Wie Du früh aufstehst und wirklich voran kommst…

Wir haben 10:30 Uhr, während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Café in Heidelberg und genieße einen Milchkaffe. Hinter mir liegt schon die Produktion von einem YouTube Video inkl. Skript, Dreh und Verarbeitung.

Möglich wurde dies durch den Start um 5:45 Uhr – keine Selbstverständlichkeit – noch vor drei Jahren hat der Wecker vielleicht um 7 Uhr geklingelt, aber viel zu oft ging es erst gegen 8, 9 oder gar 10 Uhr aus dem Bett hinaus.

In diesem Beitrag geht es darum, wie Du mit frühem Aufstehen wirklich vorankommst, was die Vorteile sind und wie Du es sinnvoll in deinem eigenen Leben implementieren kannst.

Frühes Aufstehen ≠ Weniger Schlaf

Etwas was ich auch erst auf die schmerzhafte Tour lernen musste, ist Schlaf. Wir alle brauchen Schlaf, um langfristig gesund und fit zu bleiben. Darum ist Schlaf eine Konstante, die wir beibehalten müssen.

Es braucht mindestens 6 Stunden Schlaf, um sinnvoll operativ zu arbeiten, 7 bis 8 Stunden, wenn anspruchsvolle Entscheidungen getroffen werden sollen oder Selbstdisziplin notwendig ist.

Daraus folgt: Wenn Du früher aufstehst, musst du früher ins Bett gehen. Eigentlich logisch, aber trotzdem ist es der eine Grundsatz, an dem die meisten Menschen scheitern. Aus einem bestimmten Grund. Frühes Aufstehen verlängert folglich nicht unsere tägliche Wachphase, sondern verschiebt sie lediglich. Da stellt sich unweigerlich eine Frage:

Warum kommst du voran, wenn du früh aufstehst?

Ja, warum bringt uns frühes Aufstehen voran? Letztlich ist es ja egal, wann wir aufstehen, wir haben immer dieselbe Anzahl an Stunden, in denen wir wach sind oder?

Die Antwort liegt in den Prioritäten, wenn wir uns aktiv dafür entscheiden, früh aufzustehen und nicht auf Schlaf zu verzichten – diese Umstellung also nachhaltig vollziehen – dann kommt es zu einer gravierenden Veränderung.

Prioritäten sind auch der Grund, warum so viele Menschen genau an diesem frühen Schlafen scheitern. Sie planen die Tage nicht nach ihren neuen Prioritäten und kommen so zum Beispiel viel zu spät erst nach Hause.

Wir nehmen Zeit von geselligen Abendstunden weg und fügen Zeit in den stillen Morgenstunden hinzu. Frühes Aufstehen ist eine klare Entscheidung gegen Dinge, die am Abend stattfinden wie z.B. Partys, lange Telefonate oder das zusätzliche YouTube Video und eine Entscheidung für eine Priorität.

Starkes persönliches Wachstum durch eine einzige Priorität

Das Stichwort ist eine Priorität. Stell dir vor, deine Energie geht in viele verschiedene Richtungen, in je weniger Richtungen du sie längst, desto größer werden die Fortschritte.

Häufig haben wir das Gefühl, mit einer Sache auf einem Plateau zu stagnieren und nicht voranzukommen. Um wirklich voranzukommen, musst du die Energie möglichst auf ein Thema lenken, in allen anderen Bereichen machst du nur so viel das du nicht zurückfällst. Denn um zu stagnieren und einen Leistungsstand zu halten, braucht es deutlich weniger Arbeit an einer Sache, als um auf das nächste Level zu kommen.

Bist Du bereit früh aufzustehen?

Um mit frühem Aufstehen wirklich voranzukommen, musst du dich bewusst gegen vieles andere Entscheiden. Bist du dazu bereit? Bist du bereit, die Opfer zu bringen, die es braucht, um zu wachsen? Dann ist der erste Schritt vollbracht.

Denk einfach mal daran, wie Du morgens um 4 Uhr oder um 5 Uhr auf eine Reise aufgebrochen bist. Hast du da verschlafen? Sehr wahrscheinlich nicht, denn die Motivation hat gestimmt.

Wenn Du weist, warum Du morgens aufstehst, wenn Du weist, was deine Priorität ist, dann bist Du bereit für den nächsten Schritt. Die Motivation ist die Grundlage, die dann im nächsten Schritt genutzt wird.

Wie Du morgens aus dem Bett kommst

Mein persönlicher Weckvorgang beginnt schon um 5:30 Uhr über den Apple HomePod geht langsam das Licht im Raum an, während morgendliches Vogelgezwitscher beginnt.

Licht und Vogelgezwitscher sorgen dafür, in einen leichteren Schlaf zu kommen und mögliche Tiefschlafphasen zu verlassen. Manchmal wache ich schon alleine dadurch sanft auf. Manchmal wird es härter.

Ab 5:45 Uhr setzt der Wecker ein – der Alarmton ist eher sanft, aber doch penetrant. Doch der Wecker von meinem iPhone, mein iPhone liegt auf der andern Raumseite unter einem Tisch am Strom. So bin ich gezwungen aufzustehen und mich direkt zu bücken, unter den Tisch zu krabbeln, um den Wecker auszuschalten.

Doch dabei bleibt es nicht, um das Vogelgezwitscher zu deaktivieren, muss ich mich fokussierter durch das iPhone klicken. Schnell anziehen und fertig machen, denn ab 6 Uhr startet die Arbeit in meinem eigenen Unternehmen. Wer zur spät zur Arbeit kommt, muss 2€ zahlen. Dieser kleine Trick mit den 2€ sorgt für eine beachtliche Disziplin. Schließlich steht Geld auf dem Spiel.

Das wichtigste zum frühen Aufstehen

  • 1.) Eine klare Motivation, eine klare Priorität als Antrieb zum Aufstehen
  • 2.) Früh ins Bett gehen, sodass du 8 Stunden schlafen kannst
  • 3.) Aufstehpartner, der dich verantwortlich hält
  • 4.) Mehre Wecker, automatisiert und entfernt vom Bett

Der Wecker ist aus meiner Sicht nur der letzte Schritt, um früh aufzustehen und voranzukommen. Im Zentrum steht die Priorität in der du wachsen möchtest, die Motivation, für die Du die Zeit am Abend aufgibst.

Wie schaffst Du es früh aufzustehen, was motiviert dich? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Herzliche Grüße, euer Fabian

Produktiv in den Tag: Warum ich wieder um 5:30 Uhr aufstehe!

Laut tönt der Wecker durch mein Zimmer und reißt mich aus meinem friedlichen Schlaf. Schnell springe ich aus dem Bett und mache ihn aus – nicht das die Nachbarn aufwachen, denke ich mir verschlafen. Langsam nehme ich meinen Sessel und setze mich in die Küche, wo schon die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne durch das Fenster funkeln.

Einen Moment halte ich inne und öffne das Fenster. Frische Luft strömt hinein. Mein Blick fällt auf ein paar reife Pfirsiche im Obstkorb. Beherzt greife ich zu und genieße das saftigfrische Obst. Zusammen mit einem Glas Wasser mache ich mich konzentriert an die Arbeit. Nur kurz den Laptop auf den Schoß und schon geht es los. Keine Anrufe, keine Nachrichten, nichts was man verpassen könnte, nur die vor mir liegende Aufgabe…

Um 8:30 Uhr war ich fertig. Nur 3 Stunden statt der gewöhnlichen 6 Stunden. Wow, dachte ich mir. Das möchte ich mit euch teilen. Dieses Phänomen nennt sich Deep Work.

Was ist Deep Work?

Deep Work steht vereinfacht für „konzentriertes Arbeiten“, dem gegenüber steht das oberflächliche Arbeiten, die „Shallow Work“.

Konzentriertes Arbeiten ist nicht einfach. Das kann ich dir mit einer einfachen Aufgabe zeigen. Versuche für 2-3 Stunden konzentriert an einem Projekt zu arbeiten. Das Smartphone bleibt dabei aus. E-Mails und Nachrichten sind tabu. Setz dich dafür an einen einsamen Ort, an dem du nicht von anderen Menschen gestört wirst.

Ich finde diese Aufgabe untertags unglaublich schwer. Deep Work ist eine Fähigkeit, die unserer Generation verloren gegangen ist. Auf unseren Smartphones wartet jederzeit die ultimative Informationsflut. An jeder Ecke eine Ablenkung. Da möchte man eigentlich nur kurz einen Beitrag auf verschiedenen Social Media Kanälen posten und schon steckt man wieder drin. 6 Stunden am Smartphone / Tag sind heute leider ganz und gar keine Seltenheit. Dabei wären die meisten Menschen am Laptop deutlich produktiver.

Am Ende ist es die konzentrierte Arbeit, welche Resultate schafft. Resultate über alle Felder hinweg. Vom Fortschritt im eigenen Unternehmen über persönliche Wertvorstellungen bis hin zu Ideen. Alles erfordert Konzentration.

Früh aufstehen als Lösung? Das sind deine Vorteile

Je früher ich den Tag beginne, desto mehr Zeit habe ich in den Morgenstunden. Direkt nach dem schlafen ist unsere Konzentrationsfähigkeit am höchsten. Das liegt an der Ruhe des Morgens. Während die Familie schläft, es auf den Straßen ruhig ist und auf dem Handy keine Anrufe ankommen, steigt die Produktivität.

Niemand ist wach, der etwas von mir möchte. Ich kann mich in Ruhe auf die wichtigste Aufgabe des Tages fokussieren und habe den Morgen ganz für mich alleine. So weit die Theorie, vermutlich bin ich nicht die erste Person die dir davon erzählt. Denn gleich wie gut es sich anhört, wer nicht auf ein paar wichtige Details achtet, der wird sich am Morgen nicht fit und ausgeschlafen konzentrieren können.

Meine Tipps zum frühen Aufstehen

Rund um das frühe Aufstehen kursieren viele Gerüchte. Wenn man das Internet durchsucht, finden sich unzählige Tipps und Vorschläge, wie man sich daran adaptiert. Hier zeige ich euch meine Tipps, die für mich persönlich funktioniert haben. Auf welche Methoden setzt ihr? Schreibt es in die Kommentare.

Ausreichender Schlaf: Frühes Aufstehen ist nicht gleichzusetzen mit einem längeren Tag. Es geht viel mehr darum die Anzahl der produktiven Stunden am Morgen zu erhöhen. Also denk daran rechtzeitig ins Bett zu gehen.

Wecker weg vom Bett: Wer früh aufsteht, braucht einen Wecker und wer sich bewegt steht besser auf. Lege deinen Wecker einfach in die Raummitte. Das Resultat wird dich zum Staunen bringen. Der Weg vom Bett bis zum Wecker wirkt belebend, zumindest bei mir.

Klares Ziel am Morgen: Wenn du morgens erst mal darüber nachdenken musst, was du tun möchtest, wird dein Weg unweigerlich wieder schlafend im Bett landen. Schreib dir am besten einen Abend vorher deine 1-2 Projekte für die ersten 3-4 Stunden des Tages auf. So startest du direkt aus dem Bett mit einem Plan. Je wichtiger dieses Projekt (und umso knapper die Timeline), desto höher steigt meine Motivation.

Esse und trinke: Direkt aus dem Bett erst mal in ein leckeres Obst beißen und herrlich kühles Wasser trinken, so lässt es sich leben. Früh morgens geht es nicht darum satt zu werden (zumindest für mich) – im Gegenteil, es geht viel mehr darum wach zu werden.

Frische Luft atmen: Das Zimmer wurde über die Nacht stickig. Gehe kurz hinaus, um die frische Luft des neuen Tages zu atmen. In meinem Fall öffne ich einfach das Küchenfenster.

Bist du morgen auch mit dabei?

Das waren meine Gedanken zum frühen Aufstehen. Wie siehst du das Thema? Was machst du in deinen Morgenstunden? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

Grüße, euer Fabian

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