Laut tönt der Wecker durch mein Zimmer und reißt mich aus meinem friedlichen Schlaf. Schnell springe ich aus dem Bett und mache ihn aus – nicht das die Nachbarn aufwachen, denke ich mir verschlafen. Langsam nehme ich meinen Sessel und setze mich in die Küche, wo schon die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne durch das Fenster funkeln.

Einen Moment halte ich inne und öffne das Fenster. Frische Luft strömt hinein. Mein Blick fällt auf ein paar reife Pfirsiche im Obstkorb. Beherzt greife ich zu und genieße das saftigfrische Obst. Zusammen mit einem Glas Wasser mache ich mich konzentriert an die Arbeit. Nur kurz den Laptop auf den Schoß und schon geht es los. Keine Anrufe, keine Nachrichten, nichts was man verpassen könnte, nur die vor mir liegende Aufgabe…
Um 8:30 Uhr war ich fertig. Nur 3 Stunden statt der gewöhnlichen 6 Stunden. Wow, dachte ich mir. Das möchte ich mit euch teilen. Dieses Phänomen nennt sich Deep Work.
Was ist Deep Work?
Deep Work steht vereinfacht für „konzentriertes Arbeiten“, dem gegenüber steht das oberflächliche Arbeiten, die „Shallow Work“.
Konzentriertes Arbeiten ist nicht einfach. Das kann ich dir mit einer einfachen Aufgabe zeigen. Versuche für 2-3 Stunden konzentriert an einem Projekt zu arbeiten. Das Smartphone bleibt dabei aus. E-Mails und Nachrichten sind tabu. Setz dich dafür an einen einsamen Ort, an dem du nicht von anderen Menschen gestört wirst.
Ich finde diese Aufgabe untertags unglaublich schwer. Deep Work ist eine Fähigkeit, die unserer Generation verloren gegangen ist. Auf unseren Smartphones wartet jederzeit die ultimative Informationsflut. An jeder Ecke eine Ablenkung. Da möchte man eigentlich nur kurz einen Beitrag auf verschiedenen Social Media Kanälen posten und schon steckt man wieder drin. 6 Stunden am Smartphone / Tag sind heute leider ganz und gar keine Seltenheit. Dabei wären die meisten Menschen am Laptop deutlich produktiver.
Am Ende ist es die konzentrierte Arbeit, welche Resultate schafft. Resultate über alle Felder hinweg. Vom Fortschritt im eigenen Unternehmen über persönliche Wertvorstellungen bis hin zu Ideen. Alles erfordert Konzentration.
Früh aufstehen als Lösung? Das sind deine Vorteile
Je früher ich den Tag beginne, desto mehr Zeit habe ich in den Morgenstunden. Direkt nach dem schlafen ist unsere Konzentrationsfähigkeit am höchsten. Das liegt an der Ruhe des Morgens. Während die Familie schläft, es auf den Straßen ruhig ist und auf dem Handy keine Anrufe ankommen, steigt die Produktivität.
Niemand ist wach, der etwas von mir möchte. Ich kann mich in Ruhe auf die wichtigste Aufgabe des Tages fokussieren und habe den Morgen ganz für mich alleine. So weit die Theorie, vermutlich bin ich nicht die erste Person die dir davon erzählt. Denn gleich wie gut es sich anhört, wer nicht auf ein paar wichtige Details achtet, der wird sich am Morgen nicht fit und ausgeschlafen konzentrieren können.
Meine Tipps zum frühen Aufstehen
Rund um das frühe Aufstehen kursieren viele Gerüchte. Wenn man das Internet durchsucht, finden sich unzählige Tipps und Vorschläge, wie man sich daran adaptiert. Hier zeige ich euch meine Tipps, die für mich persönlich funktioniert haben. Auf welche Methoden setzt ihr? Schreibt es in die Kommentare.
Ausreichender Schlaf: Frühes Aufstehen ist nicht gleichzusetzen mit einem längeren Tag. Es geht viel mehr darum die Anzahl der produktiven Stunden am Morgen zu erhöhen. Also denk daran rechtzeitig ins Bett zu gehen.
Wecker weg vom Bett: Wer früh aufsteht, braucht einen Wecker und wer sich bewegt steht besser auf. Lege deinen Wecker einfach in die Raummitte. Das Resultat wird dich zum Staunen bringen. Der Weg vom Bett bis zum Wecker wirkt belebend, zumindest bei mir.
Klares Ziel am Morgen: Wenn du morgens erst mal darüber nachdenken musst, was du tun möchtest, wird dein Weg unweigerlich wieder schlafend im Bett landen. Schreib dir am besten einen Abend vorher deine 1-2 Projekte für die ersten 3-4 Stunden des Tages auf. So startest du direkt aus dem Bett mit einem Plan. Je wichtiger dieses Projekt (und umso knapper die Timeline), desto höher steigt meine Motivation.
Esse und trinke: Direkt aus dem Bett erst mal in ein leckeres Obst beißen und herrlich kühles Wasser trinken, so lässt es sich leben. Früh morgens geht es nicht darum satt zu werden (zumindest für mich) – im Gegenteil, es geht viel mehr darum wach zu werden.
Frische Luft atmen: Das Zimmer wurde über die Nacht stickig. Gehe kurz hinaus, um die frische Luft des neuen Tages zu atmen. In meinem Fall öffne ich einfach das Küchenfenster.
Bist du morgen auch mit dabei?
Das waren meine Gedanken zum frühen Aufstehen. Wie siehst du das Thema? Was machst du in deinen Morgenstunden? Schreib deine Meinung in die Kommentare.
Grüße, euer Fabian