Die Macht der Einfachheit: Ein minimalistischer Ansatz zu einem erfüllteren Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Café in Heidelberg. Draußen ist es trüb, es ist Montag, und ich denke an das Wochenende zurück.

Ein erstes Frühlingswochenende, das ich im Wald verbracht habe. Während ich im Wald war, musste ich immer wieder an einen Satz denken, der mich jetzt schon etwas länger begleitet und über den ich schon häufiger nachgedacht habe: „Needing less makes you more powerful.“

Was braucht man wirklich im Leben, und was macht es mit uns, wenn wir weniger brauchen? Warum kann uns weniger stärker machen, und welche Macht hat die Einfachheit? Darum soll es in diesem Beitrag heute gehen, und den Anfang macht eine Frage.

Wie würde dein Leben aussehen, wenn du nicht Arbeiten müsstest?

Ich stelle mir gerne folgende Frage: Wenn ich all mein Geld, das ich zum Leben brauche, einfach so bekommen würde – was würde ich tun? Ganz offen und ohne Einschränkungen. Wie würde mein Leben, wie würde dein Leben aussehen? Was würdest du tun?

Denk einfach darüber nach: Was würdest du den Tag über machen? Was hättest du für Ziele? Woher käme deine Zufriedenheit? Schreib es dir gerne in Stichpunkten auf.

Jetzt gehst du jeden deiner Punkte Schritt für Schritt durch. Welche davon könntest du heute schon realisieren? Welche davon erscheinen unerreichbar? Welche Schritte müsstest du gehen, um diese Punkte umzusetzen?

Viele dieser Punkte könntest du wahrscheinlich schon heute realisieren – zumindest bei mir ist es so. Vor allem Vorstellungen, die weniger materialistisch sind, lassen sich in vielen Fällen eigentlich angehen.

Aber warum setzen wir sie so oft nicht um? Fehlt es uns „nur“ an Mut, oder ist es die Angst vor Discomfort – diesem unangenehmen Unbehagen?

Schreibt gerne eure Listen in die Kommentare; ich bin gespannt, wie eure Leben aussehen würden.

Welche Macht hat die Einfachheit?

Ich merke, dass weniger Dinge in meinem Leben zu mehr Freiraum führen. Vor allem das Eliminieren von Verpflichtungen, das Delegieren und Outsourcen von wiederkehrenden Aufgaben helfen dabei, mehr Freiheiten zu genießen. Diese Freiräume nutze ich zum Nachdenken und Leben.

Weniger Verpflichtungen und wiederkehrende Aufgaben sorgen auch für eine größere Autonomie. Je weniger ich brauche, desto unabhängiger bin ich von äußeren Umständen und kann Entscheidungen dementsprechend freier treffen.

Ein ganz konkretes Beispiel ist das Unternehmertum. Ein Mensch, der viele Verpflichtungen und Ausgaben in seinem Leben hat, wird es viel schwerer haben, sich selbstständig zu machen. Er braucht viel mehr zum Leben als jemand, der ein einfaches Leben führt und letztlich kaum etwas braucht.

Weniger zu brauchen gibt dir die Möglichkeit, bei der Unternehmensgründung größere Risiken einzugehen und macht dich stärker im Vergleich zu einer Person, die schon viele Ressourcen für ihren hohen Lifestyle benötigt.

Mein Fazit

Ich glaube, dass das Streben nach weniger paradoxerweise der Schlüssel zu einem reicheren Leben sein könnte. Weniger Bedürfnisse sorgen für mehr Sicherheit, mehr Freiheit und wohl letztlich auch mehr Zufriedenheit. Du brauchst kein Rennen zu gewinnen, zu dem du dich nicht angemeldet hast.

Es gibt so viel zu entdecken da draußen, wenn du die Zeit und die Freiheit hast, rauszugehen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Wenn du wenig brauchst, hast du diese Freiheit, und da schließt sich der Kreis wieder.

Statt das zu tun, was andere von dir erwarten, und in diesen Erwartungen zu leben, kannst du den Mut haben, das Leben nach deinen Bedingungen zu gestalten und einen anderen Weg zu gehen.

Also: Hab den Mut, deinen Weg zu gehen.

Grüße, euer Fabian

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