäft vom Wildschytz und die Festivals – stabil auf eigene Beine zu stellen.

Einen Schritt nach dem anderen

Und erst, wenn die beiden stabil laufen, geht es in den kommenden Jahren darum, weitere Projekte zu finden, bei denen ich mit meiner Erfahrung einen Unterschied machen kann.

Im Gegensatz zu einem klassischen Business Angel plane ich nicht, mit einem Exit Geld zu verdienen. Stattdessen möchte ich mich langfristig beteiligen und etwas schaffen, das bleibt.

Am Ende des Tages braucht es kein Geld, um glücklich zu sein – sondern gute Freunde, inspirierende Erlebnisse, großartige Orte oder charmante Lösungen für alte Probleme. Und mit der Regnery Ventures habe ich ein passendes Vehikel dafür gefunden.

Im letzten Licht des Tages

Langsam versteckt sich die untergehende Sonne im Dunst über den Häusern, und der Schatten, in den mein Balkon getaucht ist, wird spürbar kühler.

Zeit rein zu gehen. Es ist eben doch noch nicht Sommer.

Aber eines ist sicher: Der Sommer wird kommen – und mit ihm neue Ideen, neue Wege und auch das nächste große Abenteuer.

Hasta pronto und bis bald, euer Fabian

P.S.: Ich kann bestätigen – auch in Oberstdorf schmilzt der Schnee. Der Sommer kommt.