Angel Investment: Warum Mable?

Wir haben Ende Januar 2025, und heute geht es um meine neue Beteiligung als Angel Investor in das Software-Startup Mable und meine Gedanken dahinter.

Wie immer verfolge ich das Ziel, irgendwann in Zukunft auf den Blogbeitrag zurückzublicken und vielleicht etwas daraus zu lernen.

Noch zu Beginn des Monats hatte ich geschrieben, dass ich in diesem Jahr keine neuen Projekte starten werde. Mein Fokus liegt darauf, meine Unternehmen weiter auszubauen – schließlich gibt es dort noch genug zu tun.

Dem ist immer noch so, daran hat sich nichts geändert.

Bei meinem Investment in Mable handelt es sich lediglich um eine überschaubare Beteiligung von unter 1 % in Form eines Wandeldarlehens, die so gut wie keinen Einfluss auf meine Arbeitszeit haben wird.

Was genau macht Mable und warum bin ich überzeugt von diesem Unternehmen?

Im Folgenden habe ich die Gründe zusammengefasst, weshalb ich nicht nur an Mable glaube, sondern auch davon überzeugt bin, dass es Mable geben sollte.

Zeit zum Nachdenken: Snowboarden im Mondaufgang
Was macht Mable?

Mable löst eines der größten Probleme im Online-Marketing: Solides Tracking und solide Datenqualität über alle Plattformen hinweg.

Dabei gibt Mable den Werbealgorithmen genau das zurück, was sie am dringendsten brauchen: hochwertige Daten, die ihnen helfen, optimal zu lernen.

Das Ergebnis? Eine deutlich gesteigerte Werbeperformance, die sich in einem höheren ROAS (Return on Advertising Spend) bemerkbar macht.

Einfach ausgedrückt: Mit Mable bekommst du für jeden Euro Werbeausgaben mehr zurück – und zwar bis zu 108 % mehr!

Das belegt eine gemeinsame Studie von Meta (Facebook) und Mable eindrucksvoll. Das bedeutet: Wer Mable einsetzt, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Doch Mable kann noch mehr: Die Plattform ermöglicht es Algorithmen, komplexe Konzepte wie den Customer Lifetime Value (CLV) und die zielgerichtete Ansprache von Neukunden zuverlässig mit zu geben.

Selbst die Beschränkungen moderner Betriebssysteme – wie die Einschränkungen durch iOS – können Mable nicht ausbremsen.

Gleichzeitig erfüllt Mable jedoch auch die strengen regulatorische Vorgaben der EU und kann von in der EU ansässigen Unternehmen genutzt werden.

Zur Website von Mable

Warum habe ich investiert?

Nils, den Geschäftsführer von Mable, kenne ich seit fast 10 Jahren – noch aus unserer gemeinsamen Schulzeit.

Bereits im Jahr 2022 war Wildschytz einer der ersten Testkunden der allerersten Version von Mable.

Während Mable 1.0 inzwischen an seine Grenzen stößt, arbeitet das Team von Mable an der Zukunft.

Mit Mable 2.0 wird das Unternehmen einen gewaltigen Sprung nach vorne machen und das Potenzial haben, massiv auf dem Markt zu expandieren.

Jeder, der ein relevantes Budget für Ads ausgibt, wird von Mable profitieren – und Mable wird sich für ihn lohnen.

Um die Entwicklung von Mable 2.0 vor der weiteren Expansion und der bevorstehenden Seed-Runde zu unterstützen, habe ich mich persönlich an der Pre-Seed-Extension beteiligt.

Die Selfservice-Lösung mit einem nahtlosen Tracking über alle Plattformen hinweg, inklusive Analytics – ist genau das, was ich für alle meine Unternehmen im Performance Marketing möchte.

Darum bin ich davon überzeugt, dass Mable auch für tausende andere Unternehmen einen gigantischen Mehrwert bringen wird und habe investiert.

Die nächsten Schritte

Für mich heißt es jetzt erstmal abwarten und Tee trinken – beziehungsweise den Fokus auf meine anderen Projekte richten und die weiter nach vorne treiben.

Das Team von Mable arbeitet in Ruhe an der Fertigstellung von Mable 2.0, das in den kommenden Monaten schrittweise mit immer mehr Features auf den Markt kommen soll.

Ich freue mich darauf – der Produkt-Markt-Fit ist bereits gegeben, und die Margen im SaaS-Bereich sind ebenfalls hinreichend. Jetzt gilt es nur noch rechtzeitig innerhalb vom Runway fertig zu werden.

Damit sehe ich effektiv drei Szenarien für die weitere Entwicklung von Mable: eine Insolvenz, ein 10x oder sogar ein 100x Wachstum.

Falls es dem Team nicht gelingt, Mable 2.0 im Runway zur Marktreife zu bringen, könnte es tatsächlich eng werden.

Ohne ein skalierbares, funktionierendes Produkt reicht auch ein starker Produkt-Markt-Fit nicht aus – ein Scheitern wäre in diesem Fall nicht ausgeschlossen.

Sollte Mable 2.0 jedoch fertiggestellt werden und das Team keine gravierenden Fehler bei der Entwicklung oder Vermarktung machen, stehen die Chancen gut, ein 10x- bis 100x-Wachstum zu erzielen.

Für mich persönlich zählt außerdem: Sobald Mable 2.0 einsatzbereit ist, kann ich es in meinen eigenen Unternehmen nutzen und so jährlich Tausende Euro an Werbekosten sparen.

Also: Let’s go, Mable!

Und viele Grüße aus Heidelberg, euer Fabian

Lebe Frei: Meine Ziele für 2025

Der Beginn des neuen Jahres ist mehr als ein Moment des Rückblicks auf das vergangene Jahr. Er lädt uns ein, nach vorne zu schauen und neue Ziele zu setzen.

Und genau das werde ich machen. Dabei erfüllt der Blog auch dieses Jahr teils den Zweck eines Tagebuchs und teils den einer Zusammenfassung für mein eigenes Denken – eben Dinge zu sammeln, die mir selbst geholfen haben.

Schon jetzt bereitet es mir Freude, alte Blogbeiträge aus 2022 zu lesen.
Unternehmer sein, mit Fokus auf die Grundlagen

Aus der unternehmerischen Perspektive wird 2025 ein Jahr des Fokusses. An kaum einer Stelle muss das Rad neu erfunden werden. Stattdessen heißt es: Mehr von dem zu machen, was funktioniert.

Das gilt für alle meine Projekte und Beteiligungen. Statt Neues zu machen, gilt es vor allem, weiter mehr zu machen. Wenn das funktioniert, kann sich der Trend der letzten Jahre weiter fortsetzen.

Kein Erfolg über Nacht, keine große Story – einfach 5 Jahre ausprobieren, scheitern und wieder aufstehen, weiter gehen. Und wenn ich eines gelernt habe: Solange Du nicht aufgibst ist es nicht vorbei.

Ziel 1: In Deutschland jeden Monat 50% besser sein als im Vorjahr

Ziel 2: In den USA mit 12.000 Gästen in die Natur rausgehen

Ziel 3: Geniale Festivals veranstalten und 2026 auf vier planen

Sportler sein, mit der Einstellung eines Sportlers

Ende 2024 habe ich mich sportlich hängen gelassen. Aus viermal pro Woche Sport wurde einmal alle 2 Wochen und aus 89kg wurden 101kg.

So kann und wird es nicht weitergehen. Alle Freiheit der Welt bringt nichts, wenn man sich vor lauter Übergewicht nicht mehr bewegen kann, und ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.

Darum ist es wichtig, sportlich und diszipliniert zu bleiben. Wobei diese drei Ziele mir über das Jahr helfen sollen:

Ziel 1: Mindestens dreimal pro Woche Sport machen (Klettern & Laufen)

Ziel 2: Auf gesunde Ernährung achten

Ziel 3: Unter 85kg wiegen

Die Ziele sind durchaus anspruchsvoll, aber keineswegs unmöglich zu erreichen. Sie sollten sich gut im Alltag integrieren lassen, um die Chance zu erhöhen, sie tatsächlich zu erreichen.

In Beziehung sein, mit einem offenem und freien Herzen

Das Leben ist mehr als Unternehmertum und Sport; es sind die vielen Verbindungen zu unseren Mitmenschen, die unser Leben so oft prägen. Wenn ich zurückschaue, ist es immer wieder eine Abwägung, ob man es anderen Menschen recht macht oder sich selbst.

In wenigen hundert Jahren wird sich niemand mehr an uns und unsere Liebsten erinnern oder an die Menschen, denen wir es recht machen wollen, denen wir gefallen wollen.

Das ermutigt durchaus häufiger, nichts auf Zweifler und Nörgler zu geben, sondern einfach seinen eigenen Weg zu gehen. Einfach auszubrechen aus den vorgegebenen Pfaden.

Dabei habe ich natürlich auch oft Fehler gemacht, falsche Entscheidungen getroffen und Freundschaften einschlafen gelassen. Ein neues Jahr ist auch hier eine neue Chance, den Dingen wieder einen neuen Lauf zu geben.

Abschließend: Ein paar Gedanken zur Freiheit in 2025

Freiheit ist auch 2025 keine Selbstverständlichkeit. Aber mit Hilfe von dezentraler Open-Source-Software können wir unsere Freiheit selbst in die Hand nehmen, ohne auf die Gnade von Staaten, Milliardären oder Medien angewiesen zu sein.

Freies Internet mit Tor

Freies dezentrales Social Media mit Nostr (Client z.B. Primal)

Freies dezentrales Geld mit Bitcoin in Selbstverwahrung (z.B. BitBox)

Nehmt euch die Zeit, beschäftigt euch mit diesen Technologien und probiert es aus. Nehmt die Dinge selbst in die Hand für einen gläsernen Staat statt einen gläsernen Bürger.

In dem Sinne auf ein erfolgreiches und freies 2025. Lebt Frei.

Euer Fabian

Fazit 2024: Es wird nicht leichter

Heute ist der 31.12.2024 – schon wieder ist ein Jahr vergangen.

2024 war ein unglaublich abwechslungsreiches Jahr, geprägt von tiefen Abgründen und hohen Gipfeln, von Traurigkeit und Glücksgefühlen.

Das Jahr begann am 01.01. in der Nordsee nahe Amsterdam mit dem traditionellen niederländischen Neujahresschwimmen.

Eine Tradition, bei der man zuerst am Ufer tanzt und dann wie verrückt in die Nordsee rennt. Wer das noch nie erlebt hat, sollte es unbedingt ausprobieren.

Ja, das bin ich. Fragt nicht, wie ich am 1. Januar in der Nordsee gelandet bin.

Nachdem im November/Dezember 2023 bei den deutschlandweiten Wildschytz-Treffen bereits die Idee eines eigenen Festivals aufgekommen war, wurde das Festival im Januar unter dem Namen „Earthbound“ spruchreif.

Schnell wurde eine Website erstellt, und die Suche nach einem geeigneten Festivalgelände begann.

Wie schwierig kann es schon sein, mit einem halben Jahr Vorlauf ein Festival zu organisieren?

Härter, als man denkt.

Gleichzeitig befand sich mein erstes richtig eigenes Buch, „Abenteuer Wald“, das im GU-Verlag erscheinen sollte, in den letzten Zügen. Ende Januar stand die Nachfrist für die Abgabe des Manuskripts an.

Und da kam es dann raus… Abenteuer Wald.

Nachdem es noch mehrere Revisionen und Anpassungen durchlaufen hatte, war es im April endlich so weit: „Abenteuer Wald“ war im Buchhandel verfügbar.

Tatsächlich hatte ich die Arbeit, die hinter einem Buch steckt, unterschätzt.

Doch letztlich hat es sich gelohnt. Schon nach etwa einem halben Jahr war die erste Auflage ausverkauft. Mittlerweile befinden wir uns in der zweiten Auflage – mal schauen, wie es weitergeht.

Im Januar und Februar ging es mit dem Snowboardfahren weiter. 2024 habe ich an meinen Fähigkeiten auf der Piste gearbeitet – vom heimischen Schwarzwald über Deutschland und Österreich bis nach Italien.

Meliskopf/Hundseck im Schwarzwald – Das nächstgelegene Skigebiet

Dabei gab es viele Höhepunkte: von der Saisoneröffnung im Schwarzwald über die Zeit in Italien und Österreich bis zum Saisonende im April in Oberstdorf – und schließlich zur erneuten Saisoneröffnung im Dezember.

Snowboard fahren im t-Shirt. Das hab selbst ich noch nicht erlebt.

Mit dem Wildschytz haben wir für die Frühlingszeit viele neue Formate geplant: von Vogelwanderungen über Giftpflanzenkunde, Hildegard von Bingen, Familienwanderungen und mehr.

Dafür haben wir zahlreiche neue Guides eingestellt, viele Wanderungen geplant und viel Werbung geschaltet.

Doch alles scheiterte.

Eine Wanderung nach der anderen mussten wir absagen, und Guides, die mit uns geplant hatten, wurden enttäuscht.

Wir hatten die Nachfrage völlig falsch eingeschätzt.

Statt neue Formate zunächst an einem Standort in einem Experiment zu testen, haben wir sie ungetestet flächendeckend ausgerollt. Das war ein schwerwiegender Fehler, der uns dieses Jahr fast die Firma gekostet hätte.

Ein wahrer Tiefpunkt im Jahr 2024.

Das Lächeln täuschte etwas über die Herrausforderungen hinweg, in denen wir steckten.

In der Folge mussten wir im Mai Kosten reduzieren und schauen, wie wir über den Sommer kommen. Plötzlich waren wir auf ein starkes Herbstgeschäft 2024 angewiesen und hatten gleichzeitig unser erstes Festival vor uns.

Dennoch hatte der Mai auch Höhepunkte. Einer davon war mein Vortrag auf der GPN zum Thema: „Was du schon immer über Pilze wissen wolltest…“

Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die Welt der Pilze

Der Juni wurde vom Earthbound Festival geprägt und einem kleinen Abstecher in den Nahen Osten.

Aufgrund des Krieges war die Anreise aus Deutschland etwas erschwert. Aber über Wien bin ich letztlich gut in Tel Aviv angekommen und bin sehr dankbar für die Zeit dort.

Der Blick aus der Wizzair-Maschine und hinter mir die Oper von Tel Aviv

Danach ging es ans Festival. Das Earthbound-Festival war unglaublich. Unglaublich anstrengend, aber es hat auch unglaublich viel gegeben.

Zu sehen, dass es fast 150 Menschen gibt, die aus ganz Deutschland herkommen, um ein Wochenende mit uns in der Natur zu verbringen und gemeinsam voneinander zu lernen, war einfach überwältigend.

Hier habe ich euch unseren Festivalrückblick auf das Earthbound 2024 verlinkt:

Auch 2025 wird es wieder ein Earthbound Festival geben. Diesmal im Schwarzwald mit bis zu 500 Leuten. Aktuell kann man sich noch zum Earlybird anmelden oder kostenlos als Helfer kommen.

Nach dem Earthbound ist vor dem Earthbound, und nach der Saison ist vor der Saison.

So liefen im Juli die Vorbereitungen für die kommende Herbstsaison mit dem Team auf Hochtouren, und auch unsere neue Wildschytz Akademie mit dem Zertifikatslehrgang zum Pilzführer kam weiter ins Laufen.

In Valencia habe ich meine Spanischkenntnisse wieder etwas aufgefrischt, während ich im 1-Rato-Mas einige der besten Arbeitsstunden des Jahres (zumindest in einem Café) hatte.

Tolle Architektur, günstiges Frühstück und warme Temperaturen: Valencia.

Im August und September kamen endlich wieder die Steinpilze raus, und mit ihnen das Interesse an Pilzwanderungen.

Über den Sommer haben wir mit ernsthafter Social-Media-Arbeit angefangen – drei Posts am Tag auf mehreren Plattformen. Um das zu leisten, haben wir das Team verstärkt, und ich durfte wieder jede Woche einen Drehtag hinaus in die Natur verbringen.

Mindestens ein Longform-YouTube-Video und 21 Hochformat-Videos standen auf dem Plan. Hier könnt ihr in eines von vielen reinschauen:

Gleichzeitig waren die Bedingungen in den Alpen diesen Herbst wunderbar für allerlei Bergtouren und Klettereien, sodass Pilze und Klettern auf manchen Abenteuern sogar zusammenkamen.

Klettern und Pilze sammeln: Zwei Leidenschaften in einem.

Das Earthbound hat uns so viel Freude bereitet, auch wenn wir dabei draufgelegt haben. Für die Zukunft haben wir jedoch den Plan, noch mehr Festivals in diesem Stil zu veranstalten.

Kleine Festivals mit weniger als 1000 Leuten, die Workshops, Vorträge, Musik, Partys, Foodtrucks, ein Saunadorf, Lagerfeuer und mehr bieten – jedes zu einem spezifischen Thema.

Zum Jahresende haben wir die Firma umstrukturiert, um dieser zukünftigen Entwicklung gerecht zu werden. Aktuell ist der Plan, ab 2026 vier Festivals über den Sommer hinweg zu veranstalten: einmal das Earthbound und drei thematisch unterschiedliche.

Ab in die USA mit Wyldforest

Über den Herbst haben wir ein Experiment in den USA gestartet, um zwei Fragen zu beantworten: Können wir dort qualifizierte Pilzguides finden? Können wir dort Pilzwanderungen verkaufen?

Dabei haben wir aus dem Desaster im Frühling gelernt und zunächst nur ein sehr kleines, regional begrenztes Experiment gestartet.

Die Antworten auf die Fragen waren: Ja und Ja.

Damit konnten wir voranschreiten und bauen nun unter dem Namen Wyldforest den Wildschytz in den USA auf.

Snowboarden geht nicht nur im Schnee

Im Oktober ging es noch einmal in die Wärme nach Afrika zum Surfen im Atlantik. Genauer gesagt nach Taghazout, einem kleinen Surfdorf im Süden des Landes, voller verrückter digitaler Nomaden und Surfer.

Manchmal braucht es einfach Zeit, um nachzudenken, in einem neuen Umfeld neue Dinge zu erleben und daraus neue Ideen zu entwickeln.

Vielleicht hat das Umfeld aus Amerikanern hier noch zur Idee der US-Expansion beigetragen…

In Afrika gibt es Kamele

Die Zukunft ist ungewiss.

Die vergangenen Jahre haben mich gelehrt, nichts für sicher zu nehmen, immer weiterzumachen und nach jeder Niederlage wieder aufzustehen.

Wer mit wenig auskommt, der hat mehr Spielräume für Risiken und kann nachts entspannt schlafen, weil er immer an das Wenige kommen wird, das er braucht.

Fokussiert auf das Wesentliche, so wird es auch 2025 weitergehen.

Die Geschäfte mit Wildschytz in Deutschland und den USA kontinuierlich weiter ausbauen, die Festivals kontinuierlich besser machen und das Team befähigen, die richtige Arbeit zur richtigen Zeit zu erledigen.

Das Leben wird nicht leichter, die Probleme werden nur größer, schwerer, und das ist gut so.

Damit wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2025.

Lerne zu delegieren: Von der Freiheit, loszulassen

Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich auf dem Weg nach Spanien im Flugzeug. Einer der wenigen Momente ohne Internet, in denen ich wirklich die Zeit finde, zu denken und meine Gedanken für diesen Blog niederzuschreiben.

Mein Beitrag heute handelt vom Delegieren und der damit verbundenen Freiheit. Eine Freiheit, die es ermöglicht, eben auch ohne geplanten Urlaub, zum Beispiel nach Spanien, zu fliegen.

Für mich ist die Freiheit des Individuums eines der höchsten Güter des Menschseins. Das inkludiert auch die Freiheit, schlechte Entscheidungen zu treffen. Denn was ist das Leben ohne Freiheit?

Für mich bedeutet Freiheit, morgens aufzustehen, in den Tag zu starten und selbst zu entscheiden, woran ich heute arbeite und von wo. Selbst über mich und mein eigenes Leben zu verfügen.

Wenn man darüber nachdenkt, ist es ein echtes Privileg. Statt von Work-Life-Balance zu sprechen, versuche ich, beides zu verbinden und daraus ein Leben zu gestalten.

Meine größte Inspiration an der Stelle ist Tim Ferriss mit seinen 4-Hour-Büchern, wie der 4-Stunden-Woche.

Urlaub? Nein, ortsunabhängiges Unternehmertum

Statt von Urlaub oder Workation zu sprechen, würde ich eher sagen: Ich bin gerade in Spanien – Stichwort ortsunabhängiges Unternehmertum. Ein Konzept, das nicht jeder auf Anhieb versteht.

Aber ich bin dauerhaft erreichbar und schaue auch während ich durch die Straßen von Valencia schlendere gelegentlich in die Firmengruppen. Denn allen Meetings und anderen Verpflichtungen komme ich online ganz gewöhnlich nach.

Dem EU-Roaming sei Dank an dieser Stelle, so lässt sich das iPhone einfach mit dem MacBook per Kabel verbinden und schon fließen die Daten.

Genau dieses ortsunabhängige Unternehmertum ist auch eine Aufforderung an mich. Denn damit das funktioniert, müssen mehr Aufgaben definiert, eliminiert, automatisiert und dann gegebenenfalls delegiert werden.

Delegieren & kontrollieren anhand von Prozessen und Meetings

In den letzten Wochen haben wir unsere internen Strukturen zum Delegieren und Kontrollieren auf neue Beine gestellt. Bisher sind die Ergebnisse dieser Umstellung vielversprechend.

Die Idee ist, mit sehr kurzen, wöchentlichen, themen- und prozessbezogenen Meetings zu arbeiten, die 15-30 Minuten dauern und an einem Tag der Woche gebündelt stattfinden.

Jedes Meeting hat eine klar definierte Agenda, inklusive Links zu den Metriken, die in diesem Meeting geprüft werden. Denn es ist schwierig, Metriken zu verbessern, die man nicht im Blick hat.

Durch die klare Agenda in der Beschreibung des Meetings geht es schnell durch den entsprechenden Prozess mit den zuständigen Mitarbeitern, und die Prozesse und Metriken werden verbessert.

Das Ziel der Reise: Ein Fussballverein

Naja, nicht so ganz, aber ein spannendes Bild ist es durchaus. Es ist das Bild von einem Fußballverein. Okay, und was hat das jetzt mit einem Unternehmer zu tun, der delegiert, fragt ihr euch vielleicht.

Lasst uns dafür die Parallele zum Unternehmertum ziehen und das Ideal des Unternehmers mit seinen Unternehmen betrachten.

Als Unternehmer bin ich weder der Torwart, der die Treffer des Gegners abwehrt. Ich bin nicht der Kapitän, der die Mannschaft auf dem Feld anführt. Noch bin ich der Trainer, der am Spielfeldrand steht und seine Mannschaft coacht.

Das langfristige Ziel als Unternehmer ist es vielmehr, in der Lounge des Stadions 100 Meter über dem Spiel zu sitzen und dabei im Dialog mit allen Teilen des Vereins – ob Spieler, Trainer oder Funktionär – die nächsten großen Entscheidungen für den Verein weit in die Zukunft zu planen und deren Umsetzung in die Wege zu leiten.

Was sind eure Gedanken zum Delegieren? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Nimm dir Zeit zum Denken

„Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen.“ – John D. Rockefeller.

Gerade sitze ich im Zug, zurück von den Pfälzer Bergen nach Heidelberg. Wir waren klettern und genossen Luft und Freiheit unter unseren Füßen. Der erste Pfifferling diesen Jahres wurde auch gefunden.

Nun habe ich etwas Zeit, zurückzudenken.

In den letzten Wochen habe ich immer wieder in der „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferriss gelesen. Ein Buch, das mich wie kein anderes auf meiner unternehmerischen Reise bisher begleitet hat.

Dieses Mal habe ich vor allem den Gedanken der zwei wirklich wichtigen Aufgaben am Tag übernommen. Die Idee ist eigentlich total einfach: Welche Aufgabe würde dich zufriedenstellen, wenn sie die einzige Aufgabe wäre, die du an diesem Tag erledigst?

Wähle maximal zwei solcher Aufgaben am Tag und stelle sicher, dass du sie am Stück ohne Ablenkungen abarbeitest. Danach kannst du nach Hause gehen.

Nimm dir den Montag und/oder Freitag einfach frei und komme ansonsten spät oder gehe einfach früh nach Hause.

Eine Verkürzung der Arbeitszeit sorgt dafür, dass die Aufgaben eher auf das Wesentliche reduziert werden. Oft brauchen Aufgaben nämlich genau so lange, wie man Zeit dafür hat.

Genau das habe ich gemacht, und dabei ist mir eine Sache aufgefallen: Auf einmal hatte ich Zeit zum Denken. Wer immer nur arbeitet, hat keine Zeit, wirklich nachzudenken.

Viele Gedanken entstehen in und mit der Zeit.

Klar steht es außer Frage: Wir müssen die wirklich wichtige Arbeit, vor der wir uns drücken, aber von der wir wissen, dass sie wichtig ist, erledigen.

Aber wie oft machen wir das Unwichtige, um das Wichtige, aber Unangenehme aufzuschieben?

Liebe Grüße, Fabian

Von der Idee zum Einkommen: Wie du mit Experimenten eine tragfähige Geschäftsidee findest.

Es ist Samstag am späten Vormittag an einem sonnigen Tag. Jetzt, Mitte Mai, scheint der Sommer endgültig übers Land gekommen zu sein. Die lang erwartete Zeit der kurzen Hosen und Liegestühle ist da. Also, es ist Zeit, etwas Geld zu verdienen, um sich ein Eis kaufen zu können.

Genau darum soll es heute gehen: Wie findest du eine tragfähige Geschäftsidee?

Wie definiere ich eine tragfähige Geschäftsidee?


Effektiv geht es um folgende Komponenten, die stimmen müssen: Du brauchst Kunden, die dir für dein Produkt oder deine Dienstleistung Geld geben. Du musst regelmäßig und auf einem reproduzierbaren, skalierbaren Weg zu überschaubaren Kosten an deine Kunden gelangen (CAC). Am Ende muss das, was du machst oder verkaufst, deutlich weniger kosten als das Geld, das du dafür bekommst.

Das bedeutet, dass deine Ausgaben pro Verkauf geringer als deine Einnahmen sein müssen, und zwar idealerweise so signifikant, dass du deine Arbeit delegieren oder automatisieren kannst.

Denken in Experimenten

Um genau so eine tragfähige Geschäftsidee zu finden, nutzen wir das Denken in Experimenten, auch Versuche oder Tests genannt.

Jedes Experiment besteht aus einer These, dem eigentlichen Experiment zum Prüfen der These und führt zu einem Ergebnis. Aus diesem Ergebnis kannst du wieder eine neue These entwickeln. Dieser Prozess wird vereinfacht fortgeführt, bis eine „tragfähige“ Geschäftsidee gefunden ist. Aber lass mich mit einem praktischen Beispiel tiefer einsteigen.

Ein praktisches Beispiel

Wenn wir zum Beispiel die Idee haben, Kletterkurse anzubieten, können wir diese Idee mit passenden Experimenten auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit hin überprüfen.

These: Leute wollen Kletterkurse machen.

Experiment: Ein Angebot für einen Kletterkurs kannst du auf ein bis zwei Papieren zusammenstellen. Erstelle statische Meta-Anzeigen, die auf eine einfache, aber benutzbare Landingpage verweisen. Dort sollten Interessenten die Möglichkeit haben, sich für Termine anzumelden. Deine Telefonnummer sollte prominent auf der Website platziert sein. Diese Anzeigen könntest du über ein bis zwei Wochen ausspielen.

Ergebnis: Gibt es Leute, die Kletterkurse zu diesem Preis wollen? Wie hoch sind die Kosten, um einen Teilnehmer über die noch nicht optimierte Website bzw. die noch nicht optimierten Ads zu gewinnen (CAC)? Welche Fragen hatten die Anrufer?

Basierend auf den Rückmeldungen von so einem Experiment lässt sich das Projekt weiterentwickeln. Wenn keine Interessensignale von Käufern kommen, liegt es meistens nicht an der Website, am Marketing oder am Verkauf, sondern in sehr vielen Fällen einfach am Angebot.

In so einer frühen Phase, von der Idee zum Einkommen, machen viele Menschen den Fehler, dass sie zu lange an Dingen festhalten, die nicht funktionieren. Und wenn sie Dinge finden, die funktionieren, dann halten sie an den funktionierenden Dingen nicht lange genug fest.

Fang an und komm ins tun

So viel für heute, jetzt geht es an die Umsetzung. Ich freue mich über eure Fragen und Feedback in den Kommentaren.

Liebe Grüße aus Heidelberg,

Fabian

Weniger Digital, mehr Real: Weg vom Smartphone, zurück ins echte Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Zug auf dem Weg in die Alpen. Es ist das Saisonende der Snowboard-Saison in Deutschland. Nur noch die Zugspitze und das Nebelhorn haben ihre Lifte geöffnet.

Bei sommerlichen Temperaturen lässt sich auch im T-Shirt snowboarden. Es war schon richtig genial, dieses Gefühl der Freiheit, nur im Shirt die Hänge hinabzufahren.

Aber nachdem es in den letzten Tagen noch einmal etwas frischen Schnee gab und das Wetter reichlich Sonne verspricht, habe ich mich ein letztes Mal für diesen Winter auf den Weg in die Berge gemacht. Mit dem Zug fuhr ich von Heidelberg über Stuttgart und Ulm nach Oberstdorf.

Die Bahnstrecke von Ulm nach Oberstdorf ist wirklich ein Erlebnis

Um mich herum im Zug sitzen Dutzende Menschen, jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Mit Kopfhörern ausgestattet und den Blick auf das Handy gerichtet, konsumieren sie das digitale Leben. Ein gewöhnlicher Anblick, aber auch ein merkwürdiger, etwas unheimlicher Anblick.

Kurzes Glück im Algorithmus

Sei es Instagram, YouTube oder TikTok – wer kennt es nicht? Man begibt sich auf die Suche nach einer Antwort oder möchte etwas teilen, und plötzlich zeigen uns die Algorithmen ein Video nach dem anderen.

Der Finger wischt über den Bildschirm, und das Gehirn schaltet ab. Es gerät in einen Tunnel und wird in die Plattform hineingezogen, weg von der Realität hin zur digitalen Welt. Gut und gerne zwei Stunden kann es dauern, bevor das Gehirn vor Erschöpfung aufgibt. Übrig bleibt eine gewisse Leere.

Bisher konnte ich zumindest keine positiven Auswirkungen feststellen. Ich empfinde nur Leere und ein leicht schwummriges, wie vernebeltes Gefühl im Geist. Einzig während des Tunnels erlebe ich diesen kleinen, immer wiederkehrenden Kick von Dopamin. Es ist ein kurzes Glück, wenn die Algorithmen der Apps den nächsten, irgendwie spannenden Beitrag anzeigen.

Und die Gedanken sind leer…

Es gibt praktisch kaum etwas aus dem Meer der Algorithmen, an das ich mich erinnern kann. Ich befürchte, dass es nicht an meinem Gedächtnis liegt, sondern an der Sache selbst. So schnell, wie die Aufmerksamkeit kommt, so schnell geht sie auch wieder.

Die Antwort und Lösung aller Probleme

Mittlerweile sitze ich auf einem Stuhl in der Sonne, neben mir ein Milchkaffee, und die Antwort auf diese Probleme ist eigentlich ganz einfach: Lege dein Handy häufiger weg – insbesondere am Anfang des Falls in den Tunnel, wenn dein Gehirn noch eine gewisse Widerstandskraft besitzt. Eine Antwort, die viel leichter gesagt (oder geschrieben) als umgesetzt ist.

Ein paar mehr Hintergründe zum Algorithmus, um ihm mental effektiver widerstehen zu können, sind hilfreich. Dafür müssen wir uns im Kopf behalten, was das Ziel aller Algorithmen ist: Aufmerksamkeit und Zeit.

Sie zeigen dir Dinge an, die dich interessieren oder zumindest deine Aufmerksamkeit binden, damit du mehr Zeit auf der Plattform verbringst. Denn deine Zeit auf der Plattform ist für die Betreiber Geld wert. Eine Social-Media-Plattform verdient in der Regel dadurch Geld, dass sie die Zeit der Nutzer – deine Zeit – an die eigentlichen Kunden, die Werbepartner, verkauft.

Hier zu sehen: Das Produkt der Social-Media-Plattformen – der Nutzer.

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie

Die meisten Produkte und Dienstleistungen können wir als Kunden aus unterschiedlichsten Quellen in ähnlicher Qualität beziehen – zumindest theoretisch. Aber am Ende des Tages kaufen wir dort, wo unsere Aufmerksamkeit hin geführt wird.

Ohne jetzt tiefer in die Thematik einzusteigen, wird klar: Unsere Aufmerksamkeit bzw. die Aufmerksamkeit von Menschen ist eines der wertvollsten Güter des digitalen Zeitalters. Der Wettbewerb um sie ist dementsprechend hart.

Weg vom Handy, rein ins Leben

Mir hilft es, zu planen und spannende Termine zu haben. Die geplanten Abenteuer und Erlebnisse sorgen dafür, dass ich in der realen Welt beschäftigt bin und das Smartphone maximal zur Dokumentation nutze.

Dieser Übergang vom sommerlichen Tal bei 25 Grad hinauf auf den Berg, wo der Winter herrscht, war wirklich faszinierend. Diese ‚Extreme‘ sind durchaus anregend.

Am schlimmsten schlagen die Algorithmen zu, wenn ich alleine bin, keine Arbeit und nichts Spannendes geplant ist. Indem ich Tag für Tag versuche, ein tolles Leben zu planen, hat das Handy weniger Chancen, mich vom Leben wegzuführen.

Wie schafft ihr es euer Handy weg zu legen?

Drei einfache Ideen für ein glücklicheres Leben

Heute soll es um drei Ideen gehen, auf die ich in den letzten Jahren gestoßen bin. Ideen rund um ein glücklicheres und erfüllteres Leben, zu denen ich immer wieder zurückgekommen bin – vor allem in den Momenten, in denen mein Leben nicht ganz so war, wie ich es mir gewünscht hätte.

Jeder Tag könnte unser letzter hier auf der Erde sein, und eines Tages wird das auch stimmen. Dieser Gedanke führt mich zu den drei Ideen.

Fokussiere dich auf das was vor dir liegt

Unser Leben ist eine Verkettung von Tagen, Stunden und Minuten. Unser Einfluss liegt oft im Jetzt. Im Jetzt können wir handeln, um Dinge zu verändern, und unser heutiges Jetzt war gestern noch das morgige Heute. Gestern, als wir von morgen sprachen, meinten wir heute.

Ich glaube, ein Geheimnis eines großartigen, glücklichen Lebens sind glückliche Tage. Wenn es uns gelingt, immer wieder großartige Tage zu erschaffen, dann werden sich diese Tage zu einem glücklicheren Leben verbinden.

Aber was schafft großartige Tage?

Schätze den Kampf, die harte Arbeit

Das meiste Glück kommt nicht ohne Anstrengung. So gehört das Leid der harten Arbeit und das Leid der Mühe unweigerlich zum Glück dazu.

Zumindest ist es mein Erleben, dass das Glück schwerer Kämpfe und großer Herausforderungen, die überwunden wurden, eine ganz andere Tiefe des Glücks hat als ein flacher Hedonismus.

Es sind die Teile einer guten Geschichte, die auch zum täglichen Glück führen. Eine Heldenreise durch Herausforderungen, Unbequemlichkeiten und Anstrengungen.

Und wenn es am Ende nicht gut ausgeht, dann:

Bringe die Dinge in Perspektive

Es hilft ungemein, Dinge in die richtige Perspektive zu rücken. Seien es meine eigenen Gedanken, Kommentare von Fremden oder sogar Anfeindungen von anderen Menschen.

Betrachten wir es doch einmal so: Wir alle befinden uns gemeinsam auf einem winzigen blauen Planeten in den unendlichen Weiten des Universums.

Alles, was wir als Heimat und Zuhause betrachten, schrumpft zu einem kaum sichtbaren Punkt, wenn wir weit genug davon entfernt sind. Erst ist es hinter unserem Daumen verborgen, dann hinter dem Kopf einer Stecknadel, bis es schließlich – am Rande unseres eigenen Sonnensystems – praktisch unsichtbar wird.

Jede Sorge, jeder Gedanke und jedes Unglück existieren innerhalb eines winzigen Lebewesens auf dieser kleinen Kugel, die um einen Stern am äußersten Rand unserer Galaxie kreist, eingebettet in ein Netz von Galaxien, das durch Raum und Zeit schwebt.

Das bringt die Dinge in Perspektive und hilft mir, nach vorne zu schauen. Es geht weiter, Kopf hoch und Better Days are coming.

In diesem Sinne: Alles Gute und ich denk an dich.

Viele Grüße, Fabian

Die Macht der Einfachheit: Ein minimalistischer Ansatz zu einem erfüllteren Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Café in Heidelberg. Draußen ist es trüb, es ist Montag, und ich denke an das Wochenende zurück.

Ein erstes Frühlingswochenende, das ich im Wald verbracht habe. Während ich im Wald war, musste ich immer wieder an einen Satz denken, der mich jetzt schon etwas länger begleitet und über den ich schon häufiger nachgedacht habe: „Needing less makes you more powerful.“

Was braucht man wirklich im Leben, und was macht es mit uns, wenn wir weniger brauchen? Warum kann uns weniger stärker machen, und welche Macht hat die Einfachheit? Darum soll es in diesem Beitrag heute gehen, und den Anfang macht eine Frage.

Wie würde dein Leben aussehen, wenn du nicht Arbeiten müsstest?

Ich stelle mir gerne folgende Frage: Wenn ich all mein Geld, das ich zum Leben brauche, einfach so bekommen würde – was würde ich tun? Ganz offen und ohne Einschränkungen. Wie würde mein Leben, wie würde dein Leben aussehen? Was würdest du tun?

Denk einfach darüber nach: Was würdest du den Tag über machen? Was hättest du für Ziele? Woher käme deine Zufriedenheit? Schreib es dir gerne in Stichpunkten auf.

Jetzt gehst du jeden deiner Punkte Schritt für Schritt durch. Welche davon könntest du heute schon realisieren? Welche davon erscheinen unerreichbar? Welche Schritte müsstest du gehen, um diese Punkte umzusetzen?

Viele dieser Punkte könntest du wahrscheinlich schon heute realisieren – zumindest bei mir ist es so. Vor allem Vorstellungen, die weniger materialistisch sind, lassen sich in vielen Fällen eigentlich angehen.

Aber warum setzen wir sie so oft nicht um? Fehlt es uns „nur“ an Mut, oder ist es die Angst vor Discomfort – diesem unangenehmen Unbehagen?

Schreibt gerne eure Listen in die Kommentare; ich bin gespannt, wie eure Leben aussehen würden.

Welche Macht hat die Einfachheit?

Ich merke, dass weniger Dinge in meinem Leben zu mehr Freiraum führen. Vor allem das Eliminieren von Verpflichtungen, das Delegieren und Outsourcen von wiederkehrenden Aufgaben helfen dabei, mehr Freiheiten zu genießen. Diese Freiräume nutze ich zum Nachdenken und Leben.

Weniger Verpflichtungen und wiederkehrende Aufgaben sorgen auch für eine größere Autonomie. Je weniger ich brauche, desto unabhängiger bin ich von äußeren Umständen und kann Entscheidungen dementsprechend freier treffen.

Ein ganz konkretes Beispiel ist das Unternehmertum. Ein Mensch, der viele Verpflichtungen und Ausgaben in seinem Leben hat, wird es viel schwerer haben, sich selbstständig zu machen. Er braucht viel mehr zum Leben als jemand, der ein einfaches Leben führt und letztlich kaum etwas braucht.

Weniger zu brauchen gibt dir die Möglichkeit, bei der Unternehmensgründung größere Risiken einzugehen und macht dich stärker im Vergleich zu einer Person, die schon viele Ressourcen für ihren hohen Lifestyle benötigt.

Mein Fazit

Ich glaube, dass das Streben nach weniger paradoxerweise der Schlüssel zu einem reicheren Leben sein könnte. Weniger Bedürfnisse sorgen für mehr Sicherheit, mehr Freiheit und wohl letztlich auch mehr Zufriedenheit. Du brauchst kein Rennen zu gewinnen, zu dem du dich nicht angemeldet hast.

Es gibt so viel zu entdecken da draußen, wenn du die Zeit und die Freiheit hast, rauszugehen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Wenn du wenig brauchst, hast du diese Freiheit, und da schließt sich der Kreis wieder.

Statt das zu tun, was andere von dir erwarten, und in diesen Erwartungen zu leben, kannst du den Mut haben, das Leben nach deinen Bedingungen zu gestalten und einen anderen Weg zu gehen.

Also: Hab den Mut, deinen Weg zu gehen.

Grüße, euer Fabian