Mit Prioritäten gegen FOMO

Wir haben Mitte November und seit meinem letzten Beitrag sind nun wieder über vier Wochen vergangen. Ein Monat voller Herausforderungen und persönlichem Wachstum liegt hinter mir. Die Welt ist kurzweiliger als jemals zu vor und alles schreit nach Aufmerksamkeit und Zeit. In diesem Beitrag gebe ich euch meine neue Strategie gegen die berüchtigte „Fear of missing out“ (Kurz: FOMO) mit auf den Weg.

Was ist FOMO („Fear of missing out“) ?

Kurz: FOMO beschreibt die Angst vor dem verpassen spannender Events.

Erinnerst du dich an einen Moment in deinem Leben, wo du viel zu viele Einladungen erhalten hast? Mir kommt das sehr bekannt vor. Statt Prioritäten zu setzen bin ich früher von einer Veranstaltung zur anderen gehetzt um ja nichts zu verpassen. Doch in einer Welt voller Optionen führt dieser Weg nicht ins Glück.

Setze dir Prioritäten im Leben

Vor ca. vier Wochen wurde mir das besonders bewusst. „Fabian, du springst nur noch von einem Event zum anderen, bist immer am arbeiten.“ – solche Worte haben Konsequenzen. Ich habe Prioritäten als Struktur gegen die FOMO entdeckt. Setze dir Prioritäten in unterschiedlichen Bereichen deines Lebens und wähle maximal drei Bereiche.

Ein Beispiel ist bei mir der Bereich Gesundheit. Hier setze ich eine Priorität auf mein Training. In der Konsequenz verpflichte ich mich regelmäßig an drei Tagen in der Woche, ins Boulderhaus Heidelberg trainieren zu gehen. An diesen drei Tagen hat das Training Priorität und alle anderen Veranstaltungen haben sich dem unter zu Ordnen.

Ich habe dann nicht mehr die Frage wie ich z. B. an Halloween auf 2-3 Partys gleichzeitig bin, sondern ich bin an diesem Tag wie sonst auch trainieren und genau darauf darf ich stolz sein. Genau dieser Stolz, diese Freude ist es, welcher die „Fear of missing out“ fern hält. Schließlich habe ich die beste Wahl gemäß meiner Prioritäten getroffen.

Hast du Prioritäten in deinem Leben und wie gehst du mit FOMO um? Schreib es in die Kommentare, ich freue mich drauf von dir zu lernen.

Unternehmertum, Glück und die Schmerzen des Wachstums

Die letzten Monate waren wild und Besserung ist, wenn überhaupt, erst am Horizont in Sicht. Auch der letzte Beitrag hier im Blog ist schon etwas länger her. Doch dafür habe ich allerlei neue Gedanken und Erfahrungen für euch gesammelt. In diesem Beitrag möchte ich ein paar zu Unternehmertum, Glück und Wachstumsschmerzen mit euch teilen.

Wir haben Oktober und sind damit geschäftlich mitten im vierten Quartal des Jahres. Das bedeutet vor allem eines: Arbeit über Arbeit. Das ist dieses Jahr in Anbetracht der schlechten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Dafür bin ich definitiv dankbar.

Dankbar, aber auch Glücklich?

Man könnte also sagen, eigentlich läuft es ganz gut und ich hätte jeden Grund glücklich zu sein.  Aber bin ich es wirklich, bin ich gerade wirklich glücklich? 

Unternehmerisches Wachstum mag großartig sein und dennoch tut es weh. Am Ende gleicht es einem großen Spiel. Von einem Level zum anderen wollen neue immer größere Herausforderungen gelöst werden. Prozesse müssen darauf hin verbessert und angepasst werden. Sonst habt ihr ein Problem, bzw. eine „Herausforderung“ vor euch.

Der Feuerwehrmann im Unternehmen

Wenn Prozesse nicht gelöst sind, dann laufen sie alle an der Spitze auf – diese Spitze, die seid ihr (nur zur Sicherheit) – und aus dem Unternehmer wird schnell ein rastloser Feuerwehrmann. Von einem Großbrand zum anderen, stetig löschend, alles gebend, nur damit die Brände nicht außer Kontrolle geraten. 

Manchmal fühle ich mich genau wie dieser Feuerwehrmann, sowohl im Geschäftsleben als auch im Privatleben. Wobei Moment, Privatleben… was ist das eigentlich? Naja, zumindest ein paar von euch werden es kennen.  

Arbeite mehr am und weniger im Unternehmen – Lösche das Feuer

Gerade in diesen Zeiten darf man sich nicht dazu verleiten lassen immer mehr im Unternehmen zu arbeiten. Das mag im ersten Moment nicht intuitiv klingen, doch die Arbeit im Unternehmen ist lediglich der Quick Win. Für einen kurzen Moment ist deine vermeintliche Herausforderung gelöst. Doch dann kommen schon viele duzende, wenn nicht sogar hunderte neue auf dich zu.

Wer bei Problemen immer wieder im Unternehmen arbeitet wird, die Probleme nicht dauerhaft lösen. Wirkliche langfristige Besserung, ein Long Win, kann nur durch Arbeit am Unternehmen stattfinden. Immer wieder anfallende Herausforderungen müssen vom internen Team auch ohne die Hilfe des einen Unternehmers gelöst werden. 

Die meisten Unternehmen haben in der Regel viele Brandherde, statt seine Energie wie einen Nieselregen auf allen Feuern zu verbreiten, braucht es einen gebündelten Wasserstrahl, damit das Feuer – zumindest an einer Stelle nach der anderen —  langfristig gelöscht wird. Diesen Wasserstrahl nennen wir den Flaschenhals des Unternehmens. 

Finde den Flaschenhals in deinem Unternehmen

Gleich ob es um Produkt, Vertrieb, Mitarbeitergewinnung, Rechtsfragen oder das Management geht — irgendwo liegt immer ein Flaschenhals. Diese entscheidende Engstelle muss gefunden werden und durch smarte, möglichst automatisierte Prozesse behoben werden. 

Sonst ist ein weiteres Wachstum in vielen Fällen kaum möglich. Gut, dass hört sich nun viel einfacher an als es getan ist. Denn dahinter steht eine sehr anspruchsvolle Aufgabe mit einem Berg von Arbeit.  

Zurück zu mir. Gerade ist es in meinen Unternehmungen vor allem das Management an dem es etwas hakt. Wer ist zuständig? Wie funktioniert der entsprechende Prozess? Denn wenn sich keiner deiner Mitarbeiter zuständig fühlt bist es am Ende immer als Unternehmer. 

Schaffe Ownership

Doch Zuständigkeit, sogenannte Ownership lässt sich gezielt schaffen. Wer Mittarbeitern Entscheidungsspielräume gibt und sie dazu ermutigt Ownership zu ergreifen, der ist auf einem guten Weg.

Die Alternative – alleinige Ownership des Unternehmers – ist nicht gesund, dass habe ich mittlerweile auch realisiert. .

Denn der Erfolg, das Wachstum, fordert seine Opfer. 

Da stellt sich unweigerlich die Frage: Bin ich gerade wirklich glücklich? 

Wann habt ihr euch in euren Leben das letzte mal diese Frage gestellt und was war eure Antwort. Schreibt es gerne in die Kommentare und lasst uns über Unternehmertum, Glück und Wachstumsschmerzen sprechen.

Was haben erfolgreiche Gründer gemeinsam? Leistungssport

Ca. 80 % aller Millionäre sind Unternehmer. Als erfolgreiche Gründer halten Sie beachtliche Anteile an Ihren Gesellschaften, die einen großen Teil von Ihrem Vermögen ausmachen. Doch was haben Sie noch gemeinsam, welche Persönlichkeitseigenschaft war es, die Ihnen zum Erfolg verholfen hat? 

Der Wissenschaftler Dr. Dr. Rainer Zitelmann hat sich genau dieser Frage in seiner Forschung gewidmet und kam zu einem erstaunlichen Resultat. Die meisten Gründer sind mit verschiedensten Geschäftsmodellen erfolgreich geworden, doch hatten eines gemeinsam: Leistungssport

Welche Persönlichkeitseigenschaft lässt sich daraus ableiten und wie lässt sie sich stärken? In diesem Beitrag gehe ich tiefer auf diese Eigenschaft ein und gebe euch 6 Tipps an die Hand, wie Ihr sie in eurem Leben fördern könnt.

Warum haben (fast) alle Millionäre eine Vergangenheit im Leistungssport?

Weshalb sind oder waren fast alle erfolgreichen Gründer Leistungssportler. Darüber lässt sich nur mutmaßen. So ist es beim Leistungssport wichtig, eine hohe Disziplin an den Tag zu legen und über Jahre hinweg 3-mal und mehr pro Woche zu trainieren. Beim Training muss für einen wahren Erfolg regelmäßig auch die Schmerzgrenze angerissen werden. Dafür darfst du kein Weichei sein.

Wer jedes Mal im Fitnessstudio nur entspannt mit den 2 Kilo Hanteln arbeitet, wird langfristig zwar ein entspanntes Training haben, aber niemals so weit kommen wie jene Person, die alles gibt und schon nach kürzester Zeit mit den 15 Kilo Hanteln trainiert. Sobald das Training zu angenehm wird, muss man den inneren Schweinehund überwinden und es härter machen. 

Es ist die Beharrlichkeit, die Leistungssportler und Unternehmer verbindet!

Wer ein Unternehmen gründet, braucht Persistence, auf Deutsch Beharrlichkeit. Es geht darum, sich sein Ziel vor Augen halten zu können und auch weiter zu machen, wenn der schnelle Erfolg ausbleibt. 

Die Parallele zum Leistungssport wird schnell klar, niemand wird als Sportler geboren. Nur durch beharrliches Training und viele Misserfolge auf dem Weg wird am Ende der Erfolg geschaffen. 

Zu viele Menschen geben zu schnell auf, egal ob es um den Sport oder ein eigenes Unternehmen geht. Noch mehr Menschen reden zwar, aber fangen niemals an. Statt alle 2 Monate etwas Neues anzufangen, sollten wir das, was wir tun, beharrlich weiter führen.

Erfolg kommt nicht einfach über Nacht, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit. Jeder, der es wahrhaftig möchte, kann es schaffen. Glück alleine ist nicht der entscheidende Faktor. Es ist vielmehr wie beim Münzwurf: Du musst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Doch je häufiger du die Münze wirfst, desto wahrscheinlicher ist es zu gewinnen. 

Meine Tipps für Beharrlichkeit als Gründer und Leistungssportler

Ein Ziel immer weiter zu verfolgen, auch wenn der Erfolg nicht schnell kommt, das ist keine einfache Sache. Darum habe ich anbei ein paar Tipps für euch, die zumindest bei mir funktionieren. 

1. Motivierte Geschäftspartner/ Motivierte Trainingspartner 

Aus meiner Erfahrung ist der wichtigste Faktor im Leistungssport ein Trainingspartner. Wenn du alleine trainierst, lässt sich immer ein Grund finden, das Training auf „Morgen“ zu verschieben. Doch sobald ein Trainingspartner oder eine Trainingsgruppe auf einen wartet, sieht es völlig anders aus. 

Dieser Sachverhalt aus dem Leistungssport lässt sich auch auf das Unternehmen übertragen. Mit einem motivierten Geschäftspartner geht es eher voran als alleine. Schließlich lässt sich die Arbeit am eigenen Unternehmen in vielen Fällen ohne Probleme um einen Tag aufschieben. Sobald du nicht mehr alleine gründest, wird sich das ändern. 

2. Regelmäßige Arbeitstermine / Regelmäßiges Training 

Neben dem Trainingspartner braucht es feste Trainingstermine, die nur in absoluten Ausnahmen verlegt werden. Durch die festen Termine lernst du mehr und mehr Menschen im Training kennen und machst das Training zu Gewohnheit. So hältst du dir immer den Platz für das Training in der Woche frei und wirst stärker. 

Auch beim Gründen hilft es sehr, sich regelmäßig auszutauschen und über Dinge wie den Fortschritt zu reflektieren und die Aufgaben der kommenden Woche zu betrachten. Letztlich sind regelmäßige Arbeitstermine vor allem beim Aufbau von einem Sidehustle unglaublich wichtig. Nur so sind die entsprechenden Zeiten sicher blockiert, die ansonsten mit Freizeitaktivitäten konkurrieren. 

3. 120 % statt 80 % geben

Überschreite die Schmerzgrenze. Wenn du etwas tust, dann tu es mit 120 %, fokussiere dich vollständig darauf und gib alles. Es ist vielleicht einfacher, beim Training gemütlich zu reden und sich nur 80 % anzustrengen. Doch effektiv wird das Training, wenn man sich gegenseitig anfeuert und aus der Komfortzone gejagt wird. 

Ähnlich ist es auch beim Gründen. Weniger Reden und mehr machen ist angesagt. Es ist immer schön, sich gemütlich zu unterhalten. Am Ende des Tages muss aber die Arbeit gemacht werden und das mit 120 % um der Konkurrenz voraus zu sein. 

4. Strukturiert Arbeiten / Strukturiert Trainieren

Strukturen sind nicht nur bei der Regelmäßigkeit der Traingstermine entscheidend, sondern auch beim Training selber. Nur mit sinnvollen messbaren Strukturen lässt sich der Trainingserfolg nachhaltig steuern. Wer zum Beispiel gelegentlich gemütlich Bouldern geht, wird niemals so weit kommen wie jene Person, die regelmäßig 3-mal pro Woche eine strukturiere Bouldersession inklusive Training macht. 

Solche Strukturen helfen dabei, weniger über das anstehende nachzudenken und mehr zu schaffen. Auch die eigene Arbeit sollte solche Strukturen und Routinen aufweisen. Das erhöht die Beharrlichkeit. 

5. KISS: Keep it simple, stupid 

Je komplexer die Übungen werden, desto schwieriger ist die Ausführung und desto wahrscheinlicher ist es, die Beharrlichkeit zu verlieren. Halte darum deine Übungen einfach — für das Fitnessstudio bedeutet das zum Beispiel: Mache an allen Geräten nur die Standartübungen. 

Für die Betriebsstrukturen gilt dasselbe. Je komplexer die Strukturen, desto mehr kann letztlich schiefgehen und plötzlich hört man auf, beharrlich weiter zu arbeiten. Komplexere Strukturen machen auch Mitarbeiter potenziell schwerer ersetzbar und im Optimalfall sollte niemand unersetzlich sein. 

6. Halte dir vor Augen, wo du in 10 Jahren sein kannst – nicht wo du nach einem Monat bist. 

Die meisten Menschen unterschätzen, wo man in 10 Jahren sein kann und überschätzen, wo man nach 1 Monat oder einem Jahr ist. Um das zu verhindern, hilft es sich seine Ziele aufzuschreiben und zu visualisieren, so kann man heute schon fühlen, wie sich der Erfolg von morgen anfühlen wird. Das hilft dabei, beharrlich weiter zu arbeiten. 

Ein Beispiel hierfür sind Investments an der Börse. Du verzichtest auf eine Befriedigung durch Konsum im Hier und Jetzt und verschiebst diesen Konsum um einen Anlagehorrizont von mindestens 15 Jahre in die Zukunft. Um das durchzuhalten, musst du dir vor Augen halten, weshalb du das tust und dich drauf fokussieren wo dich dein Weg in Zukunft hinführen wird. 

Soweit von mir heute aus Heidelberg. Ich genieße jetzt noch das schöne Wetter und gehe gleich raus ins Boulderhaus zum Training.

Machst du Leistungssport und wie motivierst du dich dazu, beharrlich zu bleiben? 

Das Pareto Prinzip oder wie du mit 20 % deiner Zeit 80 % deiner Aufgaben erledigst

Schon vor einiger Zeit bin ich in mehreren Büchern (Tim Ferriss, Richard Branson…) auf das Pareto Prinzip gestoßen, häufig auch als 80-20-Regel bezeichnet. Es besagt, dass mit nur 20 % Einsatz ganze 80 % vom Ergebnis erreicht werden.

Was es mit dieser verrückt klingenden These auf sich hat und welche Risiken damit verbunden sind, darum geht es in diesem Beitrag.

Kenne die Regeln: Das 80/20-Prinzip

Woher kommt das Pareto Prinzip?

Das Pareto Prinzip ist eine aus Beobachtungen entstandene Annahme. Erstmalig beschrieben wurde es durch den Italiener Vilfredo Pareto im Jahr 1906, welcher die Verteilung der italienischen Vermögen untersuchte. Dabei stellte er fest, dass 80 % des Kapitals in den Händen von 20 % der Familien konzentriert war.

Pareto schlug daher vor, dass sich Banken nur noch um diese 20 % der Bevölkerung kümmern sollten, um Ihre Profitabilität zu erhöhen. Das kam bei den übrigen 80 % der Bevölkerung allerdings nicht so gut an. 😛

Was besagt das Pareto Prinzip?

Das Pareto Prinzip, auch 80/20-Regel genannt, besagt das 20 % vom Einsatz für 80 % vom Ergebnis verantwortlich sind. Mittlerweile wurde das Prinzip aus der Vermögensverteilung auch in zahlreiche andere Bereiche übertragen:

  • B2B Vertrieb: 20 % der Kunden sind für 80 % des Umsatz verantwortlich
  • Produktivität: 20 % der Anstrengung reichen für 80 % der Arbeitserfüllung
  • Verkehr: 20 % der Straßen tragen 80 % des Verkehrsaufkommens
  • Internet: 20 % aller Websites erhalten 80 % aller Aufrufe
  • und so weiter…

Wer das Pareto Prinzip versteht und für sich einsetzt, kann enorme Kosten einsparen und gleichzeitig die Produktivität bei sinkender Arbeitszeit steigern.

Wie verwendet man das Pareto Prinzip?

Wenn du das Pareto Prinzip auf einen Sachverhalt anwenden möchtest, solltest du im ersten Schritt überprüfen, ob das Prinzip für deinen spezifischen Sachverhalt stimmt.

Nehmen wir das Beispiel Zeitmanagement. Für diesen Anwendungsfall können wir annehmen, dass wir in 20 % der Zeit 80 % vom Ergebnis erreichen können. Damit das funktioniert, müssen diese 3 Schritte erfolgen:

Identifizieren der relevanten Aufgaben

Welche Aufgaben sind wichtig und dringend? Welche Aufgaben sind wichtig, aber nicht dringend? Achte darauf, auch wichtige Aufgaben anzugehen, die nicht dringend sind, aber den größten Einfluss auf dein Leben haben können.

Wenn du die relevante Aufgabe definiert hast geht es an den nächsten Schritt.

Konzentriert Arbeiten

Das konzentrierte Arbeiten in beschränkter Zeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Du wirst immer so lange benötigen, wie du Zeit hast. Reduziere deine Zeit und deine Ressourcen auf 20 % und arbeite konzentriert. Du wirst vermutlich keine 100 % der Aufgabe erledigen, aber nah rankommen.

Beschränkte Ressourcen akzeptieren

Akzeptiere darum, dass du nur 80 % anstrebst und gehe geschickt mit der knappen vorhandenen Zeit um, damit du das beste Resultat erzielst.

Welche Risiken hat das Pareto Prinzip?

Richtig angewendet liegt das größte Risiko des Pareto Prinzips darin, Aufgaben nicht zu erfüllen, welche aus übergeordneten Gründen erfüllt werden müssen.

Dieser Fehler zieht sich schon seit der ersten Schlussfolgerung von Pareto durch die Geschichte. Wenn sich Banken nur auf 20 % aller Kunden fokussieren und den restlichen 80 % die Dienstleistungen verwehrt, dann wird es unweigerlich zu Unruhen in der Bevölkerung kommen.

Die Produktivität lässt sich durch das Pareto Prinzip und eine weitere Optimierung nur begrenzt erhöhen. Studien haben gezeigt, dass mit wachsendem Stress die Produktivität zunächst steigt und dann schlagartig absinkt. Ab diesem Zeitpunkt bringt ein Mehr an Arbeit keinen Fortschritt, sondern nur einen schnelleren Abfall der Produktivität.

Wo verwendet Ihr das Pareto Prinzip?

Not-To-Do-Listen: 8 Gewohnheiten, ohne die du produktiver bist.

Vernachlässige niemals deinen Körper.

Mit einer Not-To-Do-Liste lässt sich die eigene Produktivität oft schneller steigern als mit einer To-Do-Liste.

Die Begründung ist einfach: All das, was du nicht tust, entscheidet darüber, was du letztlich tun kannst.

Mir sind diese zehn negativen Angewohnheiten aufgefallen, die man zugunsten einer höheren Produktivität abstellen sollte. Unter den einzelnen Punkten geht es um ihren Sinn und wie du sie persönlich im Alltag umsetzen kannst.

1. Versuche nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen

Hier eine Veranstaltung, dort ein Termin – wer viele Menschen kennt und unternehmerisch erfolgreich ist, der erhält zahlreiche Einladungen.

Aus meiner Erfahrung sind 4-5 konkurrierende Termine an einem Tag keine Seltenheit. Daraus die „richtige“ Auswahl zu treffen ist nicht immer einfach. Doch nur wenn du lernst „Nein“ zu sagen, hast du die Zeit, weitere Entscheidungen zu treffen und deinen Zielen zu folgen.

Aber welche Einladungen und Veranstaltungen sagt man ab und welche nicht?

Ich lasse mir bei solchen Entscheidungen durch übergeordnete Ziele helfen. Eines dieser Ziele ist zum Beispiel die körperliche Gesundheit. Sie besteht nicht nur aus einer gesunden Ernährung, sondern auch aus regelmäßigem Trainieren. Doch Trainieren benötigt Zeit und man kann es auch noch „morgen“ machen.

Aus meiner Sicht eben nicht. Ist ein Trainingstermin einmal ausgefallen, so lässt er sich nie wieder nachholen. Wenn nun Termine zu meinen regelmäßigen Trainings konkurrieren, so fällt die Wahl in der Regel auf das Training. Denn nur durch regelmäßigen Sport lässt sich die Gesundheit bewahren.

2. Konsumiere keine sozialen Medien (und kein TV)

Facebook, Instagram, Twitter und TikTok haben nur ein Ziel: Deine Aufmerksamkeit. Ihr Geschäftsmodell ist es, deine Aufmerksamkeit an Werbetreibende zu verkaufen. Je mehr Zeit du auf ihren Plattformen verbringt, desto mehr Werbung kannst du sehen (sogenannte Impressions) und desto mehr Geld verdienen die Plattformen an dir.

Das ist absolut legitim und von den Plattformen nicht verwerflich, aber möchtest du dein Leben wirklich vor dem Bildschirm verbringen? Möchtest du dir durch Werbetreibende suggerieren lassen, unglücklich zu sein und neue Produkte zu benötigen?

Ich nicht.

Eigentlich müsste ich dir raten, soziale Netzwerke von deinem Smartphone zu löschen, doch gibt es Gründe, die dagegen sprechen. Über soziale Medien erreichst du Menschen und genau dafür solltest du sie auch nutzen. Werde zum Content Greator und produziere aktiv Inhalte, statt stundenlang zu konsumieren.

3. Vermeide lange Telefonate um jeden Preis

Die meisten langen Telefonate bringen nichts, außer für die eigene Unterhaltung – im wahrsten Sinne des Wortes. Vermeide lange Telefonate in deiner Arbeitszeit, um Dinge effektiv und schnell zu erledigen. GTD (Getting Things Done) sollte das Ziel sein.

Sobald jemand im Businesskontext anruft und fragt: „Wie gehts?“, solltest du auf der Hut sein und rennen. Starte Gespräche lieber mit einem „Was gibts?“ oder einem „Ich habe nur 2 Minuten Zeit, aber wie kann ich dir helfen?“. Mit diesen Formulierungen kommst du zum Punkt GTP (Getting To the Point) und führst das Gespräch in eine produktive Richtung.

4. Mache dein Glück nicht von anderen abhängig

Manche Menschen tragen die Überzeugung in sich, dass dieses oder jenes passieren muss, damit sie glücklich sind. Sie machen sich vollständig von anderen Menschen abhängig.

Ein bekanntes Beispiel ist die Partnerwahl. Manche Männer denken, wenn sie nur eine Freundin hätten, wäre Ihr Leben aufregend und spannend – wer möchte mit solch einem Mann zusammen sein?

In Wirklichkeit ist es eher umgekehrt: Wenn du zuerst ein aufregendes und spannendes Leben führst, dann wollen dich Menschen in diesem Leben begleiten.

Ähnlich ist es auch in der Wirtschaft. Wage dich aus deinen Komfortzonen und nimm dein Leben selber in die Hand, statt dich in eine Abhängigkeit zu begeben und dein Glück von einer nächsten Beförderung oder Ähnlichem abhängig zu machen.

5. Versuche nicht alles dauerhaft im Blick zu behalten

Um im Leben voranzukommen, muss man auch mal die kleinen schlechten Dinge geschehen lassen. Das nicht zu tun ist vielleicht einer der größten Fehler, die man als frisch gebackener Unternehmer machen kann.

Vielleicht hast du gerade 5 Minuten Zeit, um die Nachrichten oder die E-Mails zu checken, aber hast du auch Zeit für die Konsequenzen? Sobald du in deine Inbox schaust, können dir potenzielle Probleme und Herausforderungen begegnen. Hast du die Zeit, sie zu lösen?

Vermutlich nicht und wenn, geht es zulasten der eigentlichen Ziele. Was sind die 20 % der Arbeit, welche langfristig 80 % der Resultate bringt? In unserer immer schnelllebigeren Welt bleiben solche Dinge, die wichtig, aber nicht dringend sind, häufig auf der Strecke. Wenn du den Blick vom Tagesgeschäft löst, hast du die Zeit und die Möglichkeit, diese Dinge anzugehen.

6. Mach es nicht allen Recht, sondern stehe zu deinen Überzeugungen

Es gibt nicht den einen Weg zum Erfolg, aber einer der einfachsten Wege zum Misserfolg ist es, allen alles recht zu machen. Dieses Prinzip gilt auf zahlreichen Ebenen.

Nutze das Paretoprinzip und mache eine 80/20 Analyse auf deinem Kundenstamm (im B2B Geschäft) oder auf deinen verkauften Produkten (im B2C Geschäft).

Welche 20 % des Kundenstamms, welche 20 % des Produktsortiments bringen 80 % der Gewinne? Denke darüber nach, dich von finanziell nicht rentablen Kunden und Produkten zu trennen. Häufig sorgt ein etwas schmaleres Sortiment, ein konzentrierter Kundenstamm für bessere Verkäufe mit weniger Stress und Aufwand.

Wenn du es nicht immer allen Leuten recht machst, wirst du mit mehr Gegenwind rechnen müssen, dafür kommst du aber auch schneller voran, sodass es ein recht natürlicher Fahrtwind ist. Fast alle erfolgreichen Personen haben in einem hohen Grad eine sogenannte „unagreeableness“, sie sind auf ihre Art und Weise kontrovers und nicht jeder mag ihnen zustimmen und nicht jedem wollen Sie es recht machen.

7. Arbeite nicht um der Arbeit wegen, setze dir Prioritäten

Vieles scheint dringend und wichtig zu sein. Doch in Wirklichkeit ist es das meiste nicht. Wenn du für jeden Tag deine wichtigste Aufgabe festlegst, welche in dem Feld „Wichtig aber nicht dringend“ sein sollte, wirst du gut vorankommen.

Im Gegenzug passieren auch mal Missgeschicke, wenn du die großen wichtigen Dinge erledigst. Doch dafür wirst du vorankommen. Eine der besten Antworten auf Überforderung liegt in der Definition des Wichtigen, was dein Leben grundlegend verändern kann. Eine der schlechtesten Antworten wäre mehr zu arbeiten, der Arbeit wegen.

8. Vernachlässige niemals deine Gesundheit und wichtige Beziehungen, denn die Arbeit kann diese Lücken nicht füllen

Weniger schlafen und weniger Sport treiben um mehr zu Arbeiten? Auf keinen Fall, denn Arbeit ist nicht alles im Leben. Plane dein Leben und verteidige es gegen die Arbeit. Blockiere dir echte Freiräume und echte Auszeiten, denn Arbeit kann nicht die Zeit mit deinen Liebsten ersetzen.

Genieße das Leben in vollen Zügen und nutze deine begrenzte Zeit auf diesem Planeten. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann konzentriere dich einfach mal darauf, nichts zu tun.

Welche anderen Verbote würdest du in deine Not-To-Do-Liste packen?

Minimalismus: Der Hack für den Abwasch

Wenn du schon mal in einer Wohnung ohne Spülmaschine gelebt hast, wirst du das Problem kennen: Der Abwasch macht sich nicht von alleine. So sammelt sich über den Tag … oder die Woche(n) … immer mehr und mehr Geschirr in der Küche.

Als Folge musst du dir für den Abwasch immer mehr Zeit nehmen, was den Abwasch aber gleichzeitig immer unwahrscheinlicher macht. Diese Spirale endet so manches Mal erst, sobald auch der letzte Teller, der letzte Topf und der letzte Löffel schmutzig ist.

Wenn alle anderen Optionen verbaut sind und der nächste Hunger kommt, führt kein Weg mehr am Abwasch vorbei. Doch dieser Weg des Abwasches wird kein Leichter sein, denn der Abwasch ist schwer.

Hartnäckig halten sich eingetrocknete Essensreste am Geschirr und selbst mit langem Einweichen geht es nur mühselig voran. Eines Tages dachte ich mir: Da muss es doch eine Lösung geben?! (- abseits von einem Abwasch direkt nach dem Essen).

Vielleicht hilft ein geringerer Geschirrverbrauch…

Mein erster Gedankengang lief ungefähr folgendermaßen ab: Mm … vielleicht sollte ich weniger Geschirr beim Essen verwenden, dann muss ich weniger abwaschen. Das erste Samenkorn war gepflanzt und ich habe angefangen, die Nudelpfanne aus der Pfanne und die Tortellini aus dem Topf zu essen. 

Nur gelöst hat es nichts. Denn das Vorgehen hatte einen Haken: Jetzt stand der Abwasch länger in der Küche, schließlich hatte das vorhandene Geschirr länger gehalten. Das war nicht wirklich das gewünschte Resultat. Nun hatten die Essensreste noch mehr Zeit, um schön tief einzutrocknen. Also habe ich weiter drüber nachgedacht … und da kam mir des Problems Lösung.

Minimalismus in der Küche

Statt bei der Verwendung vom Geschirr zu sparen, sollte ich einfach die Anzahl des vorhandenen Geschirrs reduzieren. Der Gedankengang ist einfach: Wer nur 2 Teller, 2 Set Besteck, 2 Bettchen, 1 Topf und eine Pfanne hat, der ist nicht in der Lage, einen Berg von Geschirr in der Küche zu sammeln. 

Die Küche und der Hunger wirken disziplinierend. Denn nach nur 1-2 Mahlzeiten ist Schluss und es muss abgewaschen werden. Wie man dann hungrig in die Küche geht und feststellt, dass es kein Geschirr mehr hat, kommt der zweite Vorteil zum Tragen.

Der Abwasch geht leicht von der Hand. Für 2 Sets Geschirr braucht es einfach nicht lange und wenn die Essensreste nicht eingetrocknet sind, geht es gleich noch deutlich besser. Dieser schnelle und einfache Abwasch ist gemütlich vor dem nächsten Essen zu machen, schließlich hat man Hunger und keine andere Wahl.

Aber was, wenn Freunde zum Essen kommen? 

Ich habe gerne Gäste zu Besuch und du vielleicht auch. Da wird es mit 2 paaren Besteck natürlich schnell mal etwas enger. Aber deswegen auf die soziale Komponente im Leben zu verzichten macht natürlich auch keinen Sinn. Über die Zeit haben sich bei mir zwei valide Optionen herauskristallisiert.

a) Das Geschirr aus dem Keller 

Niemand sagt, das man sein Geschirr wegschmeißen, verkaufen oder verschenken muss. Stattdessen kann man auch einfach eine Kiste mit Tellern und Besteck in den Keller stellen. Wenn ein größerer Besuch kommt, holt man sie schnell hoch und kann jeden herzlich ausstatten. 

b) Das Geschirr von Gästen

Wer keinen Keller hat oder größere etwas Feiern veranstaltet, der stößt schnell an seine Grenzen. Dabei ist die Lösung recht einfach. Wenn die Gäste auf der Gartenparty eh schon einen Salat oder Grillgut mitbringen, dann können sie auch noch ihr Geschirr mitbringen.

Dieser Weg hat einen netten Vorteil: Der Abwasch fällt beinahe vollständig aus. Jeder hat ja seine eigene Ausstattung dabei und will sie auch wieder mitnehmen. Hin und wieder bleibt natürlich auch etwas liegen. Aber die Zeit hat gezeigt, wenn jeder an seinen eigenen Abwasch denkt, ist an alle gedacht. 

Das Spülmaschinenparadoxon

Wer eine Spülmaschine besitzt und sie verwendet, für den macht der Minimalismus in der Küche nicht unbedingt Sinn. Schließlich möchte man auf andere Parameter optimieren:

  • Die Spülmaschine sollte, wenn Sie läuft, möglichst voll laufen.
  • Die Spülmaschine sollte möglichst selten laufen, aber dennoch mindestens 1 Mal in der Woche.

Je voller die Spülmaschine, desto geringer der Aufwand und die Wasser und Energiekosten pro Geschirrstück. Je seltener die Spülmaschine läuft, desto seltener muss man sie ausräumen und hat den Aufwand des Starts von einem Waschvorgang. Allerdings ist diese Zeit – ich spreche aus Erfahrung – auf ca. eine Woche begrenzt, danach gammelt es in der Spülmaschine zu sehr.

Zur Erfüllung dieser beiden Parameter braucht es deutlich mehr Geschirr als zwei Sets. Im Ergebnis hat man aber auch weniger Aufwand und Kosten als mit dem gleichzeitigen Minimalismus in der Küche.

Fazit: Mit dem Minimalismus in der Küche kannst auch du dein Abwaschproblem lösen – wenn du es hast … 

Natürlich sind wir mal ganz ehrlich: Wer seinen Abwasch direkt nach dem Essen macht, der hat weniger Aufwand. Doch wie diszipliniert man sich selber das auch wirklich zu tun? Denn der Geist ist vielleicht stark, doch der Körper ist schwach.

Eine Lösung ist mein Minimalismus Hack für die Küche. Ich nutze ihn jetzt schon seit einiger Zeit und es funktioniert. Probier es gerne selber aus und schreib mir mal in den Kommentaren, wie es geklappt hat.

Grüße, euer Fabian

Die Macht der Namen: Merke dir Namen und öffne Türen.

Das liebste Wort eines jeden Menschen ist sein Name. So hat es der Autor Dale Carnegie schon vor fast hundert Jahren in seinem Buch „How to Win Friends and Influence People“ auf den Punkt gebracht. Auch heute hat der eigene Namen nicht von seiner Macht eingebüßt. Menschen hören auf ihn und freuen sich, wenn man ihn verwendet.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du alleine durch das Merken von Namen neue Menschen kennenlernst. Vertrau mir! Einmal damit angefangen, wird es dein Leben in zahlreichen Situationen auf den Kopf stellen.

Die Challenge: Namen merken im Sport

Vor ein paar Wochen habe ich gemeinsam mit einem Freund eine Challenge gegen mich selber gestartet. Wir wollten neue Menschen kennenlernen, neue starke Kletterer und mit offenen Augen durch die Boulderhalle gehen.

Von diesem Zeitpunkt an haben wir es uns als Ziel gesetzt, mindestens 2 Menschen (und einer davon weiblich), bei unseren regelmäßigen Trainings kennenzulernen. Eine Person gilt als „kennengelernt“, wenn wir ihren Namen beim nächsten Aufeinandertreffen noch kennen. Denn hier wirkt der Name Wunder.

Plötzlich geht man in die Boulderhalle und kennt zahlreiche Menschen. Es macht einen himmelweiten Unterschied, ob du zu einer Person gehst und sie mit ihrem Namen ansprichst oder ohne. Durch den Namen öffnest du eine Tür zu einer persönlicheren Ebene.

Ich rate dir, langsam mit dem Namen merken zu starten. Eine Umgebung wie das regelmäßige Training eignet sich hervorragend. Du siehst innerhalb von wenigen Wochen große Ergebnisse, die dich motivieren, das Thema auch in den restlichen Alltag zu tragen.

Tipps für die Praxis: Namen merken im Alltag

Während es im Training noch relativ gut klappt mit den Namen, wird es im Alltag schwieriger. Die Situation ist nicht so abgesteckt und man Trift die meisten Menschen auch nicht jede Woche. Als Folge wird es mit dem Erinnern schwieriger. Darum ein paar Tipps für die Praxis:

Notiere Namen und Persona

Ein paar kleine Details können so hilfreich sein. Ich notiere mir den Namen einer Person und Details der Persona in einer kleinen Liste. So kann man beim nächsten Mal im Notfall einen Blick drauf werfen.

Finde Merkhilfen

Ich überlege mir zu den Namen und Persona eine Merkhilfe. Nehmen wir das Beispiel einer Person mit dem Namen Immanuel und blond gefärbten kurzen Haaren auf dem Kopf – eine leichte Ähnlichkeit mit einem Heiligenschein ist nicht von der Hand zu werfen. Als Merkhilfe habe ich mir „Engel Immanuel“ gemerkt. Seitdem ist es einfach zu merken.

Nehme dir Zeit dich nicht zu überfordern

Merkhilfen und notierte Namen können schnell zu viel werden. Versuche darum am Anfang nicht jeden kennen zu erlernen, sondern Stück für Stück deinen Bekanntenkreis wachsen zu lassen.

Wirst du es auch ausprobieren?

Hast du dir schon mal bewusst Namen gemerkt? Falls ja, welche Methoden hast du verwendet? Mach mit und merke dir Namen, ich bin gespannt, von welchen Erfahrungen du berichten wirst.

Nutzt gerne die Kommentare, ich freu mich auf den Austausch.

Grüße, euer Fabian

Spanisch lernen in 6 Monaten: Wie dir mit den richtigen Methoden eine Stunde am Tag reicht

Was braucht es, um Spanisch wirklich zu sprechen? Einen breiten Wortschatz, ein Gefühl für die Sprache (Grammatik) und vor allem viel Praxis. Heute zeige ich dir, wie du mit nur einer Stunde am Tag innerhalb von 6 Monaten den Fortschritt von über 2 Jahren Schulspanisch schlägst.

In der Schule war ich nie besonders gut in „Sprachen“. Englisch, Latein, sogar Deutsch, mit seiner Rechtschreibung viel mir schwer. Irgendwann habe ich dann etwas resigniert und mir einfach gedacht: Sprachen liegen mir nicht.

Heute weiß ich es besser. Es waren nicht die Sprachen, mit denen ich ein Problem hatte, im Gegenteil: Sprachen sind unglaublich faszinierende Tore zu neuen Kulturen. Es waren die Methoden und die Motivation, mit denen ich meine Schwierigkeiten hatte.

Vokabeln lernen in der Schule…

Vielleicht erinnerst du dich noch an die vielen Vokabeltests und Vokabellisten? Ich weiß es noch … wenige Tage vor dem Test wurden die Vokabeln schnell gelernt und dann nach dem Test wieder zum großen Teil vergessen. Zumindest bei mir ist nicht einmal die Hälfte der selteneren Vokabeln im normalen Wortschatz gelandet.

In einem gewöhnlichen Spanisch-Lehrbuch werden die Vokabeln in der Regel wie folgt abgebildet:

  • El avión – Das Flugzeug
  • El desayuno – Das Frühstück
  • escribir – schreiben
  • preguntar – fragen
  • hacer – machen
  • ¡Nos vemos mañana! – Wir sehen uns morgen!

Das kommt dir vermutlich bekannt vor. Sei es aus einer anderen Sprache wie Englisch oder Französisch. Leider ist dieses Format aus meiner Sicht ein Desaster. Diese Listen haben mich weder motiviert, noch waren sie wissenschaftlich sinnvoll. Warum? Das hat vor allem zwei schwerwiegende Gründe.

Wiedererkennen ist nicht gleich Erinnern

Tabellarisch sind die Vokabeln in zwei Spalten gegliedert. Spanisch steht an der ersten Stelle, folglich trainieren wir das Erkennen. Wir lernen ein spanisches Wort zu erkennen und zu übersetzen. Aber was ist unser Ziel? Wir wollen Spanisch sprechen und anwenden können (also es produzieren). Hierzu sollte das deutsche Wort an erster Stelle stehen und dann erst das Spanische. So hast du erst das Stichwort und dann das Ziel.

Am Anfang übersetzt du die Wörter im Kopf, bevor du sie sprichst. Dein Material zum Vokabellernen sollte diesen Prozess nachahmen. Sonst hast du ein Ergebnis, bei dem du als Schüler vielleicht spanische Texte lesen kannst, aber nicht in der Lage bist zu kommunizieren.

Kommunikation in einer Fremdsprache ist für mich die Hauptmotivation. Ich liebe es, in einer fremden Sprache mit Menschen einer fremden Kultur zu sprechen und zu diskutieren. Das eröffnet eine neue Welt. In kaum einem klassischen Lehrbuch wird diese kommunikative Reihenfolge eingehalten.

Vielleicht meinst du das ich übertreibe, aber lass es mich dir an einem Beispiel zeigen. Wie oft hast du in deinem Leben schon Euromünzen angefasst? Unglaublich oft. Jetzt versuche einfach mal die beiden Seiten aus deinem Gedächtnis zu zeichnen. Na schwierig …

Wiedererkennen ist nicht gleich Erinnern. Letzteres musst du gezielt trainieren, genau so wie das Sprechen einer Sprache.

Eine feste Liste ist ein „unflexibler Abruf“ von langweiligem Wissen

An welcher Stelle im Alphabet steht der Buchstabe K? Wie lautet die vorletzte Zeile der deutschen Nationalhymne? Du kennst die Antworten, aber sie kommen … langsam … sehr langsam.

All diese Antworten hängen von der Rheinfolge in einer übergeordneten Instanz ab. Wenn du nun Vokabeln aus einer Liste lernst, hast du genau das gleiche Problem. Dabei brauchen wir eigentlich einen „Arbeitsspeicher“, aus dem wir jedes Wort zu jeder Zeit schnell abrufen können.

Im Idealfall lernen wir die Wörter in verschiedenen Reihenfolgen und verschiedenen Sätzen. Wir sehen Bilder, lesen Sätze, Sprechen Konversationen. Je vielfältiger der Input, desto größer ist der Lernerfolg.

Spanisch lernen mit Duolingo

Ich persönlich nutze Duolingo, die weltweit beliebteste Methode, eine Sprache zu lernen. Beliebt bedeutet hierbei, dass sie die meisten aktiven Nutzer haben. Gleich ob per App auf dem Smartphone oder im Internet auf dem Desktop, mit Duolingo lernst du Vokabeln und die Sprache dahinter auf einem wissenschaftlich innovativen Weg.

Eine Kombination aus Kontext-, Aussprache-, Hör- und Leseübungen passt sich individuell auf dich an. Du lernst Wörter nicht in einer Liste, sondern im sprachlichen Kontext. Regelmäßig nutzt du auch alte Wörter, um sie zu wiederholen. Solltest du doch mal ein Wort vergessen, dann wird es die App automatisch häufiger verwenden, bis du es wieder weißt.

Für ein optimales Ergebnis mit Duolingo solltest du ein paar Aspekte beachten. Auch wenn es die App kostenlos gibt, würde ich dir die kostenpflichtige Version für ca. 80€ im Jahr empfehlen. Diese ist werbefrei und erlaubt dir, so viele Lektionen am Tag zu lernen, wie du möchtest.

Duolingo geht in der deutschen Sprache aktuell bis zum Level B1. Nach einem erfolgreich absolvierten Kurs kannst du dich in der neuen Kultur bewegen. Im Zentrum steht die Konversationsfähigkeit, du bist in der Lage zu sprechen und das Leben zu meistern.

Deine Stunde am Tag aufteilen

Nutze deine Stunde am Tag sinnvoll. Ich empfehle 2/3 der Zeit (40 Minuten) in das Lernen mit Duolingo zu investieren. Hier legst du die Grundlagen im Wortschatz und der Aussprache. Das restliche 1/3 der Zeit (20 Minuten) solltest du Konversationen auf Spanisch führen.

Die große Herausforderung liegt beim beständigen dranbleiben. Duolingo hat hierfür die Stake Funktion. Sie dient deiner Motivation, beständig zu lernen. Denn tägliches Lernen ist so viel effektiver, als zweimal in der Woche zwei Stunden Unterricht zu haben.

Was ist deine nächste Sprache?

Welche Erfahrungen hast du beim Sprachenlernen gemacht? Hast du schon mal Duolingo getestet und wie fandest du die Lernumgebung? Schreib es in die Kommentare und lass uns ins Gespräch kommen.

Buena suerte con tu aprendizaje del español
Tu Fabián

Günstig fliegen in Europa: Ohne Flugsuchmaschinen, dafür mit Ryanair-Hacks.

Flugsuchmaschinen sind ein legaler Scam. Nicht mehr und nicht weniger. Denn wirklich preiswerte Flüge sind dort häufig nicht zu finden. Unter dem Eindruck dir den günstigsten Flug zu vermitteln, verkaufen sie dir die Tickets teuerer Airlines. Wenn es mal die Tickets günstigerer Airlines gibt, sind diese in der Regel teurer als bei der Airline selber.

In diesem Beitrage zeige ich dir, wie ich meine günstigen europäischen Flüge finde. Ganz ohne Flugsuchmaschinen oder andere Vergleichsportale. Ich stelle die beste günstige Airline Europas vor: Ryanair. Ihr erfahrt die besten Ryanair-Hacks und zeige euch, wann ich buche.

Wo buche ich einen Flug?

Ich buche meine Flüge direkt in den Apps der entsprechenden Airlines. Die Vorteile liegen auf der Hand: Meine Daten kann ich in der App hinterlegen und immer wieder ohne großen Zeitaufwand verwenden. In Europa reichen drei Apps völlig aus und in 80 % aller Fälle reicht eine App.

#1 Ryanair – Die beste Airline der Welt

Die günstigste, pünktlichste und größte Airline Europas: Ryanair. Viele lieben sie, manche hassen sie. Wenn Ryanair eine Verbindung anfliegt, sind sie für gewöhnlich die günstigsten, mit Preisen ab 4,90€. In Verbindung mit einer Pünktlichkeit von über 92 % ist Ryanair meine bevorzugte Airline.

Ryanair Flugzeug am Flughafen Karlsruhe

Allerdings, wer mit Ryanair fliegt, sollte ein paar Punkte beachten. Ryanair unterschiedet sich hier von den „gewöhnlichen“ Airlines. So ist das kostenlose Handgepäck deutlich kleiner als bei der Konkurrenz. Wenn du mit kleinem Gepäck verreist ist das jedoch kein Problem. Wie das geht, habe ich hier erklärt. Wichtig ist auch das Thema der Buchung vom Sitzplatz. Wenn man keinen bucht, wird man beim Check-in in der App automatisch gesetzt. Gewöhnlich werden Paare getrennt, um den inzentive zu erhöhen doch noch einen Platz zu buchen.

Ryanair Hack: Sitzplatz

An dieser Stelle gibt es einen Trick. Ich checke mich erst wenige Stunden vor dem Abflug in der App ein. Dazu buche ich keinen Sitzplatz. Ich werde also auf die letzten freien Plätze verteilt. Welche Plätze bleiben bei Ryanair bis zum Ende frei? Ja – die teuersten mit der meisten Beinfreiheit ganz vorne. Ich bekomme einen 30€ Sitz umsonst. Aber warum?

Das Ergebnis erklärt sich aus dem Verteilungsalgorithmus. Ryanair will seinen Gewinn durch Sitzplatzbuchungen maximieren. Fensterplätze und der danebenliegende Platz werden meistens von Pärchen bevorzugt und gebucht. Ohne Sitzplatzbuchung füllt Ryanair die Gangplätze von den günstigen Plätzen hinten bis vor die teuren Plätze vorne zuerst auf. Pärchen werden immer automatisch getrennt gesetzt, damit sie danach noch das Upgrade buchen und sich zum Beispiel A und B der entsprechenden Reihe buchen.

Die teuersten Plätze werden erst am Ende wenn alle anderen besetzt sind in der automatischen Sitzplatzverteilung berücksichtigt. Darum lasse ich mich mit meinem späten Check-in kostenfrei auf die teuren Plätze setzen. Aber was wenn der Flieger nicht voll wird? Na dann ist es noch besser. Hier gilt es einfach 2h vor Abflugbeginn, wenn der Check-in schließt noch mal einen Blick auf die freien Plätze zu werfen und sich dann die schönsten auszusuchen. Wie wäre es mit einem Doppelplatz und extra Beinfreiheit am Fenster? Natürlich ohne dafür zu bezahlen.

Ryanair Hack: Priority Boarding

Eine weitere Besonderheit ist die Aufteilung in Priority und Non Priority Boarding. Wer ein (dazu gebuchtes) normalgroßes Handgepäckstück hat (ca. 80% aller Passagiere), der bekommt automatisch das Priority Boarding.

Damit steht er vorne in der Schlange und kann (zusammen mit den anderen 80 %) das Flugzeug zuerst betreten. Das Verfahren dient zur Reduzierung des Turnaround der Flugzeuge, weil so das Gepäck schneller verstaut wird. Passagiere mit Non Priority stehen einfach weiter hinten an der Schlange.

Mein Hack: Ich mache mir am Gate keinen Stress. Während die „besonderen“ Priority Gäste gestresst in der Schlange stehen und auf das Boarding warten, komme ich gemütlich zum Gate und kann noch eine Runde arbeiten. Dann boarde ich als einer der Letzten, wenn sich die Schlange aufgelöst hat. Statt anzustehen, laufe ich gemütlich über das Rollfeld bis zum Flugzeug, wo ich mich an meinen schönen vorderen Platz setze, während (fast) alle anderen schon sitzen.

Ryanair Hack: Nach der Landung ohne Wartezeiten zum Ziel

Das Flugzeug ist gelandet. Kaum wird die Parkposition angefahren, bricht urplötzlich Stress aus. Jeder fängt an, sein Gepäck zu verräumen. Ich hingegen bleibe entspannt sitzen, bis die Tür geöffnet wird. Dann greife ich meinen kleinen Rucksack unter dem Sitz und steige als einer der Ersten aus.

Ryanair hat eine eingebaute Treppe an der vorderen Tür ihrer Boeing 737 MAX, um den Turnaround zu verkürzen. Als einer der ersten Passagiere komme ich schnell und einfach aus dem Flughafen. Auf ein Aufgabegepäck muss ich nicht warten, schließlich habe ich keines dabei.

So entspannt kann fliegen mit Ryanair sein, wenn man weiß, was man tut. Ohne dieses Wissen kann die Airline teurer und stressiger als erwartet werden.

#2 Wizz Air – Günstig in exotischere Ziele

Die ungarische Billigairline Wizz Air ist einer der größten Carrier in Osteuropa, aber auch über die Grenzen hinaus. Zu günstigen Preisen fliegt Wizz Air auch das ein oder andere exotischere Ziel an.

Wenn Ryanair ein gewünschtes Ziel nicht, oder nicht zu den gewünschten Preisen anfliegt, dann nutze ich Wizz Air. Ähnlich wie bei Ryanair gibt es auch hier einige „Besonderheiten“, auf die es zu achten gilt.

#3 Eurowings – Größtes Streckennetz von Deutschland

Eurowings ist keine Billigairline und wird es nie sein.

Michael O’Leary CEO von Ryanair

Relativ teuer & unpünktlich, so habe ich Eurowings bislang erlebt. Warum dann mit ihnen fliegen? Die Antwort liegt im Eurowingsstreckennetz. Eurowings fliegt Routen, welche teilweise nur von den großen staatlichen Airlines geflogen werden. Dazu kommen zahlreiche Flughäfen zum Abflug in Deutschland und die „günstigsten“ Inlandsflüge.

Eurowings kann ich grundsätzlich nicht empfehlen. Wer jedoch eine bestimmte Strecke fliegen muss auf der Ryanair und Wizz nicht fliegen, der ist mit Eurowings noch am besten dabei. Am besten du buchst keine Strecken, welche auf Eur0wings setzen – vorausgesetzt du möchtet einen günstigen und pünktlichen Flug.

Wann sind Flüge am günstigsten?

Um wirklich günstig mit Preisen zwischen 4,90€ und 22,90€ zu fliegen musst du ein paar Aspekte beachten. Flüge sind außerhalb von Saison und Ferienzeiten am günstigsten. Die besten Flugtage mit Ryanair sind Dienstag, Mittwoch & Donnerstag. An diesen Tagen liegen die wenigsten Buchungen vor.

Preise sind nicht gesetzt! Die Preise bei Ryanair verhalten sich hoch dynamisch, abhängig von der aktuellen und prognostizierten Nachfrage. Sowohl „Last minute“ für die kommenden 1-2 Wochen, als auch langfristig mit 6 Monaten Vorlauf und in der gesamten Zeit dazwischen lassen sich günstige Flüge finden. Vergleiche einfach unterschiedliche Destinationen gegeneinander, um gegebenenfalls auch kurzfristig extrem günstige Flüge zu finden.

Die Vergleichsmöglichkeiten auf der Ryanairwebsite und in der Ryanair App sind die besten auf dem Airlinemarkt. Nach einer kurzen Suche, hat man abhängig von seinem Startflughafen die günstigsten Ziele für den gewünschten Reisezeitraum gefunden.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Mit welchen Airlines fliegst du günstig durch Europa? Habe ich vielleicht eine Airline vergessen? Schreib es einfach in die Kommentare und lass uns in den Austausch treten.

Grüße, euer Fabian

Ps. Anmerkungen zur Kritik an Ryanair

Ryanair wird gelegentlich für die Bezahlung ihres Personals kritisiert. Auf einem meiner letzten Flüge hatte ich die Gelegenheit, mit den Flugbegleitern über dieses Thema zu sprechen. Die gesamte Besatzung war in Portugal stationiert und hat portugiesische Löhne erhalten. Diesen Vorgang nennt man Geoabitrage. Aus unserer Sicht mögen diese Löhne als gering durchgehen. Im Gegensatz zum Mindestlohn von 4€/h in Portugal sind sie jedoch recht anständig.

Produktiv in den Tag: Warum ich wieder um 5:30 Uhr aufstehe!

Laut tönt der Wecker durch mein Zimmer und reißt mich aus meinem friedlichen Schlaf. Schnell springe ich aus dem Bett und mache ihn aus – nicht das die Nachbarn aufwachen, denke ich mir verschlafen. Langsam nehme ich meinen Sessel und setze mich in die Küche, wo schon die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne durch das Fenster funkeln.

Einen Moment halte ich inne und öffne das Fenster. Frische Luft strömt hinein. Mein Blick fällt auf ein paar reife Pfirsiche im Obstkorb. Beherzt greife ich zu und genieße das saftigfrische Obst. Zusammen mit einem Glas Wasser mache ich mich konzentriert an die Arbeit. Nur kurz den Laptop auf den Schoß und schon geht es los. Keine Anrufe, keine Nachrichten, nichts was man verpassen könnte, nur die vor mir liegende Aufgabe…

Um 8:30 Uhr war ich fertig. Nur 3 Stunden statt der gewöhnlichen 6 Stunden. Wow, dachte ich mir. Das möchte ich mit euch teilen. Dieses Phänomen nennt sich Deep Work.

Was ist Deep Work?

Deep Work steht vereinfacht für „konzentriertes Arbeiten“, dem gegenüber steht das oberflächliche Arbeiten, die „Shallow Work“.

Konzentriertes Arbeiten ist nicht einfach. Das kann ich dir mit einer einfachen Aufgabe zeigen. Versuche für 2-3 Stunden konzentriert an einem Projekt zu arbeiten. Das Smartphone bleibt dabei aus. E-Mails und Nachrichten sind tabu. Setz dich dafür an einen einsamen Ort, an dem du nicht von anderen Menschen gestört wirst.

Ich finde diese Aufgabe untertags unglaublich schwer. Deep Work ist eine Fähigkeit, die unserer Generation verloren gegangen ist. Auf unseren Smartphones wartet jederzeit die ultimative Informationsflut. An jeder Ecke eine Ablenkung. Da möchte man eigentlich nur kurz einen Beitrag auf verschiedenen Social Media Kanälen posten und schon steckt man wieder drin. 6 Stunden am Smartphone / Tag sind heute leider ganz und gar keine Seltenheit. Dabei wären die meisten Menschen am Laptop deutlich produktiver.

Am Ende ist es die konzentrierte Arbeit, welche Resultate schafft. Resultate über alle Felder hinweg. Vom Fortschritt im eigenen Unternehmen über persönliche Wertvorstellungen bis hin zu Ideen. Alles erfordert Konzentration.

Früh aufstehen als Lösung? Das sind deine Vorteile

Je früher ich den Tag beginne, desto mehr Zeit habe ich in den Morgenstunden. Direkt nach dem schlafen ist unsere Konzentrationsfähigkeit am höchsten. Das liegt an der Ruhe des Morgens. Während die Familie schläft, es auf den Straßen ruhig ist und auf dem Handy keine Anrufe ankommen, steigt die Produktivität.

Niemand ist wach, der etwas von mir möchte. Ich kann mich in Ruhe auf die wichtigste Aufgabe des Tages fokussieren und habe den Morgen ganz für mich alleine. So weit die Theorie, vermutlich bin ich nicht die erste Person die dir davon erzählt. Denn gleich wie gut es sich anhört, wer nicht auf ein paar wichtige Details achtet, der wird sich am Morgen nicht fit und ausgeschlafen konzentrieren können.

Meine Tipps zum frühen Aufstehen

Rund um das frühe Aufstehen kursieren viele Gerüchte. Wenn man das Internet durchsucht, finden sich unzählige Tipps und Vorschläge, wie man sich daran adaptiert. Hier zeige ich euch meine Tipps, die für mich persönlich funktioniert haben. Auf welche Methoden setzt ihr? Schreibt es in die Kommentare.

Ausreichender Schlaf: Frühes Aufstehen ist nicht gleichzusetzen mit einem längeren Tag. Es geht viel mehr darum die Anzahl der produktiven Stunden am Morgen zu erhöhen. Also denk daran rechtzeitig ins Bett zu gehen.

Wecker weg vom Bett: Wer früh aufsteht, braucht einen Wecker und wer sich bewegt steht besser auf. Lege deinen Wecker einfach in die Raummitte. Das Resultat wird dich zum Staunen bringen. Der Weg vom Bett bis zum Wecker wirkt belebend, zumindest bei mir.

Klares Ziel am Morgen: Wenn du morgens erst mal darüber nachdenken musst, was du tun möchtest, wird dein Weg unweigerlich wieder schlafend im Bett landen. Schreib dir am besten einen Abend vorher deine 1-2 Projekte für die ersten 3-4 Stunden des Tages auf. So startest du direkt aus dem Bett mit einem Plan. Je wichtiger dieses Projekt (und umso knapper die Timeline), desto höher steigt meine Motivation.

Esse und trinke: Direkt aus dem Bett erst mal in ein leckeres Obst beißen und herrlich kühles Wasser trinken, so lässt es sich leben. Früh morgens geht es nicht darum satt zu werden (zumindest für mich) – im Gegenteil, es geht viel mehr darum wach zu werden.

Frische Luft atmen: Das Zimmer wurde über die Nacht stickig. Gehe kurz hinaus, um die frische Luft des neuen Tages zu atmen. In meinem Fall öffne ich einfach das Küchenfenster.

Bist du morgen auch mit dabei?

Das waren meine Gedanken zum frühen Aufstehen. Wie siehst du das Thema? Was machst du in deinen Morgenstunden? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

Grüße, euer Fabian