Mitten in der Nacht wabert dieser Satz durch meine Gedanken. Er besucht mich nicht zum ersten Mal.
Viel mehr ist er ein treuer Gast, wie eine sanfte Melodie, die nicht laut ist, aber dennoch hängen bleibt. „Needing less makes you more powerful.“

Er steht im Widerspruch zu so vielen Verlangen nach materiellem Besitz. Im Widerspruch zu einem schnellen Auto, einer teuren Uhr oder einem Haus mit Garten und Pool.
All diese Dinge leuchten hell in Werbung, Instagram-Feeds und so manchen Gesprächen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nie mit dem Gedanken spielen würde. Aber…
Was bleibt sind die Gedanken.
Alles, was man nicht hat, darum muss man sich nicht kümmern. Alles, was man nicht möchte, das muss man nicht kaufen. Wenn man weniger Geld ausgibt, muss weniger Geld verdient werden.
Diese Gedanken sind nicht neu und die Renaissance des Minimalismus im Internet ist auch schon lange vorbei. Trotzdem oder deswegen fühlen sie sich aktueller an denn je.
Letztlich auch der Gedanke: Nur wer nichts besitzt, dem kann man nichts nehmen. Ist es eine Drohung oder ein Versprechen?
Von Konsum und Angst zur Freiheit
Ich frage mich oft: Habe ich Angst zu verlieren? Angst, alles zu verlieren? Aber was, wenn ich nichts zu verlieren habe – oder zumindest weniger?
Vielleicht ist es auch das, was eigentliche Freiheit bedeutet: Nicht alles zu besitzen, nicht alles zu brauchen, stattdessen die Freiheit zu haben Risiken einzugehen und sich jenseits vom Konsum jeden Tag neu zu erfinden.
So liegt die Macht nicht im materiellen Besitz, sondern in der Unabhängigkeit davon. Was auch immer passiert, die Dinge auf ihren Lauf zu schicken.
Um es mit Marc Forsters Worten zu sagen: „Egal was kommt, es wird gut, sowieso.“ (Lied verlinkt)
Aber jetzt gehts auch noch schlafen,
Bis bald, Fabian
PS: Das Zitat stammt wohl aus Kung Fu Panda 3. Na sowas 😉