Was sind die Zutaten für ein großes Abenteuer, für den Aufbruch ins Unbekannte?
Als Kind hatte ich immer wieder ein Buch in meinen Händen: „Die letzten Abenteuer unserer Erde“.
Es war ein ziemlich großes Buch mit vielen farbigen Bildern aus den 70er Jahren.

Ich erinnere mich noch an die Bilder von der Gleitschirm Überquerung der Alpen, der Besteigung vom Mount Everest, den Goldsuchern in Australien, den Surfern vor Hawaii, den Truckern in der Sahara, den Freikletterern im Yosemite Valley… und viele Abenteuer mehr.

Alle diese Abenteuer haben zwei Dinge gemeinsam: Zeit und Mut.
Zeit braucht es, um dem Abenteuer den Raum zur Entfaltung zu geben.
Ohne Stress und ohne Druck abwarten zu können bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Die passende Thermik, das perfekte Wetter oder die perfekte Welle…. und aufgeschlossen zu sein für die vielen kleinen und großen Momente, weil man nicht sofort gezwungen ist weiter zu ziehen.
Mut braucht es, um im richtigen Zeitpunkt alles zu geben und sich in das große Unbekannte zu wagen.
Die Grenze zwischen Mut und Torheit mag im Abenteuer auch hin und wieder verschwimmen.
Abenteuer Surfen: Zeit und Demut

Für anderthalb Monaten dem nassen Winter in Deutschland entfliehen.
Surfen gehen und den Sommer früher einleiten, während ich Remote weiter an meinen Projekten arbeite. (Wie das möglich ist? Dazu in diesem Beitrag)
Surfen braucht Zeit und Demut.
Zeit, weil gute Wellen brauchen Zeit, selbst bei gutem Timing in der Saison.
Wer nur eine Woche surfen geht hat eine hohe Chance keinen einzigen Tag mit guten Wellen zu erleben, aber wer einen lang Monat surfen geht, der wird eigentlich immer Tage mit guten Wellen haben.
Demut ist die zweite Säule beim surfen. Ich spreche da wirklich aus Erfahrung.
Mit dem Roller 600km über den Hohen Atlas

Aber anderthalb Monate sind genug Zeit auch für andere Abenteuer als das Surfen offen zu sein… und so bin ich ins Roller fahren geschlittert.
Was mit meinem ersten Tag im Leben auf einem Roller angefangen hat, wo wir die Küste hoch nach Imsouane gefahren sind wurde paar Wochen später zu:
Wir mieten Roller und überqueren den Hohen Atlas auf über 2100 Meter hohen Pässen. Von Taghazout über Agadir, über den Hohen Atlas bis nach Marrakesch.
Es ist ein richtiges Abenteuer, vom ersten Mal lange Roller fahren, schmalen Bergpässen bis zur fremden Kultur der Berber im hohen Atlas.
Aber ich lass mal die Bilder sprechen:






Ein richtiges Abenteuer, einfach genial.
Jetzt sitze ich während ich diese Zeilen schreibe am Pool vom Landhaus im Atlas Gebirge.
Es ist einfach ein herrlicher ruhiger Kontrast zum geschäftigen Treiben in Taghazout.
Noch 2-3 Tage hier im Dorf, einfach in Ruhe denken und arbeiten, dann geht es weiter mit den Rollern gen Marrakesch
Ein Zwischenstopp im großen Abenteuer. Alles gute, euer Fabian

