Abenteuer Marokko: Mit dem Roller über den Hohen Atlas von Taghazout bis Marrakesch

Was sind die Zutaten für ein großes Abenteuer, für den Aufbruch ins Unbekannte?

Als Kind hatte ich immer wieder ein Buch in meinen Händen: „Die letzten Abenteuer unserer Erde“.

Es war ein ziemlich großes Buch mit vielen farbigen Bildern aus den 70er Jahren.

Auf dem Roller im Djellaba (traditionelles Berber-Gewand) durch den Hohen Atlas in Nordafrika.

Ich erinnere mich noch an die Bilder von der Gleitschirm Überquerung der Alpen, der Besteigung vom Mount Everest, den Goldsuchern in Australien, den Surfern vor Hawaii, den Truckern in der Sahara, den Freikletterern im Yosemite Valley… und viele Abenteuer mehr. 

Alle diese Abenteuer haben zwei Dinge gemeinsam: Zeit und Mut.

Zeit braucht es, um dem Abenteuer den Raum zur Entfaltung zu geben.

Ohne Stress und ohne Druck abwarten zu können bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Die passende Thermik, das perfekte Wetter oder die perfekte Welle…. und aufgeschlossen zu sein für die vielen kleinen und großen Momente, weil man nicht sofort gezwungen ist weiter zu ziehen.

Mut braucht es, um im richtigen Zeitpunkt alles zu geben und sich in das große Unbekannte zu wagen.

Die Grenze zwischen Mut und Torheit mag im Abenteuer auch hin und wieder verschwimmen. 

Abenteuer Surfen: Zeit und Demut

Für anderthalb Monaten dem nassen Winter in Deutschland entfliehen.

Surfen gehen und den Sommer früher einleiten, während ich Remote weiter an meinen Projekten arbeite. (Wie das möglich ist? Dazu in diesem Beitrag)

Surfen braucht Zeit und Demut. 

Zeit, weil gute Wellen brauchen Zeit, selbst bei gutem Timing in der Saison.

Wer nur eine Woche surfen geht hat eine hohe Chance keinen einzigen Tag mit guten Wellen zu erleben, aber wer einen lang Monat surfen geht, der wird eigentlich immer Tage mit guten Wellen haben.

Demut ist die zweite Säule beim surfen. Ich spreche da wirklich aus Erfahrung. 

Zu viele Anfänger (auch ich habe das gemacht) gehen viel zu schnell auf Hardboards und Shortboards und folgen da einem etwas toxischen Drang.

Denn Wellen bekommt man dadurch deutlich schwieriger und je weniger Wellen man bekommt, desto langsamer macht man Fortschritte beim Surfen.

Wer dann auch die Demut hat bei „schlechten Wellen“ dennoch raus zu paddeln und zu üben, der wird bei den guten Wellen um so mehr belohnt.

Mit dem Roller 600km über den Hohen Atlas

Aber anderthalb Monate sind genug Zeit auch für andere Abenteuer als das Surfen offen zu sein… und so bin ich ins Roller fahren geschlittert.

Was mit meinem ersten Tag im Leben auf einem Roller angefangen hat, wo wir die Küste hoch nach Imsouane gefahren sind wurde paar Wochen später zu:

Wir mieten Roller und überqueren den Hohen Atlas auf über 2100 Meter hohen Pässen. Von Taghazout über Agadir, über den Hohen Atlas bis nach Marrakesch.

Es ist ein richtiges Abenteuer, vom ersten Mal lange Roller fahren, schmalen Bergpässen bis zur fremden Kultur der Berber im hohen Atlas. 

Aber ich lass mal die Bilder sprechen:

Eine Herde Dromedare (siehe Höcker, keine Kamele), an der Straße in der Ebene hinter Agadir
Durch die Tiefebene immer weiter Richtung Atlas Gebirge, wo oben noch der Schnee liegt
Durch Regenfälle und Erdrutsche der letzten Tage war der Pass teilweise verschüttet und musste mit schwerem Gerät geräumt werden
Teilweise waren die Straßen auch gut befahrbar, dennoch haben wir kaum andere Touristen gesehen
Auf 2100 Metern auf der Passhöhe im Atlas
Die Region leidet immer noch unter den Auswirkungen des schweren Erdbebens 2023, alle Cafés am Wegesrand entlang der Pässe waren sehr dankbar das wir als Touristen da waren.

Ein richtiges Abenteuer, einfach genial.

Jetzt sitze ich während ich diese Zeilen schreibe am Pool vom Landhaus im Atlas Gebirge.

Es ist einfach ein herrlicher ruhiger Kontrast zum geschäftigen Treiben in Taghazout.

Noch 2-3 Tage hier im Dorf, einfach in Ruhe denken und arbeiten, dann geht es weiter mit den Rollern gen Marrakesch

Ein Zwischenstopp im großen Abenteuer. Alles gute, euer Fabian

Und es Nachts wartet wieder das Kaminzimmer

Die 4-Stunden-Woche Realität: Wenn das Traumleben Alltag wird

Was für ein Jahr!2026 hat gerade erst angefangen, und es ist gut. Ich habe endlich vieles, wovon ich jahrelang geträumt habe: von zeitlicher Flexibilität und Mobilität bis hin zu einer gewissen finanziellen Freiheit. Und es ist gut.

Es verändert gleichzeitig alles und nichts. Denn man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Lebensstil: Sei es die freie Zeiteinteilung, kein Büro, in das man pendeln muss, oder kein Chef, vor dem man sich rechtfertigen muss. Es ist die pure Freiheit, genau das zu sein und zu tun, was man möchte.

Gleichzeitig schwingt jedoch immer die unterschwellige Angst mit, alles wieder zu verlieren. Wie das sprichwörtliche Damoklesschwert, das in der griechischen Sage an einem einzigen Haar über dem Günstling des Tyrannen Dionysios hing.

Man gewöhnt sich eben an fast alles und das viel schneller, als man denkt. Ein normaler beruflicher Alltag mit einem Büro, in das man fahren muss, und einem Vorgesetzten wird umso schwieriger, je mehr Freiheit man erst einmal gekostet hat.

Wenn der Sinn des Lebens nicht nur in der Arbeit liegt, sondern im Leben selbst.

Irgendwas ist immer: Das Leben nach dem 9-to-5

Vielleicht ist Angst auch etwas übertrieben, ein etwas zu großes Wort für die Sorge dieses Traumleben wieder zu verlieren. Schließlich gewöhnt man sich an alles mit der Zeit.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Immer wenn es im Leben zu gut läuft, kann man sich sicher sein, dass bald wieder etwas passiert. Kaum etwas ist gewisser als dieser stetige Wandel. Die entscheidende Frage ist nur: Wie geht man damit um?

Dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: Ob beim Surfen in Taghazout (Marokko), beim Trailrunning in Heidelberg oder beim Snowboarden in Oberstdorf in den Alpen.

„Was machst du eigentlich?“ – Keine leichte Frage

Wenn mich früher jemand gefragt hat, was ich eigentlich mache, habe ich stets gesagt: „Ich bin Student.“ Würde ich heute in meinem erlernten Beruf arbeiten, wäre die gewöhnliche Antwort wohl: „Ich bin Informatiker.“

Aber bin ich wirklich Informatiker? Ist die bloße Nennung meines Berufs wirklich die Antwort darauf, wer ich bin? Ich glaube nicht.

Wenn ich heute gefragt werde, was ich eigentlich mache, ist die Antwort nicht so einfach, sie ist nicht schwarz oder weiß. Sondern sie ist vielfältig, genau wie das Leben selbst.

Snowboarden, Surfen, Bouldern, Trailrunning, Kajakfahren oder Tango tanzen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo ich gerade stecken könnte.

Wenn die andere Person desinteressiert wirkt, sage ich einfach: „Ich bin ein armer Unternehmer.“ Damit ist das Gespräch meist sofort beendet. Doch wenn jemand wirklich nachbohrt, was ich konkret beruflich mache, dann wird es erst recht wild.

Ob beim Goldwaschen am Rhein, beim Drehen von Videos über das Pilzesammeln oder beim Veranstalten wilder Festivals; ob ich als Saunameister in meinem Saunadorf stehe, Pilze in den USA sammle oder jungen Menschen mit starken Ideen dabei helfe, ihren eigenen Weg zu finden.

Als Unternehmer habe ich die Freiheit, meine Unternehmen so zu strukturieren, dass sie auch ohne mich funktionieren… zumindest vorübergehend. Ich bleibe der Inhaber, aber „Remote First“.

Und so kann ich dann auch für fünf Wochen in Afrika sein und von dort aus leben (und arbeiten), ganz einfach, weil ich nicht mehr physisch vor Ort sein muss.

Ein Sonnenuntergang im Vorgarten meiner Unterkunft, direkt der Strand von Taghazout.

Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Inspiration für mein Traumleben

Eine große Inspiration war das Buch „Die 4-Stunde-Woche“ (4HWW) von Tim Ferriss. Ich glaube, ich habe es zum ersten Mal mit etwa 18 Jahren gelesen. Damals kam ich frisch von der Schule, hatte das Abitur in der Tasche und stellte mir die Frage: Wo soll meine Reise eigentlich hingehen? Die Gedanken aus der 4HWW wirkten sofort ansteckend.

Mein Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, in dem die Day-to-Day-Prozesse auch ohne mich funktionieren, gestützt auf effiziente Strukturen durch Homeoffice und Geoarbitrage.

Im Ergebnis ermöglichen mir diese Systeme und Ideen weit mehr, als nur Unternehmen aufzubauen oder zu unterstützen. Denn warum sollte man bis zur Rente oder auf den einen Jahresurlaub warten, wenn man das schöne Leben auch im Hier und Jetzt genießen kann?

Fazit 2024: Es wird nicht leichter

Heute ist der 31.12.2024 – schon wieder ist ein Jahr vergangen.

2024 war ein unglaublich abwechslungsreiches Jahr, geprägt von tiefen Abgründen und hohen Gipfeln, von Traurigkeit und Glücksgefühlen.

Das Jahr begann am 01.01. in der Nordsee nahe Amsterdam mit dem traditionellen niederländischen Neujahresschwimmen.

Eine Tradition, bei der man zuerst am Ufer tanzt und dann wie verrückt in die Nordsee rennt. Wer das noch nie erlebt hat, sollte es unbedingt ausprobieren.

Ja, das bin ich. Fragt nicht, wie ich am 1. Januar in der Nordsee gelandet bin.

Nachdem im November/Dezember 2023 bei den deutschlandweiten Wildschytz-Treffen bereits die Idee eines eigenen Festivals aufgekommen war, wurde das Festival im Januar unter dem Namen „Earthbound“ spruchreif.

Schnell wurde eine Website erstellt, und die Suche nach einem geeigneten Festivalgelände begann.

Wie schwierig kann es schon sein, mit einem halben Jahr Vorlauf ein Festival zu organisieren?

Härter, als man denkt.

Gleichzeitig befand sich mein erstes richtig eigenes Buch, „Abenteuer Wald“, das im GU-Verlag erscheinen sollte, in den letzten Zügen. Ende Januar stand die Nachfrist für die Abgabe des Manuskripts an.

Und da kam es dann raus… Abenteuer Wald.

Nachdem es noch mehrere Revisionen und Anpassungen durchlaufen hatte, war es im April endlich so weit: „Abenteuer Wald“ war im Buchhandel verfügbar.

Tatsächlich hatte ich die Arbeit, die hinter einem Buch steckt, unterschätzt.

Doch letztlich hat es sich gelohnt. Schon nach etwa einem halben Jahr war die erste Auflage ausverkauft. Mittlerweile befinden wir uns in der zweiten Auflage – mal schauen, wie es weitergeht.

Im Januar und Februar ging es mit dem Snowboardfahren weiter. 2024 habe ich an meinen Fähigkeiten auf der Piste gearbeitet – vom heimischen Schwarzwald über Deutschland und Österreich bis nach Italien.

Meliskopf/Hundseck im Schwarzwald – Das nächstgelegene Skigebiet

Dabei gab es viele Höhepunkte: von der Saisoneröffnung im Schwarzwald über die Zeit in Italien und Österreich bis zum Saisonende im April in Oberstdorf – und schließlich zur erneuten Saisoneröffnung im Dezember.

Snowboard fahren im t-Shirt. Das hab selbst ich noch nicht erlebt.

Mit dem Wildschytz haben wir für die Frühlingszeit viele neue Formate geplant: von Vogelwanderungen über Giftpflanzenkunde, Hildegard von Bingen, Familienwanderungen und mehr.

Dafür haben wir zahlreiche neue Guides eingestellt, viele Wanderungen geplant und viel Werbung geschaltet.

Doch alles scheiterte.

Eine Wanderung nach der anderen mussten wir absagen, und Guides, die mit uns geplant hatten, wurden enttäuscht.

Wir hatten die Nachfrage völlig falsch eingeschätzt.

Statt neue Formate zunächst an einem Standort in einem Experiment zu testen, haben wir sie ungetestet flächendeckend ausgerollt. Das war ein schwerwiegender Fehler, der uns dieses Jahr fast die Firma gekostet hätte.

Ein wahrer Tiefpunkt im Jahr 2024.

Das Lächeln täuschte etwas über die Herrausforderungen hinweg, in denen wir steckten.

In der Folge mussten wir im Mai Kosten reduzieren und schauen, wie wir über den Sommer kommen. Plötzlich waren wir auf ein starkes Herbstgeschäft 2024 angewiesen und hatten gleichzeitig unser erstes Festival vor uns.

Dennoch hatte der Mai auch Höhepunkte. Einer davon war mein Vortrag auf der GPN zum Thema: „Was du schon immer über Pilze wissen wolltest…“

Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die Welt der Pilze

Der Juni wurde vom Earthbound Festival geprägt und einem kleinen Abstecher in den Nahen Osten.

Aufgrund des Krieges war die Anreise aus Deutschland etwas erschwert. Aber über Wien bin ich letztlich gut in Tel Aviv angekommen und bin sehr dankbar für die Zeit dort.

Der Blick aus der Wizzair-Maschine und hinter mir die Oper von Tel Aviv

Danach ging es ans Festival. Das Earthbound-Festival war unglaublich. Unglaublich anstrengend, aber es hat auch unglaublich viel gegeben.

Zu sehen, dass es fast 150 Menschen gibt, die aus ganz Deutschland herkommen, um ein Wochenende mit uns in der Natur zu verbringen und gemeinsam voneinander zu lernen, war einfach überwältigend.

Hier habe ich euch unseren Festivalrückblick auf das Earthbound 2024 verlinkt:

Auch 2025 wird es wieder ein Earthbound Festival geben. Diesmal im Schwarzwald mit bis zu 500 Leuten. Aktuell kann man sich noch zum Earlybird anmelden oder kostenlos als Helfer kommen.

Nach dem Earthbound ist vor dem Earthbound, und nach der Saison ist vor der Saison.

So liefen im Juli die Vorbereitungen für die kommende Herbstsaison mit dem Team auf Hochtouren, und auch unsere neue Wildschytz Akademie mit dem Zertifikatslehrgang zum Pilzführer kam weiter ins Laufen.

In Valencia habe ich meine Spanischkenntnisse wieder etwas aufgefrischt, während ich im 1-Rato-Mas einige der besten Arbeitsstunden des Jahres (zumindest in einem Café) hatte.

Tolle Architektur, günstiges Frühstück und warme Temperaturen: Valencia.

Im August und September kamen endlich wieder die Steinpilze raus, und mit ihnen das Interesse an Pilzwanderungen.

Über den Sommer haben wir mit ernsthafter Social-Media-Arbeit angefangen – drei Posts am Tag auf mehreren Plattformen. Um das zu leisten, haben wir das Team verstärkt, und ich durfte wieder jede Woche einen Drehtag hinaus in die Natur verbringen.

Mindestens ein Longform-YouTube-Video und 21 Hochformat-Videos standen auf dem Plan. Hier könnt ihr in eines von vielen reinschauen:

Gleichzeitig waren die Bedingungen in den Alpen diesen Herbst wunderbar für allerlei Bergtouren und Klettereien, sodass Pilze und Klettern auf manchen Abenteuern sogar zusammenkamen.

Klettern und Pilze sammeln: Zwei Leidenschaften in einem.

Das Earthbound hat uns so viel Freude bereitet, auch wenn wir dabei draufgelegt haben. Für die Zukunft haben wir jedoch den Plan, noch mehr Festivals in diesem Stil zu veranstalten.

Kleine Festivals mit weniger als 1000 Leuten, die Workshops, Vorträge, Musik, Partys, Foodtrucks, ein Saunadorf, Lagerfeuer und mehr bieten – jedes zu einem spezifischen Thema.

Zum Jahresende haben wir die Firma umstrukturiert, um dieser zukünftigen Entwicklung gerecht zu werden. Aktuell ist der Plan, ab 2026 vier Festivals über den Sommer hinweg zu veranstalten: einmal das Earthbound und drei thematisch unterschiedliche.

Ab in die USA mit Wyldforest

Über den Herbst haben wir ein Experiment in den USA gestartet, um zwei Fragen zu beantworten: Können wir dort qualifizierte Pilzguides finden? Können wir dort Pilzwanderungen verkaufen?

Dabei haben wir aus dem Desaster im Frühling gelernt und zunächst nur ein sehr kleines, regional begrenztes Experiment gestartet.

Die Antworten auf die Fragen waren: Ja und Ja.

Damit konnten wir voranschreiten und bauen nun unter dem Namen Wyldforest den Wildschytz in den USA auf.

Snowboarden geht nicht nur im Schnee

Im Oktober ging es noch einmal in die Wärme nach Afrika zum Surfen im Atlantik. Genauer gesagt nach Taghazout, einem kleinen Surfdorf im Süden des Landes, voller verrückter digitaler Nomaden und Surfer.

Manchmal braucht es einfach Zeit, um nachzudenken, in einem neuen Umfeld neue Dinge zu erleben und daraus neue Ideen zu entwickeln.

Vielleicht hat das Umfeld aus Amerikanern hier noch zur Idee der US-Expansion beigetragen…

In Afrika gibt es Kamele

Die Zukunft ist ungewiss.

Die vergangenen Jahre haben mich gelehrt, nichts für sicher zu nehmen, immer weiterzumachen und nach jeder Niederlage wieder aufzustehen.

Wer mit wenig auskommt, der hat mehr Spielräume für Risiken und kann nachts entspannt schlafen, weil er immer an das Wenige kommen wird, das er braucht.

Fokussiert auf das Wesentliche, so wird es auch 2025 weitergehen.

Die Geschäfte mit Wildschytz in Deutschland und den USA kontinuierlich weiter ausbauen, die Festivals kontinuierlich besser machen und das Team befähigen, die richtige Arbeit zur richtigen Zeit zu erledigen.

Das Leben wird nicht leichter, die Probleme werden nur größer, schwerer, und das ist gut so.

Damit wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2025.

Lerne zu delegieren: Von der Freiheit, loszulassen

Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich auf dem Weg nach Spanien im Flugzeug. Einer der wenigen Momente ohne Internet, in denen ich wirklich die Zeit finde, zu denken und meine Gedanken für diesen Blog niederzuschreiben.

Mein Beitrag heute handelt vom Delegieren und der damit verbundenen Freiheit. Eine Freiheit, die es ermöglicht, eben auch ohne geplanten Urlaub, zum Beispiel nach Spanien, zu fliegen.

Für mich ist die Freiheit des Individuums eines der höchsten Güter des Menschseins. Das inkludiert auch die Freiheit, schlechte Entscheidungen zu treffen. Denn was ist das Leben ohne Freiheit?

Für mich bedeutet Freiheit, morgens aufzustehen, in den Tag zu starten und selbst zu entscheiden, woran ich heute arbeite und von wo. Selbst über mich und mein eigenes Leben zu verfügen.

Wenn man darüber nachdenkt, ist es ein echtes Privileg. Statt von Work-Life-Balance zu sprechen, versuche ich, beides zu verbinden und daraus ein Leben zu gestalten.

Meine größte Inspiration an der Stelle ist Tim Ferriss mit seinen 4-Hour-Büchern, wie der 4-Stunden-Woche.

Urlaub? Nein, ortsunabhängiges Unternehmertum

Statt von Urlaub oder Workation zu sprechen, würde ich eher sagen: Ich bin gerade in Spanien – Stichwort ortsunabhängiges Unternehmertum. Ein Konzept, das nicht jeder auf Anhieb versteht.

Aber ich bin dauerhaft erreichbar und schaue auch während ich durch die Straßen von Valencia schlendere gelegentlich in die Firmengruppen. Denn allen Meetings und anderen Verpflichtungen komme ich online ganz gewöhnlich nach.

Dem EU-Roaming sei Dank an dieser Stelle, so lässt sich das iPhone einfach mit dem MacBook per Kabel verbinden und schon fließen die Daten.

Genau dieses ortsunabhängige Unternehmertum ist auch eine Aufforderung an mich. Denn damit das funktioniert, müssen mehr Aufgaben definiert, eliminiert, automatisiert und dann gegebenenfalls delegiert werden.

Delegieren & kontrollieren anhand von Prozessen und Meetings

In den letzten Wochen haben wir unsere internen Strukturen zum Delegieren und Kontrollieren auf neue Beine gestellt. Bisher sind die Ergebnisse dieser Umstellung vielversprechend.

Die Idee ist, mit sehr kurzen, wöchentlichen, themen- und prozessbezogenen Meetings zu arbeiten, die 15-30 Minuten dauern und an einem Tag der Woche gebündelt stattfinden.

Jedes Meeting hat eine klar definierte Agenda, inklusive Links zu den Metriken, die in diesem Meeting geprüft werden. Denn es ist schwierig, Metriken zu verbessern, die man nicht im Blick hat.

Durch die klare Agenda in der Beschreibung des Meetings geht es schnell durch den entsprechenden Prozess mit den zuständigen Mitarbeitern, und die Prozesse und Metriken werden verbessert.

Das Ziel der Reise: Ein Fussballverein

Naja, nicht so ganz, aber ein spannendes Bild ist es durchaus. Es ist das Bild von einem Fußballverein. Okay, und was hat das jetzt mit einem Unternehmer zu tun, der delegiert, fragt ihr euch vielleicht.

Lasst uns dafür die Parallele zum Unternehmertum ziehen und das Ideal des Unternehmers mit seinen Unternehmen betrachten.

Als Unternehmer bin ich weder der Torwart, der die Treffer des Gegners abwehrt. Ich bin nicht der Kapitän, der die Mannschaft auf dem Feld anführt. Noch bin ich der Trainer, der am Spielfeldrand steht und seine Mannschaft coacht.

Das langfristige Ziel als Unternehmer ist es vielmehr, in der Lounge des Stadions 100 Meter über dem Spiel zu sitzen und dabei im Dialog mit allen Teilen des Vereins – ob Spieler, Trainer oder Funktionär – die nächsten großen Entscheidungen für den Verein weit in die Zukunft zu planen und deren Umsetzung in die Wege zu leiten.

Was sind eure Gedanken zum Delegieren? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Weniger Digital, mehr Real: Weg vom Smartphone, zurück ins echte Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Zug auf dem Weg in die Alpen. Es ist das Saisonende der Snowboard-Saison in Deutschland. Nur noch die Zugspitze und das Nebelhorn haben ihre Lifte geöffnet.

Bei sommerlichen Temperaturen lässt sich auch im T-Shirt snowboarden. Es war schon richtig genial, dieses Gefühl der Freiheit, nur im Shirt die Hänge hinabzufahren.

Aber nachdem es in den letzten Tagen noch einmal etwas frischen Schnee gab und das Wetter reichlich Sonne verspricht, habe ich mich ein letztes Mal für diesen Winter auf den Weg in die Berge gemacht. Mit dem Zug fuhr ich von Heidelberg über Stuttgart und Ulm nach Oberstdorf.

Die Bahnstrecke von Ulm nach Oberstdorf ist wirklich ein Erlebnis

Um mich herum im Zug sitzen Dutzende Menschen, jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Mit Kopfhörern ausgestattet und den Blick auf das Handy gerichtet, konsumieren sie das digitale Leben. Ein gewöhnlicher Anblick, aber auch ein merkwürdiger, etwas unheimlicher Anblick.

Kurzes Glück im Algorithmus

Sei es Instagram, YouTube oder TikTok – wer kennt es nicht? Man begibt sich auf die Suche nach einer Antwort oder möchte etwas teilen, und plötzlich zeigen uns die Algorithmen ein Video nach dem anderen.

Der Finger wischt über den Bildschirm, und das Gehirn schaltet ab. Es gerät in einen Tunnel und wird in die Plattform hineingezogen, weg von der Realität hin zur digitalen Welt. Gut und gerne zwei Stunden kann es dauern, bevor das Gehirn vor Erschöpfung aufgibt. Übrig bleibt eine gewisse Leere.

Bisher konnte ich zumindest keine positiven Auswirkungen feststellen. Ich empfinde nur Leere und ein leicht schwummriges, wie vernebeltes Gefühl im Geist. Einzig während des Tunnels erlebe ich diesen kleinen, immer wiederkehrenden Kick von Dopamin. Es ist ein kurzes Glück, wenn die Algorithmen der Apps den nächsten, irgendwie spannenden Beitrag anzeigen.

Und die Gedanken sind leer…

Es gibt praktisch kaum etwas aus dem Meer der Algorithmen, an das ich mich erinnern kann. Ich befürchte, dass es nicht an meinem Gedächtnis liegt, sondern an der Sache selbst. So schnell, wie die Aufmerksamkeit kommt, so schnell geht sie auch wieder.

Die Antwort und Lösung aller Probleme

Mittlerweile sitze ich auf einem Stuhl in der Sonne, neben mir ein Milchkaffee, und die Antwort auf diese Probleme ist eigentlich ganz einfach: Lege dein Handy häufiger weg – insbesondere am Anfang des Falls in den Tunnel, wenn dein Gehirn noch eine gewisse Widerstandskraft besitzt. Eine Antwort, die viel leichter gesagt (oder geschrieben) als umgesetzt ist.

Ein paar mehr Hintergründe zum Algorithmus, um ihm mental effektiver widerstehen zu können, sind hilfreich. Dafür müssen wir uns im Kopf behalten, was das Ziel aller Algorithmen ist: Aufmerksamkeit und Zeit.

Sie zeigen dir Dinge an, die dich interessieren oder zumindest deine Aufmerksamkeit binden, damit du mehr Zeit auf der Plattform verbringst. Denn deine Zeit auf der Plattform ist für die Betreiber Geld wert. Eine Social-Media-Plattform verdient in der Regel dadurch Geld, dass sie die Zeit der Nutzer – deine Zeit – an die eigentlichen Kunden, die Werbepartner, verkauft.

Hier zu sehen: Das Produkt der Social-Media-Plattformen – der Nutzer.

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie

Die meisten Produkte und Dienstleistungen können wir als Kunden aus unterschiedlichsten Quellen in ähnlicher Qualität beziehen – zumindest theoretisch. Aber am Ende des Tages kaufen wir dort, wo unsere Aufmerksamkeit hin geführt wird.

Ohne jetzt tiefer in die Thematik einzusteigen, wird klar: Unsere Aufmerksamkeit bzw. die Aufmerksamkeit von Menschen ist eines der wertvollsten Güter des digitalen Zeitalters. Der Wettbewerb um sie ist dementsprechend hart.

Weg vom Handy, rein ins Leben

Mir hilft es, zu planen und spannende Termine zu haben. Die geplanten Abenteuer und Erlebnisse sorgen dafür, dass ich in der realen Welt beschäftigt bin und das Smartphone maximal zur Dokumentation nutze.

Dieser Übergang vom sommerlichen Tal bei 25 Grad hinauf auf den Berg, wo der Winter herrscht, war wirklich faszinierend. Diese ‚Extreme‘ sind durchaus anregend.

Am schlimmsten schlagen die Algorithmen zu, wenn ich alleine bin, keine Arbeit und nichts Spannendes geplant ist. Indem ich Tag für Tag versuche, ein tolles Leben zu planen, hat das Handy weniger Chancen, mich vom Leben wegzuführen.

Wie schafft ihr es euer Handy weg zu legen?

Fazit 2022: Ein Jahr des Aufbruchs

„Ein alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“

Prediger 3,1

Welch ein Jahr liegt da hinter uns. Für viele unter uns eine wahre Gratwanderung. Für mich hat das Jahr 2022 genau dort gestartet wo es nun auch wieder geendet hat: In einem kleinen Südtiroler Bergdorf, in einem beschaulichen Gasthaus. Zeit zu reflektieren und in der Stille der Berge zurück zu schauen in das vergangene Jahr.

Ein Reisender auf der Welt

Auch im Jahr 2022 wollte ich mir wieder die Zeit nehmen fremde Länder und Kulturen zu bereisen. Das ist mir aber nur zum Teil gelungen. Ab August war ich mit dem Wildschytz fast jedes Wochenende in ganz Deutschland unterwegs: München, Berlin, Düsseldorf, Köln um nur ein paar meiner geschäftlichen Destinationen zu nennen.

Insgesamt war ich dennoch über 2 Monate im Ausland unterwegs, digitales Nomadentum statt klassischem Urlaub. Über unsere direkten Nachbarn wie Frankreich, Österreich und die Schweiz, hin zu Ländern wie Portugal und Italien.

Angefangen hat das Jahr mit einem Monat im Südtiroler Dreiländereck (Österreich/Schweiz/Italien). Naturbelassene Skitouren, wilde Abfahrten mit dem Snowboard und waghalsige Eisklettereien zusammen mit meinem Papa.

Im Februar ging es über die legendäre Kandahar Skiabfahrt an der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen nochmal für eine Woche nach Italien. Zusammen mit Jule konnte ich bei schönem Neuschnee meine Fähigkeiten im Freeriding verbessern. Nach einem letzten Hüpfer in den Schwarzwald, zusammen mit dem Tobias war die Wintersport Season 2021/22 dann auch schon beendet.

Frühlingszeit ist Surfzeit, mit dem Flugzeug ging es zurück nach Porto, Portugal. Dort habe ich nochmal für eine Woche die Schulbank in der Surfschule gedrückt und an meinen Surffähigkeiten gearbeitet. Die Community, insbesondere jene der internationalen Gäste, war wieder großartig und hat zu allerlei Kontakten und Konversationen geführt.

Der Sommer hat ebenfalls seinen besonderen Charme inne. In Südfrankreich durfte ich die französische Leichtigkeit kennenlernen. Bunte Märkte und malerische Kleinstädte, alte und neue Weingüter, strahlend blaues Wasser am Mittelmeer. Bei Oberstdorf in die sommerlichen Alpen zusammen mit meiner Mama. Auf dem Hindelanger Klettersteig ging es bei bestem Wetter vom Nebelhorn aus über einen der schönsten Grate der deutschen Alpen zum großen Daumen und am Fellhorn mit dem Zwei-Länder Sportklettersteig ebenfalls hoch hinaus… Doch der Wildschytz hat gerufen und bis Dezember meine physische Anwesenheit in Deutschland verlangt.

Neues vom Wildschytz

Gleich zum Beginn des Jahres 2022 hieß es Abschied nehmen. Mit meinem Unternehmen, dem Wildschytz, sind wir aus dem Wildfleischgeschäft ausgestiegen, welches uns seit der Gründung begleitet hat. Ich hatte wundervolle Begegnungen mit Kunden in diesen Jahren und es war immer wieder großartig zu erleben wie wir mit unserem Wildfleisch unzählige Menschen an den Festtagen zusammen gebracht haben.

Doch alles hat seine Zeit und statt den Wald weiter zu den Menschen nach Hause zu bringen, geht es nun gemeinsam mit den Menschen in den Wald. Den Lebensraum Wald mit Erlebnissen wie Pilz- und Kräuterwanderungen kennenlernen und einen achtsamen Umgang fördern.

Auf dieser Reise durfte ich 2022 zahlreiche neu Weggefährten antreffen. Von motivierten Gästen hin zu neuen Wildschytzen in unserem Team. Ihnen gebührt mein Dank, denn durch Ihre Liebe zum Wald, machen sie den Wildschytz Woche für Woche überhaupt erst möglich.

Ein weiterer besonderer Dank gilt meinem Freund und Geschäftspartner Tobias, der den Wildschytz als Geschäftsführer auch in herausfordernden Situationen auf Kurs gehalten hat und unsere Sekretärin Jasmin, die mit harter verlässlicher Arbeit immer wieder über sich selbst hinaus gewachsen ist.

Eine Gratwanderung

Das Jahr 2022 wird mir auch als jenes Jahr in Erinnerung bleiben, in dem ich meine letzen Prüfungen zu meinem Bachelor Abschluss in Informatik an der Universität Heidelberg absolviert habe. Insbesondere das Anwendungsgebiet der Volkswirtschaftslehre hat mir viele neue Perspektiven auf unsere Wirtschaft mitgegeben.

Für mich ganz persönlich war 2022 dennoch eines der härtesten und erfolgreichsten Jahre meines Lebens zugleich. Immer wieder hat sich gezeigt das Sieg und Niederlage doch sehr nah bei einander liegen. Zeitweise schien es so als ob alles einfach zu viel wird, Glück und Leben auf der Strecke bleiben, erst mit entsprechenden Prioritäten habe ich wieder zurück zum Fokus gefunden.

2022 war auch das Jahr in dem ich diesen Blog gestartet habe, es war das Jahr in dem ich wieder angefangen habe drei mal pro Woche zu trainieren (und des dank Verantwortung weiter durchhalte), es war das Jahr in dem wir mit dem Wildschytz das erste Mal in der FAZ standen… so viele erste Male.

Da bleibt mir nichts mehr übrig als mit dem Anfang zu Enden:

„Ein alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“

Prediger 3,1

Was wird 2023 seine Zeit und Stunde haben? Wir werden es sehen und erleben, bis dahin einen guten Rutsch ins neue Jahr euch allen.

Spanisch lernen in 6 Monaten: Wie dir mit den richtigen Methoden eine Stunde am Tag reicht

Was braucht es, um Spanisch wirklich zu sprechen? Einen breiten Wortschatz, ein Gefühl für die Sprache (Grammatik) und vor allem viel Praxis. Heute zeige ich dir, wie du mit nur einer Stunde am Tag innerhalb von 6 Monaten den Fortschritt von über 2 Jahren Schulspanisch schlägst.

In der Schule war ich nie besonders gut in „Sprachen“. Englisch, Latein, sogar Deutsch, mit seiner Rechtschreibung viel mir schwer. Irgendwann habe ich dann etwas resigniert und mir einfach gedacht: Sprachen liegen mir nicht.

Heute weiß ich es besser. Es waren nicht die Sprachen, mit denen ich ein Problem hatte, im Gegenteil: Sprachen sind unglaublich faszinierende Tore zu neuen Kulturen. Es waren die Methoden und die Motivation, mit denen ich meine Schwierigkeiten hatte.

Vokabeln lernen in der Schule…

Vielleicht erinnerst du dich noch an die vielen Vokabeltests und Vokabellisten? Ich weiß es noch … wenige Tage vor dem Test wurden die Vokabeln schnell gelernt und dann nach dem Test wieder zum großen Teil vergessen. Zumindest bei mir ist nicht einmal die Hälfte der selteneren Vokabeln im normalen Wortschatz gelandet.

In einem gewöhnlichen Spanisch-Lehrbuch werden die Vokabeln in der Regel wie folgt abgebildet:

  • El avión – Das Flugzeug
  • El desayuno – Das Frühstück
  • escribir – schreiben
  • preguntar – fragen
  • hacer – machen
  • ¡Nos vemos mañana! – Wir sehen uns morgen!

Das kommt dir vermutlich bekannt vor. Sei es aus einer anderen Sprache wie Englisch oder Französisch. Leider ist dieses Format aus meiner Sicht ein Desaster. Diese Listen haben mich weder motiviert, noch waren sie wissenschaftlich sinnvoll. Warum? Das hat vor allem zwei schwerwiegende Gründe.

Wiedererkennen ist nicht gleich Erinnern

Tabellarisch sind die Vokabeln in zwei Spalten gegliedert. Spanisch steht an der ersten Stelle, folglich trainieren wir das Erkennen. Wir lernen ein spanisches Wort zu erkennen und zu übersetzen. Aber was ist unser Ziel? Wir wollen Spanisch sprechen und anwenden können (also es produzieren). Hierzu sollte das deutsche Wort an erster Stelle stehen und dann erst das Spanische. So hast du erst das Stichwort und dann das Ziel.

Am Anfang übersetzt du die Wörter im Kopf, bevor du sie sprichst. Dein Material zum Vokabellernen sollte diesen Prozess nachahmen. Sonst hast du ein Ergebnis, bei dem du als Schüler vielleicht spanische Texte lesen kannst, aber nicht in der Lage bist zu kommunizieren.

Kommunikation in einer Fremdsprache ist für mich die Hauptmotivation. Ich liebe es, in einer fremden Sprache mit Menschen einer fremden Kultur zu sprechen und zu diskutieren. Das eröffnet eine neue Welt. In kaum einem klassischen Lehrbuch wird diese kommunikative Reihenfolge eingehalten.

Vielleicht meinst du das ich übertreibe, aber lass es mich dir an einem Beispiel zeigen. Wie oft hast du in deinem Leben schon Euromünzen angefasst? Unglaublich oft. Jetzt versuche einfach mal die beiden Seiten aus deinem Gedächtnis zu zeichnen. Na schwierig …

Wiedererkennen ist nicht gleich Erinnern. Letzteres musst du gezielt trainieren, genau so wie das Sprechen einer Sprache.

Eine feste Liste ist ein „unflexibler Abruf“ von langweiligem Wissen

An welcher Stelle im Alphabet steht der Buchstabe K? Wie lautet die vorletzte Zeile der deutschen Nationalhymne? Du kennst die Antworten, aber sie kommen … langsam … sehr langsam.

All diese Antworten hängen von der Rheinfolge in einer übergeordneten Instanz ab. Wenn du nun Vokabeln aus einer Liste lernst, hast du genau das gleiche Problem. Dabei brauchen wir eigentlich einen „Arbeitsspeicher“, aus dem wir jedes Wort zu jeder Zeit schnell abrufen können.

Im Idealfall lernen wir die Wörter in verschiedenen Reihenfolgen und verschiedenen Sätzen. Wir sehen Bilder, lesen Sätze, Sprechen Konversationen. Je vielfältiger der Input, desto größer ist der Lernerfolg.

Spanisch lernen mit Duolingo

Ich persönlich nutze Duolingo, die weltweit beliebteste Methode, eine Sprache zu lernen. Beliebt bedeutet hierbei, dass sie die meisten aktiven Nutzer haben. Gleich ob per App auf dem Smartphone oder im Internet auf dem Desktop, mit Duolingo lernst du Vokabeln und die Sprache dahinter auf einem wissenschaftlich innovativen Weg.

Eine Kombination aus Kontext-, Aussprache-, Hör- und Leseübungen passt sich individuell auf dich an. Du lernst Wörter nicht in einer Liste, sondern im sprachlichen Kontext. Regelmäßig nutzt du auch alte Wörter, um sie zu wiederholen. Solltest du doch mal ein Wort vergessen, dann wird es die App automatisch häufiger verwenden, bis du es wieder weißt.

Für ein optimales Ergebnis mit Duolingo solltest du ein paar Aspekte beachten. Auch wenn es die App kostenlos gibt, würde ich dir die kostenpflichtige Version für ca. 80€ im Jahr empfehlen. Diese ist werbefrei und erlaubt dir, so viele Lektionen am Tag zu lernen, wie du möchtest.

Duolingo geht in der deutschen Sprache aktuell bis zum Level B1. Nach einem erfolgreich absolvierten Kurs kannst du dich in der neuen Kultur bewegen. Im Zentrum steht die Konversationsfähigkeit, du bist in der Lage zu sprechen und das Leben zu meistern.

Deine Stunde am Tag aufteilen

Nutze deine Stunde am Tag sinnvoll. Ich empfehle 2/3 der Zeit (40 Minuten) in das Lernen mit Duolingo zu investieren. Hier legst du die Grundlagen im Wortschatz und der Aussprache. Das restliche 1/3 der Zeit (20 Minuten) solltest du Konversationen auf Spanisch führen.

Die große Herausforderung liegt beim beständigen dranbleiben. Duolingo hat hierfür die Stake Funktion. Sie dient deiner Motivation, beständig zu lernen. Denn tägliches Lernen ist so viel effektiver, als zweimal in der Woche zwei Stunden Unterricht zu haben.

Was ist deine nächste Sprache?

Welche Erfahrungen hast du beim Sprachenlernen gemacht? Hast du schon mal Duolingo getestet und wie fandest du die Lernumgebung? Schreib es in die Kommentare und lass uns ins Gespräch kommen.

Buena suerte con tu aprendizaje del español
Tu Fabián

Günstig fliegen in Europa: Ohne Flugsuchmaschinen, dafür mit Ryanair-Hacks.

Flugsuchmaschinen sind ein legaler Scam. Nicht mehr und nicht weniger. Denn wirklich preiswerte Flüge sind dort häufig nicht zu finden. Unter dem Eindruck dir den günstigsten Flug zu vermitteln, verkaufen sie dir die Tickets teuerer Airlines. Wenn es mal die Tickets günstigerer Airlines gibt, sind diese in der Regel teurer als bei der Airline selber.

In diesem Beitrage zeige ich dir, wie ich meine günstigen europäischen Flüge finde. Ganz ohne Flugsuchmaschinen oder andere Vergleichsportale. Ich stelle die beste günstige Airline Europas vor: Ryanair. Ihr erfahrt die besten Ryanair-Hacks und zeige euch, wann ich buche.

Wo buche ich einen Flug?

Ich buche meine Flüge direkt in den Apps der entsprechenden Airlines. Die Vorteile liegen auf der Hand: Meine Daten kann ich in der App hinterlegen und immer wieder ohne großen Zeitaufwand verwenden. In Europa reichen drei Apps völlig aus und in 80 % aller Fälle reicht eine App.

#1 Ryanair – Die beste Airline der Welt

Die günstigste, pünktlichste und größte Airline Europas: Ryanair. Viele lieben sie, manche hassen sie. Wenn Ryanair eine Verbindung anfliegt, sind sie für gewöhnlich die günstigsten, mit Preisen ab 4,90€. In Verbindung mit einer Pünktlichkeit von über 92 % ist Ryanair meine bevorzugte Airline.

Ryanair Flugzeug am Flughafen Karlsruhe

Allerdings, wer mit Ryanair fliegt, sollte ein paar Punkte beachten. Ryanair unterschiedet sich hier von den „gewöhnlichen“ Airlines. So ist das kostenlose Handgepäck deutlich kleiner als bei der Konkurrenz. Wenn du mit kleinem Gepäck verreist ist das jedoch kein Problem. Wie das geht, habe ich hier erklärt. Wichtig ist auch das Thema der Buchung vom Sitzplatz. Wenn man keinen bucht, wird man beim Check-in in der App automatisch gesetzt. Gewöhnlich werden Paare getrennt, um den inzentive zu erhöhen doch noch einen Platz zu buchen.

Ryanair Hack: Sitzplatz

An dieser Stelle gibt es einen Trick. Ich checke mich erst wenige Stunden vor dem Abflug in der App ein. Dazu buche ich keinen Sitzplatz. Ich werde also auf die letzten freien Plätze verteilt. Welche Plätze bleiben bei Ryanair bis zum Ende frei? Ja – die teuersten mit der meisten Beinfreiheit ganz vorne. Ich bekomme einen 30€ Sitz umsonst. Aber warum?

Das Ergebnis erklärt sich aus dem Verteilungsalgorithmus. Ryanair will seinen Gewinn durch Sitzplatzbuchungen maximieren. Fensterplätze und der danebenliegende Platz werden meistens von Pärchen bevorzugt und gebucht. Ohne Sitzplatzbuchung füllt Ryanair die Gangplätze von den günstigen Plätzen hinten bis vor die teuren Plätze vorne zuerst auf. Pärchen werden immer automatisch getrennt gesetzt, damit sie danach noch das Upgrade buchen und sich zum Beispiel A und B der entsprechenden Reihe buchen.

Die teuersten Plätze werden erst am Ende wenn alle anderen besetzt sind in der automatischen Sitzplatzverteilung berücksichtigt. Darum lasse ich mich mit meinem späten Check-in kostenfrei auf die teuren Plätze setzen. Aber was wenn der Flieger nicht voll wird? Na dann ist es noch besser. Hier gilt es einfach 2h vor Abflugbeginn, wenn der Check-in schließt noch mal einen Blick auf die freien Plätze zu werfen und sich dann die schönsten auszusuchen. Wie wäre es mit einem Doppelplatz und extra Beinfreiheit am Fenster? Natürlich ohne dafür zu bezahlen.

Ryanair Hack: Priority Boarding

Eine weitere Besonderheit ist die Aufteilung in Priority und Non Priority Boarding. Wer ein (dazu gebuchtes) normalgroßes Handgepäckstück hat (ca. 80% aller Passagiere), der bekommt automatisch das Priority Boarding.

Damit steht er vorne in der Schlange und kann (zusammen mit den anderen 80 %) das Flugzeug zuerst betreten. Das Verfahren dient zur Reduzierung des Turnaround der Flugzeuge, weil so das Gepäck schneller verstaut wird. Passagiere mit Non Priority stehen einfach weiter hinten an der Schlange.

Mein Hack: Ich mache mir am Gate keinen Stress. Während die „besonderen“ Priority Gäste gestresst in der Schlange stehen und auf das Boarding warten, komme ich gemütlich zum Gate und kann noch eine Runde arbeiten. Dann boarde ich als einer der Letzten, wenn sich die Schlange aufgelöst hat. Statt anzustehen, laufe ich gemütlich über das Rollfeld bis zum Flugzeug, wo ich mich an meinen schönen vorderen Platz setze, während (fast) alle anderen schon sitzen.

Ryanair Hack: Nach der Landung ohne Wartezeiten zum Ziel

Das Flugzeug ist gelandet. Kaum wird die Parkposition angefahren, bricht urplötzlich Stress aus. Jeder fängt an, sein Gepäck zu verräumen. Ich hingegen bleibe entspannt sitzen, bis die Tür geöffnet wird. Dann greife ich meinen kleinen Rucksack unter dem Sitz und steige als einer der Ersten aus.

Ryanair hat eine eingebaute Treppe an der vorderen Tür ihrer Boeing 737 MAX, um den Turnaround zu verkürzen. Als einer der ersten Passagiere komme ich schnell und einfach aus dem Flughafen. Auf ein Aufgabegepäck muss ich nicht warten, schließlich habe ich keines dabei.

So entspannt kann fliegen mit Ryanair sein, wenn man weiß, was man tut. Ohne dieses Wissen kann die Airline teurer und stressiger als erwartet werden.

#2 Wizz Air – Günstig in exotischere Ziele

Die ungarische Billigairline Wizz Air ist einer der größten Carrier in Osteuropa, aber auch über die Grenzen hinaus. Zu günstigen Preisen fliegt Wizz Air auch das ein oder andere exotischere Ziel an.

Wenn Ryanair ein gewünschtes Ziel nicht, oder nicht zu den gewünschten Preisen anfliegt, dann nutze ich Wizz Air. Ähnlich wie bei Ryanair gibt es auch hier einige „Besonderheiten“, auf die es zu achten gilt.

#3 Eurowings – Größtes Streckennetz von Deutschland

Eurowings ist keine Billigairline und wird es nie sein.

Michael O’Leary CEO von Ryanair

Relativ teuer & unpünktlich, so habe ich Eurowings bislang erlebt. Warum dann mit ihnen fliegen? Die Antwort liegt im Eurowingsstreckennetz. Eurowings fliegt Routen, welche teilweise nur von den großen staatlichen Airlines geflogen werden. Dazu kommen zahlreiche Flughäfen zum Abflug in Deutschland und die „günstigsten“ Inlandsflüge.

Eurowings kann ich grundsätzlich nicht empfehlen. Wer jedoch eine bestimmte Strecke fliegen muss auf der Ryanair und Wizz nicht fliegen, der ist mit Eurowings noch am besten dabei. Am besten du buchst keine Strecken, welche auf Eur0wings setzen – vorausgesetzt du möchtet einen günstigen und pünktlichen Flug.

Wann sind Flüge am günstigsten?

Um wirklich günstig mit Preisen zwischen 4,90€ und 22,90€ zu fliegen musst du ein paar Aspekte beachten. Flüge sind außerhalb von Saison und Ferienzeiten am günstigsten. Die besten Flugtage mit Ryanair sind Dienstag, Mittwoch & Donnerstag. An diesen Tagen liegen die wenigsten Buchungen vor.

Preise sind nicht gesetzt! Die Preise bei Ryanair verhalten sich hoch dynamisch, abhängig von der aktuellen und prognostizierten Nachfrage. Sowohl „Last minute“ für die kommenden 1-2 Wochen, als auch langfristig mit 6 Monaten Vorlauf und in der gesamten Zeit dazwischen lassen sich günstige Flüge finden. Vergleiche einfach unterschiedliche Destinationen gegeneinander, um gegebenenfalls auch kurzfristig extrem günstige Flüge zu finden.

Die Vergleichsmöglichkeiten auf der Ryanairwebsite und in der Ryanair App sind die besten auf dem Airlinemarkt. Nach einer kurzen Suche, hat man abhängig von seinem Startflughafen die günstigsten Ziele für den gewünschten Reisezeitraum gefunden.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Mit welchen Airlines fliegst du günstig durch Europa? Habe ich vielleicht eine Airline vergessen? Schreib es einfach in die Kommentare und lass uns in den Austausch treten.

Grüße, euer Fabian

Ps. Anmerkungen zur Kritik an Ryanair

Ryanair wird gelegentlich für die Bezahlung ihres Personals kritisiert. Auf einem meiner letzten Flüge hatte ich die Gelegenheit, mit den Flugbegleitern über dieses Thema zu sprechen. Die gesamte Besatzung war in Portugal stationiert und hat portugiesische Löhne erhalten. Diesen Vorgang nennt man Geoabitrage. Aus unserer Sicht mögen diese Löhne als gering durchgehen. Im Gegensatz zum Mindestlohn von 4€/h in Portugal sind sie jedoch recht anständig.

Reisen mit Handgepäck: Wie ich die Welt mit einem extrem kleinen Rucksack bereise.

Ja, du hast richtig gelesen. Statt auf einen Koffer oder einen großen Wanderrucksack zu setzen, verreise ich nur mit einem kleinen 25 Liter Rucksack. 40 cm mal 25 cm – die Maße vom kostenlosen Ryanair Handgepäck – ein kleiner Rucksack für mehrere Wochen. Mehr nehme ich nicht mit. 

Mein Rucksack und ich

In diesem Artikel zeige ich dir die Vorteile vom Reisen mit extrem kleinem Gepäck. Du wirst meine konkrete Packliste sehen und genau erfahren, weshalb ich welchen Gegenstand mitnehme. Diese Tipps werden dir in Zukunft unzählige Stunden deiner wertvollen Zeit sparen.

Nie wieder lange Wartezeiten am Flughafen – Wie du in 30 Minuten im Flieger sitzt, statt stundenlang zu warten.

Warum Stunden vor dem Abflug am Flughafen sein? Gibt es denn keinen schöneren Ort für einen Aufenthalt? Wäre da nicht das Gepäck zur Aufgabe und die Warteschlange an der Sicherheitskontrolle …

In 30 Minuten ins Flugzeug

An der Stelle setzt meine Strategie an. Kein Gepäck zur Aufgabe – Kein Schalter zum Anstehen. Wer „Last minute“ zur Sicherheitskontrolle kommt, der wird in der Regel vorgelassen und darf gratis in den Fast-Track. So läufst du entspannt durch den Flughafen bis ins Flugzeug.

Kleiner Hinweis: An sehr großen Flughäfen (die du nicht gut kennst) oder in Ländern mit komplexeren Sicherheitskontrollen (z. B. Israel) solltest du auch mit einem kleinen Gepäck besser 1 h vor Abflug am Flughafen sein.

Nie wieder schwere Koffer schleppen – Wie du dennoch für alle Eventualitäten gewappnet bist.

Kein schweres Gepäck zu schleppen hört sich ja ganz gut an, aber wie kommen dann alle wichtigen Dinge mit? Schließlich weiß man ja nie was man nicht doch noch spontan machen möchte oder wie das Wetter wird.

Ich nutze die KED-Methode (Kauf es da). Mit meinem kleinen Gepäck bin ich für 90% aller möglichen Eventualitäten vorbereitet. In den restlichen 10% kaufe ich mir das erforderliche Equipment vor Ort. Aber auch einfach ersetzbare Gegenstände wie z.B. Wasserflaschen kaufe ich erst im Zielland. Damit spare ich einiges an Platz im Rucksack.

Nie wieder bedeutungslose Souvenirs ansammeln – Wie du nur eine kleine Auswahl an Souvenirs von den Reisen mitbringst.

Die Antwort lautet: Ich kann nicht anders. Wenn der Rucksack kaum Platz für Souvenirs bietet, dann werden kaum Souvenirs gekauft. So einfach ist es. Die seltenen Erinnerungsstücke sind darum um so überlegter. Ich bringe gerne 1-2 historische Bücher oder regionale Kunstartefakte von meinen Reisen mit. Etwas fremde Kultur im Bücherregal.

Ein historisches Souvenir

Nie wieder stundenlanges Packen – Wie du den Rucksack einer Weltreise in wenigen Minuten packst.

Je größer der Rucksack oder Koffer, desto mehr wird mit genommen. Je kleiner der Rucksack, desto weniger wird mitgenommen. Wer weiß was er einpacken muss, der packt einen kleinen Rucksack deutlich schneller. Ich nehme immer die folgenden Gegenstände mit. Abhängig von der Jahreszeit passe ich mein Gepäck natürlich leicht an.

Meine Packliste für einen Monat in Portugal

Am Körper – Hier trage ich mein schwerstes Gepäck. In der Regel ist das auch meine beste Kleidung. Das geht mit mehreren Vorteilen einher. Wer am Flughafen wohl gekleidet ist, hat in vielen Ländern weniger Probleme in der Sicherheitskontrolle und kann schneller verreisen. Insbesondere als Alleinreisender Mann ein wichtiger Punkt.

  • 1x Unterhose aus Baumwolle
  • 1x leichte Socken
  • Lange Stoffhose
  • Poloshirt
  • Warmer Fließpulli
  • Buch (in der Hand)
  • Geldbeutel + Schlüssel
  • iPhone 13

Im Rucksack – Hier ist Platz für den wichtigen Rest. Kleidung zum Wechseln und gegebenenfalls Spezialausrüstung wie z.B. für’s Surfen oder Klettersteig gehen, findet im Rucksack seinen Platz.

  • Rucksack 25 Liter : 40cm x 20cm x 25cm

Meine Rucksackgröße orientiert sich ganz klar am Ryanair Handgepäck. Hat aber noch weitere Vorteile. Mit so einem kleinen Rucksack ist nicht nur der Flug günstig, auch vor Ort hat man mehr Möglichkeiten. Ich gehe in der Regel nicht direkt zum Hotel, sondern schaue was interessantes auf dem Weg liegt. Mit einem kleinen Rucksack ist das kein Problem.

Der gesamte Rucksack ist wasserdicht mit einem Wickelverschluss. So kann es regnen oder schneien, ohne das ich mir sorgen machen brauche. Selbst eine Flussüberquerung lässt sich mit dem Rucksack machen.

  • 1x Ultraleichte Regenjacke
  • 1x Ultraleichte Daunenweste
  • 1x Surf-Shorts/ Badehose
  • 1x Zipbare leichte Reisehose
  • 1x t-Shirt
  • 1x Tanktop
  • 1x Unterhose Baumwolle
  • 1x leichte Socken
  • Ultraleichtes Handtuch
  • MacBook Air in wasserdichter Hülle
  • Ein Netzteil mit 2 Kabeln (USB C und Lithning) zum Wechseln
  • Reisepass
  • EU-Impfzertifikate in Papierform
  • Mini „Erste Hilfe Set“ inklusive Kletter-Tape

Der wichtigste Gegenstand in meinem kleinen „Erste Hilfe Set“ ist das Kletter-Tape. Damit lassen sich nicht nur körperliche Verletzungen flicken. Sollte etwas am Material kaputt gehen kann ich es einfach reparieren. Ansonsten habe ich eine Pinzette für Spreißel, ein paar Pflaster und etwas Mullbinden/Verband dabei.

  • Zipbeutel für Flüssigkeiten (Zahnbürste, kleiner Kamm, Sonnencreme, Zahnpasta)

Gute Sonnencreme und meine Lieblingszahnpasta sind nicht in allen Ländern zu finden. Gemeinsam mit einer Zahnbürste nehme ich sie darum mit. (Meine Sonnencreme ist in einer sehr kleinen auslaufsicheren Packung). Shampoo hingegen läuft gerne aus und ist in vielen Unterkünften vorhanden. Darum nehme ich es nicht mich und riskiere es auch mal ein paar Tage auf Shampoo zu verzichten.

  • Neoprenanzug + Surfschuhe

Jetzt kommen wir zum größten Punkt im Rucksack: Meine Ausrüstung. Natürlich kann man beides auch vor Ort ausleihen. Genau so wie man einfach ein größeres Gepäck aufgeben könne. Damit verliert man jedoch einige Vorteile.

Wer nur ein Brett ausleiht zahlt deutlich weniger. Surfschuhe gibt es häufig überhaupt nicht zum Verleih. Am Ende des Tages passt der eigene Neo dann doch am besten. Dieser Ausrüstungsteil lässt sich abhängig vom Ziel beliebig austauschen.

Jetzt weißt du mehr darüber, wie ich verreise. Wie verreist du? Was hältst du vom verreisen mit extrem kleinen Gepäck? Schreib es in die Kommentare. Ich freue mich drauf mit dir ins Gespräch zu kommen.

Grüße, euer Fabian